Christian Füller
Ausgabe 0616 | 11.02.2016 | 06:00 21

Hohler Fetisch

Versagen Die Bildung wird als hehres Ideal gern hochgejubelt. Doch gefährden die Kultusminister derzeit die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Schulwesens

Hohler Fetisch

Dem Land fehlt es an Lehrern – den Kultusministern an Verantwortungsbewusstsein

Foto: Sean Gallup/Getty Images

In Berlin fehlen derzeit fast 1.000 Grundschullehrer. So viele Pädagogen müsste die Hauptstadt einstellen, um ihren Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen zu können. Geht aber nicht. Weil man vergessen hat, genug Junglehrer auszubilden. Was in Berlin passiert, ist diesmal allerdings mehr als die übliche kultusbürokratische Stümperei. Die kennt man ja. Die Schulminister sollten selbst noch einmal die Grundschule besuchen. Um rechnen zu lernen. Und Verantwortung zu übernehmen.

Das Lernen ist von jeher ein deutscher Fetisch gewesen. Der durch Bildung zu Urteilskraft reifende Mensch gehört seit Schiller und Humboldt zum Größten, was die Kulturnation kennt. Darin steckt stets eine Überhöhung, dennoch gilt dieses Ideal quasi ungebrochen. Selbst in der DDR war die „allseits gebildete sozialistische Persönlichkeit“ das Maß aller Dinge. Und auch heute, wenn es etwa um die zuwandernden Flüchtlinge geht, wird gern mit großem Pathos gesprochen. Die Menschen, die hier ankommen, müssten sofort Deutsch lernen. Subito, ohne Verzögerung! Leider werden die Voraussetzungen dafür oft nicht geschaffen. Der Fetisch bleibt hohl. Das gilt nicht nur für Berlin, sondern für das ganze Land.

In Bremen haben Schulleiter vor ein paar Tagen Alarm geschlagen, weil ihnen die dringend benötigten Pädagogen und Helfer für die sogenannte Inklusion fehlen, das Lernen mit Behinderten. Die Kultusminister der Republik hatten vor einiger Zeit ausgerechnet, dass sie für ihre Schulen 20.000 Lehrer brauchen, um die Mädchen und Jungen gut aufnehmen zu können, die vor dem Krieg geflohen sind und die gefährliche Flucht überlebt haben. Aber dieselben Minister, die diese Rechnung machten, sie heuern kaum die Hälfte der unentbehrlichen Deutschlehrer an. Und nun kommt also heraus, dass die Hauptstadt nicht einmal bei ihren Grundschullehrern vorgesorgt hat. Das bedeutet: Die verantwortlichen Ministerien schaffen die Kür von Integration und Inklusion nicht – und sie verschlampen nun auch noch ihre verdammte Pflicht: die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Schulwesens.

Keine Frage, die Aufgabe, vor der die Schulbehörden infolge der Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen stehen, ist enorm. Rund 325.000 Minderjährige zu integrieren, die teilweise nicht alphabetisiert und oft traumatisiert sind, ist selbst für ein starkes Schulsystem nicht einfach. Viele Schulen und Lehrer zeigen jeden Tag, wie engagiert sie mit Kindern Deutsch lernen können. Woran es aber überall hapert, ist der Nachschub an ausgebildetem, gutem Personal. Schule braucht Erzieher, Sozialpädagogen, Deutschlehrer, Lehrer überhaupt. Viele Eltern, Lesepaten und private Initiativen bewei-sen übrigens täglich, was alles möglich ist. Die einzige Institution, die zögert, ja versagt, sind die Kultusbehörden.

Dass die Schulminister nun mancherorts ihren Regelbetrieb nicht mehr aufrechterhalten können, ist eine Kapitulationserklärung. Private Vermittler berichten, dass viele Kultusbürokratien der Länder inzwischen bereit sind, jeden als Lehrer einzustellen, der sich nicht schnell genug auf einen Baum retten kann. Diese Chaospolitik gefährdet mehr als nur die Integration, sie stellt das Funktionieren des Fundaments von Bildung in Frage, die Schule, den Ort, wo man die Grundfertigkeiten erlernt. Bildungsminister aber, denen es nicht mehr gelingt, Kinder mit Bildung zu versorgen, gefährden den sozialen Frieden. Sie haben in ihren Ämtern nichts mehr verloren.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 06/16.

