MeToo: „I won't shut up“

Kunstbetrieb Das Kollektiv Soup du Jour wirft der Künstlerin Monica Bonvicini vor, dass sie zu den MeToo-Vorwürfen gegen den Galeristen Johann König schweigt. Ein Konflikt, bei dem es auch um widerstreitende feministische Strategien geht
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 47/2022
Seit mehr als 20 Jahren untersucht Monica Bonvicini die Schnittstellen zwischen Macht, Gender und Sexualität
Seit mehr als 20 Jahren untersucht Monica Bonvicini die Schnittstellen zwischen Macht, Gender und Sexualität

Foto Nina Lueth/Laif

Als die feministische Künstlerin Monica Bonvicini sich vor einigen Wochen von der König Galerie distanzierte, die sie damals noch vertrat, schien dies dem intersektional-feministischen und institutionskritischen Netzwerk Soup du Jour nicht genug zu sein. Über einen offenen Brief forderte Soup du Jour die Künstlerin am 6. November auf, sich deutlicher zu positionieren. Der Hintergrund: Im August hatte ein Autorinnenteam der Zeit über MeToo-Vorwürfe gegen den Galeristen Johann König berichtet. Der Artikel basierte auf Gesprächen mit insgesamt zehn mutmaßlich betroffenen Frauen und mehreren Zeug*innen. König bestreitet die Vorwürfe, ging dagegen juristisch vor.

Ihr Medium ist nicht Text

Einige Wochen nach jenem Zeit-Artikel teilte Monica Bo

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