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Nach dem Scheitern der rot-rot-grünen Sondierung treibt die Gemeinde auf der Suche nach möglichen Regierungsbündnisse nun die nächste Sau durchs mediale Dorf: Welcher der beiden Verlierer vom 9. Mai darf den Chefsessel einer großen Koalition beanspruchen? Und während Hannelore Kraft das Publikum mit der Rede von einem „Politikwechsel“ beleidigt, ein Jürgen Rüttgers sich Hoffnungen macht, ist dem Eklat vom Donnerstag bereits ein Etikett verpasst worden, abschließend und endgültig: Die Linkspartei ist weder regierungsfähig noch koalitionswillig, sie hat Probleme mit der Demokratie - vor allem aber mit der Geschichte.
Auf den ersten Blick macht es nicht viel Sinn, sich damit noch einmal ernsthaft zu beschäftigen. Schon vor dem Sondierungstreffen war der Eindruck entstanden, dass vor allem die SPD gar nicht ernsthaft über eine landespolitische Wende reden wollte. Nicht nur die „Kohle-Beton-Chlor-Fraktion“ hatte sich bereits tagelang eine große Koalition schöngeredet, auch bundespolitisch standen die sozialdemokratischen Signale gegen Rot-Rot-Grün. Einer „Intrige der SPD-Rechten“ gegen eine Mitte-Links-Koalition, von der hier und da die Rede war, hatte es wohl gar nicht erst bedurft. Am Tag der Sondierung stand in den Zeitungen, dass mindestens zehn SPD-Abgeordnete in Düsseldorf einem Bündnis mit der Linken nicht zustimmen wollen. Dass Hannelore Kraft die CDU bereits eingeladen hatte, als das inszenierte Rendezvous mit der Linken noch nicht einmal richtig beendet war, bestärkt den Eindruck von „Scheingesprächen“. Und was soll man von Grünen halten, die ihre Verhandlungsführerin am Tag der Sondierung in der Frankfurter Allgemeinen eine Drohung aussprechen lassen: „Die Linke müssen wir politisch offen bekämpfen.“
Kurzum: Lohnt es sich überhaupt, sich mit den nun erklärten Gründen für das Scheitern der Verhandlungen auseinanderzusetzen, wenn diese nicht anders denn als vorgeschobene angesehen werden können? Und der Zug ohnehin längst abgefahren ist? Es lohnt sich, denn die Reise könnte schon bald in Neuwahlen führen. Und außerdem handelt es sich beim Hinweis auf die geschichtspolitische Unverträglichkeit ja inzwischen um einen Standard rot-rot-grüner Selbstblockaden. Die Rede vom „Unrechtsstaat“ könnte schneller wieder auf den Tisch kommen, als mancher denkt. Spätestens bei der nächsten rechnerischen Mehrheit für Rot-Rot oder Rot-Rot-Grün. Und auch dann werden jene, die aus ganz anderen Gründen eine Kooperation mit der Linken ablehnen, erneut die DDR-Karte ziehen.
Linke Familiengeschichten
Mag sein, dass die „langatmigen Debatten über die Geschichte der gespaltenen deutschen Linken“ bei der Düsseldorfer Sondierung auch mit den Gründungsmotiven der Wahlalternative zu tun haben und auf einer persönliche Unverträglichkeit der handelnden Akteuren beruhen. Die neue Linke war und ist zu einem gewissen Teil Anti-SPD, die Kritik enttäuschter Sozialdemokraten an „ihrer“ Partei entzündete sich zwar in erster Linie an Schröders Agenda-Politik, sie wurde aber oft auch historisch „verlängert“. Man stritt im Holiday Inn „vom Rosa-Luxemburg-Mord über die KPD/SPD-Zwangsvereinigung bis zum KPD-Verbot in Westdeutschland“ über eine Reihe von emotional aufgeladene Fragen, die auch im Wahlkampf bereits symbolisch in Stellung gebracht wurden: Einige linke Kreisverbände hatten die alte Weimarer Parole „Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten“ für ihre Plakate verwendet. Außerdem spielen Ex-Grüne wie Rüdiger Sagel eine wichtige Rolle in der NRW-Linken, was ebenso auf die Stimmungslage zwischen Dunkelrot und Grün drücken könnte wie die Tatsache, dass die Grünen zu einem Teil ihre Wurzeln in der DDR-Bürgerrechtsbewegung haben während die Linkspartei in der Öffentlichkeit als (mehr oder weniger entfernte) SED-Nachfolgerin markiert wird. Und schließlich mag eine Rolle spielen, dass sich manche Grüne im Westen im rückblickenden Selbstverständnis als Gegenmodell zur damaligen K-Gruppen-Szene verstehen, die ihnen nun in Gestalt der angeblich „ewigen Sektierer“ in der Linken wieder gegenübertritt.
Wer solche „gefühlten“ Barrieren, die viel mit der innerlinken Geschichte zu tun haben, allerdings für höher hält als jene gegenüber CDU oder FDP, Parteien also, die ebenfalls eine diskussionswürdige Vergangenheit haben und zumindest kulturell viel weiter entfernt sein dürften, muss sich vorhalten lassen, dass er wenigstens einen Teil der Gründe für das Scheitern der Gespräche mit der Linken konstruiert.
Zwei Motive aus der Düsseldorfer Runde vom Donnerstagnachmittag verdienen einen zweiten Blick: die Forderung nach dem Bekenntnis, bei der DDR handele es sich um einen Unrechtsstaat und die Frage der Berufsverbote in der Bundesrepublik. Auf letztere hatte die linke Verhandlungsdelegation immer wieder hingewiesen, es war ein Versuch, den geschichtspolitischen Konsens eines möglichen Bündnisses im Westen nicht ausschließlich über die Vergangenheit des Ostens zu definieren. „Nicht nur dass etliche heutige Linkspartei-Mitglieder selbst einst von der skandalösen Berufsverbotepraxis betroffen waren: Es ging für die Linkspartei um ihre Verpflichtung denjenigen gegenüber, in deren politischer Tradition sie sich im Westen versteht. Für ein Delegationsmitglied ist das auch eine ganz persönliche Frage: Zu den tausenden Kommunisten, die während der Adenauer-Ära wegen ihrer Überzeugung in den Knast gesteckt wurden, gehörte auch der Vater der Linken-Schatzmeisterin Nina Eumann“, schreibt Pascal Beucker in der Tageszeitung – eine seltene Ausnahme im medialen Einheitsbrei.