Kommentare (21)

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Ehemaliger Nutzer 11.02.2016 | 09:26

Füllers Interview mit der Bremer Kultussenatorin war schon sehr gut, und, ich schrieb es schon, machte ohne selbst penetrant die die Partnerin des Interviews zu bedrängen, die ganze Inkompetenz und Unwilligkeit der politischen Klasse deutlich.

Die Beschreibung im Artikel schließt sich dem an, erscheint präzise und die Schlussfolgerungen sind ein fach nur grauenhaft.

Was abzusehen ist, ist das weitere verslumen der Schulen in bestimmten Gebieten, das Ausweichen solventer Eltern auf private Alternativen oder wenigstens auf Schulen in "besseren" Wohngebieten.

Auch die ansich gute Idee der Inklsusion entwickelt sich in Berlin, wie es vorherzusehen war- zur Katastrophe. Die zusätzlichen Lehrer, wenn es sie den gibt und sie über eine entsprechende Ausbildung verfügen, sind einfach nur eine stille "Vertretungsreserve". Sowie ein Lehrer ausfällt, werden sie hier in Berlin abgezogen und haben den Unterricht allein in Vertretung durchzuführen. Eine mir bekannte. engagierte und in der DDR als Sonderschulpädagogin ausgebildete Lehrerin berichtete mir, dass sie im laufenden Schuljahr bereits um die Hälfte aller Unterrichtsstunden als ganz "normale" Lererin allein vor der Klasse stand.

Ich vermag nicht zu sagen, ob Berliner Politik überdurchschnittlich unfähig ist, fürchte aber, die anderen -Bremen bestimmt- können es auch nicht besser

metafuzz 11.02.2016 | 11:33

"Was abzusehen ist, ist das weitere verslumen der Schulen in bestimmten Gebieten, das Ausweichen solventer Eltern auf private Alternativen oder wenigstens auf Schulen in "besseren" Wohngebieten."

Ich glaube, das Ganze nennt sich einfach nur Segregation und muss m.E. als ein gesamter Prozess gesehen werden, wovon Verslumen von Schulen, aber auch Gentrifizierung oder aufgehende Arm-Reich-Schere lediglich Teil des Ganzen sind.

Berlin und Bremen haben aber schon seit vielen Jahren mit einem maroden öffentlichen Dienst (Schulen, Verwaltung usw.) zu kämpfen, was m.M.n. den Sinn und Zweck dieser Stadtstaaten mal wieder in Frage stellt.

CS Spuhr 11.02.2016 | 21:06

Naja, es sind nicht nur die Kultus- und Bildungsminister, die ihre Arbeit nicht gemacht haben. Es fehlt überall an Geld.

Lehrer/in sein lohnt sich einfach nicht, wenn selbst gut ausgebildete Fachkräfte nur 9-Monats-Verträge bekommen (die Sommer- und Winterferien muss man sich dann arbeitslos melden), man dadurch kein Anrecht auf Arbeitslosengeld hat, keine Krankenkasse bezahlen kann für diese drei Monate in Jahr, aber trotzdem alleine vor 32 Erstklässlern steht, von denen drei ADHS haben, eine Downsyndrom, eine körperlich Behindert, sechs kein einziges Wort Deutsch können.

Und da spreche ich nicht von Berlin oder Bremen, sondern Baden-Württemberg und Bayern, wo doch angeblich alles paradiesisch gut läuft.

Achtermann 11.02.2016 | 21:51

Private Vermittler berichten, dass viele Kultusbürokratien der Länder inzwischen bereit sind, jeden als Lehrer einzustellen, der sich nicht schnell genug auf einen Baum retten kann.

