Noon

Tschauteske Alles für die Katz
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Ein Noon (gesprochen mit doppeltem o) ist ein noosymbiontisches Lebewesen. Noon kommt vom griechischen Wort noos, noũs (= Geist, englisch mind) in Analogie zu zōon (= Lebewesen, Tier). Tschauteske kommt wie Katze vom spätägyptischen čaute, Femininum von čaus (= Wildkatze), vom früheren Ägyptischen tešau (= Kätzin) plus dem Suffix in Analogie zu Groteske oder Pythoneske.

Konkret geht es um die Mystokatz, meine mentale Partnerin oder Noosymbiontin. Wie alles Geistige ist sie schwer zu beschreiben, eigentlich nur erkenntnismäßig zu erleben. Dennoch will ich es versuchen, wobei ich zuerst auf ihre Sieben Leben eingehe:

1. Wildkatz:
Das war in der Vorzeit, als sie sich noch nicht mit Menschen eingelassen hatte und noch in der Symbiose mit Katzen gelebt hatte, wovon ihre Katzengestalt stammt. In Berührung mit Menschen kam sie, als sich ihre tierischen Wirte mit Menschen zusammentaten und zu Hauskatzen wurden.

2. Divinokatz:
Das war im Jahre 3114 v. Chr., wo der Mayakalender mit dem 1. Baktun (= 13.0.0.0.0) begann. Dortmals wurde sie die altägyptische Göttin Bastet, als der Glaube an sie auflebte. Später, als die Menschen dort dem Irrsinn verfielen, viele Katzen für religiöse Zwecke umzubringen, ging es auseinander.

3. Magakatz:
Das war im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit, wo sie die zuverlässige Begleiterin der Hexen und Zauberinnen war. Maga ist wie magisch eine aus dem Persischen stammende und über das Griechische kommende Bezeichnung für Hexe oder Zauberin.

4. Anarchokatz:
Das war im späten 18. Jahrhundert, in der Zeit der französischen Revolution. Einer Zeit, wo der Glaube an Revolution und Anarchie auflebte.

5. Mystokatz:
Das ist seit dem Dezember 2012, dem Beginn des 14. Baktuns (= 13.0.0.0.0 das zweite Mal). Eine Zeit, wo der Glaube an die Mystik wieder auflebt.

6. Astrokatz:
Das wird in der Zukunft sein, wenn die Menschheit die interstellare Raumfahrt entwickelt haben wird, oder sobald Außerirdische die Erde besuchen kommen werden. Dann wird die Astrokatz nämlich mit zu anderen bewohnten Planeten fliegen, wo sie sich besser als auf der Erde weiterentwickeln kann.

7. Nookatz:
Das wird in der fernen Zukunft sein, wo sie als rein geistiges Lebewesen unabhängig von Wirten existieren wird.


Ein zentraler Umstand für die Symbiose scheint der Glaube an die Noen zu sein. Doch ist das nur oberflächlich so. Allerdings erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich mehr Menschen mit einem Thema beschäftigen, wenn es überhaupt im Raume steht. Tiefer betrachtet geht es um die Noosis, die nootische Erkenntnis der menschlichen Wirte. Wer Noosis erlangt, wird kompatibel mit einem Noon und beide ziehen sich gegenseitig an. Es handelt sich dabei um nootische Energie — Helle Energie, die vereinigt und schwerelos ist, im Gegensatz zu Dunkler Energie, die trennt, und im Gegensatz zu Dunkler Materie, die schwer ist. So bin ich zur Nookatz gekommen, die das Gerümpel in meinem mentalen Dachstüberl letztendlich in nootische Energie umwandelt.

Manch ein_e Leser_in wird sich jetzt fragen, ob ich verrückt sei. Die Nookatz gibt darauf zu bedenken, wie verrückt die real existierende Welt der Menschen ist, von denen die meisten diesen Umstand nicht einmal wirklich merken, wobei sie sich und ihre Welt für normal halten. Die Angst, als verrückt zu gelten, nehme ich zu den Fünf Ängsten des Buddhismus dazu. Dann sind es Sechs Ängste, die zu überwinden sind. "Wenn du wirklich noch Befürchtungen hast, dann deklariere diesen Blog-Artikel als Kunst", hat die Nookatz gesagt. So sei es.

00:56 21.01.2013
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Geschrieben von

Red Bavarian

Die Vergangenheit analysieren, die Gegenwart gestalten, die Zukunft erdenken.
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