Demokratiefeindlich, antidemokratisch
SPD und Grüne wollten den Hinweis auf die Berufsverbote aber offenbar nur als Relativierung von DDR-Unrecht, als Aufrechnerei betrachten. Dabei saß mit Irmingard Schewe-Gerigk auf Seiten der Grünen sogar jemand mit am Sondierungstisch, der wie auch die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth vor gar nicht allzu langer Zeit einen Aufruf „gegen die Wiederbelebung der antidemokratischen deutschen Berufsverbotspraxis“ unterschrieben hatte – weil diese „gegen die Menschenrechte“ verstoßen. Die grüne Jugend nannte im vergangenen Jahr die Berufsverbot in einem Beschluss „demokratiefeindlich“ und verwies auf „unheilvolle Erfahrungen“. In der SPD hatte Willy Brandts Radikalenerlass von 1972 Debatten ausgelöst, schon auf dem Parteitag 1973 wurde „nach heftigen Diskussionen“ beschlossen, dass auch bei der Bekämpfung verfassungsfeindlicher Bestrebungen die rechtsstaatlichen Grundsätze beachtet werden müssten – und drängte auf Änderung. Noch in den neunziger Jahren verurteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Bundesrepublik wegen Berufsverboten zu Schadenersatz an eine Lehrerin, die wegen ihrer DKP-Mitgliedschaft aus dem Staatsdienst geflogen war. Die Richter sahen darin einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention – genauso wie das Russel-Tribunal oder die Internationale Arbeitsorganisation. Brandt selbst sprach später von einem Fehler.
Das alles dürften Hannelore Kraft und die Grünen gewusst haben, es hätte eine Kompromissformulierung ermöglicht, wenn diese denn gewollt gewesen wäre. Denn der Anspruch der Linken (sieht man jetzt einmal von allen taktischen Erwägungen ab, denen zufolge auch diese Partei ein paar Gründe gehabt haben könnte, die Sondierung scheitern zu lassen), eine geschichtspolitisch aufgeladene Präambel, die wie in Thüringen oder Brandenburg, zur Grundlage von Koalitionsverhandlungen hätte werden können, auf die Verhältnisse im Westen „anzupassen“, ist ja nicht völlig absurd und hat vor allem nichts mit „Aufrechnen“ zu tun. Man hätte es im Gegenteil sogar als Beleg für Aufrichtigkeit begrüßen können.
Die Frage der Berufsverbote ist allerdings eher ein Randthema – obwohl von den teilweise bis 1991 praktizierten Regelüberprüfungen rund 1,4 Millionen Menschen betroffen waren und in der Folge mehr als 1.000 mit Berufsverbot belegt wurden. Die Bewertung der DDR dagegen ist nicht nur in Düsseldorf zu einem der Hauptargumente gegen rot-rot-grüne Verhandlungen geworden. Die Formel vom „Unrechtsstaat“ hat teilweise schon Bekenntnischarakter: Bist du nicht bereit, das Wort zu benutzen, werde ich auch nicht mit dir reden. Selbst die Bereitschaft der Linken in NRW, die DDR als „Diktatur“ zu kennzeichnen, reichte nicht aus.
"Unrechtsstaat" schlimmer als "Diktatur"?
Ist „Unrechtsstaat“ schlimmer als „Diktatur“? Warum ritten die rot-grünen Unterhändler auf einem Begriff herum, von dem sogar der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages sagt, es gebe „keine haltbaren Definitionen“ und die Formel werde in der Regel benutzt, um die politische Ordnung eines Staates „moralisch zu diskreditieren“? Man erinnert sich an die Koalitionsbildung in Brandenburg. Im vergangenen Jahr kramten die Medien einen Aufsatz des damals noch designierten Justizministers der Linken Volkmar Schöneburg heraus. Der Jurist hatte 2002 in einem wissenschaftlichen Beitrag den Begriff „Unrechtsstaat“ als „unwissenschaftliche, moralisierende Verdrängungsvokabel“ charakterisiert und war deshalb medial als Verharmloser und Verdränger abgestempelt worden. Auf Schöneburgs Aufsatz konnte sich die Empörung gar nicht berufen, es ging allein um die symbolische Wirkung der Vokabel in der politischen Debatte. Schon Bodo Ramelow hatte das erfahren, der Thüringer Ministerpräsidentenkandidat war vor den Wahlen 2009 nicht bereit, den Begriff kritiklos zu verwenden – und handelte sich eine Kampagne ein. Die Liste solcher Beispiele ist lang.
Dabei befinden sich Schöneburg, Ramelow und auch die NRW-Linke in ihrer Haltung zum Begriff „Unrechtsstaat“ in bester Gesellschaft. Eine einigermaßen ernsthafte Befassung mit der Vergangenheit hat auch bei Historikern, die nicht im Verdacht einer besonderen Neigung für den SED-Staat stehen, zu ähnlichen Schlüssen geführt. Die Bundeszentrale für politische Bildung macht mit solchen Skeptikern sogar Staatsbürgerkunde. Plakative Kennzeichnungen wie „Unrechtsstaat“, schreibt etwa Christoph Kleßmann, vermögen „komplexe moderne Staatsgebilde kaum angemessen auf den Begriff zu bringen“. Bei Hans-Ulrich Wehler heißt es: „Auf der Ebene des ostdeutschen Strafrechts war die DDR kein ‚Unrechtsstaat‘.“ Und auch der Brandenburger Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg meint: Der Begriff des Rechtsstaates suggeriere, dass darin nur Recht geschehe, während der Begriff Unrechtsstaat nahe lege, dass in der DDR nichts als Unrecht geherrscht habe. Wäre das so gewesen, so Rautenberg, hätte man nach 1990 sämtliche Strafurteile aus DDR-Zeit kassieren müssen.
Juristisch und politisch: ein Unterschied
Zurück nach Düsseldorf. Dort heißt es nun, die Linke sei nicht bereit gewesen, jene Erklärung aus Thüringen zu unterschreiben, die 2009 zur Grundlage von Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und Linkspartei hatte werden sollen. Darin hieß es unter anderem: „Vor einer Aufarbeitung in die Gesellschaft hinein muss das Bekenntnis zur DDR als einem Staat stehen, der eine Diktatur war, der nicht nur kein Rechtsstaat war, sondern ein Willkürstaat, der in der Konsequenz Unrechtsstaat genannt werden muss.“ Bodo Ramelow, der damals für die Linke die Gespräche anführte, sprach später von einem guten Text, „der nicht in irgendwelchen Schubladen verschwinden soll“.
Allerdings kann man im Protokoll des 4. Erfurter Sondierungsgespräches vom 30. September vergangenen Jahres mit Blick auf den umstrittenen Begriff „Unrechtsstaat“ auch das hier lesen: „Die Beteiligten kamen zu dem Beschluss, das Papier der Grünen gemeinsamen zu einer Präambel für einen Koalitionsvertrag weiterzuentwickeln. Dabei war Konsens, dass eine Passage aufgenommen werde, die sich mit den beiden Definitionsrahmen – juristisch und politisch – auseinandersetze.“
Wäre das eine Kompromissvariante für Nordrhein-Westfalen gewesen? Hätte, könnte, müsste – die SPD wollte Rot-Rot-Grün nicht. Die Gründe dafür liegen nicht in der Vergangenheit.
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danke für diese detaillierte und prägnante zusammenfassung.