Das spricht nicht für diesen Berufsstand. Wäre interessant zu erfahren, welche Art von Persönlichkeiten diesen Beruf ergreift. Wobei sicherlich zwischen den einzelnen Schularten zu unterscheiden ist.

Ich vermute nicht, dass es einen Berufsstand mit einigermaßen akademischer Ausbildung gibt, in dem so viel Teilzeitarbeit geleistet wird. Damit meine ich nicht das übliche Vorurteil über die Arbeitszeit der Lehrer, sondern die Reduktion des Deputats aus freiwilligen Stücken, sei es aus Belastungsgründen, sei es, weil der Job als Beschäftigung betrachtet wird, da der Lebenspartner das materielle Lebensniveau ausreichend absichern kann. - Würden alle Lehrer und Lehrerinnen auf ein volles Deputat verpflichtet, so meine These, wäre der Mangel an Lehrkräften wahrscheinlich von jetzt auch nachher beseitigt.

Achtermann 11.02.2016 | 22:06

Ich glaube, das Ganze nennt sich einfach nur Segregation...

Das ist nicht von der Hand zu weisen. In NRW wurden die Schulbezirke für Grundschulen aufgehoben, d.h. die Wohnadresse spielt für die Schulaufnahme keine Rolle mehr. Wahrscheinlich wollte man mehr Konkurrenz in die Schullandschaft bringen. Eine Untersuchung förderte zutage, dass mit dieser Maßnahme tatsächlich die Segregation vorangetrieben wurde, weil bildungsnahe Familien mit besserem Einkommen gerne die Last auf sich nehmen, die Kinder in eine entferntere Grundschule zu fahren bzw. fahren zu lassen, während die sozial Schwächeren gar nicht daran denken. Es gibt selten einen Professor, einen Juristen oder einen Arzt, der sein Kind auf eine Grundschule gibt, die vornehmlich von Migrationskindern besucht wird, wenn es sich, wie in NRW, vermeiden lässt. In anderen Bundesländern suchen solche Menschen eine Privatschule oder legen sich eine zweite Wohnadresse zu.

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Ehemaliger Nutzer 12.02.2016 | 07:40

Doch doch, es läuft gut, paradiesisch gut. Auch in Berlin.

30 Prozent aller Schüler nichtdeutscher Herkunft verlassen die Schule bei uns ohne Abschluss. Da unser einstiger Bildungssenator Zöllner (SPD -rot/rot) vielfach erklärte, dass dies zweifelsfrei nicht mit der Politik des Senats zu tun hat, muss es für die von Ihnen beschriebenen Zustände, die so in Berlin auch zu finden sind, andre Gründe geben. Als vor einigen Jahren Berliner Lehrer, denen eben nicht alles egal ist, einen verzweifelten Brief an den Senat schrieben, giftete und flegelte er die Verfasser an.

Diese Karikaturen werden jetzt die Integration von tausenden von Kindern, die kein Deutsch können, meistern? Das ist so lächerlich.

WIR SCHAFFEN ES NICHT

luzie 12.02.2016 | 09:58

Dieses Bildungsdesaster gibt es doch nicht erst seit einem Jahr, das begann doch schon in den 80ern. Nach der ersten PISA begann man mit dem Bildungsabbau und der Manipulation der Studie in Deutschland. Die besten Schulen wurden geschlossen. Sehr lehrreich was dieses deutsche Bildungssystem betrifft. Meine Kinder sind noch mit Musik und Sport, Diskussion und Ethik in der Schule gelehrt worden. Heute haben wir das Nürnberger System, erst werden die Köpfe gelehrt und dann zum System passend gefüllt, (kondizioniert). Es gibt ja für die Wirtschaft den neuen Sklavenhandel aus Nahost und Europas Südost und Südwest. Die Göttin Europa ist bestimmt zu Tode betrübt.

denkzone8 12.02.2016 | 14:13

als ehemann einer reaktivierten pensionärin im grund-schul-bereich mit integations(nicht inklusions)-gebaren(posing) und einer lese-paten tochter kann ich bestätigen: der weg in die parallel-gesellschaften ist mit guten vorsätzen, unzureichenden mitteln und beschönigenden auskünften gepflastert. ghettos brauchen keine planung. die entstehen von selbst.

