"Britain First"without Helen Joanne Cox

Attentat Helen Joanne Cox wurde am 16.6.2016 bei einer Bürgersprechstunde im Library and Information Centre auf der Market Street in Birstall, Yorkshire Opfer eines Attentats
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Helen Joanne Cox, genannt Jo, wurde 1974 in Batley/Grafschaft Yorkshire geboren. Sie besuchte die dortige Grammar School.. Ihr Vater arbeitete in einer Kosmetikfabrik, ihre Mutter war Schulsekretärin. In ihren. Schulferien arbeitete Jo Cox mit ihrem Vater in derselben Fabrik, Sie verpackte Zahnpastatuben in Kisten. Nach ihrem Schulabschluss am Gymnasium Heckmondwike studierte sie Sozialwissenschaften und Politik an der elitären University of Cambridge

Nach Abschluß ihres Strudiums arbeitete sie bei Oxfam (2002–2009) als Direktorin der Maternal Mortality Campaign (2009–2011), für Save the Children sowie die NSPCC und war Gründerin und Direktorin von UK Women (2013–2014). Sie arbeitete als Beraterin des Freedom Fund on Slavery (2014) und der Bill & Melinda Gates Foundation (2014–2015)

Von 2010 bis 2014 wurde Cox zur Vorsitzenden des Frauennetzwerkes der Labourpartei berufen. Ihre Nominierung als Parlamentskandidatin erfolgte im Rahmen einer Vorauswahl, für die nur Frauen aufgestellt wurden. Sie unterstützte zuerst die Kandidatur von Jeremy Corbyn für den Parteivorsitz der Labourparty, was ih von Weggefährten übel genommen wurde, stimmte aber am Ende doch für Elizabeth Kendall.

Jo Cox war verheiratet mit Brendan Cox, einem Berater von Gordon Brown während dessen Regierungszeit. Beide lebten mit ihren zwei Kinder zusammen. Die Familie wohnte im Wahlkreis von Cox sowie in der „‚Hermitage Coomunity Moorings‘ – einer kleinen Boots-Community im Londoner Stadtteil Wapping, nahe der Tower Bridge.

Am 16. Juni 2016 wurde Cox im Vorfeld des Brexit-Referendums bei einer routinemäßigen Bürgersprechstunde im Library and Information Centre auf der Market Street in Birstall, West Yorkshire von dem 52-jährigen Thomas Mair ohne Vorwarnung angeschossen und niedergestochen und dadurch lebensgefährlich verletzt..

Nach Augenzeugenberichten soll der Attentäter bei seinem Attentat „Britain first“, was deutsch „Britannien zuerst“) bedeutet. "Britain First" ist auch der Name einer rechtsextremen Partei in Großbritannien, die nach dem Attentat unverzüglich jegliche Verantworung und Zusammenhänge zwischen ihrer Partei und dem Attentäter bestritt.

Binnen drei Stunden nach dem Attentat verstarb Jo Cox im Blackburn Road Medical Centre.

Sowohl Brexit-Befürworter wie Nigel Farage und Boris Johnson als auch Gegner wie der britische Premierminister David Cameron haben ihre Kampagnen tief betroffen über den Tod Jo Cox ausgesetzt

Jo Cox gilt als die erste Unterhausabgeordnete seit Auflösung der Blöcke des Kalten Krieges, die Opfer eines Attentats wurde. Die letzten Opfer waren die konservativen Abgeordneten Airey Neave und Ian Gow, die 1979 bzw. 1990 in­fol­ge der Explosion von Autobomben der IRA verstarben.

Helen Joanne Cox, genannt Jo, was für eine gesellschaftspolitisch engagierte Person, die mit ihrer schnörkellosen Klarheit in Wort und Tat, wie ein fernes Licht am Ende des Tunnels unsäglich britischer Traditionsgepflogenheiten leuchtete. Welch einen Verlust beklagen wir mit ihrem mörderisch herbeigeführten Tod

Diese abscheuliche Mordtat ist wohl weder der einen, noch der anderen Seite in der Frage Brexit, Ja oder Nein, Britain First oder nicht?, wirklich zu zurechnen, sondern eine bis in staatliche Dienste vernetzte Ausgeburt medialer Angstbewirtschaftung als Geschäfsmodell, das am Elend, der Niederlage, den Verlusten anderer mit asymmetrisch ungleichen Mitteln,selektives Wachstum zu gerieren sucht

Geheimdienste bedürfen heute in Wirklichkeit keiner V- Leute als agent provocateur mehr vom Schlage eines Peter Urbach (Jahrgang 1941) im Westberlin der 60ziger, 70ziger Jahre, um eine Protestbewegung militaristisch aufgemischt, mit der Aktivierung der RAF, der Bewegung 2. Juni zu militant kriminell überschießenden Aktionen, in alle Winde zu zerstreuen.

