RE: Den „Aufstehen“-Nörglern zum Bedenken | 15.09.2018 | 13:00

Was ist das denn! Kritik ist wichtig, aber... Schön, dass Sie uns Ihr einfaches Weltbild noch einmal ganz einfach erklären, damit man sieht, dass das mit dem Gemeinwohl und den Interessen der Bürger überhaupt nichts zu tun hat, sondern einfach verfassungswidriger, gemeingefährlicher Unfug ist! Ich empfehle Grundgesetzartikel 5, Absatz 1 und 2 Ihrer Lektüre: (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre. Ja, sogar eine gut gemeinte Gutmenschenbewegung, die stets das Gute will, jedoch das Böse schafft, D A R F kritisiert werden. Sie darf sogar "heftig" und selbst in einer Weise kritisiert werden, die Sie persönlich für "absurd" halten. Über die "guten Absichten" der #Aufstehen-Initiatoren kann man geteilter Meinung sein. Lafontaine und Wagenknecht sind als gewiefte Strategen bekannt. Und zu einer klugen Strategie gehört, seine wahren Absichten nicht vorzeitig zu offenbaren. Wie sagte doch Jesus Christus, als er seine Lehren verbreitete? Mein Reich wird kommen! Und mal sehen, was daraus wird. Und dann kamen die Apostel und mit ihnen viele Hilfs-, Unter- und Block-Apostel wie Sie. Und die machten was draus. Jeder nach seinem Verstande. Und es war - bis jetzt zumindest - schlecht. Allein schon die Idee, die sozial bewegten Kapitalismus-, Politik-, Parteien-, Regierungskritiker usw. als FACEBOOK-GRUPPEN zu organisieren, sagt doch mehr aus als alle verschwurbelten Absichtserklärungen, "aus dem Wissen und den Ansichten der Bewegten und der anderen Bürger schöpfen" zu wollen, "um sich [im Rahmen eines Positionspapiers, wo immer das herkam] Richtung und Inhalt zu geben" und sich den "Rückhalt in der Bevölkerung einzuholen". Was soll das sein? Die Theorie vom Urknall oder Mystifizierung durch Legendenbildung? Und es erschien Sahra ein Oskar im Schlafe und sprach zu ihr... Wahrlich, wahrlich, ich sage Ihnen: 1) Es ist noch keine Bewegung vom Himmel gefallen. 2) "Nicht an ihren Worten, sondern ihren Taten sollt ihr sie erkennen" (1.Johannes Kapitel 2 Vers 1-6 )

RE: Nicht ohne meinen Dolch | 13.09.2018 | 18:58

Gegen Ihre Tüte Heimaterde wette ich eine Tüte Sternenstaub. Denn der Maaßen ist ja dermaßen abgehoben, dass man ihn endlich nach Hause telefonieren lassen sollte. Bitte werten Sie die obige Bildquelle einmal geheimdienstmäßig aus. Was auf den ersten Blick mit der Bildunterschrift "Unsympathisch wirkender ehemaliger Stipendiat der auf Begabtenförderung spezialisierten Studienstiftung des deutschen Volkes behält streberhaft den Finger stundenlang oben, während bereits fünf weniger begabte Klassenkameraden aufgerufen wurden“ beschrieben werden könnte, ist in Wahrheit wie auf dieser analogen Bildquelle zu deuten. Aufstieg durch Bildung? Aber gerne doch!

RE: Ein Quantum Frust | 12.09.2018 | 16:39

>> Also was nun? Erst wollen sie nur eine Realität, und dann wollen sie sie doch nicht?<<

>> "Empirische Zugänge" sind sehr direkt zB. historische Quellenforschung oder indizienbasierte Fakten (Beipiel Wikileaks, Snowden etc.), die sich nicht von Ideologien beeindrucken lassen. <<

So, jetzt reicht's! Mir fehlt einfach die Zeit, hier endlose Loriot'sche Berta-und-Hermann-Dialoge aufzuführen.

Ich kann dieses krause Zeug von Ihren Lieblingsphilosophen Karl Bausch und Friedrich Bogen (vulgo Bausch und Bogen) wirklich nicht mehr ertragen. Je mehr man versucht, Ihr abenteuerliches Geschwurbel zu sortieren, um so mehr neuen Gedankenmüll schieben Sie nach. Die Wertstoffsammelstelle Pleifel ist da sicherlich ein dankbarerer Abnehmer. Ich jedenfalls erlaube mir, Ihren Newsletter ab zu bestellen. Indizienbasierte Grüße aus der Realität.