Anelim Aksnesej 13.02.2016 | 20:22

Ich habe nicht akzeptieren können,wenn Studien ergaben,daß große Klassen trotzdem allen Kindern besonders in der Grundschule die gleichen Chancen ermöglichen.Was für ein Blödsinn,denn die Realität hat was anderes bewiesen.Besonders paradox wurde es,wenn dann noch die DDR in ,,Haft genommen wurde'',die Begründung lautete,daß es in dieser Zeit auch große Klassen gab. Ich habe den Mangel,den Idealismus und kurze Zeiten der Bildungsglückseligkeit kennengelernt.Jedes Bildungsministerium hat eine neue Sau um's Dorf getrieben.Und Mann und Frau ist gut beraten auf sich zu achten.Und weil das System so ist,ging es nie ohne Nachhilfe.

denkzone8 14.02.2016 | 02:28

die staats-ausgeben-schonende spar-politik im bildungs-sektor gerade im grund-bereich(und alle wissen,daß mehr therapeutische interventionen notwendig wären), ist eher gestrig als konservativ: immer nur antworten auf zustände von gestern, mit nachhaltigen gewissens-bissen bei denen, denen es nicht am a....vorbeigeht, wie die katastrophe verwaltet wird: relative fortschritte sind ja in fast jeder kinder-entwicklung zu sehen.

Anelim Aksnesej 14.02.2016 | 02:50

Ja,es sind dann auch relative Fortschritte zu sehen. Ich bin Außenstehende aber kenne Lehrer und Lehrerinnen, die mit Enthusiasmus und Idealismus arbeiten, den Gegenpart kenne ich auch aus persönlicher Erfahrung.Jetzt trifft aber in diese vorhandene Problematik eine neue Bildungsaufgabe-der Unterricht für auch traumatisierte Kinder mit doch wenig Personal.Wieviel Schulpsychologen gibt es?Wieviel Sozialarbeiter an Schulen?Da so lange so wenige ausgebildet worden sind,wie kann das gechafft werden,weil ja jetzt nicht mehr so improvisiert werden kann.Ich bin nicht der Meinung,daß die Studierendenzahlen steigen sollen und das Abitur das Seeligmachende für Alle ist.Ich habe meine Gründe meiner Skepsis Ausdruck zu geben.Ich bin aber keine totale Verweigererin und weiß auch hier vom Engagement.Danke für ihre Antwort.Es war schön zu lesen,daß Sie solche Familienmitglieder haben.Wie wird man Lesepatin?

franzhelene 14.02.2016 | 17:13

Man sprach einmal von "freiem Geistesleben". Man sollte darauf zurückkommen und davon absehen, Lerninhalte und Methoden vorzugeben. Dann, so ist zu erwarten, bewerben sich wieder Menschen, die als "Erzieher mit Herz und Verstand" ganz bei der Sache sind und mit der Kreativität Freude am Lernen für die Kinder in die Schule bringen. Das Lehren in Richtung Brauchbarkeit für den Konsum bzw. die Wirtschaft sollte überwunden werden. Dann könnte der Lehrerberuf wieder Zukunft atmen. Und: Wie sollte der plötzliche Andrang tausender von nicht deutschsprechenden Kinder/Menschen auch vorausgeplant werden können?

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Ehemaliger Nutzer 14.02.2016 | 18:12

Was erwarten Sie alle (Artikelautor und Kommentatoren) von der Politik? Grundschule? Gibt es da etwas zu verdienen? Liegt eine Anweisung aus Washington oder Langley zu dem Thema vor? Kann man da etwas privatisieren und dem „freien Markt“ überlassen? Nein? Also, was bitte haben dann Politiker damit zu tun?