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Informativer und fairer Überblick, insofern guter Journalismus. Das Bedauern des Autors über das schnelle Ende der rotgrünroten Illusionen und seine Schuldzuweisung teile ich nicht: Ich bin erleichtert, dass SPD und GRÜNE sich nicht abhängig machen wollen von linken Abgeordneten, die Schwierigkeiten haben, eine Diktatur eine Diktatur zu nennen, und der Meinung sind, dass sie zugleich Teil einer Koalitionsregierung und Motor eines außerparlamentarischen Protests gegen die Politik dieser Regierung sein könnten. Unter allen schlechten Lösungen, die nach dem Scheitern von RotGrünRot noch möglich sind, halte ich Neuwahlen für die beste. Ziel sollte sein: absolute Mehrheit für RotGrün, LINKE unter 5%.
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Warum nicht Teil einer Regierung und Teil des außerparlamentarischen Protestes sein? Im Parteienstaat derzeitiger Ausprägung ist das nicht nur „erlaubt“, sondern sogar geboten: als Moment beständiger Erinnerung an Wahlversprechen, an Parteitagsbeschlüsse etc. Wenn zum Beispiel der Souverän der SPD, also der Parteitag, einen Beschluss gegen die Bahnprivatisierung herbeiführt, sich aber das SPD-geführte Ministerium dem nicht beugen will - zum Beispiel aus Koalitionsräson - dann kann es sinnvoll sein, wenn Sozialdemokraten ihre Parteifreunde lautstark auf der Straße daran erinnern, was als gemeinsame Politik beschlossen war. Wenn Linke gegen die Braunkohle- und CCS-Politik der rot-roten Landesregierung in Brandenburg demonstrieren, ist das nicht Ausdruck von „Regierungsunfähigkeit“, sondern Teil eines sehr demokratischen Verständnisses davon, was Partei, was Fraktion und was Regierung ist. Wo ist ihr Problem, lieber koslowski?
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Meine Probleme habe ich oben dargelegt, und Ihre Beispiele für die Vereinbarkeit von Regierungsbeteiligung und Teilnahme an außerparlamentarischen überzeugen mich nicht: Wer zugleich Regierung und Opposition sein will, ist kein berechenbarer Koalitionspartner, und den brauchen SPD und GRÜNE in diesen Zeiten - es steht zu viel auf dem Spiel.
Noch eine andere Anmerkung zu Ihrem Blog. Sie zitieren Hans-Ulrich Wehler als wissenschaftlichen Gewährsmann für die These, die Rede vom Unrechtsstaat DDR sei Makulatur. Das kam mir seltsam vor und ich habe inzwischen in seiner "Deutsche Gesellschaftgeschichte, Band 5" nachgelesen. Und tatsächlich: Wehler formuliert sein Urteil über den Charakter des Herrschaftssystems sehr pointiert, z.B. - "Die ostdeutsche Staatspartei verfocht mit aller Härte einen absolutistischen ideologischen Hegemonialanspruch gegen jedweden Pluralismus. In aller Regel setute sie sich damit, wie auch die NS-Bewegung, unter Berufung auf das Monopol der geschichtsphilosophischen Wahrheit durch." ( S.417 ) - "Die DDR blieb von Anfang bis Ende das Gegenteil eines rechtsstaates, auch darin stand sie mit der Führerdikatatur auf einer Stufe." ( ebda. ) Dies Urteile werden in langen Abschnitten begründet die deutlich machen, dass Wehler keineswegs einer Gleichsetzung der beiden deutschen Diktaturen das Wort redet. Also: Wehler ist kein Historiker, miit dem Sie Ihre These belegen können, "die NRW-Linke ( befinde sich ) in ihrer Haltung zum Begriff "Unrechtsstaat" in bester Gesellschaft." |
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schrieb am
22.05.2010 um 16:22
Ist das nicht ein bisschen zu viel Haarspalterei ?
Wie in den Medien berichtet wurde, war die Linke sogar bereit, die Bezeichnung "Diktatur" für den DDR-Staat zu verwenden. Diktatur-Unrechtsstaat, wo soll da der semantische Unterschied liegen ? Für mich ist jede Diktatur auch ein Unrechtsstaat. Also kann das Scheitern der Sondierungsgespräche nicht an dieser Kleinigkeit gelegen haben. Im Übrigen gibt es auch bei uns noch genügend Unrechtsverhältnisse, wie Sie aus meinem Eintrag auch entnehmen können. Entscheidend ist wohl, ob SPD und Grüne wirklich eine Veränderung der politischen Verhältnisse wollten oder dies dem Wähler im Wahlkampf nur vorgespiegelt wurde. Jetzt jedenfalls ist für beide Parteien nur eine Niederlage herausgekommen: die Grünen haben sich selbst zur Wirkungslosigkeit verdammt und die SPD wird am Gängelband von Herrn Rüttgers vorgeführt. |
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"Etikett: Die Linkspartei ist weder regierungsfähig noch koalitionswillig, sie hat Probleme mit der Demokratie - vor allem aber mit der Geschichte." Mit diesem Etikett verfolgt man die prophylaktische Verbietung der Partei, weil sie undemokratisch sei. Und man verfolgt die genauere Gleichsetzung mit der NPD oder DVU. - Daß Kommunisten keinen Pluralismus theoretisch befürworten, finde ich nur richtig, weil Pluralismus bei uns auch nur die politische Herrschaft des Kapitals meint, also eben nichts wirklich Pluralistisches. Und Hans-Ulrich Wehler für irgendwas zu zitieren ist sinnlos, weil er irgendwo auch das Gegenteil geschrieben hat. ER ist wahrlich ein pluralistischer "Historiker" mit institutioneller 'Geschichte', den dieser Staat an jeder Front gebrauchen kann..
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@damian bold 19:25
Wenn Sie Pluralismus als ideologischen Deckmantel für die "politische Herrschaft des Kapitals" verstehen, dann haben Sie aus der Geschichte der beiden deutschen Diktaturen im 20.Jh. nichts gelernt. Ihre Kennzeichnung Wehlers als einen "Historiker mit institutioneller 'Geschichte'" und als Opportunisten im Dienst " des Staates, ist wegen ihrer Ahnungslosigkeit fast schon wieder originell und rührend. Im Übrigen geht es in der Auseinandersetzung zwischen RotGrün und der LINKEN in NRW im Kern nicht um "Geschichtspolitik". Die Haltung der Fraktion der LINKEN in dieser Frage ist nur deswegen zu einem Problem geworden, weil es für die offenbar ein Problem ist, Selbstverständliches zu akzeptieren: dass die DDR eine Dikatatur und dass sie in Theorie und Praxis kein Rechtsstaat war. Mein Hinweis auf die tatsächliche Position Wehlers war auch keine fundamentale Kritik an der Qualität des Artikels, sondern nur die Anmerkung, dass Strohschneider seine These an dieser Stelle mit einem ungeeigneten Gewährsmann belegt. Es lohnt nicht, darüber hier weiter zu diskutieren. |
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Otto Brunner, Reinhart Koselleck, Werner Conze, und dann Jürgen Kocka und Hans Ulrich Wehler und die Mommsens, sind alle wahrlich ein Pfund bundesdeutscher Geschichtsschreibung. Bundesdeutscher, sage ich, und diese Sozialgeschichte hat ihre Wurzeln da, wo sie der gesamte institutionelle Staat der Anti-DDR hatte. Das ist ja auch bekannt geworden, trotz allem Historikerstreit.
