Magda
22.01.2013 | 10:23 38

Glaube und Kirche in der DDR

Religion Die folgende Szene stammt aus dem DEFA-Film „Einer trage des anderen Last“ von Lothar Warneke, der den Auftakt einer Reihe über "Glaube und Kirche" in DDR-Filmen bildet

Glaube und Kirche in der DDR

Foto: sludgegulper/ Flickr (CC)

Der evangelische Vikar erklärt seinem Zimmergenossen in der Lungenheilstätte, dem jungen Volkspolizisten: „Mein Vater ist Anfang 1946 zur Kommandantur bestellt worden und nie zurückgekommen, meine Mutter kriegt neunzig Mark Rente, meine Braut ist fast noch ein Kind gewesen, aber von dem was sie auf der Flucht zwischen Kattowitz und Merseburg erlebt hat, ist ihr das Haar weiß geworden“. Er sei für „eure Sache“ nicht zu gewinnen und stößt bei seinem Mitbewohner auf die Bereitschaft zu einer Art Waffenstillstand.

Eine solche Szene war bis dato in einem DEFA-Film undenkbar.

Hier die gesamte Szene

Den Film haben wir 1988 mit großem Interesse gesehen. Geärgert hat mich – wenn ich mich recht erinnere – die dem progressiven jungen Polizisten zugeneigte Parteilichkeit. Um den Film ist lange gekämpft worden, kann man in einem informativen Flyer erfahren. Dennoch erschien er nicht nur mir als Versuch einer ernsthaften und auch Konflikte nicht aussparenden Debatte. Es gab nicht nur diesen Film, der eine „Öffnung“ signalisierte.

Kirchenfeindliche
50er Jahre

Als ich in den fünfziger Jahren zur Schule ging – damals noch sehr katholisch und zum Bekenntnis angehalten – war das wirklich eine Last. Es gab stets und ständig Auseinandersetzungen, wenn ich – z. B. Fronleichnam – von der Schule fernblieb, weil das ein offiziell zugestandener Feiertag war. Ich stritt mit dem Klassenlehrer, der mir ausdauernd und aggressiv erläuterte, wie unwesentlich die Religion sei. Aber für den Religionsunterricht durfte die Gemeinde die Räume der Schule neben dem Pfarrhaus nutzen.

Ich erinnere mich auch an einen Geschichtslehrer, der uns erklärte, was wir den Mönchen und Klöstern an Kultur verdanken. Er ging bald nach dem Westen, so wie mancher Lehrer. Es war eine konfliktreiche Zeit, in der oft von Toleranz geredet, aber im Alltag nicht ausgeübt wurde.

Die Jugendweihe
als Bekenntniszwang

Ich erinnere mich an die Kampagne zur Jugendweihe Ende der fünfziger Jahre, an der ich nicht teilnahm. Ich hatte einige Nachteile deswegen, aber nicht deshalb löste ich mich von der katholischen Kirche. Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat verfolgte ich später auch aus beruflichem Interesse. Die Formel von der „Kirche im Sozialismus“, die Anfang der siebziger Jahre eine Entspannung wenigstens zwischen der Evangelischen Kirche und dem Staat einleitete, verbesserte die Beziehungen. Die katholische Kirche freilich forderte nach wie vor eine strenge Abgrenzung und fragte nicht weiter, wie ihre „Schäfchen“ das mit ihren Wünschen nach Studium und weiterer Entwicklung unter einen Hut bringen konnten. Andererseits war dieser Tage zu erfahren, dass der DDR-Staat die christlichen Kinderheime und caritativen Einrichtungen – auch die katholischen - finanziell unterstützte. Das hätte ich nicht gedacht. Ich war als Kind in Intervallen mehrere Monate in einem solchen Heim in Leipzig-Engelsdorf, weil meine Mutter schwer erkrankt war. Mir ist es dort auch gut gegangen.

Ständige Konflikte
und Kompromisse

Aber es gab durch die Jahre ständig Konflikte. Die Selbstverbrennung des Pfarrers Brüsewitz z. B. war ein solcher dramatischer Konflikt. Die gesamte Auseinandersetzung um die Friedensbewegung – Stichwort „Schwerter zu Pflugscharen“ - das alles war Begleitung der Versuche einen modus vivendi zu finden und einen Kompromiss. Am Ende bot die Kirche vielen Oppositionellen Schutz unter ihrem Dach. Aber auch Zähmung und Besänftigung der immer lauter werdenden Proteste werden ihr heute angelastet.

Von daher ist eine solche Filmreihe ein gutes Projekt. Im Fernsehen sieht man diesen und eine Reihe wirklich guter DEFA Filme immer seltener. Es ist offensichtlich probater und mehr opportun, alte Polizeiruf Krimis und Märchenfilme abzuspulen, andere Filme bieten am Ende noch gar nicht erwünschten Diskussionsstoff.

Die Reihe beginnt morgen im „UCI Kinowelt Colosseum" in Berlin.

Hier weitere Details über diese Filmreiihe

Was mich persönlich betrifft: Ich habe den Glauben längst verloren. Nicht aus Trotz oder Enttäuschung über einen "Lieben Gott", der nicht eingreift und nichts verhindert. Ich habe solche Fragen wie: Wo war Gott in...nie gestellt. Der Mensch hat einen freien Willen. Ich aber kann nicht glauben, so jedenfalls nicht mehr. Aber manchmal schmerzt mich das wie jeder Verlust. 

Noch eine Anmerkung: Ich war lange Zeit mit einen katholischen Priester – einem niederländischen Dominikaner – befreundet. Er gehörte zum Umfeld des Theologen Edward Schillebeeckx in Nijmegen (nach Hinweis korrigiert-M.), war sehr kirchenkritisch, sehr „links“ und, weil er die DDR häufig besuchte, zu Hause sehr angefeindet. Er ist vor einigen Jahren gestorben. Er verblüffte auf seiner Beerdigung alle mit der Verfügung, dass er verbrannt werden wolle und seine Asche verstreut. Wer katholisch ist, weiß, was das bedeutet. 

Kommentare (38)

doimlinque 22.01.2013 | 11:17

Habe ich sehr gerne gelesen, vielen Dank.

Gute Spielfilme jeglicher Couleur sind im durchformatierten Fernsehen generell eine Mangelware geworden, beziehungsweise wurden in die Nachtstunden verlegt, deucht mir. Dass alte DDR-Filme da mit als erstes von der Bildfläche verschwinden, war wohl leider vorhersehbar. Macht die Sache natürlich nicht besser.

 

Gruß, d.

 

P.S.: Eine kleine besserwisserrische Randbemerkung. Es ist entweder Nimwegen (deutsch) oder Nijmegen (niederländisch). Ist aber wirklich Pipifax...

goedzak 22.01.2013 | 11:59

Eine solche Szene war bis dato in einem DEFA-Film undenkbar.

Ich hab mich damals viel weniger über den Film und/oder diese Szene gewundert, als heute bei der Erwähnung von Dingen, die nach heutigem Klischeeverständnis in der DDR undenkbar gewesen sein sollen. Komisch, was? Am Ende wird man noch selber von dieser Propaganda beeinflusst in seinen Erinnerungen...

Magda 22.01.2013 | 12:17

"Komisch, was? Am Ende wird man noch selber von dieser Propaganda beeinflusst in seinen Erinnerungen..."

Das ist leider wahr. Aber, ich erinnere mich trotzdem auch noch, dass es noch ne Menge Tabus gab und Leute Ärger kriegten. Z. B. der Strittmatter mit seinem Wundertäter, na Du weißt das ja selbst. Die stehen aber heute nur noch als Privilegierte, als Zuträger oder als Vergangenheitsleugner da. 

Magda 22.01.2013 | 12:21

Die Feuerbestattung und gleichzeitig das "Verstreut sein wollen", das hatte schon was "Abgekehrtes". Ich weiß es ja auch - wie Du aus dem verlinkten Text erkennst - wie es um ihn stand. Ein großer Zweifler. Wir hatten später viel Streit, aber nicht wegen des Zweifelns, sondern weil mir dieses auf der einen Seite von der Kirche auch Schutz und Status erhalten, auf der anderen Seite aber ständig wider den Stachel löcken und nicht aussteigen. Das ging mir alles ziemlich durcheinander. 

anne mohnen 22.01.2013 | 13:24

"Ein großer Zweifler. Wir hatten später viel Streit, aber nicht wegen des Zweifelns, sondern weil mir dieses auf der einen Seite von der Kirche auch Schutz und Status erhalten, auf der anderen Seite aber ständig wider den Stachel löcken und nicht aussteigen. Das ging mir alles ziemlich durcheinander.“  Das scheint mir der „Casus knaxus“ zu sein, liebe Magda.

Nur so viel: Ich vermutete, Kirche gerät derart in den Fokus des Interesses, weil sich „Kirche“ als Negativfolie so herrlich als Platzhalter anbietet für eine allgemeine Krisenstimmung über Institutionen sowohl im Allgemeinen als auch im Besonderen. In diesem Zusammenhang finde ich dann die Kritik durchaus als gerechtfertigte Zumutung. Auch dann, wenn „Kirche“ ja nicht allein für Institution steht, darin gar aufgeht. Letzteres betonen die Kritiker und merken gar nicht mehr, wie sehr sie der Hierarchie das Wort reden.

Denn, und hier meine ich ausdrücklich nicht Dich, wie anders ist es zu erklären, frage ich mich, dass mit derartiger Leidenschaft, Penetranz  etc. sich so viele an einer Sache abarbeiten, mit der sie doch nichts mehr zu schaffen  haben oder wollen; von der man glaubt – übrigens nicht selten in tiefer anti-aufgeklärter Unwissenheit-, es handle sich um „Wudu-Voodoo“-  die Sache mit der Religion?

Danke für Deinen Beitrag. Als Dein persönliches Statement finde ich das nicht nur in Ordnung, sondern habe es gerne gelesen. Meine Erfahrung ist, dass Religion, freier, aber nichts leichter macht, sondern komplizierter, schwerer. Aber wie und warum, sollte es auch anders sein?

 

philmus 22.01.2013 | 14:02

Wenn man sich auf die "frohe Botschaft" besinnen wollte, die am Ursprung des Christentums, wie wir es heute kennen, steht, ist das Eine ohne das Andere nicht zu haben: Die "metaphysischen Wonnen" sind hier erstmal moralische: Die Vergebung, die der "gute Vater" im Angebot hat, ist an die Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit gebunden. Und an die Reue. Es wäre schon mal viel gewonnen, wenn von der Sünde nur im Zusammenhang mit der Gnade die Rede wäre, die, mit Luther zu reden, immer größer ist:

"Ob bei uns ist der Sünden viel,

bei Gott ist viel mehr Gnade"

 

Säkularisiert hieße das, Gnade walten lassen, anderen gegenüber und sich selbst. Aber gebunden ist die Gnade schon an die Erkenntnis der Sünde (alles dessen, was schief läuft). Aber die Gewißheit der Gnade als Standpunkt, den man einnehmen kann, ermöglicht auch, das Dumme, Schlechte, Üble beherzter wahrzunehmen - man muß nicht aus Angst zensieren, denn die Gnade ist immer größer als unsere Sünden.