RE: Ein Quantum Frust | 12.09.2018 | 16:18

Ach pleifel, Ihnen fällt gleich vor lauter Gedankenschwere der Kopf auf die Platitüde! Ihnen scheint doch alles für #Aufstehen zu sprechen. Sogar eine "inflationäre Kritikschwemme", als den Sie den kritischen Diskurs einer offenen demokratischen Gesellschaft denunzieren. Ich bin bei #Aufstehen ja immerhin zum "Gründungsmitglied" ernannt worden, weil ich mich um den Aufbau verdient gemacht hätte. Und Sie? Kleine Taschenlampe brenn...

RE: Ein Quantum Frust | 12.09.2018 | 12:23

>> Sie müssen mich falsch verstanden haben in Ihrer Aufregung. Ganz im Gegenteil : Es gibt nur eine Realität, die empirische. Die immanente Welt sagt man wohl auch dazu. Das ist die jenseits des Glaubens und der Ideologien. Sie wissen schon, die die nicht weggeht, wenn man nicht mehr dran glaubt. <<

Nein, alles falsch. a) Können Leute wie Sie mich nicht aufregen, denn mit denen hatte ich mein ganzes Berufsleben lang zu tun. b) Es gibt Methoden, unterschiedliche Ebenen der Wirklichkeitsbegegnung zwischen Arzt/Therapeut und Patien/Proband zu thematisieren und eine gemeinsame Schnittmenge zu erarbeiten. Das ist mir bei Ihnen aber zu anstrengend. c) Es gibt nicht nur eine "empirische Realität". Sie brauchen zur Erkenntnis der Realität immer auch eine Theorie, deren Wesen (geistige Entwicklung und Anwendung) der empirischen Erfahrung gar nicht zugänglich ist. Aber auch hypothetisch angenommene oder durch Folgerung und Interpretation hergeleitet Zusammenhänge zwischen Dingen sind Realität. Der Gegenstand, den Sie fallen lassen, zeigt empirisch nur die Folgen der Schwerkraft, nicht aber die Schwerkraft selbst. d) Auch Glaube und Ideologien sind (soziale) Realitäten. e) Die Realität auf die den Gegenständen innewohnenden Eigenschaften (Immanenz) zu reduzieren, würde unser Denken auf das von Dreijährigen zurück werfen. f) Ich weiß nicht, wen Sie mit Ihren unverdauten philosophischen Exkursen beein-drucken wollen... Sie bewegen sich jedenfalls auf sehr dünnem Eis.

Wenn Sie mal was Interessantes über die Entwicklung empirischer Zugänge innerhalb von Partizipations- und Kooperationsverfahren lesen möchten, was ja im Rahmen so einer "Bewegung" von erheblichem Gewinn wäre, empfehle ich Ihnen das hier zur Lektüre. VG

RE: Ein Quantum Frust | 12.09.2018 | 11:03

Ja, der Pleifel liegt im Detail, um eine weitere Redensart zu verhunzen. Da mit Ihnen ja nun wahrlich kein(e) Meister(in) der Präzision vom Himmel gefallen ist, rechne ich aber nicht mit seelischen Schäden. So don't mind. Und was nützte es denn, wenn die Nadel zwar zutreffend wäre, aber im falschen Heuhaufen läge. Will sagen, es geht hier gar nicht darum, durch eine unübersehbare Zahl von Zeugen statistische Validität zu erzeugen, sondern einfach nur von eigenen Erfahrungen zu berichten. Aber Sie tun schon wieder das, womit die Propheten der Political Correctness die Leute massenhaft in die AfD treiben: Sie enteignen deren Realität und eigene Wahrnehmung in der hybriden Vorstellung, dass sie eigentlich eine andere - nämlich Ihre - haben müssten. Also wohin soll ich nun IHRE Überheblichkeit stecken? Am besten wohl in den Heuhaufen zu Ihren vielen Nadeln, die sich da als verquere Sprachbilder angesammelt haben dürften.

RE: Ein Quantum Frust | 12.09.2018 | 00:52

>> Anstatt nun alles, was irgendwie positiv demokratisch gegen den "weiter so Trend" angehen will zu unterstützen, wird mal wieder von den Superkritikern nach der "Nadel im Heuhaufen" gesucht. Deshalb gehe ich auch auf den Beitrag nicht im Detail ein. <<

Aber erlauben Sie mir, dass ich kurz auf Ihren Beitrag eingehe.

