Kehrtwende in der Berichterstattung

Tagesschau über Aleppo Die ARD sendet seinen Bericht, der in krassem Gesegensatz zur bisherigen Berichterstattung über den Krieg in Aleppo steht.
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In dem sehenswerten Beitrag kommen Syrer zu Wort, die in Ostaleppo gelebt haben. Aus den Aussagen erfährt man:

-Zivilisten wurden gegen ihren Willen in Ostaleppo festgehalten und als menschliche Schutzschilde missbraucht.

-versuchten sie zu fliehen, wurden sie erschossen.

-Ostaleppo wurde von Dschihadisten regiert. Das Leben unter ihrer Herrschaft war beschissen.

-Zuvor geflohene Menschen kehren in ihre Häuser zurück, nun, da sie von der syrischen Regierung kontrolliert werden.

Das alles sind Wahrheiten, die in der bisherigen Parallelrealität der Tagesschau schlicht ausgeblendet wurden. So ein Schritt ist ausdrücklich zu begrüßen, auch wenn es natürlich von mehr Größe zeugen würde einzugestehen: Wir haben uns geirrt.

Dazu gehört dass der Bericht ausdrücklich erwähnt dass sich die Reporter frei bewegen durften. Es handelt sich also nicht um vom Regime handverlesene Interviewte.

Was noch fehlt und vermutlich bald nachfolgt ist die Erkenntnis dass die Zahl von 350.000 oder "Hunderttausenden" von Zivilisten die in Ostaleppo eingeschlossen seien oder gar: "Vor dem Regime geflüchtet sind" völlig illusorisch waren.

11:50 08.12.2016
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