Theologin Margot Käßmann widerruft nicht!

Unkultur des Krieges Aus Feigheit vor verhandeltem Frieden bleibt nur die Option auf Krieg?, wenn ja, weil der seit Nine Eleven 2001 ohnehin völkerrechtswidrig gnadenlos geführt wird?
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Krieg als auslaufendes Geschäftsmodell zum mörderischen Schnäppchenpreis

"Lebensgeiz macht geil!" ,

wie einst das Geschäftsmodell der steilen These, die Erde sei eine Scheibe"

WAffen! Waffen! auf gegen den Feind"

riefen Pfaffen vor genau hundert Jahren in Kirchen, Moscheen, Synagogen, Kathedralen, Münster, Domen von europäisch- asiatischen Kanzeln, gleich in welchem Land, auf welcher Seite der Front!

Die Theologin Margot Käßmann hält kantig tapfer dagegen:

"Frieden schaffen mit immer weniger Waffen!"

Wie einst im Dreißigjährigen Krieg (1618- 1648) die päpstliche Inquisition zu Rom den italienischer Philosoph, Mathematiker, Physiker Galileo Galilei (* 15. Februar 1564 in Pisa; † 29. Dezember 1641/ 8. Januar 1642 in Arcetri bei Florenz) durch Androhung von Folter, Daumenschrauben, öffentlicher Ketzertod nach willkürlicher Wahl durch Vierteilung, am Galgen oder durch Brand zum Widerruf zwang, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel sei, so suchte nun die selbsternannte "Inquisition"- Medien GmbH & CO KG" DER SPIEGEL, Hauptsitz Freie und Hansestadt Hamburg, zu Berlin in Gestalt exclusiv bestallter Redakteure, namentlich, Christine Hoffmann, Renè Pfister an geeignetem Ort, im Deutschen Historischen Museum, die Theologin Margot Käßmann unter Vorspiegelung eines offenen Gesprächs, der unverhohlenen Androhung von "Folter" durch Instrumente der Preisgabe daumenschraubender Lächerlichkeit zum Widerruf zu zwingen. Was misslang (DER SPIEGEL, Ausgabe 33- 22- 2014).

Die Theologin Margot Käßmann blieb wunderbar "uneinsichtig", fest im Glauben, ein wahrer Fels in der Nrandung medialer Kriegsgesänge bis hinein in das Bundespräsidentamt Joachim Gaucks, bei ihren steil kommunizierten Thesen von einst,

"Frieden schaffen ohne Waffen!"

"Wir werden immer mehrherher!"
"Wandel durch Annäherung!"
"Politik der kleinen Schritte"

des Politikergespanns Willy Brandt, Egon Bahr zu Zeiten des weltweit friedlichen Kampfes gegen den Vietnamkrieg der USA, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Westdeutschland, der Bausoldaten in der DDR, des Einstimmens in den KSZE- Prozess von Helsinki, des Nato- Doppelbeschlusses, des Kampfes gegen die Apartheit in Südafrika, das Eintreten für die polnische Solidarnosz, die friedensstiftende Erhebung der Bürgerbewegten in der ehemaligen DDR, den osteureopäischen Staaten,in der UdSSR, Glasnost. Perestroika, erklärt sich hoffnungsvoll solidarisch mit Frauen in Liberia, die durch Sitzblockaden einen Friedensprozess erzwungen haben, hob Mahatma Ghandi, Martin Luther King, Nelson Mandela als ihre gewaltfreien Leitsterne hervor, zitiert den jüngeren Helmut Schmidt mit seinem Widerwillen gegen Visionen, während sie ihre biblische Vision

"Frieden und Gerechtigkeit werden sich küssen"

sinnlich mache, distanziert sich von dem kaiserlichen Oberhofprediger Ernst Dryander vor hundert Jahren zu Berlin, der da gar nicht christlich von der Kanzel verkündigend "Potzblitz" herausposaunte:

"Gott wird mit unseren deutschen Waffen sein!"

Unkultur der Kriegsgesänge

Aus Feigheit vor verhandeltem Frieden bleibt nur noch die Option auf Krieg?, wenn ja, weil der seit Nine Eleven 2001 in einer wechselnden Koalition der Willigen ohnehin, am Kriegs- , Völker- und Menschenrecht vorbei, gnadenlos geführt wird?