Man hatte nie etwas gesagt, und hätte sich auch eine Distanzierungsübung verboten. Wer und wo sind wir denn-Verhalten der Sieger? Pluralismus ist in den Sechzigern in arge Kritik geraten, in richtige, finde ich. Pluralismus ist ein Herrschaftsinstrument, auch heute noch, denn man muß pluralistsich sein. Wer es nicht ist, wird abgestraft. - Es gibt Leute, die finden die Monarchie gut, der Adel hat wieder was zu sagen politisch, und es gibt Leute, die hängen nostalgisch an Formen der DDR und des Wettstreits der Systeme. Die USA hatte im Kalten Krieg immer die Freiheit gebracht, von Vietnam nach Berlin z.B., die UdSSR hat immer Gleichheit und Bildung befördert, in Cuba oder Afghanistan. Manche plädieren für Freiheit, ich nicht. Ich bin für Gleichheit, auch wenn sie erst diktatorisch durchzusetzen ist. Die Diktatur des Proletariat ist er die Basis für eine werdende Demokratie, die dann aber einen anderen Namen hat. |
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@damian bold 22:22
"Ich bin für Gleichheit, auch wenn sie erst diktatorisch durchzusetzen ist. Die Diktatur des Proletariat ist er die Basis für eine werdende Demokratie, die dann aber einen anderen Namen hat." Ich danke Ihnen für die klaren Worte und hoffe sehr, dass Sie nie die Macht erhalten, Ihre Vorstellungen von der "Diktatur des Proletariats" durchzusetzen. |
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Dafür stehe ich mit meinem Namen.
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Lieber Koslowski,
so einfach, wie Sie es sich machen, ist das nicht mit dem Begriff "Unrechtsstaat". Dieser Begriff ist als juristischer Begriff völlig unbrauchbar, er ist nichts weiter als ein ideologischer Kampfbegriff. Mit solchen "Schimpfworten" kommt man dem Versagen der DDR - Eliten keinen Schritt näher. Man geht nur bestimmten interessierten Kreisen in unserem Land auf den Leim, die mit dem Kampfbegriff "Unrechtsstaat DDR" gleichzeitig alle Bemühungen um sozialistische Lebensverhältnisse denunzieren wollen. Die DDR ist meiner Meinung nach nicht an ihren Bemühungen um sozialistische Lebensverhältnisse sondern an ihrem fatalen Festhalten an dem Modell "Kommunistische Partei als Avandgarde der Arbeiterklasse" gescheitert, das zur völligen Ignoranz gegenüber den Persönlicheitsrechten von Einzelnen geführt hat. Der Begriff "Unrechtsstaat" wird diesem Phänomen aber in keiner Weise gerecht. Ich möchte das Thema an dieser Stelle aus Platzgründen nicht vertiefen, möchte Sie, lieber Koslowski, aber auf einen interessanten Beitrag zum Thema verweisen: www.nuoviso.tv/interviews/interview-mit-prof-dr-erich-buchholz.html Herzlichen Gruss Floppius |
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Ich möchte noch sagen, durch Floppius angeregt, daß die DDR vor allem ideologisch mit ihrem katenartigen ML gescheitert ist, nicht in ihrem sozialen Wollen und Machen, in ihrem Alltag. Die bundesdeutschen 'Aufklärungsinstitute' halte ich dagegen selbst dort, wo sie recht haben mögen, für perfide Ideologiekonstruktionen, für Geschichtsfälschungsinsitute.
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@Floppius
dein Ansinnen in allen Ehren, aber die DDR ist gescheitert an der zu langsamen Entwicklung der Arbeitsproduktivität. Und überleg dir noch einmal deine Aussage, "...das zur völligen Ignoranz gegenüber den Persönlicheitsrechten von Einzelnen geführt hat." Also, ich als geborener und gelebter DDR-Bürger hatte nirgendwo diese völlige Ignoranz der Persönlichkeitsrechte gespürt. Im Gegentum, historisch. Und heute, meine Persönlichkeitsrechte sind deutlich eingeschränkt, leider. |
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Koslowski "...Unter allen schlechten Lösungen, die nach dem Scheitern von RotGrünRot noch möglich sind, halte ich Neuwahlen für die beste. Ziel sollte sein: absolute Mehrheit für RotGrün, LINKE unter 5%..."
Hannelore Kraft hat bestimmt genau dieses Ziel und das zeigt, Kraft hat aus Hessen mehr gelernt, als die meisten erwartet oder erhofft haben!! Nur, die SPD muss sich auf einem erneuten Parteitag noch deutlich mehr nach Links öffnen!! |
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Diese Stellungnahme bezieht sich auf ein Interview mit dem Grünen-Politiker Robert Zion zur Scheitern der Rot-Rot-Grün-Sondierung. Dieses Interview ist zwar in der "taz" (22.5.10) erschienen, mein Blogeintrag kann aber auch allgemein auf den politischen Vorgang bezogen werden.
