Stewie Griffin
20.01.2014 | 18:04 67

Lieber Markus, hör auf dein Herz!

Lanz vs. Wagenknecht Am Donnerstag leistete sich Markus Lanz in seiner gleichnamigen Talkshow einen peinlichen Auftritt. Seitdem glüht das Netz. Eine Online-Petition fordert gar den Rauswurf

Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Stewie Griffin

Lieber Markus, hör auf dein Herz!

Den Finger fest auf dem Moderationskärtchen: Das ist wahrer Investigativ-Journalismus

Foto: Screenshot, Youtube

Ach Markus,

was hast du bloß für eine Karriere vor dir gehabt? Groß wie der Gottschalk wolltest du werden, und verdienen wie der Jauch.

Apropos verdienen. Da war ja was. In deiner Sendung, am letzten Donnerstag, zu später Stunde. Du erinnerst dich, du fragtest dich, was eigentlich die Wagenknecht vom Steuerzahler für ihre linken Dauerstänkereien im Parlament bekomme?

So war jedenfalls der Tenor und das wolltest du dem Zuschauer vermitteln. Nichts zu leugnen, Markus. Dabei wäre die einzig zwingend logische Frage gewesen: Was verdienst eigentlich du beim ZDF? Immerhin zahlen wir Bürger auch dein Gehalt und mussten uns trotzdem dein klägliches Bemühen am Donnerstagabend reinziehen. Was haben wir dir dafür gezahlt, Markus? Sag schon. Frau Wagenknecht hat im Übrigen cool reagiert und auf deine „Frage“, wie viel sie als Abgeordnete des Europäischen Parlaments erhielt und eine klare Antwort geliefert: 7000 Euro – in etwa so viel wie heute im Bundestag. Und als Moderator einer schicken Latenight-Show beim ZDF? Etwa 8,50 Euro? Natürlich nicht, du wirst es uns auch nicht verraten. Seis drum, es kommt früher oder später immer raus. Wahrscheinlich verdienst du dann mehr als die Bundeskanzlerin, mehr als Joachim Gauck, ach sogar mehr als Christian Wulff inklusive „Spenden“.

Alles halb so wild, Markus. Jeder erwischt mal einen schlechten Tag. Auch Leute im Show-Business, das ist nichts Neues. Zum Beispiel Klaus Kinski, dem einfach das Essen am Set nicht schmeckte. Aber was war eigentlich dein Problem? Was hat dich so sehr an Sahra Wagenknecht gestört, dass du jegliche journalistische Vernunft komplett über Bord geworfen hast?

Stefan Niggemeier, ernstzunehmender Journalist und übrigens dein Jahrgang, hat es nicht mal fertig gebracht, deine Sendung bis zum Schluss durchzuhalten. Kein Wunder.

Dafür hat er dich treffend verglichen mit einem kleinen Kind, das bewaffnet ist mit 200 Hackbällchen in Tomatensauce und sich auf diese Weise aussucht, wer wann was zu seinem Spielzeug in seinem Sandkasten sagen darf. So war auch mein Eindruck. Im Gegensatz zu anderen Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wolltest du nicht, dass deine Sendung mit deinem Namen im Titel zur Plattform für dieses linke Gestänker wird. Nicht in deinem Namen! Und da du im Vorfeld der Sendung wahrscheinlich nur wenig Zeit und Lust hattest, dich mit diesen irrsinnigen Argumenten und ständigen Horrorvisionen von links zu beschäftigen, hast du es dir dann einfach gemacht: Euro ja oder nein? Rein oder raus? Zu mir oder zu dir?

Es hätte alles so einfach sein können, Markus. Du kommst zum ZDF, übernimmst eine Talkshow zur besten Sendezeit, jeder kennt dich, jeder spricht über dich. Ein Selbstläufer. Und zu guter Letzt beerbst du dann nach und nach das deutsche TV-Urgestein, den Gottschalk. Was steht deiner schillernden Karriere noch im Wege?

Ich sag es dir: Du selbst! Denn diesmal hast du den Bogen wahrscheinlich überspannt. Die Geduld der Leute ist am Ende. Das hättest du früher erkennen können und müssen. Spätestens als dein eigenes Publikum es gewagt hat, gegen dich Widerspruch zu erheben. Sie haben geklatscht und Frau Wagenknecht unterstützt, als sie sich wehrte.

Aber der wahre Shitstorm, der lauert nicht in deinem Publikum. Er sitzt vor der Mattscheibe, twittert, postet und organisiert sich. Die Online-Petition, welche deinen Rauswurf vom ZDF fordert, genießt in diesen Minuten enorme Popularität. Wir sitzen wohl gerade beide am Rechner und klicken alle paar Minuten auf aktualisieren. Uns macht's Freude, dir wohl weniger. Zu Beginn, als ich anfing diese Zeilen an dich zu verfassen, da waren es noch 6000 Unterstützer. Innerhalb kürzester Zeit wuchs diese Zahl auf über 9000. Selbst von der kleinen Insel Helgoland aus haben Zuschauer die Petition gezeichnet. So weit hast du es am Donnerstag getrieben. Spätestens das sollte dir jetzt zu denken geben.