Liegt in der Option auf Krieg nicht Feigheit vor verhandeltem Frieden zugrunde?

Selbst als bereits abertausende Tote im Sommer 1914 an allen Fronten auf den Schlachtfeldern im belgischen Flandern erschlagen, zerschmettert, hingemäht, zerfetzt lagen, tausende Zivilisten in Belgien, ohne rechtliche Handhabe, zur Abschreckung und Einschüchterung der Bevölkerung standrechtlich von Kommandos der kaiserlichen Heeren erschossen waren, ließ die schrill patriotisch hohe Tonlage der Kriegsgesänge

"Waffen! Waffen!, auf gegen den Feind"

der deutschnational gesonnenen Pfaffen von der Kanzel mit Kaiser Wilhelm II als Obersten Hirten der Evangelischen Kirche im II. Deutschen Kaiserreich nicht nach.

Befeuert von 93 Malern, Schriftstellern und Wissenschaftlern, die nunmehr vor gerade einmal einhundert Jahren ihren unheilvoll legendären

„Totschlag- Aufruf an die Kulturwelt“ verfassten.

Max Liebermann, Gerhart Hauptmann, Max Planck, Wilhelm Röntgen, Stefan Zweig, Thomas Mann und viele andere ihre Mitbürger in die patriotische Pflicht zu standrechtlicher Lynchjustiz wider den Nächsten im europäischen Nachbarstaat Belgien, Frankreich, Russland, England, zu zwingen suchten, wie umgekehrt, sich der Hass gegenseitig, medial obskur schrill beworben, in einer Spirale gegenseitigen Schreckens hochgeschaukelt, unselig vermehrt:

„Ohne den deutschen Militarismus wäre die deutsche Kultur längst vom Erdboden getilgt. Deutsches Heer und deutsches Volk sind eins. Dieses Bewusstsein verbrüdert heute 70 Millionen Deutsche ohne Unterschied der Bildung, des Standes und der Partei.“

Die gegenwärtige Haltung der Politiker kunterbunt ganz unterschiedlicher ja gegensätzlicher Länder, wie Deutschland, USA, Russland, Polen, Türkei, Frankreich, Irak, England, Israel, Ukraine kommt mir auf dem Internationalen Parket vor, wie das Pfeifen von Verängstigten im dunklen Walde, die um so lauter in ihren Kriegsgesängen tönen, je ängstlicher ihnen zumute ist?

Damit Niemand den Angstbraten riecht, merken sie es nicht einmal selber.

Wir erleben gegenwärtig Hochkonjunkur anschwellender Angstklänge, die als Entschlossenheit kommuniziert werden, weil die Protagonisten der globalen Politik nicht ein noch aus wissen,deshalb ratlos Krisen durch Krisenerweiterungen bekämpfen, vorhandene durch erweiterte Kampfzonen Gaza, Ukraine, Irak, Libyen, Afghanistan, Kosovo zu befrieden suchen.

Ganz nebenbei wird von verantwortlich fachkundiger Seite begründet befürchtet, dass sich Russland u. a. Geberländer aus der Finanzierung des Sarkophagbaus für den am 26. April 1986 havarierten Block 4 des stillgelegten AKW- Komplexes Tschernobyl herausziehen wollen, weil, angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, die Übersicht über das Finanzregime des Baus verloren zu gehen droht, Gelder womöglich zweckentfremdet für die Führung des Krieges innerhalb der Ukraine umgewidmet werden?

Die angekündigte, seit 1997 oft verschobene Fertigstellung des Sarkophags 2015 sei angeblich nicht zu halten, im günstigsten Falle erst 2017 möglich, heißt es aus verantwortlichen Kreisen der Atomernergieagentur in Wien

In dieser bedrohlich atomar strahlenden Gefahrenlage für die Bevölkerung vor Ort in der Ukraine, Weissrussland, Russland, Moldawien, Georgien, Polen, die Türkei und den gesaamten europäischen Kontinent erklärt Außenminister Frank Walter Steinmeier vorgestern im ZdF Interview, dass gegebenenfalls auch an die Kurden im irak deutsche Waffen geliefert werden können. als ob die bundesdeutsche Ultima Ratio am Deutschen Bundestag vorbei ihre Gültigkeit verloren habe:

"Niemals Waffen an Gruppen, schon gar nicht an verfeindete, wenn überhaupt, nur an intakt souveräne Staaten zu liefern und auf keinen Fall in Krisenzonen".