Als Wähler, der für eine Veränderung der politischen Verhältnisse im Lande NRW votiert hat, kommt man sich nach dem Scheitern der sog. Sondierungsgespräche zu Rot-Rot-Grün betrogen vor. Nicht genug, dass die sog. „ergebnisoffenen“ Gespräche sich als Schmierenkomödie mit vorher festgelegtem Ausgang herausgestellt haben, auch die Schuldzuweisung von Seiten der GRÜNEN an die kleine Fraktion der Linken ist nichts als absurdes Theater. Bezeichnend für den jetzigen Zustand dieser Partei ist ja wohl, dass ein erklärter Vertreter des sog. linken Flügels, Robert Zion, der noch im Vorfeld der Wahl nicht müde wurde, vor Schwarz-Grün zu warnen und die verfehlte Rüttgers-Politik zu desavouieren, jetzt den Ausputzer spielen durfte, um mit geradezu schwachsinnigen Argumenten aus dem Arsenal des „kalten Krieges“ den Abbruch der Koalitionsverhandlungen zu rechtfertigen. Es ist wohl die erste Koalitionsverhandlung in der Geschichte der BRD, die mit einer „Abschwörung“ als Vorbedingung geführt wurde – der geforderten Distanzierung von einem Staat (DDR), den es schon lange nicht mehr gibt und der auch auf deutschem Boden nicht wiedererstehen wird. Warum dieser Eifer, der doch mindestens 20 Jahre zu spät kommt und an länger zurückliegende Sozialismus-Geisterdebatten aus CDU-Wahlkämpfen erinnert ? Ei,Ei, die Antwort ist, die Linken wollten den Staat kapern (wohl zuviel Seeräuberfilme geguckt, Mann). Dass Herr Zimmermann und Frau Beuermann nicht gerade wie verwegene Freibeuter wirken, werden auch die Wähler bemerkt haben, die die Linken in den Landtag gewählt haben. Auch vielen Wählern von SPD und GRÜNEN ging es um eine Politikwende hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und Menschenwürde in Arbeit und Beruf, weg von Bespitzelung und Ausforschung des Privatlebens. Dass eine Partei, wie in diesem Fall Die Linke, auch zu Protestdemonstrationen gegen eine verfehlte Regierungspolitik aufrufen könnte, ist nicht nur nicht schlimm, sondern kann sich geradezu als demokratische Notwendigkeit herausstellen. Die GRÜNEN sollten sich dabei auch einmal an ihre eigene Geschichte erinnern, wo derartiges durchaus nicht selten war. Robert Zion selbst hat sich noch im Januar in der Linken-Zeitung „Neues Deutschland“ vom 13.1.2010 (!) über die „Normalisierung der Partei“ mokiert und sie etwas geschwollen als „mediale Veroberflächlichung“ charakterisiert. Sein Artikel endet mit dem flammenden Bekenntnis: „Wir müssen radikaler werden.“ (Wiederaufnahme eines Zitats von Claudia Roth). Nun, Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Als langjähriger Sprecher eines Ortsverbands und einer Kreistagsfraktion der GRÜNEN musste ich miterleben, wie diese ursprüngliche Bewegungspartei zunehmend nach Rechts rutschte, verspießerte und verstaatlicht wurde. Dass bereits die einfachste Grundregel der Solidarität mit Opfern staatlicher Repression missachtet wurde und sogar Mordversuch und Folter gegen politische Abweichler zumindest in Kauf genommen wurden, musste ich erkennen, als ich in einem Krankenhaus misshandelt (vor einiger Zeit nannte man das noch „Sonderbehandlung“ !) wurde, das vorher von einer LandesGRÜNEN-Delegation besichtigt worden war, an der ich teilgenommen hatte. Das besonders Infame daran ist, dass dieser Besuch die Schließung jener Klinik verhindern sollte, die von Schließungsplänen der damaligen rot-grünen Landesregierung bedroht war. Die opportunistische Anpassung der GRÜNEN war also bereits 2001 (!) so fortgeschritten, dass man auch politische Repression gegen eigene Parteimitglieder billigend in Kauf nahm. Heute sind wir offenbar wieder so weit. Denn es drängt sich der Eindruck auf, dass die GRÜNEN, entgegen ihren Wahlversprechen, an einer Veränderung der politischen Verhältnisse genauso wenig interessiert sind wie die SPD – sonst hätte man ernsthafte Sondierungsgespräche über eine rot-rot-grüne Koalition führen müssen. Ich bin seit fast 30 Jahren Mitglied dieser Partei und bisher noch nicht ausgetreten, aber angesichts dieser Wählerverarschung werde ich ernsthaft darüber nachdenken. |
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Danke für den hervorragenden Artikel, der die verlogene Scheinheiligkeit der neoliberalen Statthalter aus der Schröder-Fischer-Clique bei den Verhandlungen überzeugend aufzeigt. Das Beste, was ich bisher zu dem Thema gelesen habe.
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Dieses ganze gesabber um die DDR Geschichte ist doch unnütz.
Ist in der Programmdebatte der Linken etwas undemokratisches zu finden? Ist nicht die Forderung Politische Streiks zuzulassen ein demokratischer Fortschritt? Und was ist mit Volksabstimmungen gehört das nicht zur Demokratie? Und gerade die anderen Parteien sollten mal ganz still sein! Wenn die Bevölkerung wüsste nach welchem Idioten die letzten 30 Jahre Politik gemacht worden ist, auch von SPD und Grünen.Wem eine Neoliberale ordnung (wie Hayek`s) vorschwebt hat nichts mit demokratie am Hut. |
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"SPD und Grüne wollten den Hinweis auf die Berufsverbote aber offenbar nur als Relativierung von DDR-Unrecht, als Aufrechnerei betrachten."
Das ist es ja auch so gemeint. Im übrigen kann man sich ja durchaus fragen, ob die Praxis der "Berufsverbote" nicht vollkommen richtig war. Wer im öffentlichen Dienst sein will, der sollte sich auch mit dem politischen System identifizieren. Wohlgemerkt ausgesprochen gegen Mitglieder einer Partei, die vom Osten finanziert wurde. |
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schrieb am
22.05.2010 um 19:24
@ zelotti
Zelotti, Sie haben ja so RECHT! In diesem unseren Lande geht doch die Zeit an manchen niemals spurlos vorbei. Wenn selbst Willy Brandt über ein düsteres Kapitel bundesdeutscher "Wahnvorstellungen" nachdenklich reflektierte, könnte man es von ihnen eigentlich auch verlangen. Was den sicherheitsrelevanten Bereich betrifft kein Dissens. Nur darauf beschränkte es sich nicht. |
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@ zelotti
also doch nüscht mit Freiheit und so |
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Das sind klare Worte, zelotti. Die Identität von politischem System und Verfassung zu postulieren, das wäre noch nicht einmal Carl Schmitt in den dreißiger Jahren eingefallen. Wie hätten Sie's denn gerne? Vielleicht so:
"Die erste Bindung der Lehrer ist die in die Volksgemeinschaft. Sie verpflichtet zum mittragenden und mithandelnden Teilhaben am Mühen, Trachten und Können aller Stände und Glieder des Volkes. Diese Bindung wird eingewurzelt durch den Arbeitsdienst." |
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»Und was soll man von Grünen halten, die ihre Verhandlungsführerin am Tag der Sondierung in der Frankfurter Allgemeinen eine Drohung aussprechen lassen: „Die Linke müssen wir politisch offen bekämpfen.“«
Solche Aussagen der Grünen-Oberen sind weniger ein Affront gegenüber Der Linken, sondern mehr einer gegen die Grünen-Basismitglieder. Bei uns ist es so, dass wir Linke-Basismitglieder zu den Grünen-Basismitgliedern ein entspanntes bis voll vertrauendes Verhältnis haben, wenn wir nebeneinander bis miteinander zusammen auf Veranstaltungen sind. Insbesondere beim antifaschistischen Engagement sind Aussagen wie die zitierte Gift, weil man sich da voll aufeinander verlassen können muss. Es gibt große reale Probleme in meiner Stadt in den sozial schwächeren Vierteln, wo es den Menschen zunehmend schlechter geht, weil sie massenhaft entlassen werden, keine neue Arbeit finden, und sich die Geldbeutel und Kassen leeren, wobei zudem die Neonazis menschenfischend bis gewalttätig aufdrehen. Klaus Becker schrieb am 22.05.2010 um 15:16: »Dass eine Partei, wie in diesem Fall Die Linke, auch zu Protestdemonstrationen gegen eine verfehlte Regierungspolitik aufrufen könnte, ist nicht nur nicht schlimm, sondern kann sich geradezu als demokratische Notwendigkeit herausstellen.« Richtig. Die Bürger in den sozial schwächeren Großstadtvierteln kriegen diese Verfehlungen voll ab. Und dann müssen wir vor Ort engagierte Parteimitglieder uns auch noch die tägliche Flut von Diffamierungspropaganda seitens der CDU/CSU/FDP/SPD/Grünen Macht- und Elfenbeinturm-Politiker anhören. Celsior schrieb am 22.05.2010 um 18:12: »Dieses ganze gesabber um die DDR Geschichte ist doch unnütz.« Nicht nur unnütz, sondern eine gefährliche Ablenkung von der sozialbrandstifterischen CDU/CSU/FDP/SPD/Grünen "Spitzen"-Politik in der heutigen BRD. |
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Kleine Rückfrage.