Interessanter Standpunkt.

h.yuren 22.01.2013 | 14:03

wie reimt sich das, liebe magda?:

Der Mensch hat einen freien Willen. Ich aber kann nicht glauben, so jedenfalls nicht mehr. Aber manchmal schmerzt mich das wie jeder Verlust.

hast du nun den freien willen und kannst glauben, was du willst, oder hast du ihn nicht und musst darum trauern?

deinem blog entnehme ich - du musst es ja wissen, weil du dort gelebt hast -, dass die komplizenschaft zwischen kirche und staat gemeindeutsch war und ist.

danke.

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2013 | 14:40

Metaphysische Wonnen, ja auch Schmerzen, gehen ja über jede Religion hinaus, sie existierten und bleiben. Der Begriff setzt  ein Subjekt, das Bewusstsein (des Menschen). Vielleicht wird es als als Wahrheit geglaubtes Wissen gerade in unserer Zeit ausgelöscht.  Aber als Verlangen nach einer ästhetischen Welt kann es nicht ausgelöscht werden. Und da hat die Kirche als Hüterin des metaphysischen Verlangens doch eine Aufgabe (nicht damit sie erhalten bleibt, das ist kein Zweck ) sondern als Aufgabe aus sich.

philmus 22.01.2013 | 14:55

Wie jetzt, ästhetisch=metaphysisch? Nicht, daß da der Musiker in mir was gegen hätte, aber ganz so einfach ist es nicht.

Und die Kirche als die Hüterin des metaphysischen Verlangens hat fertig. Heute kann sie nur noch eine unter vielen Hüterinnen sein, und warum soll sie sich nicht auf das besinnen, was sie von Anderen Religionen unterscheidet: die Idee der Gnade.

 

Ansonsten haben Sie Recht, mir wäre auch nach mehr "Wonne", ob es allerdings gleich metaphysisch sein muß, na ja...

Die Tendenz, ewige Wonnen im Jenseits zu suchen ist so alt wie der Krieg, und es könnte doch sein, daß zum Ende des Krieges eine Rückbesinnung auf die eher immanenz-orientierten Religionen der Vorzeit gehört? Soll heißen, Religion als Rahmen für Rituale der Dankbarkeit und der Bitten, des Wünschens und was der potentiell schwer adressierbaren Gesten mehr sind, ist nicht gleichbedeutend mit Metaphysik, auch wenn uns die letzten paar tausend Jahre Transzendenzreligion das nahe legen: Das Diesseits wurde verbrannte Erde und das Streben nach Heil u-topisch. Aber muß das so bleiben? bzw man sieht ja, wo das hinführt....

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2013 | 16:13

Das was hier tätig ist, ist das Bewusstsein und es kann gesagt werden, dass das enschliche Bewusstsein das metaphysische in sich trägt, a priori wie gesagt wird, vor der Erkenntnis. Wenn das stimmt, dann gab es immer Religion und auch immer Kirche. Spätestens nach den Neandertalern. Aber warum? Eine Ursache muss doch darin liegen, dass das was das menschliche Bewusstsein in sich aufnehmen kann und woran es sich erinnert immer kontrastreicher und somit widersprüchlicher wird. Diese Welt des Sowohl als auch strapaziert das Bewusstsein je intensiver es wird. Gleichzeitig wachsen die Denkkräfte, helle Punkte im allgemeinen Dunkel zu setzen. Das ist die Ästhetik des Denkens, die in der Philosophie der Aufklärung gemeint war. Die Ä. als Schönheitslehre ist eine Reduktion besser gesagt ein Teilgebiet. Aber gerade in den kleinen Kirchen rund um Berlin mir ihren schwebenden Taufengeln und drei alten Damen und der Pfarrer, der sagt, Guten Abend, meine Getreuen und wir zwei waren auch dabei, also insgesamt 6, es ist ein lebendiges Erinnerungsild geblieben. Somit ästhetisch-metaphysisches in wonniglicher Verbindung. Bevor ich abhebe, höhr ich aber lieber auf.

Helmut Eckert 22.01.2013 | 16:35

Aus meinem DDr Archiv:

DIE HALTUNG DER KIRCHEN IN DER DDR - OPPOSITION UND MfS-UNTERWANDERUNG

Die Akzeptanz der DDR und damit der innerdeutschen Grenze durch die beiden Kirchen war analog gewachsen wie die Akzeptanz durch die Bevölkerung.

Während das SED-Regime um internationale Anerkennung rang, betrieb es andererseits mit aller Konsequenz die Teilung, insbesondere die der

gesamtdeutschen Verbindungen, Verbände und Institutionen. Seit 1957 (Militärseelsorgevertrag) versagte die DDR-Regierung dem Bevollmächtigten der

Evangelischen Kirche Deutschlands ihre Anerkennung. Mittels Bevorzugung des Thüringer Landesbischofs Moritz MITZENHEIM praktizierte sie erfolgreich

eine „Politik des divide et impera" /1/. Nicht etwa den Kirchen, sondern der Ost-CDU sprach das ULBRICHT-Regime das Recht zu, die Belange der

Christen in der DDR zu vertreten. Weil die DDR-Führung auch viele Einreisen aus dem Westen verweigerte, waren die grenzüberschreitenden Organisationen

insbesondere der protestantischen Kirchen nicht mehr arbeitsfähig. Tagungen gesamtdeutscher Leitungsgremien waren ohnehin unmöglich geworden.

„Das Interesse, die Kirche als einen möglichst konfliktfreien Ort in der Gesellschaft zu bewahren, führte im politischen Kontext des DDR-Sozialismus Paradoxie, da es außerhalb der Kirche keine kulturelle, soziale und damit auch keine politische Selbstorganisation gab. Die Kirche hatte damit zwangsläufig,

wenn sie sich nicht unterwerfen wollte, immer auch kritische und oppositionelle Funktionen - eine Zwangslage, der schwer zu entkommen war" /2/, stellt

NEUBERT fest. Diese Aussage ist kaum anzufechten. An anderer Stelle läßt er jedoch wissen, daß die Kirchenleitungen „von einer Aporie in die andere" gerieten. Altbischof Werner KRUSCHE wird mit folgenden Worten aus dem Jahre 1977 zitiert: „Kirche im Sozialismus ist nicht Kirche gegen den

Sozialismus. Sie ist nicht die fünfte Kolonne des Westens, sie hat auch nicht die Rolle der fehlenden Oppositionspartei zu spielen. ... Die Kirche versucht DDR-Gesellschaft den schmalen Weg zwischen Opposition und Opportunismus zu gehen, den Weg der kritischen Solidarität in mündiger Mitverantwortung."/

4/

Für viele Menschen in der DDR wurde die Kirche (wieder) interessant, als sich dort im Zuge des KSZE-Prozesses etwa Anfang der siebziger Jahre eine

zunächst vorsichtige Menschenrechtsdebatte entfachte. Diese Debatte, an der Theologen wie Bischof Hans Joachim FRÄNKEL, Günter KNECHT, Günter

SCHAU, Ulrich WORONOWICZ sowie der Erfurter Probst Heino FALCKE maßgeblichen Anteil hatten, ist allerdings „Ende der siebziger Jahre durch Kirchenleitungen selbst und ... durch den Einfluß der SED und des MfS immer stärker neutralisiert worden." /5/ Nach dem Madrider KSZE-Folgetreffen

nahmen heterogene Menschenrechtsgruppen diese Debatte wieder auf.

Katholiken, darunter nicht wenige Konservative verschiedenster Prägung, bildeten - wie NEUBERT es bezeichnet - ein „eigenes Potential". Vielfach wurden

sie wie Dissidenten vom MfS überwacht, „operativ bearbeitet" und drangsaliert. „Ihre inner-kirchliche Stellung war zudem äußerst schlecht, da sie von Loyalisten ausgegrenzt und von den oppositionellen Gruppen nicht verstanden wurden, obwohl viele von ihnen in der Menschenrechtsfrage schon längere

Traditionen hatten."/6/ Den Konservativen ist es mit Ausnahme vereinzelter Pfarrer praktisch nicht gelungen, Öffentlichkeit zu erlangen; sie hielten sich Art politischem Wartestand" /7/. Wer dennoch wiederholt aufbegehrte, mußte selbst innerhalb der Kirche hinnehmen, als Reaktionär abgestempelt zu werden.

Ulrich WORONOWICZ beispielsweise mahnte die evangelischen Pfarrer an, „sich ihres reformatorischen Erbes bewußt zu werden, das gegen die totalitäre

Diktatur, die übermäßige Militarisierung, die ‚totale Überwachung' stehen würde" /8/. Mutig forderte er eine „demokratische Staatsform", die „Begrenzung

der Staatsmacht durch Opposition", Pressefreiheit etc. 1988 warnte er davor, der DDR „Ewigkeitswert" beizumessen. Der Diktatur, „die am Ende durch

keinerlei Grenzen eingedämmt" würde und die „das Recht ständiger staatlicher Willkür" unterwerfe, prophezeite er, daß sie sich auf diese Weise „das

Staatswesen selber" zerstöre. /9/

OPPOSITIONELLES VERHALTEN

Sowohl wegen der zahlreichen - insbesondere durch die Bistümer strukturell bedingten - Verbindungen nach der Bundesrepublik oder anderen westlichen

Staaten, als auch der bedeutenden personellen und materiellen Potenzen und deren weitreichende Einflüsse auf Millionen Christen der DDR war es möglich,

zumindest unter dem Dach der Kirche - wenn auch begrenzt - politischen Widerstand zu leisten. Durch kirchliche Partnerschaften oder Dienstreisen von

Würdenträgern konnten ständig neue Kontakte zwischen Ost und West entstehen. Nicht selten hatten die für politischen Untergrund (PUT) und politischideologische

Diversion (PiD) zuständigen MfS-Mitarbeiter „Veranstaltungen und Diskussionen feindlich-negativer Kräfte" zu registrieren. Insofern stellten Kirchen in der DDR, insbesondere die katholische Kirche, den „interessantesten"/10/ Gegner der SED dar.

MfS-internen Papieren aus den letzten Jahren der SED-Diktatur sind Sätze zu entnehmen wie: „Veranstaltungen und Diskussionen feindlich-negativer

Personen finden in kirchlichen Räumen statt. Vervielfältigungs- und Drucktechnik für den innerkirchlichen Gebrauch wird immer wieder für die Hersteller

antisozialistischer Publikationen genutzt, kirchliche Verbindungs- und Vertriebswege darüber hinaus für deren Verbreitung. Auch die Zusammenführung

oppositioneller Führungskräfte mit ihrem möglicherweise sympathisierenden Umfeld spielt sich zumeist bei seitens der Kirche organisierten Veranstaltungen wie ‚Friedenswerkstätten', ‚Bluesmessen', ‚Bittgottesdiensten', ‚Jugendwochen' und Seminaren."/11/

Selbstverständlich war die Kirche in eigenem Interesse an einer Erweiterung ihres Einflusses interessiert gewesen. Daher öffnete sie sich jenen Themen, starken Zulauf besonders junger Menschen garantierte. Dies ist dem MfS nicht verborgen geblieben. In letztgenanntem Stasi-Dokument wird festgestellt, „die massiven Versuche des Gegners mitunter nicht erfolglos" sind, die Kirche in die Rolle eines „kritischen Oppositionspotentials in der sozialistischen

Gesellschaft" zu drängen: „Mit Hilfe exponierter Kräfte politischer Untergrundtätigkeit sollen kirchliche Organe in Konfrontation zum Staat gebracht werden,

sich zum Fürsprecher antisozialistischer, oppositioneller Konzeptionen machen, als kritischer Dialogpartner gegenüber den staatlichen Organen etabliert

werden."/12/

Anfang Mai 1989 verabschiedete die dritte Ökumenische Versammlung der DDR einen „diplomatisch und zurückhaltend formulierten" Text, in dem das

Ministerium für Staatssicherheit wesentliche Angriffsmomente oppositioneller Kräfte gegen den „real existierenden Sozialismus" in der DDR sah. Die Sätze lauten: „Die DDR ist eines der Länder, in denen die Befriedigung materieller Grundbedürfnisse für alle gewährleistet ist. Andererseits leben in unserem

Land viele Menschen mit enttäuschten Erwartungen. Nicht alle Gründe für solche Enttäuschungen sind DDR-spezifisch. Der rapide ökonomische und soziale

Wandel, den die wissenschaftlich-technische Revolution verursacht, überfordert das Orientierungsvermögen vieler. Die gesellschaftliche Wirklichkeit wird als undurchschaubar erlebt. Das fördert Nischenexistenz und Aussteigermentalität. Diese Gegebenheiten teilt die DDR mit vielen anderen Ländern."/13/ „Aussteigern" waren unzweifelhaft die Ausreisewilligen gemeint.