Dabei sind recht bedacht, längst genug deutsche Waffen in der Region, wie Gregor Gysi von der Linkspartei nachdenklich einräumt, der, überraschend, zuvor kurzfristig auch auf Lieferung deutscher waffen an die Kurden im ARD- Sommerinterview plädierte, nun aber nicht mehr.

Gregor Gysi, der mit allen Wassern erprobt begnadete Dampfbadplauderer hohen Grades, redet den Kriegs- , statt den Friedensgesängen mit angesagten Lippenbekentnissen für den Waffenexport, einmal hier , das andere Mal genau entgegen, zum Munde und raubt fantasielos diplomatischen Bestrebungen, Tendenzen Richtung Frieden im Irak, Gaza, Israel, Ukraine Raum und Zeit aus rot hellem, wie andere aus tiefschwarz dunklem Grund.

Gregor Gysi agiert wie ein ministrabler Politiker, der von sich fundiert geerdet weiss, einen Pudding, wie ihn, vermag Niemand an die Wand zu nageln. Angesichtig eines solchen Gregor Gysi, dem glitschig flippigen Glipper- Schrecklichen, sind schon ganz andere, nämlich einst hauptamtliche STASI- Leute aus unheilbarer Verzweiflung in den Keller gerannt, um sich in Ohnmachtsgebärden nonverbal gegenseitig an- und auszuheulen.

Zu allererst erstirbt im Kriegsgesang der Ton der Klarheit und Wahrheit im Denken und Handeln

Am Ende kommt im dramatischen Fall der Jesiden, wie im Fall des Irakkrieges 2003 heraus, die angeführten Gründe für den Krieg, die Lieferung von Waffen, hochgerüsteten Diensten in die Region waren mit Vorsatz erfundene, um nicht zu sagen, erlogen und erstunken.

Schon heißt es gestern in der Frühe aus den USA im Deutschlandfunk, ein eingeflogener Voraus- Untersuchugstrupp der US Army habe entlarvend offen überraschend freimütig festgestellt, die Zahl der geflohenen Jesiden sei viel geringer, als zuvor berichtet, auf die US- Präsident Barack Obama seinen Befehl für den Einsatz von US- Kampfbombern in der Region gegen die IS- Kampfverbände gründete. Es gehe diesen den Umständen entsprechend viel besser, als angenommen.
JP

http://www.spiegel.de/politik/ausland/augstein-ueber-die-ukraine-gaza-irak-gewalt-loest-keine-probleme-a-986048.html
Krieg in Gaza, der Ukraine und im Irak: Waffen! Waffen! Waffen!
Donnerstag, 14.08.2014 – 15:14 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/stoppt-putin-tschernobyl-sarkophag-gelder
JOACHIM PETRICK 11.08.2014 | 14:35 11
Stoppt Putin Tschernobyl- Sarkophag Gelder?
Ukrainekrise Die Situation ist desolat. Der alte Sarkophag aus Beton von 1986 ist rissig und hat sein Verfallsdatum überschritten. Die Gefahr für die Bevölkerung wächst täglich.

http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/politik-der-eskalation-der-irrweg-des-westens-seite-all/10308844-all.html
POLITIK DER ESKALATION
POLITIK DER ESKALATION
Der Irrweg des Westens (Ложный путь Запада)
08.08.2014, 13:53 Uhr
Regierung und Medien schalten angesichts der Ereignisse in der Ukraine von besonnen auf erregt um. Aber die Politik der Eskalation schadet deutschen Interessen. Ein Essay auf Deutsch, Russisch und Englisch.
von Gabor Steingart

15:20 15.08.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Joachim Petrick

Aktuelles: Meine sichere Route- Refugee-Airlift - Petition "Luftbrücke für Flüchtlinge in Not" an die MdBs des Bundestages erhofft Debatte
Joachim Petrick

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