Hör auf dein Herz Markus und sag uns Steuerzahlern, was dieser Spaß gekostet hat.

Dein Stewart Gilligan "Stewie" Griffin

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Kommentare (67)

gelse 21.01.2014 | 05:30

Die meisten Fernsehgucker wissen nicht, was Sarah Wagenknecht immer so sagt. Nur dass das Sachen sind, über die sie nichts wissen müssen. Darin sind sie dem Lanz gar nicht unähnlich. Aber sie mischen sich da auch gar nicht ein. Wenn so ein Fernsehfussel das doch versucht, und eine Peinlichkeit draus wird, dann ist das eben sehr vielen Leuten peinlich und sie diskutieren heftig über die Peinlichkeit in ihrer geliebten Glotze. Das ist so, wie wenn dein Ehepartner was Dummes macht oder sagt, da kannst nicht einfach drüber stehen.
Und weil die Peinlichkeit des Lanz so Viele Gemüter bewegt und eben nicht das, was Sarah sagt, lohnt sich die Investition in die Strunze, die von Fernsehanstalten so üppig bezahlt werden.
Man stelle sich nur, es gäbe beim Fännseh jemand, der/die einer Sarah Wagenknecht intelligente Fragen stellen könnte, und die Leute würden dann über die Inhalte und nicht über Peinlichkeiten diskutieren. Das würde die Bonzenrepublik Deutschland gefährden.

tolu0309 21.01.2014 | 08:56

Das wahre Problem ist ja nicht dass der Herr Lanz ein von jeglicher Beishemmung befreiter Pinscher ist sondern dass er ein Journalist ist, der sein Handwerk noch nichtmal ansatzweise beherrscht also völlig inkompetent ist.

Wenns noch eines Beweises bedurft hätte, hat er den hier geliefert. Wer über (sicherlich diskussionswürdigen) Militarismusvorwürfe der Linken gegen die EU diskutieren will sollte sich doch bitteschön über die EU informiert haben und wissen, dass es sowas wie Kriseninterventionstruppen / EU-Kampfgruppen gibt. Und nicht wortlos zuhören wie der Herr Jörges genau dies leugnet.

Fehlender Anstand ist eine Sache, damit kann man zur Not leben, fehlende Kompetenz bei diesem Gehalt kann nicht toleriert werden. Der wäre noch mit dem Mindestlohn überbezahlt.

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Ehemaliger Nutzer 21.01.2014 | 14:05

Ach, du meine Güte: Der Lanz hat sich an der Säulenheiligen der Linken bei den Linken vergriffen. Ich halte Frau Dr. Wagenknecht für schlau, sogar ein Buch von ihr habe ich mir gekauft. Sehr nachdenkenswert!

Aber man darf ihr kritische Fragen stellen, meinetwegen auch dumme. Ja, man darf auch sie und jeden anderen unterbrechen.

Im übrigen ist diese Petition lächerlich. Was sind zehn oder zwanzig Tausend virtuelle Unterschriften (deren Echtheit niemand überprüft)? Die Linken bei den Linken sind eine kleine Minderheit, die zumeist hässlicher und dümmer sind als ihre Göttin.

Kriegt Euch mal wieder ein! Wer schlau ist, guckt den schönen Lanz seltener als die Hässlichen und Dummen. Wollt Ihr dumm und hässlich sein?

Und noch eine Frage: Wer legt fest, ob jemand ein ernstzunehmender Journalist ist? Die Minderheit, die Frau Dr, Wagenknecht bewundert? Sie ist klug und schön. Niggemeier ist nicht schön. Ob er klug ist, kann ich nicht beurteilen.

berlino1010 21.01.2014 | 14:24

Klar darf Lanz kritische Fragen stellen. Nur es war schon unter journalistischem Minimal-Niveau, wie er und Jörges Wagenknecht ständig angegriffen und unterbrochen haben. Auffällig ist bei Lanz halt auch, wie er jeden FDP-Bubi schon jeden Raum in seiner Sendung zur belanglosen, persönlichen, privaten, sympathischen und humorigen Selbstdarstellung gegeben hat, während er aus Wagenknecht versuchte, eine ernste, verbrämte, ideologische Polit-Radikale zu machen. Dass ihm das nicht gelang, lag an einer erstaunlich gelassenen Wagenknecht. Das war ein, besonders im vergleich zu seinen sonstigen gewohnheiten, peinlicher Ausfall von Lanz, dem allerdings weniger mit Petitionen denn mit der fernbedienung beizukommen ist.

