Wie schützen wir unser Land vor Putin?

Elf Ratschläge Immer noch versuchen die Putin-Freunde ihr Weltbild in unserem Land zu verbreiten, die Europäische Union zu schwächen und die transatlantische Allianz zu zerstören.
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Hier ein paar Hinweise, wie man Putin-Freunden (PF) begegnen sollte.

1. Um einen PF ruhig zu stellen, handeln Sie nach der Devise: Gruppen bilden und schnell zuschlagen.
2. Sobald ein PF im Internet versucht eine Debatte zu initiieren, informieren Sie ihre Freunde. In einer Gruppe haben sie eher Erfolg.
3. Werden Sie Mitglied eines Netzwerkes, welches Medien beobachtet, in denen sich Putin-Freunde zu Wort melden.
4. Lassen Sie sich nie auf die von den PFs vorgebrachten Themen und „Fakten“ ein. Handeln Sie stattdessen von Anfang an nach der Devise, die Feinde unserer Demokratie müssen ruhiggestellt werden.
5. Indem sie gleich zu Beginn der Debatte massiv auftreten, erobern sie die Meinungsführerschaft. So erwecken Sie den Eindruck, dass nicht nur Sie sondern das ganze Netz über den Beitrag des PF empört ist. Damit erreichen Sie, dass sich Unentschlossene und Neugierige von der Debatte fernhalten, aus Angst, man könnte auch sie als PF bezeichnen.
6. Lassen sie sich nicht auf eine inhaltliche Debatte ein. Sie müssen einfach nur austeilen. Das ist zwar Drecksarbeit. Aber Sie wollen sich sicherlich nicht später von ihren Kindern vorwerfen lassen, sie hätten nichts gegen die Zerstörung Europas durch die Putin-Freunde getan.
7. Falls es sich bei dem PF um einen Journalisten handelt, prüfen Sie, ob er schon mal für Medien geschrieben hat, die vom Kreml finanziert werden. Ob es sich dabei um die 2014 eingestellte Werbebeilage „Russland heute“ in der Süddeutschen Zeitung, RT deutsch oder Sputnik handelt, ist egal. Machen Sie in ihren Beiträgen deutlich, dass Personen, die für vom Kreml finanzierte Medien arbeiten, in unserer freiheitlichen Medien keinen Platz haben.
8. Falls sich der PF-Journalist mit Detail-Kritiken an Russland und seinen Satelliten als „unabhängiger Journalist“ zu tarnen versucht, reißen sie ihm die Maske vom Gesicht. Wenn der PF-Journalist zum Beispiel eingesteht, dass es in dem von Russland okkupierten Gebiet in der Ost-Ukraine keine freie Presse gibt, behaupten sie einfach, dass der PF-Journalist vor einiger Zeit noch genau das Gegenteil behauptet hat. Das muss nicht stimmen, aber wer kann Ihre Aussage schon überprüfen?
9. Falls es sich um einen PF-Aktivisten handelt, prüfen Sie, ob die Person schon mal zusammen mit Feinden Israels, deutschen Nationalisten oder Rechtsextremisten gesehen wurde. Auch zufällige Begegnungen auf einem Platz oder einer Kneipe reichen aus für den Nachweis, dass dieser PF-Aktivist gefährlich, ja schädlich für unsere demokratische Gemeinschaft ist.
10. Falls es sich um einen PF handelt, der Abgeordneter in einem Parlament ist, gucken Sie sich die Biographie des Abgeordneten ganz genau an. Falls der PF in Russland studiert oder länger dort gelebt hat, können sie schreiben, dass der Abgeordnete in Russland Kontakt zum russischen Geheimdienst hatte. Diese Behauptung wird Niemand überprüfen. Sie wirkt aber glaubwürdig, nach Allem was für über das russische System wissen.
11. Bilden Sie Netzwerke! Sobald ein PF einen Raum für eine Veranstaltung anmieten will, weisen Sie und Ihre Freunde den Raum-Vermieter darauf hin, dass es sich um einen Freund des autoritären russischen Regimes handelt, der nicht nur seinen politischen Dunstkreis anzieht, sondern auch die Freunde der freiheitlichen Demokratie. Deuten Sie an, dass es in dem Raum zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen könnte.

(Diese Handreichung basiert auf den persönlichen Erfahrungen eines "PF". Der ironische Unterton ist beabsichtigt)

05:45 05.12.2018
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