Mir kommen die Tränen, Herr oder Frau Pfeifel! Auch wenn Sie in Sprichwörtern und Redensarten nicht ganz sattelfest zu sein scheinen - Ihre "Nadel im Heuhaufen" ist wohl eher das "Haar in der Suppe" - sollte Ihnen der Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht bekannt sein. Dass man auf Kindergeburtstagen auch die vielleicht nicht ganz so gelungene Darbietung eines jungen "Künstlers" lobt und sich Kritik taktvoll verkneift, ist das eine. Bei knallharten Polit-Profis wie dem Duo Lafontaine/Wagenknecht gelten aber andere Spielregeln. Da ist es nicht zu viel verlangt, dass man den Aufbau einer basisdemokratischen Bewegung wenigstens mal im Hinblick auf die Einhaltung basisdemokratischer Kriterien zu Ende denkt und nicht "aus Versehen" eine Art Kettenbriefaktion oder einen Strukturvertrieb à la Bertelsmann Lesering oder AWD (Maschmeyer) in die Welt setzt. Was wäre denn so furchtbar schwierig daran gewesen, die Interessenten zunächst in einer Art Mitgliederkartei einfach nur zu sammeln und dann über ein entsprechendes Portal direkt abstimmen zu lassen, wer die Bewegung nach außen vertreten soll, welche Rechtsform die Bewegung haben soll, welche Organe und Strukturen (z.B. Landesgruppen, Regionalgruppen usw.) gebildet werden sollen und welches Programm / welche Projekte man in den Vordergrund stellen will?

Dass man von dem starken Zulauf überrascht worden sei, ist angesichts der vorhandenen technischen Möglichkeiten (interaktive Webseiten, Online-Abstimmungen) keine Entschuldigung für den Dilettantismus der von Berlin ausschwärmenden "Gründungsmitglieder 1. Klasse"!

RE: Ein Quantum Frust | 11.09.2018 | 22:18

>> Jetzt fragen sie sich sicher warum ich das alles schreibe. <<

Nein, keineswegs. Sie schreiben dies alles, weil Sie ein übersteigertes Mitteilungsbedürfnis haben und einfach gern andere Menschen mit Ihrer eklektizistischen und wirren Privatphilosophie behelligen, die auf Prämissen beruht, denen außer Ihnen niemand zustimmen dürfte, und hiervon dann auch noch falsche Schlussfolgerungen ableiten.

Wenn sich "allerwegen Chaos breit macht", dann vor allem aufgrund der konstruktivistischen Hinwendung zum Irrationalen und der irrigen Auffassung, dass es keine außerhalb des erkennenden Subjekts existierende objektive Realität gebe, sondern jeder seine eigene Realität habe, die in der eigenen Birne konstruiert werde und die man - right or wrong - zu "tolerieren" habe. Insbesondere in der Theorie der Sozialarbeit und der Psychiatrie konnte sich dieses Denkmodell ausbreiten. Kein Wunder, denn dort hat man es hauptsächlich mit Verwirrten oder unter Wahnvorstellungen Leidenden zu tun, die man nun nicht mehr als "gestört", sondern als "originell" diagnostizierte und damit auch nur noch von Selbst- und Fremdgefährdung abzuhalten hatte, ansonsten aber in ihrer bizarren Gedankenwelt nach Belieben glücklich oder unglücklich bleiben ließ.

Diese Denkweise hat sich inzwischen weltweit auch als politische Strategie verbreitet. Richtig oder falsch spielt keine Rolle mehr. Wahrheit wird zu Fakenews, Unwahrheit zu "alternativen Fakten". Aber es gibt sie noch, die objektive Realität, die auf überprüfbaren Fakten basierenden Prämissen des Denkens und die allgemeinen Denkgesetze. Es gibt nur immer mehr "originelle Individuen", denen Denken zu anstrengend ist oder die zu klarem Denken aufgrund diverser Defizite eben einfach nicht in der Lage sind. Seit ich in Rente bin, muss ich mich mit diesem Teil der Menschheit aber nicht unbedingt mehr befassen.