Ausreisewillige waren in den kirchlichen Basisgruppen nicht gern gesehen. Sie galten als Egoisten, die vor allem das eigene Wohl im Auge hatten und (mehr) für die Einhaltung der Menschenrechte innerhalb der DDR engagieren wollten. Für diese in der Bevölkerung allgemein verbreiteten Haltung waren nur die Staatsfunktionäre verantwortlich, sondern auch führende Vertreter der Kirche. Als Beispiel gilt die Auffassung des einflußreichen evangelischen Bischofs von Magdeburg, Werner KRU-SCHE, der sich wiederholt zu politischen Abläufen geäußert hat. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk 1984 übte er scharfe Kritik an DDR-Bürgern, die in der deutschen Botschaft in Prag Zuflucht gesucht hatten. Deren „egoistisches" Vorgehen erschwere DDR-Regierung, auf Ausreiseanträge bereitwilliger einzugehen. Dies könne er „nicht billigen, denn kein Staat auf der Welt lasse sich Erpressung gefallen."/Zudem verwies er darauf, daß die Kirchenleitungen der DDR „immer wieder darum gebeten hätten, sich ein Verlassen der DDR zu überlegen. Es gehe nicht um eine Verantwortung gegenüber dem Staat, sondern gegenüber den Mitmenschen und den Kollegen."/15/ Der Bonner Regierung riet er in diesem

Zusammenhang, alles zu vermeiden, was danach aussähe, als gebe die DDR irgendwelchem Druck nach oder sei durch einen Kredit käuflich. KRUSCHE,

der bis 1982 Vorsitzender des Bundes der evangelischen Kirchen in der DDR war, bezeichnete die deutsche Wiedervereinigung als „eine Illusion". Keine Großmächte sei bereit, die deutschen Staaten aus dem Paktsystem in Europa zu entlassen. „Wer in der Bundesrepublik von der Wiedervereinigung rede, sich in politischer Pflichtrhetorik." Im gleichen Interview unterstrich er, „daß die Deutschen in der DDR mit den Deutschen in der Bundesrepublik in einer

Gemeinschaft" bleiben wollten; dies sei „jedoch auch in zwei Staaten denkbar"/16/. Enno v. LOEWENSTERN fragte daraufhin in der „Welt": „Was weiß

dieser Bischof von der Not der Menschen drüben, die alles aufgeben und das Risiko mindestens jahrelanger Arbeitslosigkeit und Diskriminierung, wenn schwerer Strafen auf sich nehmen, daß er sie so herzlos beleidigt? Daß er geradezu ihre Nachbarn gegen sie aufhetzt? Der Deutschlandfunk, über dessen

Kanal er sprach, ist nach drüben gerichtet. Dort hörten sie eine Sprache ihres Alt-Bischofs, die sich von der Sprache der Machthaber kaum unterscheidet. (und) Wie kommt der Bischof dazu, den Andersdenkenden Unehrlichkeit („Pflicht"-Rhetorik) zu unterstellen?"/17/

Seiner Empörung ließ v. LOEWENSTERN schließlich freien Lauf, indem er die Weihnachtsbotschaft des Papstes mit den Worten KRUSCHES verglich:

„‚Ist nicht derjenige Mensch arm, der totalitären Regimen unterworfen ist, Regimen, die ihn der fundamentalen Freiheit berauben, in der sich seine Würde verantwortungsbewußte und intelligente Person ausdrückt? ... Es gibt nicht nur Armut, die den Körper trifft, es gibt auch noch eine andere, weit tückischere,

die das Gewissen trifft, indem sie das innerste Heiligtum der persönlichen Würde verletzt.' ... Er (der Papst / WM) stammt, wie KRUSCHE, aus dem Bereich

der totalitären Regimes. Hält KRUSCHE seine Worte auch für Pflichtrhetorik? Andere, gerade in jenem Gebiet, haben sie dankbar als die Worte eines Hirten aufgenommen, der Hoffnung gibt, anstatt sie zu zerstören."/18/

Viele Kirchenfunktionäre machten es sich erwiesenermaßen zu leicht. Die Rede des Propstes Heino FALCKE, der anläßlich des evangelischen Kirchentages

1987 auf dem Erfurter Domplatz äußerte, die Ausreisewilligen würden „sich von leuchtenden Reklamen, Glanz und Glimmer des Westens verführen lassen"/

19/, zeugt davon, wie gering die Bereitschaft gewesen ist, sich in die Lage der Andersdenkenden, die einem totalitären System den Rücken kehrten oder versuchten, zu versetzen; andererseits jedoch auch, wie wenig der Kirche am Weggang von Menschen - insbesondere Christen - aus der DDR gelegen war.

Dennoch verhielten sich die Kirchen lange Zeit neutral. Erst seit dem Jahreswechsel 1987/88 befaßte man sich intensiver mit der zwiespältigen Auffassung

„Forderung nach Menschenrechten - Absage an jene, die ihr Recht auf Freizügigkeit einforderten". Der katholische Bischof von Erfurt, Dr. Joachim WANKE,

äußerte sich in einem Brief hierzu wie folgt:

„Die Kirche als eine Gemeinschaft von Glaubenden ist nicht auf eine bestimmte Staatsform hinorientiert, sondern muß in jeder Gesellschaft einen Weg den Auftrag Christi zu erfüllen und seine Botschaft zu verkünden, wie sie es seit Jahrhunderten getan hat. Deshalb kann der Bischof nicht ohne weiteres

gläubige Menschen zum Verlassen eines Landes ermutigen. Aus dem Glauben heraus bewußt in diesem Land zu leben, ist eine Entscheidung, die sicher

angesichts mancher Unsicherheiten und Nachteile vielen Christen schwerfällt. Klar möchte ich aber auch sagen, daß die Kirche nach wie vor zu dem

Menschenrecht der freien Wahl des Wohnortes steht./20/

In einigen Kirchengemeinden bildeten sich Gruppen mit Ausreisewilligen, die von dem SED-Regime kritisch gegenüberstehenden Theologen betreut wurden.

Gelegentlich arbeiteten diese mit Umweltgruppen oder - wie in Halle - mit der Kirche von Unten zusammen. So existierte seit Mitte der achtziger Jahre „Arbeitskreis Solidarische Kirche" (AKSK) /21/, der sich vorsichtig für eine oppositionelle Politik auf der Grundlage der Einhaltung von Menschenrechten

bewegte und - was das Besondere dieses Arbeitskreises ausmachte - sich vorbehaltlos auch Ausreisewilligen öffnete. Obwohl niemand das Recht auf

Freizügigkeit in Frage stellte, konnte man sich zur Hauptversammlung im Mai 1988 auf keinen gemeinsamen Nenner einigen. Zwei Monate davor hatte Thüringer AKSK-Regionalgruppe zur Ausreiseproblematik eine Erklärung abgegeben, die von den meisten ihrer Mitglieder befürwortet worden war. Darin

hieß es, daß es sich nicht um „Einzelschicksale oder Privatprobleme" handelte, sondern um „Hilferufe aus einer für viele offenbar ausweglos erscheinenden

Situation frustrierter Unmündigkeit" und einen Ausdruck der „gesellschaftlichen Krise". Ausreisewillige dürften nicht ausgegrenzt und moralisch disqualifiziert,

sondern in einen „dringend nötigen gesellschaftlichen Dialog über die Ursachen" dieser Krise einbezogen werden.

Innerhalb der AKSK verhielt sich der Thüringer Pfarrer Lothar TAUTZ, der sich bereits seit den siebziger Jahren mit dem Thema Ausreise auf der Basis Menschenrechte befaßte, besonders auffällig. Ab 1987 veranstaltete er regelmäßige Abende für Ausreisewillige und Mitglieder seiner Gemeinde in

Weißenfels, während der brisante politische Themen behandelt wurden. Neben diesen Treffen /22/ organisierte er „kleine schweigende Demonstrationszüge" 23/ zwischen Parkplatz und Gemeindehaus, die das MfS zu verhindern versuchte. Drohungen, Straßensperren und mehrere Verhaftungen von Antragstellern

blieben wirkungslos. TAUTZ' persönliche Beratung und Betreuung hatte den Zweck, den bedrängten Ausreisewilligen aus ihrer „jahrelangen, sozialen

Isolation" zu helfen. Zuletzt gehörten der Gruppe, die offensiv gegen den Wahlbetrug im Mai 1989 vorging, „einige hundert Teilnehmer" /24/ an.

Ähnliche Aktivitäten wie in Jena, wo ein Jugendpfarrer /25/ gemeinsam mit Ausreisewilligen Schweigedemonstrationen auf dem Marktplatz organisierte, eher die Ausnahme. In Ilmenau kümmerte sich der katholische Pfarrer /26/ um die aus der Untersuchungshaft entlassenen Botschaftsbesetzer; unabhängig

davon, ob sie Christen waren oder nicht.

Der vor dem politischen Umsturz letzte Kirchentagskongreß und Kirchentag /27/ der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens fand vom 6. bis

9.7.1989 in Leipzig statt. Ausgerechnet in der Stadt, in der es allgemein die wenigsten Vorbehalte gegenüber Ausreiseantragstellern gab./28/ Seit 1986 Pfarrer Christian FÜHRER an der Nikolaikirche den Gesprächskreis „Hoffnung für Ausreisewillige". Wie FÜHRER kümmerten sich auch Klaus KADEN,

der einen Gesprächskreis im Jugendpfarramt ermöglichte, und Christoph WONNEBERGER um die Probleme von Ausreisewilligen. /29/

Im Gegensatz zu früheren Kirchentagen in der DDR wurden - auf Veranlassung der Kirchenleitung - zahlreiche Begegnungen, darunter die Zusammenkünfte

der 13 Arbeitsgruppen des Kirchentagskongresses, nicht öffentlich durchgeführt. Die jüngsten Vorkommnisse in Leipzig hätten gezeigt, daß die

Hemmschwelle, Probleme in die Öffentlichkeit zu tragen, niedriger geworden sei. Um den Kirchentag nicht allzu sehr für politische Zwecke mißbrauchen lassen, ließ die Kirchenleitung erklären, daß „Trittbrettfahrer" - erneut waren die Ausreisewilligen gemeint - zum Kirchentag nicht erwünscht seien. Dies zwangsläufig zu tiefgreifenden Meinungsverschiedenheiten zwischen Kirchenleitung und unabhängigen Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen. Bericht des MfS konstatiert hierzu, daß „... die Linie der Kirchenleitung, solche Kräfte vom Kirchentag auszugrenzen, um das Verhältnis Staat - Kirche weiter zu verhärten, auf dem Kirchentag ‚verhaltener und defensiver' diskutiert" /30/ worden sei als auf vergangenen Kirchentagen. Mit diesem Ausschluß Öffentlichkeit /31/ sind die protestantischen Kirchenoberen der Strategie der SED, der Kirche die Zuständigkeit in jedem außerkirchlichen Bereich

abzusprechen, eindeutig entgegengekommen.

