Für Ukraine-Berichte gilt das Prinzip: Das Kriegsnarrativ nicht gefährden

Meinung Wenn die Selenskyj-Regierung bei der Frage nach der Verantwortung für den Raketeneinschlag in Polen herumeiert, scheint das für Korrespondenten und Kommentatoren ein Auftrag zu sein, es ähnlich zu halten
Exklusiv für Abonnent:innen
An der polnischen Grenze wird der Einschlag der Raketen noch untersucht
An der polnischen Grenze wird der Einschlag der Raketen noch untersucht

Foto: Omar Marques/Getty Images

Diese Tage hat sich Fassungslosigkeit zu einem Hirnsausen verstärkt: Obwohl die USA nach den Raketeneinschlägen im Osten Polens umgehend mitteilten, nach den ihnen verfügbaren Daten über die Flugbahn wäre von einer verirrten Rakete der ukrainischen Flugabwehr auszugehen, redete selbst die öffentlich-rechtliche Tagesschau am Tag danach noch ausführlich um den heißen Brei herum.

Präsident Selenskyj hatte schließlich umgehend verkündet, das wären die Russen gewesen, und die Anwendung des Artikels 5 des NATO-Vertrags sei zwingend. Und wer wagt schon, Selenskyj zu widersprechen. Selenskyj im Klartext: auf in den Dritten Weltkrieg. Und der (noch nicht entschiedene) Wunsch nach der Zulassung ukrainischer Spezialisten an der Untersuchung d

%sparen