Es ist Ihnen gelungen, mir "mal einen kleinen Geschmack davon zu vermittelen", wie Sie sich mit einem bizarren Weltbild, ohne eine demokratische Verfassung als normative Orientierung, ohne Vorstellung von überprüfbaren Tatsachen, ohne Logik und ohne sich Regeln zu "unterwerfen" in irgendwelchen ergebnisoffenen "Bewegungen" zu bewegen gedenken. Meine Professionalität verbietet es mir, ihren hier offenbarten Gemüts- und Geisteszustand in irgend einer Weise zu qualifizieren. Ich schließe mit einem Modell, das Ihren Lebensentwurf ohne jede Kränkung oder Diskriminierung beschreibt: Sie leben nach dem Prinzip Sanduhr. Die kann man beliebig auf den Kopf stellen, aber sie funktioniert immer. Lassen Sie's einfach dabei bewenden.

RE: Ein Quantum Frust | 11.09.2018 | 17:23

Oh, Verzeihung großer, stets schneller schreibender als denkender Welterkärer! Ich hatte nicht bedacht, dass im dunklen Reich der Größenfantasien nur SIE es sein können, dessen Kommentare stets ins Schwarze (wohin auch sonst, schließlich ist es vor der Hacke immer dunkel?!) treffen und der die "Denkregeln" bzw. die Regeln der Orthographie "oder gar" die der "sogenannten Demokratie" selbstherrlich und nach Belieben bestimmt.

Was könnte ich da anderes tun als "die 20 Watt Birne" in meinem Kopf "wenigstens anzumachen", um das Dunkel Ihrer mystischen Geistesblitze (Schwarzlicht, wenn nicht gar schwarze Löcher, die alle Hirnmaterie aufsaugen) zu durchdringen. So lassen Sie mich wenigstens jetzt um den bislang ausgebliebenen Birnensaft flehen, um die Inschriften zu entziffern, die Sie auf den steinernen Tafeln überlegener Erkenntnisse vom Berge Sinai herunter speditiert haben.

Und siehe! Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Plötzlich muss ich gar nicht mehr verstehen, wo ich doch glauben und einfach mittun könnte, wie Sie es mir bereits schrieben und rieten, für und für. Doch wie soll ich Kleingläubiger im Scheine einer willkürlich auf 20 W herunter gebrochenen Geistesblitzsymbolik den Weg von den Zwergen zu den Riesen finden? Und dann auch noch auf Augenhöhe demokratischer oder einfach nur "menschlicher" (was ihrer Ansicht nach offensichtlich eine Steigerung des Demokratischen beinhaltet) zu kommunizieren und zu agieren! Ich, der saftlose und verächtlich in den Staub getretene Wurm mit meinem - im Gegensatz zu dem Ihren - kleinen Ego soll auf Augenhöhe mit Riesen kommunizieren? Ich, dem es nach Ihrer hybriden (pardon: natürlich voll ins rektale Schwarze treffenden) Beurteilung "schwer fällt", selbst die Debatte um wichtige Themen rein sachlich zu führen, d.h. ohne alles persönlich und meine angeblichen Werte zu wichtig zu nehmen" und "emotionale Überreaktionen wie Empörung oder unbegründbare Ablehnung in die Welt zu blasen"?

Jetzt will ich Ihnen auch mal was sagen: Dies hier ist keine Selbsthilfegruppe für Entgrenzte oder Verhaltensoriginelle! Und solche Aussagen wie die, dass die Demokratie - "historisch leicht belegbar" - mit einer Minderheitendiktatur der von Funktionseliten repräsentierten Kapitalelite gleich zu setzen, die rechtstaatliche Ordnung immer schon eine Zweiklassenjustiz gewesen und es typisch für Bewegungen sei, dass jeder auf seine Art mitmachen könne und es gar keine fest gelegten Regeln gebe oder geben müsse, sind nichts als willkürliche, halb gebildete Setzungen eines Autokraten. Rechtsstaatliche Ordnung und Justiz liegen begrifflich nicht einmal auf einer Ebene. Die Justiz ist ein Bestandteil der rechtsstaatlichen Ordnung. Aber ich vergaß: Es ist ja Ihre Sache nicht, sich im Rahmen eines wissenschaftlichen Diskurses zunächst über Begriffsdefinitionen zu verständigen. Wissenschaft halten Sie für einen Anschlag auf den geistigen Überflieger (also Sie selbst), dem die Ketten "gartenzwervereinskompatibler Denkregeln" angelegt werden sollen, obwohl er als einziger versteht, dass "auch nichts Neues dabei rauskommen kann, wenn man sich an die alten Regeln halten soll". Muss ich das jetzt auch verstehen? Wohl eher nicht. Einer flog über das Kuckucksnest...