Trotz aller Heimlichtuerei drangen Inhalte an die Öffentlichkeit. So verbreitete RIAS Berlin Inhalte eines „offenen Briefes" der Arbeitsgruppe 3, wonach „DDR-Führung und der SED zugleich Angst vor Reformen und die Zuflucht zu Machtmißbrauch und Verfassungsverstößen" /32/ vorgeworfen wurde. Ende des Kirchentags wurden Teile der Berichterstattung des Dozenten am Theologischen Seminar der Universität Leipzig, Dr. BLASCHKE, bekannt. Theologe bezeichnete die wirtschaftliche Lage in der DDR als „objektiv nicht gut" und die Wohnraumsituation als „katastrophal". Die Versorgungslage wünschen übrig und die „Bewegungsfreiheit" werde in der DDR „immer noch eingeschränkt"./33/ Zudem wurden Fragen zu Volksbildung und Wehrerziehung

gestellt. Dies sei „nicht verwunderlich gewesen, denn der IX. Pädagogische Kongreß habe keinen Beitrag zur Herausbildung von selbständigen, kreativen,

friedlichen und toleranten Persönlichkeiten geleistet."/34/ Auch der Dresdner Superintendent Christof ZIEMER sowie der Erfurter Propst Heino FALCKE

äußerten sich zur Lage in der DDR kritisch.

Insgesamt muß festgehalten werden, daß die Kirchen - ähnlich wie die meisten Gruppierungen der Bürgerrechtler, auf die Christen einen erheblichen Einfluß

ausübten - erst gegen Ende der SED-Herrschaft Mut zum Handeln fanden. Und weil ihr Handeln nicht nur Systemkritikern zu lasch erschien, formierte massiv auch Widerstand unter den Christen: Parallel zum Kirchentag fanden sich „feindliche, oppositionelle und andere negative Kräfte" der „Kirche von

unten" in der Lukaskirche, Leipzig-Volkmarsdorf zu ihrem „statt Kirchentag" ein, als sei dieser Bestandteil des eigentlichen Kirchentags. Die vielfältigen

Veranstaltungen der „Kirche von unten" ließ Meinungsverschiedenheiten zu den offiziellen Kirchenvertretern deutlich werden. In einem Stasi-Bericht „Insbesondere die örtliche Trennung der Tagungsorte wurde auf die 'Differenzen' und auf das Bestreben der Kirchenleitung, das Verhältnis Staat - Kirche beruhigen', zurückgeführt." /35/

Wie jahrzehntelanges, passives Verhalten, ja Versagen und daher die Mitschuld der Kirchen am „Erfolg" des Kommunismus in der DDR mit

„widerständischem" und „oppositionellem" Verhalten des Christentums umschrieben werden kann, zeigt Ehrhart NEUBERT in seinem fast 1.000 Seiten

umfassenden Werk „Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989" /36/. Er nennt darin zahlreiche „Oppositionelle" beim Namen und listet mit

außergewöhnlich viel Sorgfalt deren vorsichtige Aktionen auf. Die tatsächlichen „Wendemacher", darunter freilich auch Christen, erfahren darin jedoch die ihnen zustehende Würdigung.

UNTERWANDERUNG DURCH DAS MfS

Wahrheit und Lüge ständen dicht nebeneinander, schrieb Oskar BRÜSEWITZ unmittelbar vor seiner Selbstverbrennung 1976. Zwischen Licht und Finsternis

tobe ein „mächtiger Krieg", trotz des scheinbar tiefen Friedens, „der auch in die Christenheit eingedrungen" /37/ war.

Obwohl aufgrund vielschichtiger internationaler Verflechtungen die Unterdrückung bzw. Lenkung der Kirchen nach außen hin keinesfalls sichtbar werden

durfte, ist deren gesamte Haltung maßgeblich durch die Tätigkeit zahlreicher Inoffizieller Mitarbeiter des MfS beeinflußt worden. Davor vermochten auch

innerkirchliche Richtlinien wie der sogenannte PREYSING-Erlaß /38/ der katholischen Kirche aus dem Jahre 1947, welcher sowohl jede Anbiederung SED-Staat als auch ungelegene Konfrontationen mit ihm unterbinden sollte, nicht zu schützen. „Das Ordinariat Meißen etwa war mehrfach aus der

innerkirchlichen Solidarität ausgebrochen und der Besatzungsmacht oder der SED entgegengekommen." /39/ Dennoch behauptet TISCHNER, daß gerade

jener PREYSING-Erlaß „dem Katholizismus in der DDR den Weg in die Gegengesellschaft geebnet" /40/ habe.

Der Grad der Unterwanderung der katholischen Kirche durch das Ministerium für Staatssicherheit ist nur schwer nachzuweisen. Einerseits, weil

Überprüfungen durch die Gauck-Behörde nur widerwillig erfolgten, andererseits, weil die katholische Kirche aus Ergebnissen der Überprüfung kaum

Konsequenzen zog bzw. diese bis heute nicht der Öffentlichkeit zugänglich machte.

Gut 800 evangelische Bischöfe, Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeiter sind von der Forschungsabteilung der GAUCK-Behörde als Inoffizielle Mitarbeiter

erkannt worden./41/ Die diesbezüglich gezielte wissenschaftliche Aufarbeitung gestaltet sich jedoch auch hier äußerst schwierig, da das vorhandene

Zahlenmaterial einiger weniger Dokumentationen, die sich deutlich widersprechen, sehr kontrovers diskutiert wird bzw. werden muß. Die EKDDokumentation

über „Mitarbeit von Pfarrern und anderen kirchlichen Angestellten beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR" /42/ bezeichnet der

Heidelberger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Gerhard BESIER als „Desinformation über das Ausmaß kirchlicher Stasi-Verstrickungen" /43/ und stellt in diesem

Zusammenhang die berechtigte Frage, ob denn die Kirche Stasi-Belastungen klein rede. Die EKD-Schrift deutet auf lediglich „etwa ein bis zwei Prozent ostdeutschen Pfarrer und leitenden kirchlichen Mitarbeiter", die „inoffiziell und konspirativ" mit dem MfS zusammen-gearbeitet hätten. Auch OKR Harald

SCHULZE aus Magdeburg wehrt sich gegen „Horrormeldungen" über „angeblich 1500 bis 3000 Stasi-Spitzeln in den Kirchen"; räumt allerdings ein, daß der Kirche schwer geschadet haben: „Unsere Kirche war wegen ihrer aufrechten Haltung bis zur Vereinigung als tadelsfrei empfunden worden. Und das sie eben nicht." /44/

 Aufsatz von wolfgang Mayer Teil 1

Helmut Eckert 22.01.2013 | 16:37

Aus meinem DDr Archiv:

DIE HALTUNG DER KIRCHEN IN DER DDR - OPPOSITION UND MfS-UNTERWANDERUNG (Teil 2)

Die EKD-Zahlen widersprechen eindeutig den Ergebnissen der GAUCK-Behörde aus dem Jahre 1995, welche rund fünf Prozent aller Kirchen-bediensteten

als IMs ausdeuten. Laut BESIER seien dies „kaum weniger als generell im öffentlichen Dienst der DDR". Allein für 1988 habe der Bundesbeauftragte Unterlagen des SSD der ehemaligen DDR die hochgerechnete Größenordnung /45/ von mindestens 800 Kirchen-IMs genannt - ohne Berücksichtigung MfS-Kreisdienststellen -, während die EKD lediglich von denen ausgehe, die sich 1990-91 gerade im kirchlichen Dienst befanden. Zu dieser Zeit habe ein Teil der Betroffenen frühpensionieren lassen oder die Arbeitsstelle gewechselt./46/ Der Historiker weist darauf hin, daß in der Kirchenspitze jeder Fünfte

belastet sei, was allerdings verschwiegen wird. Er deckt mit beharrlicher Genauigkeit die Fälle auf, mit denen der Staatssicherheitsdienst der DDR seine

Inoffiziellen Mitarbeiter, von denen mindestens 60 hohe Kirchenfunktionen bekleideten, dirigiert hat. Armin BOYENS vergleicht die Art, wie diese

Würdenträger geführt worden sind, gar mit einem Marionettentheater /47/. „In der Thüringer Kirche waren in manchen Phasen sogar mehr Oberkirchenräte

bei der Stasi angebunden als unabhängig. ... Angesichts der gut dokumentierten, hundert- und tausendfach gebrochenen Beicht-, Seel-sorge- und

Amtsgeheimnisse kirchlicher Würdenträger ist kaum wieder gutzumachender Vertrauensverlust eingetreten." /48/

Wie BESIER kritisieren auch führende deutsche Printmedien den „vorläufig abschließenden" EKD-Bericht, der dem Leser konkrete Zahlen vorenthält. wesentlich aussagekräftiger darf daher eine Veröffentlichung der „Hilfsaktion Märtyrerkirche" (HMK) aus Uhldingen angesehen werden: Der ehemalige und BRÜSEWITZ-Freund Klaus-Reiner LATK /49/ erstellte darin eine IM-Liste mit 190 Namen, Geburtsdaten, Dienststellungen, Ort, Decknamen,

Bemerkungen sowie deren Quellen über Kirchenbedienstete. Bezeichnend für die evangelische Kirche ist die unter der Rubrik „Name" erscheinende 20-Eintragung „Von der EKD wird der Name zurückgehalten". Diese unvollständige Übersicht bedarf freilich der ständigen Ergänzung. Für den Beauftragten die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR allerdings „steht fest", daß „der Stasi-Topagent in der Evangelischen Kirche" /50/ der Ministerpräsident der DDR, Lothar de MAIZIÈRE, gewesen ist.

Völlig im Unklaren geblieben ist bislang die Verstrickung der Katholischen Kirche. Unstrittig ist jedoch, daß jene Würdenträger wesentlich schwieriger MfS-Mitarbeit zu gewinnen waren als vergleichsweise deren protestantischen Glaubensbrüder. Zudem ist die Bereitschaft der Katholiken, sich ihrer jeweils

vorgesetzten Stelle geöffnet zu haben, als höher einzuschätzen als die der Protestanten, andererseits tat und tut die Katholische Kirche alles, vorhandene

Ergebnisse der wenigstens teilweise erfolgten Überprüfung auf Stasi-Mitarbeit zu vertuschen. Die Anzahl katholischer Kirchenfunktionäre, die der

Staatssicherheit mehr oder weniger willfährig zuarbeiteten, dürfte sich nach vorsichtiger Schätzung auf ca. 150 bis 200 belaufen. Insgesamt ist davon

auszugehen, daß reichlich 1000 Stasi-Mitarbeiter zum Teil hohe und höchste Ämter und Positionen innerhalb der Kirche in der DDR bekleideten und - sie nicht pensioniert sind - zum Teil auch heute noch bekleiden.