Nicht dass den Damen und Herren die Schule egal wäre, Frau Wanka war sofort zur Stelle, als sich mit „Mein Kampf“ eine Verdienstmöglichkeit abzeichnete. Immerhin, 59 Euro pro Buch bei 11 Millionen Schülern, da kann sich Pflichtlektüre schon lohnen.

Das Problem mit den Lehrern ist doch ganz einfach. Da fließt zwar zusätzliches Geld, aber das landet ja überwiegend bei den lehrenden Aushilfskräften. Ergo, nicht lohnend für unsere elitäre politische Klasse.

Vielleicht sollten wir uns einfach zusammentun und unsere Kinder in Eigenregie unterrichten. Dann würden diese vielleicht wenigstens zu Menschen mit sozialer Kompetenz anstatt zu Konsumzombies erzogen.

apatit 24.02.2016 | 08:15

Die DDR hatte das beste Schulsystem auf dem Planeten! Ich schaue mir die gegenwärtige Traurigkeit fast jeden Tag an, Ausfall, kein Platz, kein Musikunterricht mehr ( der wurde aus dem Lehrplan gestrichen , bei Kunstunterricht ähnlich ) Qualifizierter Unterricht gibt es in in bestimmten Fächern nicht mehr! Oft denke ich das ist gewollt – hier eine “Elite“ und da die “doofen“ - sozial-bedingt durch Geldbeutel fürs Band! Bildung und Suppenküchen gehören immer zusammen!

Anelim Aksnesej 24.02.2016 | 19:20

Die erste Aussage kann ich so nicht bestätigen.Ich habe im Freundeskreis einige ideologische Opfer des Bildungssystems.

Das jetzige Bildungssystem ist ein Mangelsystem und es ist bezeichnend,daß ja Musik-und Kunstunterricht ausfallen.

Die Landesregierungen haben gespart und diese Kultusministerkonferenzen haben ach so schöne Aussagen und Pamphlete verfasst,da stand es dann bis zum nächsten Mal.

Jetzt fehlen ihnen die Pädagogen....Und dann noch PISA-der Konkurrenzstatistikwettbewerb der Gegenwart.Eigentlich müssen alle Pädagogen in der Bundesregierung ganz oben einen ,,Lobbyisten``haben,der wichtige und vor allem praxisnahe Aussagen und Kritiken der Pädagogen sammelt und Mangelprobleme so nicht nur zur Kenntnis genommen werden.

apatit 24.02.2016 | 20:00

OK – lassen wir das mal so stehen. Ich will hier auch nicht überzeugen wegen den DDR Bildungssystem. Aber vollkommen richtig, dass ein so reiches Land das nicht in den Griff bekommt! Einen dicken Hals bekomme ich bei diesen Artikel den ich hier angefügt habe!

Die Handelshochschule ist vor 20 Jahren in Leipzig neu ...www.superillu.de/.../die-handelshochschule-ist-vor-20-jahren-leipzig-ne...

denkzone8 24.02.2016 | 20:04

das beste schulsystem der welt...welcher tag, wieviel uhr?

die welt-offenheit des b-systems war genauso sprichwörtlich wie das nach-bet-system,das nur durch koran-schulen knapp auf den zwoten platz verwiesen wurde.

für die nähe zum produktions-prozeß und die ddr-verbundenheit wurde unglaubliches geleistet. oder?

erstaunlich immer wieder, wie ostalgie gegen wirklich katastrophales heute ausgespielt wird.

daß das hier-und-heute dahin-vegetierende schulsystem nicht export-fähig ist, im zeitalter der bildung himmelschreiend dürftig ist: für schüler mit vielerlei bildungs-hindernissen, ist selbstredend auf politische prioritäts-setzungen zurück-zuführen. der spd-slogan der end-sechziger: aufstieg durch bildung : kann in jeder untersuchung über unterschicht-kinder im schul-system lügen-gestraft werden.

für gold-rahmungen von erinnerungs-beschönigungen hab ich trotzdem nichts über.