"Es lohnt sich, denn die Reise könnte schon bald in Neuwahlen führen." Was würden Neuwahlen konkret wie real am Verhalten (oder angedrohten Verhalten) der "rechten" SPD ändern, der Einstellung der GRÜNEN zu den NRW-Linken oder bei den NRW-Linken selber? Neue Wahlen mit neuen Zahlen ändern daran schlicht nichts, schon gar nicht, erwartet man kaum andere Ergebnisse. Vielleicht sogar Neuwahlen dafür, dass FDP und die Linken aus dem Parlament fliegen. Das würde etwas verändern, aber es hätte mit dem eigentlichen Thema, der Befassung damit und anderen Positionen dazu nichts zu tun. |
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schrieb am
22.05.2010 um 23:36
-sogar + sorgen.
Wann kommt Edit? |
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Der Verlierer hat gewonnen. Das ist Parlamentarismus. Parlamentarische Demokratie. Repräsentation des Nicht-Repräsentierenwollens. - Es gab mal die Zeiten der "Nichtregierbarkeit". Die LINKE ruft so etwas neu hervor. In solchen Zeiten sieht man immer, daß es nicht um Demokratie und Repräsentation geht, sondern um Regierbarkeit, um fortzuführende politische Herrschaft. Und sei es mit Neuwahlen bis zum Jetzt-geht-es.
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schrieb am
23.05.2010 um 05:48
>>Der Verlierer hat gewonnen.<<
Man muss sehen, dass sie bei sinkender Wahlbeteiligung noch lange Zeit Wahlstimmen verlieren können, bevor sie durch eine Wahl die Macht verlieren. Die Wahlreklame in NRW: „Wer links wählt, wählt Rüttgers” war deutlich darauf abgestellt, Linke-Wähler zu verunsichern. Sie sollten einfach zu Hause bleiben. Ich denke, man kann das „Sondierungsgespäch” als Fortsetzung der Kampagne sehen. Wenn es nicht gelingt, Wähler der Linken im gewünschten Masse vom Wählen abzuhalten, dann ist auch eine CDU/SPD/FDP/Grün-Regierung denkbar. Das mögen sich Viele heute nicht vorstellen. Aber wer in den 80er Jahren prophezeit hätte, dass es einst eine CDU/FDP/Grün-Koalition geben wird: der/die wäre damals auch als völlig durchgeknallt bezeichnet worden... |
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„Wer links wählt, wählt Rüttgers” - ein sehr richtiger Hinweis. Mit der Angst, d.h. mit dem fest verwurzelten Antikommunismus der Westler als Kitt der Wahlbürger läßt sich immer wuchern.
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Ich hab nur das Interview im DLF zur Frage eines Landesamtes fuer Verfassungsschutz gehoert. Was hat die Frage, ob die "Linken" ueberwacht werden, mit dem Landesamt als solchem zu tun? Mehr Transparenz? Hmm, dann seid mal transparent. Man ist noch nicht ganz in der BRD der Berufsverbotde etc angelangt. Berufsverbote gibt es nicht mehr, dafuer vielleicht auf dem Kontinent ein Burkaverbot. Wie halten sie es mit der Demokratie? Die NPD verbieten, wo ein Landesamt nur stoert. Berufsverbote sind nicht mehr erforderlich, ist es ein Verbot der NPD? IMHO offenbart das Argument eines ohne Verfassungsschutrz moeglichen NPD Verbotes einen erschreckenden Mangel an politischem Selbstbewusstsein. In der DDR mag Bautzen etc noetig gewesen sein, in der BRD ist es das nicht.
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Ich gehe nicht davon aus, dass eine sachliche Aufarbeitung der DDR-Geschichte in der näheren Zeit möglich sein wird. Schon gar nicht unter Vorgaben des Staates BRD, der ideologisch ein Fossil aus der Zeit des „kalten Krieges” ist.
--- „Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. (…) Inhalt und Ziel (einer) sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein.” Das war Ende der 40er Jahre die Ausgangslage. Sowohl in der Trizone als auch in der sowjetischen Zone. Nachdem 1949 in der Trizone ein Staat namens „Bundesrepublik Deutschland” gegründet worden war, folgte 1950 die Gründung der „Deutschen Demokratischen Republik” nach. Die beiden Staaten hatten unterschiedliche Entwicklungsbedingungen und sie zogen aus der Ausgangslage grundlegend unterschiedliche Konsequenzen. --- Die Fragen: „Wie ist die DDR entstanden?, „welche Entwicklungsbedingungen fand die Regierung der DDR vor?” „was hat sie damit gemacht?” „Welche Alternativen hätte es gegeben unter der gegebenen Voraussetzung, dass die Neuordnung nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machstreben sein darf?” diese Fragen werden nicht gestellt. Der Weg zur Analyse ist verstellt dadurch, dass man eine Wertung voranstellen muss. Wer es wagt, Analyse zu versuchen ohne die Vorabgarantie, dass „BRD=Rechtsstaat/DDR=Unrechtsstaat” das Ergebnis sein wird, der ist ein „Verfassungsfeind”. Man könnte aus der Geschichte der DDR von 1950 bis 03.10.1990 eine ganze Menge lernen, wenn man sie nicht immer noch aus der Tunnelperspektive der BRD beurteilen müsste. Das ist nicht möglich, denn die Ausgangslage: „Das kapitalistische Wirtschaftssystem wird den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht”, die ist unverändert. Immer mehr Menschen bekommen das immer drastischer zu spüren. Und gegen sie muss der „kalte Krieg” jedes Jahr aufs Neue gewonnen werden, denn wer verzweifelt ist, wird irgendwann nicht mehr führbar sein, es denn mit Gewalt. Fürwahr eine grosse Aufgabe, die deutschen Volke gestellt ist. Klare Blicke ohne propagandistischen Pulverdampf sind im Krieg hinderlich. Man muss nur wissen, wo der Feind steht. --- Zum Begriff „Verfassungsfeinde” Nicht den Vorwurf von Verstössen gegen das „provisorische Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland” muss