Es ist keinesfalls Sinn dieses Beitrags, Enthüllungen zu präsentieren. Doch anhand folgender drei Beispiele soll dargestellt werden, wie clever Inoffizielle

Mitarbeiter angeworben wurden und wie intensiv und souverän der Staatssicherheitsdienst die Kirchen beobachten ließ, um operativ auf sie einwirken zu

können. Zu untersuchen ist zudem ein Aspekt, der in der Literatur bisher kaum Beachtung fand: die nach dem politischen Umbruch in der DDR erfolgte

„Nutzung" der IMs:

1. Der Fall BÜCHNER /Evangelische Kirche:

14.10.1980 - Matthias B. begibt sich freiwillig zum MfS: Gespräch über Grundstücks- und Wohnungsangelegenheit Erfurt, Webergasse 7 - mit MfSAbteilung

XX, Hauptmann STARK; B. bedankt sich, es sei für ihn „als staatsbewußtem Bürger eine Selbstverständlichkeit, den Weg zum MfS zu finden"

(OV „Galerie")

September 1981 - B. erklärt sich für weitere Aussprachen bereit. (B. hatte in Dresden Personalausweis verloren. Oberleutnant Jochen MANCK, geb.

24.3.1953, - als Polizist auftretend - bestellt B. unter dieser Legende zum VPKA Erfurt.) MANCK beschreibt B. als „offen und freundlich" und erwirkt ihm eine Schweigeverpflichtung für die Kriminalpolizei.

Oktober 1981 - MANCK weist sich als MfS-Mitarbeiter aus. Vertrauensbeweis: Angebotenes Du wird akzeptiert! B. trifft sich ab jetzt außerhalb des

VPKA mit MANCK.

23.2.1982 - OV „Galerie"; mindestens 6 Aussprachen mit MfS: Kontaktierungsgespräche

Mitte 1982 - Entschluß des MfS, B. als IM zur Absicherung des politischen Untergrunds (Offene Jugendarbeit der evangelischen Kirche) zu werben.

Juni 1983 - In B.s Wohnung: B. gesprächsbereit! Informationen über evangelische Kirche: Jugendarbeit, westliche Journalisten, Kirchentag. B.s Ehefrau ungelernte Schneiderin am Theater Erfurt tätig - wird eingeweiht; MANCK beschafft ihr Studium in Chemnitz (Textilgestaltung); Bereitschaftserklärung weitere Gespräche. MANCK stellt Wahrheitsgehalt bei B.s Aussagen fest.

Juli 1983 - B.s Wohnung: MANCK lobpreist POZW-Erfolg: Studienplatz in Chemnitz gesichert! B. zur weiteren Konspirierung bereit.

September 1983 - Erneut in B.s Wohnung: Innerkirchliche Sachverhalte verraten. Aber: B. unterrichtet nunmehr auch Pfarrer M. MANCK resümiert: 10

Gespräche mit B.

Dezember 1983 - Dekonspiration B.s; Einstellung des IM-Vorlaufs.

1987 - Major EDELHOFF führt nunmehr B.

1989/90 - B. gilt als Auflöser des MfS und prominenter Bürgerrechtler Thüringens

1997 - Joachim SCHLAACK, als IM „Stephan" eifrigster und meldefreudigster IM Erfurts, veröffentlicht Buch über B.: „Der Stasi-Auflöser". B. verzichtet

auf Gerichtsklage.

Fazit: Zu B. existieren 1 OPK, 3 OV sowie 1 IM-Vorlauf. Mit diesem Beispiel ist der Beweis erbracht, daß das MfS nicht bloß Spitzenpositionen in

Bürgerbewegungen und neu gegründeten DDR-Parteien während der Wendezeit besetzte, sondern sogar „Bürgerrechtler" produzierte und gezielt einzusetzen

wußte. Die Tatsache, daß über B.s Zusammenarbeit mit dem MfS kaum etwas an die Öffentlichkeit gedrungen ist, läßt ihn auch heute noch als einen der

wichtigsten Bürgerrechtler Thüringens gelten.

2. Der Fall ERNST /Katholische Kirche:

Dr. Wilhelm E., ordentlicher Professor für Moraltheologie, Philosophie und Christliche Gesellschaftslehre am Philosophisch-Theologischen Studium in war Gründungs- und Vorstandsmitglied der Universität Erfurt. Er arbeitete dem MfS nach dem Muster einer konkludenten Verpflichtung /51/ zu; eine

seltenere Form der Stasi-Mitarbeit, die vor allem für kirchliche Würdenträger und Angehörige der Intelligenz genutzt wurde. E. gebrauchte seine MfSKontakte,

um sich persönliche Vorteile zu verschaffen. Andererseits benutzte die Stasi Wissenschaftler wie E., um system-kritische Studenten zu disziplinieren.

Oberleutnant ARNOLD, MfS-Abteilung XX/4b, legte über E. eine OPK an, der folgende drei Passagen entnommen sind:

„Herr Dr. Ernst bedankte sich wortreich dafür, daß die Möglichkeit eines Gesprächs in Zusammenhang mit der Veröffentlichung seines Buches durch die

Vermittlung des MfS ermöglicht wurde."

"Danach berichtete Dr. Ernst über die Aussprache, die er mit dem Studenten /52/ vorgenommen hatte. Nach Meinung von Dr. Ernst wäre die Aussprache

heilsam für den Studenten gewesen und er glaube fest daran, daß er nicht wieder anfallen werde."

„Dr. Ernst bat um die Telefon-Nr. des Mitarbeiters, um ihn (Oltn. Arnold) anzurufen."

E. ließ sich in das erlesene Gremium berufen, das nach dem Zusammenbruch der DDR u. a. die thüringische Polizei und die Medizinische Akademie Erfurt

evaluierte. Außerdem gehört er dem wissenschaftlichen Beirat der bedeutenden Zeitschrift „Die politische Meinung" an /53/, deren Herausgeber Thüringens

Ministerpräsident Bernhard VOGEL ist. Auf Vorschlag der Thüringer Staatskanzlei erhielt der Professor im September 1997 das Bundesverdienstkreuz. 1998, nach freiwilligem Ausscheiden Jürgen FUCHS', fungiert E. sogar als Beiratsmitglied der GAUCK-Behörde, obwohl der Bundesbeauftragte persönlich

- wie übrigens auch Ministerpräsident VOGEL und Bischof WANKE - rechtzeitig über die Vergangenheit des Mitglieds informiert /54/ worden ist.

Fazit: Dieses Beispiel stellt besonders deutlich unter Beweis, wie intelligent das MfS seine Helfer postieren konnte. Auch, um später seinen eigenen -

geordneten - Rückzug zu ermöglichen. Es zeigt, wie kirchliche Würden-träger, Intellektuelle, die Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

gewesen sind, auch heute noch geschützt werden.

3. Der Fall STOLPE /Evangelische Kirche:

1969 wurde Manfred STOLPE erster Leiter des Sekretariats des Bundes der Evangelischen Kirchen (BEK) in der DDR. Bereits 1964 erfolgte die

Registrierung STOLPEs als IM-Vorlauf "Sekretär" unter Registriernummer IV/1192/64 durch die zuständigen Offiziere der MfS-Bezirksverwaltung

Potsdam. /55/ Dieser IM-Vorlauf wurde etwa 1970 abgeschlossen, um den Kirchenfunktionär im weiteren als IM "Sekretär" von der Hauptabteilung XX/56/ der MfS-Zentrale Berlin führen zu lassen. Die Berlin-Brandenburgische Kirche spaltete sich zu diesem Zeitpunkt von ihrem Westberliner Teil ab. Das

Ministerium für Staatssicherheit stellte hierzu fest, daß die Gründung des Bundes der Evangelischen Kirchen „einen wichtigen Abschnitt in der Durchsetzung

der Staatspolitik in Kirchenfragen darstellt, entsprechend der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in der DDR". Sie sei „das Ergebnis langfristiger

politisch-operativer Planung und Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit Partei- und Staatsorganen." /57/ Zu einer ähnlichen Erkenntnis gelangte auch

Gerhard BESIER /58/: Es gibt wichtige Indizien dafür, daß die SED den Kirchenbund erst dann anerkannte, als sie sicher sein konnte, in dessen Sekretariat

einen Inoffiziellen Mitarbeiter des MfS platziert zu haben, eben Manfred STOLPE. In einer Analyse BOYENS' heißt es zusammenfassend: Faßt man seine

Tätigkeit in den Jahren 1970 bis 1989 näher ins Auge, stößt man auf erstaunliche Tatbestände. Der IM „Sekretär" informiert das MfS regelmäßig über des Kirchenbundes und der Konferenz der Kirchenleitungen. Er verschafft dem MfS vertrauliche Protokolle, berichtet über Personalfragen, Wahlen,

Absprachen, die von der Konferenz der Kirchenleitungen als streng vertraulich eingestuft sind." /59/

Aufgrund deutsch-deutscher Vereinbarungen konnten ab 1973 offiziell westdeutsche Journalisten in der DDR akkreditiert werden. Als ein besondere

Medienereignis erwies sich neben der Übertragung des Kölner BIERMANN-Konzerts die Fernsehberichterstattung Lothar LOEWEs anläßlich der

Beerdigung Oskar BRÜSEWITZ' 1976. /60/ LOEWEs folgende Ausweisung im Dezember 1976, die der IM „Sekretär" ausdrücklich befürwortet hatte,

resultierte aus der Befürchtung der SED, daß „diese oppositionellen Aktivitäten multiplizieren würden" /61/. Auch die Kirche sah das so: Die Berichterstattung

aus den Kirchen war „überwiegend auf die kirchenpolitische Linie des BEK festgelegt. Die entstehende oppositionelle Friedensbewegung und die Offene

Arbeit /62/, selbst die begleitenden Proteste bei den Ereignissen um BRÜSEWITZ, wurden nur mangelhaft von den kirchlichen Korrespondenten

aufgenommen." /63/ Die landesweit zahlreichen politischen Inhaftierungen wurden gänzlich verschwiegen. Daran hatte STOLPE eine besondere Aktie: Bischof SCHÖNHERR vertrat er nicht nur den Standpunkt der SED-Führung, sondern bekräftige HONECKERs Version, daß es keine Verhaftung im

Zusammenhang mit dem Fall BRÜSEWITZ gegeben habe. In den sich ausbreitenden Unruhen innerhalb der Jungen Gemeinden Ostberlins sah er sogar „Erpressungsversuch" und erklärte, daß die Verhafteten nicht wegen angeblicher Protestbriefe, sondern wegen „anderer staatsfeindlicher Akte belangt"

worden wären.

