RE: Roter Spargel | 02.04.2020 | 18:08

Zum letzteren: wir schreiben explizit, dass die Arbeitserlaubnis weder funktional, noch zeitlich auf die Tätigkeit als Erntehelfer*In beschränkt sein dar. Weiter schreiben wir, dass eine Diskussion um die Einbeziehung von Geflüchteten bei dieser Arbeit ein folgendes Bleiberecht für alle Geflüchteten geben muss - unabhängig ob sie Erntehelfer*Innen sind oder nicht. Zur Landwirtschaft generell schreiben wir: wenn erst einmal die Geflüchteten mit allen Arbeitnehmer*Innen rechtlich gleichgestellt sind, geht es um Themen wie die Rechte von Arbeitnehmer*innen, Mindestlohn und ausreichende Arbeitsschutzmaßnahmen. Lohn, Arbeitsbedingungen etc wären Themen die man auch schon jetzt, während der Krise, im Sinne der Arbeitskräfte entscheiden könnte und Bezahlung unter Mindestlohn etc verhindert. Das würde zusammen genommen bedeuten, die kapitalistische Verwertungslogik zumindest abgedämpft wird und Gruppen wie die der Geflüchteten nicht hemmungslos ausgebeutet werden, um Profite zu sichern. Dieser Beitrag soll ein Vorschlag für den Moment sein, in dem eine tatsächliche Krise vonstatten geht. Dass die kapitalisitische Verwertungslogik und damit einhergehend die Ausbeutung von Arbeitsmigrant*innen generell überwunden werden sollte, ist natürlich richtig, aber für den aktuellen Moment wohl etwas zu hoch gegriffen.

RE: Blinder Fleck der Linken | 12.07.2018 | 13:03

Lieber "dos", der Artikel ist noch einmal da, weil er zum Tag der Urteilsverkündung ganz einfach noch einmal Sinn gemacht hat. Gerne kannst du deine Kritik ja hier noch einmal schreiben. Das was ich gerade lese hört sich eher danach an, als wäre jemand mit dem falschen Fuß aufgestanden und muss nun ein bisschen Frust ablassen. Ich verstehe nicht ganz, wie man nach diesem Artikel auf "Unterwerfung durch AfD" und "rechter Flügel des turk-arab-paki Raumes" (was immer das sein soll) kommen kann. Das ein Artikel nicht alle Aspekte ausreichend beleuchten kann, geschenkt. Worum es mir vor allem geht, ist es deutlich zu machen, dass ganz einfach ein personelle, organisatorische und kommunikative Lücke zwischen linker, antirassistischer Bewegung und einem Großteil der migrantischen Community besteht. Und diese Lücke wurde durch den NSU-Komplex erst so richtig deutlich. Das ist keine kalter Kaffe in Tradition von Kommunisten (wo mich auch interessieren würde, wie du "Kommunisten" definierst), sondern ist einhellige Analyse des Teils der Linken, der sich verstärkt mit dieser Thematik auseinandersetzt. Allen voran das Tribunal NSU-Komplex auflösen und Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen die in diesem Sinne aktiv sind.

RE: Ein lange geplanter Mord | 04.11.2017 | 16:29

Das Projekt des Guardian und Global Witness ist genau deshalb ein wichtiges Projekt, da es erstmal global die Opfer dokumentiert. Das Sichtbarwerden von Opfern ist der erste Schritt, um gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Ohne Wissen kein Handel.

RE: Marxismuss-Kongress 2016 | 19.05.2016 | 14:52

Direkt aus Spanien war von Podemos keiner da. Lediglich vom Berliner Podemos-Ableger