Heute geschieht das eher im Rahmen einer geheimdienstlich global vernetzten Angstbewirtschaftung als Geschäftsmodell, die den adrenalingesteuerten Erregungspegel in der Bevölkerung, permanent die Dosis steigernd, oben hält und nur abzwarten braucht, bis eine Person, oft mit Beziehungsproblemen behaftet, wie die Attentäter von Nine Eleven 2001, sich selbstermächtigt zum "Obersten Richter", wie am 13. in Orlando/Florida und drei Tage später am 16. Juni 2016 in England aufschwingt.

Al Quaida, der Islamische Staat (IS) u. a. global ausgerichtete Terrorgruppierungen haben dieses Netzwerk staatlicher Geheimdienste blockübergreifend unterschiedlichster Länder seit Tagen des Kalten Krieges und danach mit den digitalisierten Optionen des World Wide Web erkannt und längst zur Rekrutierung sich selbst ermächtigender Kämpfer adaptiert,

Das Pro und Contra Brexit Referendum wurde von Preniermiister David Cameron zu einem Zeitpunkt für den 23. Juni 2016 anberaumt, als die Torries in auswegloser Lage waren und gilt gar nicht wirklich der Entscheidung eines Ja oder Nein der Frage des Verbleibens Great Britains in der EU, denn das ist ziemlich Piepe, die nächsten zwei Jahre sowieso egal. Da können weitere Referenden stattfinden.

Der britische Labourpolitiker und Premierminister Harold Wilson (1916- 1995) gilt mit seinem eingelösten Vabanque Wahlversprechen 1974, am 5. Juni 1975 eine Volksabstimmung über die Mitgliedschaft Englands in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG).abzuhalten, Premierminister David Cameron, dem Torry, als Blaupause.

Damals ergab das Referendum nach einem ziemlich aggressiv und heftig verlaufenem Wahlkampf ein Pro für den Verbleib Great Britains in der EWG. Die Geschichte wiederholt isch zweimal, einmal als Tragödie ein anders Mal als Farce, meinte einst Karl Marx (1818- 1883). Was war wann die Tragödie, was wann die Farce, 1975 oder 2016?

Nein, was hier seit Nine Eleven 2001 stattfindet, ist die transatlantisch verstetigte Steigerung der Angstbewirtschaftsdosis als globales Geschäftsmodell, selektives Wachstum zu Gunsten Weniger zu Lasten der Vielen zu generieren und sich robuster und robuster zu stellen auf dem Weg zu einer Festung Europa, USA, die sich um inzwischen 70 Millionen Menschen auf der Flucht inner- aud außerhalb ihrer Heimatländer einen feuchten Kehrricht kümmern.

Gerade hat die NGO "Ärzte ohne Genzen" Gelder der EU zurückgewiesen wg. erwiesener Inhumanität als Friedensnobelpreisträger 2012 in der Frage der Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen rings um den Kriegsschauplatz Syrien in unsäglich unterversorgten Massanquartieren des Libanons, Jordaniens, Libyen, der Türkei, Nordirak, Griechenland, Bulgarien, Mazedonien.

Das ist es doch, was die Labor Abgeordnete Helen Joanne Cox in Westminster weit mehr und mehr umgetrieben hat als dieses dämliche David Cameron Rettungs Referendum an dessen Ende, gleich wie es ausfällt, der Austritt Schottlands aus dem United Kingdom Verbund und spätestens damit das Ende des britischen Empire wie das Amen in der Kirche kommt
JP

http://www.jocox.org.uk/
Jo Cox - Mitglied des Parlaments für Batley & Spen

http://www.taz.de/Kommentar-Mord-an-Jo-Cox/!5314266/
Kommentar Mord an Jo Cox
17. 6. 2016
DOMINIC JOHNSON

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/angstbewirtschaftung-als-geschaeftsmodell
JOACHIM PETRICK 14.06.2016 | 00:44 15
Angstbewirtschaftung als Geschäftsmodell

21:33 17.06.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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