Manfred STOLPE gehörte, wie der mecklenburgische Synodalpräses Siegfried WAHRMANN (IM „Lorenz"), zu den ranghohen Kirchenfunktionären, am 6.3.1978 am „Spitzengespräch" mit Erich HONECKER teilnehmen durften. Noch am gleichen Tage berichteten beide ihren Führungsoffizieren über Treffen. „STOLPE traf zwischen 17 und 18 Uhr in der konspirativen Wohnung ‚Wendenschloß' seinen Führungsoffizier Major ROßBERG. Und beide,

STOLPE und WAHRMANN, wurden von MIELKE für ihre ‚besonderen Verdienste ... im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Spitzengesprächs' der Verdienstmedaille der DDR ausgezeichnet. STOLPE erhielt außerdem noch ein Geldgeschenk von 1000 Mark." /64/

Ähnlich verhielt es sich mit der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration am 17. Januar 1988. Gut einhundert als Oppositionelle geführte Personen waren

unmittelbar nach dieser Demonstration verhaftet worden. Nur einige davon kehrten aus dem Stasi-Gewahrsam in den DDR-Alltag zurück. Nach jenem

Ereignis hatte sich eine für die SED-Funktionäre bedrohliche Protestwelle gebildet. Die Kirchen füllten sich plötzlich mit Menschen, die an

Fürbittgottesdiensten teilnahmen. In Berlins Gethsemane-Kirche trafen sich bis zu 3000 Menschen, darunter viele Ausreisewillige. Selbst in Provinzstädten Torgau, Plauen, Jena oder Ilmenau hatten sich weite Teile der Bevölkerung mit den Inhaftierten solidarisiert. Manfred STOLPE hatte sich mit dem Vorschlag,

„diese radikalen Kräfte" nicht so schnell ausreisen zu lassen, „damit kein Beispiel gesetzt" /65/ werde, beeilt; doch das Politbüro entschied sich diesmal den Rat des Kirchen-IMs.

Nach der Ausreise der Bürgerrechtler Anfang 1988 hatte der Thüringische Landesbischof Werner LEICH bei HONECKER zu einer prinzipiellen Aussprache

zu erscheinen. Die SED-Bezirks- und Kreisleitungen führten mit kirchlichen Vertretern in den Provinzen klärende Gespräche. So wurde von der evangelischen

Kirche eine detaillierte Aufstellung aller für 1988 geplanten Veranstaltungen gefordert; die Veranstalter wurden genötigt, eigene Vorschläge „zur Absicherung

gegen politische Provokationen" auszuarbeiten. Kirchentage sollten nur noch möglich sein, wenn eine eindeutige Beschränkung auf den „religiösen Charakter"

der Veranstaltungen erfolgte.

Oberst SCHAFFER (ZAIG/6) reichte im August 1989 ein Manuskript /66/ ein, das als Informationsheft für die Öffentlichkeitsarbeit gedruckt werden sollte.

Im Kapitel „Im Namen Gottes gegen den Sozialismus?" stellt der Autor die (falsche) These auf, daß „nahezu alle Gruppen, Gruppierungen und

Zusammenschlüsse, die im Sinne politischer Untergrundtätigkeit wirken, kirchlichen Strukturen angepaßt sind, sich in kirchlichen Räumen zusammenfinden,

Technik und Verbindungen kirchlicher Einrichtungen für ihre antisozialistischen Machenschaften nutzen." Zutreffend jedoch heißt es im Text weiter: „aber etwa den Schluß zu ziehen, die Kirche in der DDR sei Element der sogenannten inneren Opposition, wäre grundsätzlich falsch. ... Zwar sind auch

bestimmte vereinzelte kirchliche Amtsträger in den Reihen feindlich-negativer Kräfte aktiv, aber diese ... bilden eine verschwindende Minderheit gegenüber

dem grundlegend positiven, normalen Wirken der Kirchen in unserer sozialistischen Gesellschaft. ... Die überwiegende Mehrheit kirchlicher Würdenträger ist an einem gesunden, vertrauensvollen Verhältnis zum sozialistischen Staat interessiert. ... " Außer der Tatsache, daß die größte Aktie an jenem

„vertrauensvollen Verhältnis" die etwa 1000 IMs unter den Würdenträgern hatten, ist dem prinzipiell nichts hinzuzufügen.

Das Gesicht des Verräters hinter der Maske des engagierten oppositionellen Kirchenmannes hat nicht nur die Kirchen, sondern auch die Autorität der

Bürgerbewegung, die bekanntlich die Gotteshäuser als ihre wichtigste Plattform zu nutzen verstand, schwer beschädigt.

Dr. Wolfgang Mayer

QUELLEN:

1/ SCHRÖDER, Richard; Kirche im Sozialismus; in: Bericht der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, Suhrkamp Frankfurt/M. 1995, Band 2, Seite 1187

2/ NEUBERT, Ehrhart; a.a.O., S. 355

3/ ebd., S. 249

4/ KRUSCHE, Werner; DDR-Kirchen müssen Erfahrung des Kleinwerdens verarbeiten; in: epd-Dokumentation; Nr. 5/1978, S. 74

5/ KOWALCZUK, Ilko-Sascha; in: VEEN, Hans-Joachim (Hrsg.); Lexikon Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur; Propyläen Verlag Berlin,

2000, S. 233

6/ NEUBERT, Ehrhart; a.a.O., S. 716

7/ ebd.

8/ WORONOWICZ, Ulrich; Lutherische Theologie als Grundlage eines neuen Denkens in Kirche und Gesellschaft; Wachsmatrizenabzug; Bad Wilsnach

1988, S. 15

9/ ebd.

10/ vgl. TISCHNER, Wolfgang; Katholische Kirche in der SBZ/DDR 1945-1951. Die Formierung einer Subgesellschaft im entstehenden sozialistischen

Staat; Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2001

11/ Unterlagen der MfS-HA II/13, BStU-Zentralarchiv Nr. 1910, S. 172 f.

12/ ebd.

13/ „Mehr Gerechtigkeit in der DDR - unsere Aufgabe, unsere Erwartung"; Positionspapier der Ökumene; Mai 1989

14/ REUTER am 24.12.1984

15/ ebd.

16/ DLF Köln am 23.12.1984; ADN-Information in: BStU-ZA, ZKG 10725, Bl. 219

17/ Die Welt vom 27.12.1984, S. 2

18/ ebd.

19/ FALCKE, Heino zum Evangelischen Kirchentag am 12.6.1988 in: MAYER, Wolfgang; Dänen von Sinnen; Anita Tykve Verlag Böblingen/Berlin S. 434

20/ WANKE, Joachim in einem Brief vom 15.9.1988 an den Autor dieses Beitrags

21/ 1984 riefen Studenten des Naumburger Priesterseminars und Mitglieder des „Friedenskreises" der evangelischen Studentengemeinde diesen Arbeitskreis

ins Leben. 1985 - 1. Treffen in Naumburg, 11.2./30.3.1986 - 2./3. Treffen in Berlin-Weißensee (45 Delegierte), 7.10.1986 - 1. Vollversammlung in Berlin-

Karlshorst. Der von Edelbert RICHTER geprägten Gruppierung schlossen sich später Oppositionelle wie Freya KLIER an, die erheblichen Einfluß gewannen,

ohne den christlichen Charakter des Arbeitskreises zu gefährden.

22/ „Donnerstagsgemeinde"

23/ NEUBERT, Ehrhart; a.a.O., S. 676

24/ ebd.

25/ KASPARICK, Ulrich

26/ SAMMET, Gerhard; Das MfS versah ihn mit der OPK „Kaplan".

27/ Thema des Kirchentags: „Was ist der Mensch, daß Du seiner gedenkst?"

28/ Leipzig dürfte die DDR-Großstadt mit den größten Spannungen und Widersprüchen gewesen sein: Einerseits die jährlich international gut frequentierten

Messen, andererseits der marode Zustand der Bausubstanz in praktisch allen Nebenstraßen der Stadt. Noch viele Jahre nach dem Zusammenbruch des SEDRegimes

wander(te)n die jungen Menschen ab in die alten Bundesländer, so daß die Einwohnerzahl trotz gezielter Eingemeindungen weit unter eine halbe

Million sank. Inzwischen stehen ca. 75.000 Wohnungen leer (Stand: September 2001).

29/ Die von den Leipziger Pastoren getragenen Solidaritätsveranstaltungen nach der Ostberliner Luxemburg-Liebknecht-Demonstration sorgten für Erregung

innerhalb des MfS: Anfang Februar erschienen fast 1000 Menschen zum Friedensgebet; die große Mehrheit bildeten die Ausreiseantragsteller. Am 19.2.1988

veranstaltete FÜHRER einen thematischen Abend „Leben und Bleiben in der DDR", zu dem 900 Menschen kamen. Die Solidarisierung der Kirche mit Ausreisewilligen bewirkte in der Folgezeit zahlreiche Verhaftungen und Abschiebungen in die Bundesrepublik.

30/ Unterlagen der MfS-HA II/13, BStU-ZA, Nr. 1910, S. 337

31/ Die Kirchenleitung begründete den Schritt damit, sich im „schwelenden Konflikt zwischen der Weltverantwortung und der Verantwortung vor Gott" letzteren bekannt zu haben

32/ RIAS Berlin, 7.7.1989, 7.00 Uhr

33/ RIAS Berlin, 10.7.1989, 12.05 Uhr

34/ ebd.

35/ Unterlagen der MfS-HA II/13, BStU-ZA, Nr. 1910, S. 339

36/ erschienen in der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1997, sowie im Ch.Links Verlag, Berlin; Die BPB merkt auf Seite 4 (Impressum) an: Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Bundeszentrale für politische Bildung dar. Für die inhaltlichen Aussagen trägt der Autor die

Verantwortung."

37/ KRAMPITZ, Karsten; Republikflucht in den Tod. Vor 25 Jahren verbrannte sich in Zeitz der Pfarrer Oskar Brüsewitz; in: Berliner Zeitung v. 18.8.2001

38/ Der nach dem damaligen Berliner Bischof, Kardinal Konrad Graf von PREYSING benannte Erlaß ließ politische Äußerungen der Kirche ausschließlich

auf den Diözesanbischof oder das deutsche Episkopat beschränken. Pfarrseelsorger und Jurisdiktionsträger der Kirchenverwaltungen sollten damit vor

Vereinnahmungsversuchen der SED geschützt werden. Maßgeblichen Einfluß hatte Walter ADOLPH, zuständig für Presse, Rundfunk und Kirchenpolitik Bistum Berlin, auf Bischof PREYSING ausgeübt.

39/ Katholische Nachrichtenagentur KNA in: Tag des Herrn v. 8.4.2001 - „Der interessanteste Gegner der SED". Neue Studie über die katholische Kirche den Anfangsjahren der DDR; Rezension zu TISCHNER, Wolfgang; Katholische Kirche in der SBZ/DDR 1945-1951. Die Formierung einer Subgesellschaft

im entstehenden sozialistischen Staat; Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2001

40/ ebd.

41/ LATK, Klaus-Reiner; „Hilfsaktion Märtyrerkirche"; Bischöfe, Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeiter als ‚inoffizielle Mitarbeiter' des ‚Ministeriums Staatssicherheit', MfS; in: Anhang zum HMK-Kurier 4/94 (M 11403), Neueste Bearbeitung: 07.01.2000; Uhldingen 2000, S. 2

42/ EKD-Dokumentation; vorgelegt am 9.6.1997 in Berlin; in: idea Spektrum v. 11.6.1997

43/ HMK-Veröffentlichung Uhldingen, 7.1.2000, S. 17

44/ ebd.