man fürchten. Das wurde noch nie einem "Verfassungsfeind" vorgeworfen. Denn man könnte dann fordern: "Erklären Sie, gegen welchen Artikel des GG ich/wir verstosse/n". Allzu leicht stiesse man dann darauf, dass das Grundgesetz selber der "linke Feind" ist. --- Eine Verfassung, die nach Art. 146 das GG ersetzen soll, nachdem sie „von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.”: Die gibt es nicht. --- Das GG von 1949 enthält noch einige Ausläufer der oben beschriebenen Ausgangslage. So sagt Art. 14.2: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.” Und Art 14.3 und Art. 15 sagen, was man tun kann, wenn 14.2 nicht eingehalten wird. Wer zur Kenntnis nimmt, dass Eigentum an Produktionsmitteln und grossen Geldmengen so eingesetzt wurde, dass ein wachsender Teil des Volkes in Lebens- und Arbeitsverhältnisse unter der Armutsgrenze gezwungen wird, der/die kann aus dem GG eine zwingende Konsequenz ableiten, zu der dort keine Alternative genannt wird. Der Satz: „Enteignungen sind unzulässig, wenn Eigner von der Verelendung des Volkes und Verarmung des Staates profitieren wollen”: dieser immer wieder unterschwellig als Gipfel der Demokratie suggerierte Satz kommt dort nicht vor. Das Grundgesetz fordert nämlich keineswegs die freie Entfaltung des Kapitales und der Renditeblähung. Im Gegenteil, es setzt eine enge Grenze, indem es nicht nur sagt „...darf nicht zum Schaden der Allgemeinheit eingesetzt werden” sondern ausdrücklich: „...soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.” Deswegen gibt es diesen Antagonismus zwischen den Feinden des Grundgesetzes und den „Verfassungsfeinden". Der Zensor im Hinterkopf sagt, dass man sich damit besser nicht auseinander setzt. --- Die „Thüringer Erklärung” erinnert mich sehr an den „Gemeinschaftskunde"- Unterricht, den ich in Anfang der 60er Jahre in einer BRD-Realschule geniessen durfte. Die auswendig zu lernenden Worthülsen sind die gleichen, mit Ausnahme der „friedlichen Revolution”. Warum muss, wer in der BRD anerkannt sein will, unterschreiben, dass das Ende der 89er Reformbewegung, das Abwürgen der Aussage: „Wir sind das Volk” und das Verscherbeln der Produktionsmittel und des Bodens an Renditejunkies eine „Revolution” gewesen sei? Gerade darin zeigt sich, dass der Kalte Krieg nicht zu Ende ist. Der Propagandakrieg mit seinen knalligen Ohrwurmworthülsen, die jede Analyse abwürgen, wird nicht mehr gegen Staaten, sondern wieder direkt gegen das Volk geführt. |
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schrieb am
23.05.2010 um 07:10
Korrektur:
BRD 24.05.1949 DDR 07.10.1949 |
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"...Der Propagandakrieg mit seinen knalligen Ohrwurmworthülsen, die jede Analyse abwürgen, wird nicht mehr gegen Staaten, sondern wieder direkt gegen das Volk geführt..."
Dieser "Krieg" wird auch von der ehemaligen Führungselite (aus Medien und Politik und Kultur) der DDR in subtilster Weise immer und überall geführt und sobald sie bemerken, dass ein Westdeutscher in ihrer Nähe noch nie in Ostdeutschland war erzählen sie das Blau von Himmel hinunter - wie schön doch alles war!! Insbesondere die Schauspielerinnen und Schauspieler!! Hübchen etc. |
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DDR-Allergie, 17.Juni?
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schrieb am
23.05.2010 um 08:11
Na ja, als einerseits in der Trizone (5 Tage vor der BRD-Gründung :) ) geboren und andererseits mit Verwandten in der DDR konnte ich mir eher eine eigene Meinung bilden.
Ich hatte auch immer den Eindruck, dass eine objektive Meinungsbildung schwierig ist, wenn man nur offizielle Verlautbarungen kennt... |
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schrieb am
23.05.2010 um 09:45
Als BRDler sind mir die Lebenswirklichkeiten vom DDR-Mustermann natürlich fremd geblieben, wie dies auch umgekehrt sein wird.
Ansonsten habe ich veröffentlichte ich DDR (neben dem Willkürstaat) immer als Reaktion auf die BRD empfunden, die versucht im Wettbewerb mit dem Kapitalismus zu gewinnen, das bessere System zu sein nach innen und sich dabei krampfhaft an den Maßstäben der kapitalistischen Wettbewerbsbedingungen nach außen zu orientieren. So etwas kann nur in einer Bruchlandung enden, wenn man gleichzeitig seine Bürger (m/w) einsperrt in dieses vermeintlich bessere System. Man darf in der Tat froh sein, dass diese Bruchlandung unblutig statt fand. Zudem erinnere ich mich mit dem Beginn der Reisefreiheit Ost nach West an die vielen leuchtenden Augen, die Westläden betraten voll des Glückes, so etwas endlich auch einmal betreten zu können. Man konnte quasi am Leuchten der Augen den "Ost-Bürger (m/w)" erkennen - so wie man noch kurz vor dem Ende im Osten den "Ost-Bürger (m/w)" unter den Linden rauf und runter am auf den Boden gesengten Blickes erkannte. Aber all das ist junge, gemeinsame deutsche Geschichte. Nichts davon kommt zurück und nichts davon wird in NRW Lebenswirklichkeit werden. Sich damit zu befassen macht nur Sinn, wenn man tatsächlich in seinen Reihen Notalgiker hat, die dahin zurück wollen und das über eine Regierungsmitbeteiligung. Hier geht nur Abgrenzung, das möglichst eindeutig und zudem rasch. |
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"Als BRDler sind mir die Lebenswirklichkeiten vom DDR-Mustermann natürlich fremd geblieben, wie dies auch umgekehrt sein wird".
