Uniper sollte nicht nur verstaatlicht, sondern vergesellschaftet werden

Erdgas Die Verstaatlichung von Uniper ist nur ein Anfang: Jetzt muss die Vergesellschaftung folgen, um das Unternehmen unter demokratische Kontrolle zu bringen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 39/2022

Es ist ein energiepolitischer Krimi: die staatliche Rettung des Gasimporteurs Uniper. Zunächst kaufte der Staat vor genau zwei Monaten 30 Prozent der Anleihen, um das Geschäft am Laufen zu halten. Am 21. September wurde dann bekannt, dass der Staat mit 99 Prozent der Anteile den Konzern de facto verstaatlichen würde. Das wird den Bund, der das Vorhaben über die staatliche Kreditbank finanziert, etwa 30 Milliarden Euro kosten.

Ein ähnlich riesiges Unterfangen der Unternehmensrettung auf Kosten der Allgemeinheit gab es zuletzt in der Finanzkrise, als Banken „too big to fail“ waren. Uniper beliefert mehr als hundert Stadtwerke mit Gas, die auf diese Versorgung angewiesen sind. Dem Staat blieb also in der Tat nichts anderes übrig, als den Konzern zu ret

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