45/ Der BStU überprüfte von 7/1992 bis 5/1993 exakt 5741 Kirchenbedienstete und registrierte hierbei 4,7 % IMs. Eine zweite Überprüfung von 1/1994 12/1995 ergab 6,3 Prozent IMs.

46/ Die Überprüfungsverfahren bzw. -kriterien waren unterschiedlich: einige Landeskirchen ließen alle, andere nur „Verdächtige" überprüfen. Bestimmte

Landeskirchen forderten ihre Mitarbeiter lediglich auf, sich freiwillig überprüfen zu lassen. Sämtliche kirchlichen Angaben lassen daher die Zusammenstellung

einer exakten Statistik von vornherein scheitern.

47/ BOYENS, Armin; Von der Ideologie verführt. Evangelische Kirche in Ostdeutschland. Wie gefährlich waren SED und Stasi für den Protestantismus? Blick in die Kirchen-Geschichte der DDR von 1969 bis 1990; in: Rheinischer Merkur /Christ und Welt, Nr. 16 v. 21.4.1995

48/ HMK-Veröffentlichung Uhldingen v. 7.1.2000, S. 17

49/ LATK, Klaus-Reiner; „Hilfsaktion Märtyrerkirche"; Bischöfe, Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeiter als ‚inoffizielle Mitarbeiter' des ‚Ministeriums Staatssicherheit', MfS; in: Anhang zum HMK-Kurier 4/94 (M 11403), Neueste Bearbeitung: 07.01.2000; Uhldingen 2000

50/ NITSCHE, Christian; in: ARD-Sendung „Report" vom 14.8.2000

51/ siehe MÜLLER-ENBERGS, Helmut; Normative Grundlagen des MfS für die Arbeit mit IM; in: Bericht der Enquete-Kommission des Deutschen

Bundestages, Suhrkamp Frankfurt/M. 1995, Band VIII/1, S. 469 f.

52/ KÜHN, Bernhard

53/ siehe z. B. Impressum 1998 (43. Jahrgang); Chefredakteur des in Sankt Augustin erscheinenden Periodikums: Prof. Dr. Wolfgang BERGSDORF, Rektor

der Universität Erfurt

54/ hierzu existiert ein umfangreicher Briefwechsel des Autors mit dem BStU

55/ vgl. REUTH, Ralf Georg; IM "Sekretär"; Berlin 1994, S. 56

56/ MfS-HA XX/4 war zuständig für die Unterdrückung der politischen Opposition in der DDR

57/ REUTH, Ralf Georg; IM "Sekretär"; Berlin 1994, Seite 58

58/ BESIER, Gerhard; Der SED-Staat und die Kirche 1969-1990. Die Vision vom dritten Weg; Propyläen Verlag, Berlin 1994

59/ BOYENS, Armin; Von der Ideologie verführt; in: Rheinischer Merkur /Christ und Welt, Nr. 16 vom 21.4.1995

60/ Nach der Selbstverbrennung Oskar BRÜSEWITZ' (18.8.1976) war nicht nur die SED-Regierung, sondern vor allem die Kirchenleitung um

Schadensbegrenzung bemüht. Manfred STOLPE, damals Oberkonsistorialrat, sprach noch am Abend des 18.8. gegenüber dem Staatssekretär für

Kirchenfragen, Hans SEIGEWASSER, von einer „Solidaritätssituation mit dem Staat", falls dieser von den Westmedien angegriffen werde. Zu diesem

Zeitpunkt lebte BRÜSEWITZ noch. STOLPE und weitere Verantwortliche der Kirchenleitung rechneten damit, daß dem Pfarrer der Prozeß gemacht würde.

KRAMPITZ schrieb 25 Jahre danach in der Berliner Zeitung zutreffend: „Die Grenze zwischen kritischer Loyalität zum Staat und purer Anpassung verlief diesen Tagen fließend. Während etwa der Synodale Reinhard HÖPPNER im Zuge der Diskussion an der kirchlichen Basis noch meinte: ‚Selbst wenn Pfarrer

BRÜSEWITZ krankhafte Züge gehabt haben sollte, was würde das für die aufgeworfenen Probleme ändern?'" (Quelle: KRAMPITZ, Karsten;

Republikflucht in den Tod. Vor 25 Jahren verbrannte sich in Zeitz der Pfarrer Oskar Brüsewitz; in: Berliner Zeitung v. 18.8.2001)

61/ NEUBERT, Ehrhart; Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989; Bundeszentrale für politische Bildung; Bonn 1997, S. 325

62/ NEUBERT bezeichnet mit Offener Arbeit die „oppositionelle Basis" für Jugendliche in den siebziger Jahren. Aus ihr gingen Bewegungen der Kirche Unten (KvU) hervor. Wichtigste Vertreter waren Pfarrer und Diakone wie Claus-Jürgen WIZISLA (Leipzig, der den Begriff prägte), Walter SCHILLING

(Braunsdorf), Frieder BURKHARDT (Dresden), Thomas AUERBACH (Jena), Rudi PAHNKE (Berlin) u. a.; siehe auch NEUBERT, Ehrhart; a.a.O., S.

183 ff. u. 289 ff.

63/ ebd., S. 325

64/ BOYENS, Armin; Von der Ideologie verführt; in: Rheinischer Merkur / Christ und Welt, Nr. 16 v. 21.4.1995

65/ Rundfunksender Hundert,6; 100,6 MHz Berlin, 1.2.1992

66/ SCHAFFER, Josef; Sie denken und handeln wie Feinde - Zum gegenwärtigen Erscheinungsbild politischer Untergrundtätigkeit; ZAIG/6; Berlin,

17.8.1989. Der AKG-Chef lehnte am 30.8.1989 den Druck als „nicht geeignet" ab, weil der Schrift „die stärkere und klarere Betonung grundlegender

Aussagen zur politischen Untergrundtätigkeit" sowie die „Verwendung gängiger Termini" fehlten. Erforderlich sei die „Reduzierung von Zitaten westlicher

Publikationsorgane und funkelektrischer Medien zugunsten deren Aussagekraft".

 Aufsatz von Wolfgang Mayer Teil 2

Helmut Eckert 22.01.2013 | 16:47

Aus meinem DDR  Archiv:

Literatur DDR Kirche aus:  BStU online, Bibliothek

 

3.4. Staatssicherheit und Kirche

Abschlußbericht des Stolpe-Untersuchungsausschusses des Landtages

Brandenburg / lesbar gemacht von Ehrhart Neubert. Mit einem Vorw. von Viktor

Böll. Hrsg. von der Heinrich-Böll-Stiftung. - Köln, 1994. - 288 S.

Alsmeier, Bernd

Der "Fall Stolpe" und erste Veröffentlichungen von Dokumenten aus dem

Ministerium für Staatssicherheit über die evangelische Kirche in der DDR / Bernd

Alsmeier

In: Alsmeier, Bernd: Wegbereiter der Wende : die Rolle der Evangelischen Kirche in

der Ausgangsphase der DDR. - Pfaffenweiler: Centaurus-Verl.-Ges., 1994. - S. 67-

80

Die "andere" Geschichte [Kirche und MfS in Thüringen] / hrsg. von Katharina

Lenski, Angelika Schön, Thomas K. Grund ... ; Matthias-Domaschk-Archiv - Erfurt,

1993. - 365 S.

Arbeitskreis Christen, Staat und Gesellschaft in der DDR : Vorträge und

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Probleme der Aufarbeitung: Aspekte zu "Staatssicherheit und katholische Kirche in

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Zur Kirchenpolitik der SED : Auseinandersetzungen um das Katholikentreffen 1983

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Bei mir ist ein Stück Illusion weg / Thomas Grund

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Gursky, André

Vorgang "Riga" : die "Bearbeitung" eines evangelischen Studentenpfarrers 1953 in

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Haese, Ute

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Hahn, Udo

Annehmen und frei bleiben : Landesbischof i.R. Johannes Hempel im Gespräch /

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Hartewig, Karin

Zurückgekehrt : die Geschichte der jüdischen Kommunisten in der DDR / Karin

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Hartmann, Helmut

Ein evangelischer Kirchenkreis im Visier des Ministeriums für Staatssicherheit :

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die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Sachsen-

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Heidingsfeld, Uwe-Peter

"Meister" : die MfS-Vorlaufakte des Thüringer Landesbischofs Werner Leich im

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Herbergen der Christenheit : evangelische Kirche nach 1945 in der SBZ/DDR /

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Herold, Claus

Der Aktionskreis Halle : Geschichte, Strukturen und Aktionen einer katholischen

Basisgruppe / Claus Herold; Landesbeauftragte für die Unterlagen des

Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Sachsen-Anhalt. - Magdeburg,

1999. - 178 S. - (Sachbeiträge ; 9)

Herold, Claus

Als katholischer Seelsorger in der DDR / Claus Herold; Landesbeauftragte für die

Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Sachsen-Anhalt. -

Magdeburg, 1998. - (Betroffene erinnern sich ; 9)

Herzberg, Guntolf

Die frühesten Positionen der Staatssicherheit in der Evangelischen Kirche der

DDR / Guntolf Herzberg

In: Kirchliche Zeitgeschichte 7(1994)2, S. 365-381

Herzberg, Guntolf

Zur Entstehung der Wissenschaftsethik in der DDR : der Beitrag der Kirche und die

Teilnahme der Staatssicherheit / Guntolf Herzberg

In: Kirchliche Zeitgeschichte 9(1996)1, S. 119-154

Höllen, Martin

Loyale Distanz? : Katholizismus und Kirchenpolitik in SBZ und DDR ; ein

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1. 1945 bis 1955. - 1994. - 427 S.

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Hugler, Klaus

Mißbrauchtes Vertrauen : christliche Jugendarbeit unter den Augen der Stasi /

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Ich habe Vertrauen mißbraucht : ein Mitglied einer Synode berichtet über seine

Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter des MfS

In: Zwie-Gespräch 2(1992)7, S. 1-7

"Im Interesse eines guten Verhältnisses" : die Zusammenarbeit der örtlichen

Staatsorgane mit dem MfS bei der Realisierung von Maßnahmen, die zum

"weiteren Differenzierungs-, Zersetzungs- und Verunsicherungsprozeß innerhalb

der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen beitragen." / Bürgerkomitee des

Landes Thüringen. - Suhl, 1998

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IM "Raucher" : die Zusammenarbeit eines Studentenpfarrers mit dem Ministerium

für Staatssicherheit / Landesbeauftragte für die Unterlagen des

Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Sachsen-Anhalt. - [Magdeburg],

1997. - 137 S. - (Sachbeiträge ; 5)

"In der DDR gibt es keine Zensur" : die Evangelische Verlagsanstalt und die Praxis

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Inacker, Michael J.

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In: Evangelische Kirche - Demokratie - Stasi-Aufarbeitung / Christoph Lenhartz

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Kirchen und Christen im Alltag der DDR : öffentliche Anhörung

In: Materialien der Enquete-Kommission"Aufarbeitung von Geschichte und Folgen

der SED-Diktatur in Deutschland" Band VI,1 / Deutscher Bundestag (12.

