archinaut
17.09.2011 | 15:38 8

Studie für den politischen Ort: Gesellschaft

Schlossfreiheit - Einladung zur Partizipation

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied archinaut

Sorgfältig und ernsthaft müssen wir über Architekturen der politischen Teilhabe nachdenken. Ein politischer Ort entsteht durch die Lokalisierung von Ereignissen, die erinnerungsfähige Überlieferung begründen.

http://www.planqlb.de/freitag/freitagblog202.jpg

Detailausschnitt Studie Nr. 3: society / Gesellschaft

Studie Nr. 3: society / Gesellschaft

Individuum und Gesellschaft sind gegenseitige Bedingung. Das Kollektiv, die Gemeinschaft, die Gesellschaft geben die Nährlösung, in der Persönlichkeit wachsen wird. Gemeinsam sind große Ziele zu erreichen.

Ein Verein will einen Baum pflanzen. Dieser Baum benötigt Platz zum Wachsen. Für einen Baum muss der Verein tausend Platzhalter finanzieren, das entspricht einer Fläche von etwa dreieinhalb Metern Durchmesser je Baum. Jeder Platzhalter trägt hundert Euro bei.

Buche, Eiche, Esche, Fichte, Linde: symbolträchtig ist das Pflanzen von Bäumen. Wir denken an die Kaisereiche, aber auch an die Friedenslinde, an die Gerichts- oder an die Dorflinde. Verliebte schnitzen ein Herz in die Rinde, das noch ihre Enkel finden. Der Zimmermann schlägt die Jahreszahl in den Sturzbalken über dem Tor.

Wie heißt Dein Verein?

Studie Nr. 1: site / Lage

Studie Nr. 2:decision / Entscheidung

Studie Nr. 3: society / Gesellschaft

Studie Nr. 4: project / Projekt

Hier endet der 202. Eintrag: Dieser Blog mischt Fiktion und Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

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Dieser Blog mischt Fiktion und Realität. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind zufällig und in der historischen Überlieferung nicht verbürgt. Ich bin nur der Navigator, mein Name sei NEMO:

Ich schreibe um unser Leben. Bitte bleib dran.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (8)

SuzieQ 23.09.2011 | 22:52

Der Platz für die Bäume muss neu/ anders/großzügiger berechnet werden. Ein Baum braucht für sein Wurzelwerk soviel Platz, wie seine Krone ausladend ist.
Den notwendigen, aber fehlenden Raum bemerken viele Gärtner erst, wenn Jahre nach dem Pflanzen alles ineinander wächst. Stauden kann man teilen, Bäume nicht.
Oder aber man pflanzt nur schmalwachsende Bäume like Zypresse, japanische Zierkirsche, aber wer will das schon?
Kleines Anschauungsmaterial:

http://img396.imageshack.us/img396/1/2008040402327035yw4.jpg

Gruß sq

archinaut 23.09.2011 | 23:53

..... ein neues Spiel, liebe Suzie:
wie weit müssen/dürfen die Baumpflanzungen voneinander entfernt sein,
damit jeder Einzelbaum sich entwickeln kann?

Buche, Eiche, Esche, Fichte, Linde:
jeder Art ihren individuellen Pflanzabstand.....
da müsste man gleich die nächste Studie starten ;-))

Wie pflanzt man einen Hain?

Vielen Dank für das anschauliche Foto,
hier (etwas trocken im Text) ein Beispiel mit Kiefern:

Die Hauptbaumart des Baumhains stellt die heimische Wald-Kiefer dar. Das angestrebte Leitbild einer hainartigen Pflanzung mit hochstämmigen Bäumen entwickelt die Kiefer allerdings nur in einem engen Pflanzraster unter dem Konkurrenzdruck von Nachbarbäumen. Der im Bebauungsplan festgesetzte Pflanzabstand von 11,5 m wurde gewählt, um eine ein- bis zweireihige Zwischenpflanzung mit schnellwüchsigen Laubbäumen zu ermöglichen, die mit fortschreitendem Höhenwachstum der Kiefern sukzessive entfernt werden sollte.

Im Rahmen der Vorentwurfsplanung hat sich das Baureferat gegen die Verwendung einer Zwischenpflanzung entschieden, da die geplante Entnahme von ca. 600 Laubbäumen, die unter Einhaltung des 11,5 m - Rasters als Zwischenpflanzung über die gesamte Fläche erforderlich wären, aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht nicht vertretbar erscheint. Stattdessen wird der Kiefernhain in einem Pflanzraster von 6 x 7 m angelegt, ein Abstand, der nach Ansicht von Fachleuten zur gewünschten hochstämmigen Entwicklung der Kiefern führt, der jedoch weit genug ist, um eine Nutzung der Wiesenflächen unter den Bäumen zu ermöglichen. Dieses Raster bleibt dauerhaft bestehen, die geplante Entnahme von Bäumen entfällt bei dieser Vorgehensweise. Der Anteil an Laubbäumen wird in diesem engeren Pflanzraster von 20 % auf ca. 35 % erhöht und neben der Eiche kommen auch andere Laubbaumarten wie z.B. die Kirsche zur Verwendung, die durch Blüte und Herbstfärbung den Aspekt der jahreszeitlichen Veränderung in der immergrünen Kiefernpflanzung deutlich machen. Nach Rücksprache mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung ist für die geplanten Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes keine Befreiung erforderlich, solange der Charakter des rasterförmig angelegten Kiefernhaines erhalten bleibt.

Insgesamt kommen im Kiefernhain ca. 1.100 Bäume zur Verwendung, die sich aus ca. 700 Kiefern und ca. 400 Laubbäumen zusammensetzen. Um möglichst frühzeitig
die gewünschte Imagebildung für das Gewerbegebiet zu erzielen und bereits nach Fertigstellung eine nutzbare Grünfläche anzubieten, erfolgt die Pflanzung der Kiefern in Hochstammqualität, d.h. die Stämme der Bäume sind bei Pflanzung bereits auf eine Höhe von ca. 2,20 m aufgeastet. Dies macht die Verwendung von Kiefern mit einem Stammumfang von 25 – 30 cm erforderlich, da bei Nadelgehölzen wegen der typisch
pyramidalen Wuchsform die Kronenausbildung später als bei Laubgehölzen einsetzt und Kiefern in Hochstammqualität erst ab dieser Größe von den Baumschulen angeboten werden. Die eingestreuten Laubgehölze hingegen kommen in kleineren Pflanzqualitäten mit einem Stammumfang von 18 – 20 cm zur Verwendung.

Fundstelle:
www.ris-muenchen.de/RII2/RII/DOK/SITZUNGSVORLAGE/1396244.pdf