RE: Kind nach Maß | 27.01.2015 | 20:54

Dieser Kommentar ist ungeheuerlich.

Wer denkt, über das Leben mit einer Behinderung wie Trisomie 21 in einem Biologiebuch lernen zu können, ist im besten Fall nur unwissend, vielleicht auch dumm oder ignorant.

Noch ungeheuerlicher ist der Vergleich mit einem gebrochenen Arm. Eine Behinderung ist KEINE Krankheit. Messen wir mit unserem Maß, dann benötigt ein "Downie", wie Sie so verniedlichend ausdrücken, besondere Förderung, nur wofür? Um in einem System zu bestehen, in dem nur an Effizienz und Leistungsbereitschaft gemessen wird, wer welchen Wert hat?

Wer Menschen mit Behinderungen kennt, wer zur Familie eines Menschen mit Downsyndrom gehört oder in einer Wohneinrichtung für Menschen mit Behinderung arbeitet, fragt sich gezwungenermaßen irgendwann, wer hier jetzt eigentlich wirklich behindert ist.

RE: Der Islam gehört zu Deutschland – und nun? | 24.01.2015 | 12:48

" Man nimmt den anderen ihre Privilegien weg, damit die Muslime diese nicht erhalten. Würde solch eine „Lex Islam“ nicht nur von den Falschen beklatscht werden, sondern gerade auch den Muslimen in Deutschland zeigen, dass man immer noch Angst hat, ihre Forderungen zu erfüllen?"

Das kommt doch auf den Hintergrund an, von dem aus so eine Entscheidung gefällt wird. Ist das eine Reaktion, um die Zugehörigkeit des Islams zu Deutschland zu beweisen, könnte man es so werten. Das wäre sicher keine adäquate Vorgehensweise.

Betrachtet man dies aber unabhängig vom Islam, allein aufgrund der Art und Weise, wie Religion in diesem Land überhaupt praktiziert wird, halte ich es für einen möglichen Weg.

"Der Islam gehört zu Deutschland" ist eine Aussage, die meines Erachtens keine politische, sondern eine menschliche Folge haben muss. Ein genaueres Hinsehen des Einzelnen, inwieweit er denn überhaupt Kontakt mit dem Islam hat und wie sich dieser äußert. Ein konsequentes Selbst-Erfahren statt stupide Wiederholung haltloser Behauptungen. Wenn schon keine Offenheit und Neugierde für diese Religion und die dazugehörige Kultur vorhanden ist, dann erwarte ich von jedem Einzelnen, der sich eine Meinung erlaubt und diese auch noch offen ausspricht, sich ernsthaft damit auseinander zu setzen. Ich kenne Muslime, die uns nicht-praktizierenden Christen genau das vorwerfen, wovor die Pegida warnt, den Werteverlust, den Verlust von Traditionen. Für die Muslime, die ich kenne, ist unser Umgang mit Geld oftmals verstörend, ebenso unser Umgang mit Lebensmitteln und unsere Wegwerfmentalität. Diese Rückmeldung finde ich persönlich bereichernd. Meine Sicht muss niemand teilen, aber mal genauer hinschauen vor der Meinungsbildung, das wäre wirklich mal was.

Was auch immer die Politik ändern mag um ein Zeichen zu setzen, letztendlich macht die Entscheidung jedes Einzelnen zu mehr Akzeptanz und Offenheit aus, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht.

RE: Germany’s Next Conchitas | 24.01.2015 | 10:16

...mein virtueller Rotstift hat gerade das Wort "Muskigeschmack" entdeckt und in "Musikgeschmack" verwandelt, ebenso ein "eher" gestrichen. Leider habe ich nicht herausgefunden, wie man Kommentare bearbeitet, aber es tut meinem Auge weh, mich damit konfrontiert zu sehen.

RE: Germany’s Next Conchitas | 24.01.2015 | 08:30

Die Folkband heißt "Mrs. Greenbird", nicht Greenbirds, wunderbare Musik.

Ich hatte bisher eher den Eindruck, das mangelnde Interesse am ESC läge eher daran, dass es unseren Muskigeschmack einfach nicht trifft, was dort gespielt wird. Ob es wirklich was mit dem Gewinnen zu tun haben soll?

Ich kann natürlich aus meinem Umfeld keine empirische Studie basteln, aber ob gewinnen oder nicht, ich kenne wenige Menschen, die diese Masse an anstrengender Musik und völlig überladenen Kostümshows ertragen...