Wahlperiode). - Baden-Baden: Nomos-Verl.-Ges., 1995. - S. 342-1634

Enth. u.a. die Redebeiträge der Zeitzeugen Lothar Tautz und Joachim Goertz

Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit / Der Bundesbeauftragte für die

Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR; Clemens Vollnhals

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Kösters, Christoph

Staatssicherheit und Caritas 1950 - 1989 / Christoph Kösters

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Kösters, Christoph

Staatssicherheit und Caritas 1950 - 1989 : zur politischen Geschichte der

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Konzeption zur langfristigen Planung und Organisation der politisch-operativen

Abwehrarbeit im Bereich der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens für

den Zeitraum 1986 bis 1990 durch die Bezirksverwaltungen Dresden, Leipzig und

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In: Zwie-Gespräch 1(1991)3, S. 31-39

"Konzeption zur langfristigen Planung und Organisierung der politisch-operativen

Abwehrarbeit im Bereich der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg für den

Zeitraum 1985 bis 1991" [Dokument]

In: Zwie-Gespräch 5(1995)30, S. 16-40

Krause, Henry

Wittichenau : eine katholische Kleinstadt und das Ende der DDR / Henry Krause. -

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Das beschädigte Wahrheitszeugnis der Kirche : zu den Folgen der Einflußnahme

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In: Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit : eine Zwischenbilanz / hrsg.

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Krötke, Wolf

Die Kirche im Umbruch der Gesellschaft : theologische Orientierungen im

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Latk, Klaus-Reiner

Stasi-Kirche [gewidmet Herrn Dr. Hermann Stromberg zum Dank für die Starthilfe

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Das durfte nie wahr sein : Rostocker Universitätsprotokolle zum Stalinismus /

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Diener zweier Herren : Pfarrer A. P. im Dienst des MfS und der Evangelischen

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Linke, Dietmar

"Streicheln, bis der Maulkorb fertig ist" : die DDR-Kirche zwischen Kanzel und

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Linke, Dietmar

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Mit Pflugscharen gegen Schwerter : Erfahrungen in der evangelischen Kirche in der

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Mit unserer Vergangenheit aktiv den Herausforderungen der Zukunft begegnen -

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Nelke um Nelke, Tulp' um Tulp'? : Erwiderung von Ute Haese auf die

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Neubert, Ehrhart

Die Rolle des MfS bei der Durchsetzung der Kirchenpolitik der SED und die

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In: Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen

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Ein Leben, zwei Bücher, zwei Gesichter : zur Dienstauffassung von Eckart

Giebeler / Ulrich Schröter

In: Zwie-Gespräch 4(1994)24/25, S. 5-9

Schröter, Ulrich

Die Selbstverbrennung des Pfarrers Brüsewitz : Interpretationsregeln ; zum

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In: Zwie-Gespräch 3(1993)16, S. 22-39

Schröter, Ulrich

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Beilage zum Amtsblatt 1/96 der Evang. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen

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Die zielgerichtete Entwicklung und Qualifizierung eines IM bei der Heranführung an

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Verhinderung ihres Mißbrauchs durch den Gegner : Diplomarbeit an der

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In: Zwie-Gespräch 5(1995)28-29, S. 27-64

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Die Konflikte um den Jugenddiakon Lothar Rochau und seinen Dienst in Halle-

Neustadt 1981 - 1983 : ein Bericht / Rudolf Schulze; Evangelische Kirche der

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Seid untertan der Obrigkeit : Originaldokumente der Stasi-Kirchenabteilung XX/4 /

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Sie sollten "in Genf zum Ausdruck bringen, dass sie eine Tagung in Westberlin

kirchlicherseits für sehr problematisch halten" : Texte aus den Unterlagen der SED

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die Kirchenvertreter / Evang. Pressedienst; Uwe-Peter Heidingsfeld [Vorw.]. -

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Die Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR in Görlitz vom 18.

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Sorget nicht, was ihr reden werdet : Kirche und Staat in Leipzig im Spiegel

kirchlicher Gesprächsprotokolle (1977 - 1989) ; Dokumentation / hrsg. von

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In: Einblick in das Herrschaftswissen einer Diktatur - Chance oder Fluch?

Plädoyers gegen die öffentliche Verdrängung / hrsg. von Tobias Hollitzer. -

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Straube, Peter-Paul

Katholische Studentengemeinde in der DDR als Ort eines außeruniversitären

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(Erfurter theologische Studien ; 70)

Strübind, Andrea

Kennwort: "Herbert aus Halle" : ein Forschungsbericht über die Verbindungen

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Tautz, Lothar

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Unfrieden in Deutschland : Weissbuch / Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht

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4. Kirche im Sündenfall : als Pfarrer in Kapellendorf / mit einem Nachw. von Dieter

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Vollnhals, Clemens

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In: Deutschland Archiv 27(1994)3, S. 332-336

Vollnhals, Clemens

Die Stasi-Akte Gerhard Lotz / Clemens Vollnhals

In: Materialien der Enquete-Kommission "Aufarbeitung von Geschichte und Folgen

der SED-Diktatur in Deutschland" Band VI,1 / Deutscher Bundestag (12.

Wahlperiode). - Baden-Baden: Nomos-Verl.-Ges., 1995. - S. 116-126

Vollnhals, Clemens

Zugleich Helfer der Opfer und Helfer der Täter? Gegenwärtige und historische

Sperren für die evangelische Kirche bei der Aufarbeitung ihrer DDRVergangenheit

/ Clemens Vollnhals

In: Die Kirchenpolitik von SED und Staatssicherheit : eine Zwischenbilanz / hrsg.

von Clemens Vollnhals. - Berlin: Links, 1996. - S. 434-446

Wergin, Claus

"Fluchtpunkt" Paulskirchenkeller Schwerin / Claus Wergin

In: Beschädigte Seelen : DDR-Jugend und Staatssicherheit / hrsg. von Jörn

Mothes, Gundula Fienbork, Rudi Pahnke ... - Bremen: Ed. Temmen, 1996. -

S. 288-293

Winter, Christian

Gewalt gegen Geschichte : der Weg zur Sprengung der Universitätskirche Leipzig /

Christian Winter. - Leipzig: Evang. Verl.-Anst., 1998. - 345 S. : Ill. - (Arbeiten zur

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Winter, Friedrich

Die Evangelische Kirche der Union und die Deutsche Demokratische Republik :

Beziehungen und Wirkungen / Friedrich Winter. - Bielefeld: Luther-Verl., 2001. -

384 S. - (Unio und confessio ; 22)

Winter, Friedrich

Der Fall Defort : drei Brandenburger Pfarrer im Konflikt ; eine Dokumentation /

Friedrich Winter. - Berlin: Wichern, 1996. - 180 S.

Winter, Joachim

Die Bande : [Gedichte und Kommentare als Zeitdokumente, neu geordnet und neu

geschrieben nach dem Lesen von 18 Bänden Stasi-Akten] / Joachim Winter. -

Leipzig: Mehlhorn, 1996. - [Ca. 150] S.

Wolffsohn, Michael

Papa ante portas [Papstbesuch in Polen]/ Michael Wolffsohn

In: Wandel durch Beständigkeit : Studien zur deutschen und internationalen Politik :

Jens Hacker zum 65. Geburtstag / hrsg. von Karl G. Kick, Stephan Weingarz und

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Zech, Karl-Adolf

Er traf den Nerv : die Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz im August 1976 und

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In: Deutschland Archiv 29(1996)4, S. 587-607

Zur Freiheit berufen : die Kirche in der DDR als Schutzraum der Opposition 1981 -

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(AtV : Texte zur Zeit ; 33)

 

Helmut Eckert 23.01.2013 | 10:11

Sehr geherte Frau Magda, mir ging es darum, für die Blogger eine umfangreiche Quellenangabe vorzulegen, welche mehr Hintergrundinformationen haben wollen. Es ist doch nicht schwer, sich an das Ende der Eintragungen zu begeben. gerade weil das Thema Kirch in der DDR viele Aspekt hat, erscheint mir eine umfangreiche Quellenangabe wichtig. 

Mit freundlichen Grüßen H. Eckert

Magda 23.01.2013 | 10:12

"frage ich mich, dass mit derartiger Leidenschaft, Penetranz  etc. sich so viele an einer Sache abarbeiten, mit der sie doch nichts mehr zu schaffen  haben oder wollen; von der man glaubt – übrigens nicht selten in tiefer anti-aufgeklärter Unwissenheit-, es handle sich um „Wudu-Voodoo“-  die Sache mit der Religion?"

Das geht mir auch so. Ich kenne aus jungen Jahren allerdings auch diese leidenschaftliche Abkehr von der Kirche, wobei es da besonders um die katholische Kirche ging. Jetzt werde ich da ausgeglichener und wie ich hoffe, auch gerechter. Allein, wenn man verfolgt, wie sich in Lateinamerika Bischöfe und Laien an der Basis engagiert haben, wenn man das Wirken von Ernesto Cardenal oder Leonardo Boff ein bisschen verfolgt hat, dann kann man das nicht alles einfach so abtun.

Religion ist eben nicht nur das Opium des Volkes. Es gibt heutzutage so viele andere "Opiate". 

Magda 23.01.2013 | 10:22

Dann sollten Sie eine Auswahl treffen. In dieser Fülle ist das einfach zuviel. Dazu kommt noch, dass Sie zu dem Blog selbst gar nichts sagen. Das finde ich sehr unhöflich.
Und zu einigen Ihrer Quellen müsste man auch diskutieren. Aber in der - völlig unkommentierten - Fülle ist das gar nicht möglich und von mir war es so auch nicht beabsichtigt. Ich wollte mit der angekündigen Veranstaltung einige persönliche Reminiszenzen und Überlegungen verknüpfen,nicht mehr und nicht weniger.

Und zum Dritten: Wer hätte Sie denn gehindert, einen Blog mit Ihren Quellen aufzumachen und zu meinem zu verlinken? Aber, so hat das was von "zu- oder zusammenscheißen".  Sie haben einfach kein Benehmen. 

Helmut Eckert 23.01.2013 | 12:47

Sehr geehrte Frau Magda,  als Bürger der BRD, der nur 15 Jahre in der DDR wohnte, davon 1 Jahr im Hotel des SED Terrors, wundere ich mich nicht mehr.  Ihr Block, Ihre Regeln und Ihre Zensur. Ich zwinge doch keinen Blogger diese Beiträge zu lesen, zu kopieren, oder sich damit zu beschäftigen. Meine Kontakte mit der Kirchen in der DDR beschränkten sich auf einige kirchliche Kindergärten, Waisenhäuser und ein Nonnenkloster. Außer meiner kirchl. evang. Trauung 1962 in Schwerin, hatte ich keinen Kontakt mit den Kirchen. Dazu ist zu erwähnen, dass der evang. Pastor, der mich traute, MfS IM war und Volkskammerabgeordneter, sowie SED Mitglied. Leider efuhr ich dise Tatsache erst Jahre später. Darum konnte ich hier nicht meinen Senf zugeben.

Mit freundlichen Grüßen H. Eckert

MEDIENMENSCH 24.01.2013 | 12:07
Danke. Hatte auch noch woanders gefragt und weiß nun, dass es wohl zurückdatiert wurde wegen des Rankings. Schon lustig: da fordert GvG mich und andere Komentatoren auf, genauer zu lesen. Ich stelle daruf hin fest, dass das Blog am Datum manipuliert wurde, und niemanden fällt es auf, bzw. niemand sagt etwas oder stellt sich unswissend. Es wird einfach so hingenommen. Ja, die bösen manipulativen Medien, sage ich da nur. ;-) Und dem Verbraucher ist anscheinend alles egal.