okay soweit. wie kommen sie dann aber zu jener aussage? "so wie man noch kurz vor dem Ende im Osten den "Ost-Bürger (m/w)" unter den Linden rauf und runter am auf den Boden gesengten Blickes erkannte". haben sie bei ihren wahrscheinlich zahlreichen ostbesuchen antropologische studien betrieben oder kann es sein, dass allein der fakt ich-toller-freier-wessi-im-osten zu einem, sagen wir, leicht erhebenden grundgefühl geführt hat. nach dem motto: mein gott, schau dir bloß mal die ganzen aschgrauen duckmäuser an mit ihren mir gegenüber (demokratie und westgeldgesegneten INDIVIDUUM) gesenkten blicken. die haben sich bestimmt alle wahnsinnig geschämt, dass sie nicht so frei, reich (d-mark plus modische west-klamotten) und aufgeklärt daherschritten, wie wahrscheinlich sie. ich kann mich noch an viele ostdeutsche erinnern, die sobald sie die d-mark in der tasche hatten, bei den ehemaligen waffen- und klassenbrüdern in der tschechoslowakei resp. in polen ähnliche erhebende gefühle gegenüber den einheimischen habituell und wortgewaltig laut zum ausdruck brachten. das meinten sie garnicht so? na, dann will ich nichts gesagt haben. jedenfalls. als nudel aus der ostdeutschen provinz war ein besuch in der hauptstadt der ddr immer eine große spannende freude. und ich schwöre, nie sah ich dort, auch nicht kurz vor der vereinigung, menschen die sich gesenkten hauptes unter den linden bewegten. da müssen sie damals einen ganz, ganz schlechten tag erwischt haben oder es war ein flashmob, der freilich noch längst nicht erfunden war. oder sie erklären mir´s halt nochmal. |
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"Ich gehe nicht davon aus, dass eine sachliche Aufarbeitung der DDR-Geschichte in der näheren Zeit möglich sein wird. Schon gar nicht unter Vorgaben des Staates BRD, der ideologisch ein Fossil aus der Zeit des „kalten Krieges” ist." schreibt claudia. Genau in diese Kerbe habe ich bei meinem Beitrag gehauen, der ums Verhältnis von SPD und LINKE geht www.freitag.de/community/blogs/damian-bold/ueber-die-unmoeglichkeit-der-selbstkritik
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schrieb am
23.05.2010 um 14:48
>>Zudem erinnere ich mich mit dem Beginn der Reisefreiheit Ost nach West an die vielen leuchtenden Augen, die Westläden betraten voll des Glückes, so etwas endlich auch einmal betreten zu können.<<
An die vielen Zeitungsartikel über die "leuchtenden Augen", (in Anlehnung an "leuchtende Kinderaugen", wenn Kaufhof und Karstadt den Weihnachtsgabentisch bestückt hatten) erinnere ich mich auch. Meine Dresdner Kusine konterte das bei einem Besuch mit den Worten: "Ihr habt im Westen offenbar 15 verschiedene Sorten Schmutz, oder warum braucht Ihr sonst 15 verschiedene Sorten Waschmittel?" Auf meine Antwort: "Das sieht nur so aus. Chemisch gesehen packt jeder Hersteller das Gleiche hinein." meinte sie: "Hab ich mir doch gedacht. Grosse Schau und nix dahinter" Allerdings habe ich meine Erlebnisse niemals aus der Springerpresse bezogen. |
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schrieb am
23.05.2010 um 15:13
Gerade fällt mir zum Thema "Konsumismus" noch was ein:
Aus einem Brief der Mutter (West) an die Tante (Ost): "Manchmal fühlt man sich hier wie im Irrenhaus. Wenn wenn man der Reklame folgen würde, dann müssten W.s Gehalt mindestens 5 mal ausgeben. Ob man Zeitung liest oder fernsieht: Überall sind die Marktschreier". Antwort Tante (Ost): "Ja, davon hab ich auch gehört. [nicht gesehen, Dresden lag im "Tal der Ahnungslosen"]Da kommt wohl niemand mehr zum Nachdenken. Aber ich muss zugeben: Bei bestimmten Artikeln hätten wir hier gerne ein stabileres Angebot. Da müsste man keine Reklame dafür machen". Das waren Stimmen "einfacher Hausfrauen", die die Theoriediskussionen Anderen überliessen... |
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mal ne anmerkung:
"die vielen leuchtenden Augen, die Westläden betraten" erinnert mich stark an "die vielen Gesichter, denen ich nicht die Hand hatte schütteln können" aber nur so am rande. oder noch anders: bei meinen besuchen erklärte meine cousine, was es nicht gäbe, und mein cousin, warum. war ganz lehrreich. auch für's shopping nach der rückkehr aus dem heimat-urlaub. |
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Claudia, kannst Du folgendes Stück nicht unter dem Titel *Pluralismus als Multitasking-Ideologie und Haushaltsherrschaftsinstrument* zur Diskussion des Quatschs der Differenzierung und Differenziertheit als neues Blog setzen? Ich wäre Dein erster Diskutant!
Meine Dresdner Kusine konterte das bei einem Besuch mit den Worten: "Ihr habt im Westen offenbar 15 verschiedene Sorten Schmutz, oder warum braucht Ihr sonst 15 verschiedene Sorten Waschmittel?" Auf meine Antwort: "Das sieht nur so aus. Chemisch gesehen packt jeder Hersteller das Gleiche hinein." meinte sie: "Hab ich mir doch gedacht. Grosse Schau und nix dahinter." |
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schrieb am
24.05.2010 um 09:18
Hallo Damian Bold,
momentan bin ich mir noch nicht sicher, ob ich ein eigenes Blog eröffnen will. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn Du das Zitat für einen Artikel in Deinem Blog benützest. |
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schrieb am
25.05.2010 um 13:21
Mahung
Das ist Murx.Ich war wie üblich mit linken Schlamppoutfit und einem veraltetet, grünen Golf unterwegs. Es grenzte an Übermut mit dem Teil überhaupt die rund 650 Kilometer hin zu fahren und durch Teile von Ostberlin hindurch. Nein, ich schaue einfach sehr bewußt und genau hin und da fallen mir Verhaltensunterschiede schlicht weg auf. Schaute man geradeaus und das freundlich, so senkten sich die Häupter trafen sich die Augen. Nach dem ich den Eindruck hatte das ist so, habe ich damit "gespielt" und ja es funktionierte. Entscheidender sind allerdings aus meiner Sicht Absatz 4 und der Schlussatz von 23.05. Der Rest Prosa... |
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schrieb am
25.05.2010 um 13:23
"Allerdings habe ich meine Erlebnisse niemals aus der Springerpresse bezogen."
Na - das haben wir dann gemeinsam... |
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Natürlich funktionierte es. Ob Schlabberlook und oller Golf, im Osten wurden Sie erkannt - als Westdeutscher. Was Ihnen natürlich bewusst war ... im Sinne meiner Aussagen.
... aber Abgrenzung? Wovon? Weit und breit keine ostdeutschen Stasi-Täter in der NRW-Linken zu finden. Oder doch? |
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@ claudia: Kann sein, daß ich das mache. Wenn Du eher bist, wäre ich allerdings nicht unfroh. Mal sehn, null Stress.
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schrieb am
26.05.2010 um 17:13
"... aber Abgrenzung? Wovon? Weit und breit keine ostdeutschen Stasi-Täter in der NRW-Linken zu finden. Oder doch?"
Habe ich die Gleichung aufgemacht DDR-Notalgiker (m/w) = Stasi-Täter? Ich kann mich nicht erinnern. |
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wobei die Grünen gerne vergessen, dass auch in ihren Reihen eien Menge Leute sind, die von der maoistischen und kommunistischen Plattform kommen.
Die Grünen haben noch in den 80iger Jahren mit der DDR-Politk geleibäugelt. Das haben sie offenbar heue vergessen |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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