RE: Ein Quantum Frust | 11.09.2018 | 14:19

>> Und wenn sie sich hier nur über ein paar Vorgarenten-zwerge einer "Ortsgruppe" aufregen wollen, die dann als pars par toto, also als rhetoriche Figur setzen, dann, ja dann bekommem ich das große Gähnen. Denn das ist genauso deutschgartenzwergbürokratisch ... <<

... wie was? Nicht alles, was hinkt, ist auch ein passender Vergleich. Ein Gartenzwerg steht mit seiner verheißungs-voll leuchtenden roten Mütze leider nur bewegungs-, gesinnungs- und weitgehend nutzlos im Vorgarten herum und repräsentiert bestenfalls die Absichten derer, die ihn dort hin gestellt haben. Ihrem ganzen Auftritt entnehme ich, dass Sie es langweilig finden, sich an Regeln zu halten. Dies betrifft neben denen der Orthografie und der allgemeinen Denkgesetze auch die der Demokratie und möchten, ganz wie der Alte aus Rhöndorf, das in der Dreckbrühe sitzende Kind nicht mit dem Bade ausschütten, weil's ja kein sauberes Wasser gibt. Nun ja, wir ortsgruppensensiblen Verfassungsbürokraten haben zumindest verinnerlicht, dass Mehrheit und Demokratie ebenso wenig identisch sind wie Demokratie und Rechtsstaat. Wer auf einen Rechtsstaat Wert legt, und das tue ich, muss das Zusammenlebens der Menschen in gleicher persönlicher Freiheit durch die rechtsstaatkliche Ordnung schützen. Und deshalb wählt auch jeder Kleingartenverein aus der Mitte der Gründungsmitglieder, deren Zahl sich offensichtlich an Schneewittchens sieben Zwergen orientiert, einen demokratisch legitimierten Vorstand und verabschiedet eine Vereinssatzung, in der dann demokratisch geregelt werden kann, wer wann und wo Gartenzwerge aufstellen darf. Nur bei Vorliegen eines bestimmten Minimums an Regelungen wird der Verein überhaupt ins Vereinsregister eingetragen, von der eventuellen Anerkennung der Gemeinnützigkeit noch gar nicht zu reden.

Im vorliegenden Fall aber haben sich Schneewittchen oder der als Silberrücken verkleidete Königssohn Oskar wohl vor lauter Sehnsucht nach Bewegung im linken Lager ein paar Gedanken zu wenig gemacht und übersehen, dass es der Transparenz und demokratischen Legitimation ihres schlecht zubereiteten Volksauflaufs vielleicht schadet, wenn man nur erstmal ein paar Politkommissare aus Berlin in die Provinz [ hier wäre die richtige Kategorie dann aber schon "Landesverband" und nicht "Ortsgruppe"!] entsendet, wo sie sich als top-down bestellte "Gründungsmitglieder" nach dem Schneeballprinzip multiplizieren und nach höchst vagen Kriterien ("hat beim Aufbau der offiziellen Gruppe ... mitgeholfen" usw.), weitere "Gründungsmitglieder" aus der Schiebermütze zaubern sollen. Und anschließend ergeht - wie bei der Drückerkolonne für Zeitungs-Abos - der dringende Aufruf, jeder möge so viele Abonnenten... pardon, Bewegungs-mitglieder keilen, wie es ihm irgend möglich sei. Und dann fordert man Transparenz und demokratische Legitimation einfordernde Mitglieder auf, von ihnen verfasste Artikel zurück zu ziehen und löscht deren Posts von der "offiziellen Facebookseite", weil Zitat "Geschlossenheit erforderlich" sei, und man "sonst nicht weiter komme", wobei es noch gar kein Programm gibt und niemandf weiß, wer da warum und wohin "weiterkommen" will oder soll.

Und da kommen Sie mit "mehr intellektuelle Tiefe" und "würdevoller Distanz des Beobachtenden" und der ebenso intellektuellen wie tiefen und würdigen Maxime: " Mal sehen was das wird ." Da muss ich aber sehr aufpassen, dass mich beim Gähnen nicht der Bredchreiz übermannt.