Viel interessanter wäre ein Verhör von Jörges gewesen, was er seinem Freund Uli Hoeness bei einem persönlichen Treffen erzählt hatte, 2 Tage bevor der stern-Enthüllungsbericht über die Steuerhinterziehung eines Bundesliga-Managers veröffentlicht wurde und Hoeness Selbstanzeige abgegeben wurde.

mcmac 21.01.2014 | 15:14

Ein dickliches, übersattes Hackfleischbällchen fläzte gar als solches mit in der Runde: der exorbitante Gagen scheffelnde Schauspieler Moritz Bleibtreu. Was dieser mutmaßliche Edelspießer an rechtschaffenem Stammtisch vortrug und sich dabei als „unpolitischer“ Privatier gerierte, war erschreckend aber zugleich auch sehr aufschlussreich.

Dass Lanz den (im Gegensatz zu vielen seiner Berufskolleginnen und Berufskollegen, die in weit überwiegender Mehrzahl unter äußerst prekären Bedingungen zu arbeiten gezwungen sind) mit dem silbernen Löffel im Mund Geborenen auch noch mit der klebrigen Tomatensoße einer Sozialkitsch-Story über dessen Pariser McDonalds-“Martyrium“ übergoß (und dessen dortigen und von Bleibtreu als angemessen und gerecht empfundenen Stundenlohn von 3 Euro-Irgendwas gegen Wagenknecht in Stellung brachte - und Bleibtreu sich willigst in Stellung bringen ließ) zeigt, wie leicht ein sich für unpolitisch Haltender (wenn er bspw. so dumm ist wie dieser Darsteller und dann beim nicht minder dummen Lanz zusammen mit dem gehässigen Jörges in einer Runde sitzt) politisch augenblicklich instrumentalisiert werden kann - und als besudeltes Hackfleischbällchen durch die Gegend fliegt.

Unvergesslich unappetitlich auch dieser Mensch.

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Ehemaliger Nutzer 21.01.2014 | 16:02

{Unvergesslich unappetitlich auch dieser Mensch.}

Offen gesagt: gibt es nur noch wenige Entertainer-Hanseln und Medien-Sternchen, denen ich meine Aufmerksamkeit schenken kann, ohne unappetitlich erregt zu werden.

Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass die Lanz, Plasberg, Maischberger, Jauch und Konsorten den gemeinsamen Auftrag haben, die Ekelgrenze vor Banalitäten und Geistlosigkeiten derart zu reduzieren, dass die Politikrhetorik der Regierungsmafia als Delikatesse genossen wird.

mcmac 21.01.2014 | 16:19

Ja, dieser Eindruck könnte sich aufdrängen. Allerdings scheint es zunächst einmal viel unkomplizierter zu sein: Der Berufs-Solist und Privat-Egoist Bleibtreu hat sich dort widerstandslos und coram publico von Regisseur Lanz in den Bühnen-Chor downgraden lassen. Er spielte brav seine Rolle als vox populi. Dass die Sprech-Fladen seines populistischen Promi-Gemuhes auf fruchtbaren Dung fallen, ist dabei einkalkuliert.

abstrakt 21.01.2014 | 17:17

@Freddy Schlimm

Ich lese hier ja so einiges an Kommentaren und nur selten fühle ich mich herausgefordert auch mal meine eigene Meinung kund zu tun. Nachdem mir Ihre Kommentare in den beiden Beiträgen zum Thema sehr unangenehm auffielen, machte ich mir die Mühe und las einen Teil von dem, was Sie in den letzten Monaten so erbrochen hatten.

Nun wundert mich nichts mehr und ich weiss fortan, wessen Kommentare ich demnächst getrost überlesen kann.

Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung.

H. Lothar Wessling 21.01.2014 | 18:26

Der nett ironisierte Blog von "Stewie" sowie ein Großteil der Beiträge hier springen leider etwas zu kurz.

Nicht der offensichtlich intellektuell überforderte Moderator Lanz allein hat (wie übrigens auch der unsägliche Vielschwätzer Jörges) "große Probleme damit, dem politischen Spektrum links von neoliberal-konservativ-sozialdemokratisch mit einem Mindestmaß an Höflichkeit zu begegnen", nein, es ist der pseudo-öffentlich-rechtliche Meinungsfunk namens ZDF in toto, der seit seiner Geburtsfehlkonstruktion als Adenauer-Funk (die Älteren werden sich noch mit Freuden an Gerhard Löwenthals Denunzier-Magazin erinnern!), nun in die Jahre gekommen, gewaltig an diesem Gebrechen leidet.

Man erinnert sich:

Ein unabhängiger Programmdirektor (Nikolaus Brender) wurde auf Druck des Rundfunkrates (Cheflobbyist Roland Koch und Konsorten) sowie der Intendanz "abgesägt" und durch einen CDU-gewogenen Kandidaten ersetzt, eine unerträglich blasiert-arrogante Frau Slomka vergreift sich gegenüber Sigmar Gabriel im Ton und unterstellt der SPD Verfassungsbruch, Herr Kleiber nutzt "seine" Nachrichtensendung ständig, um in Herrenreitermanier einer spießbürgerlichen Weltanschauung zur Geltung zu verhelfen, kroch schließlich unlängst dem Spionagepräsidenten Obama unterwürfig in den Allerwertesten. Die "linke" Speerspitze dieses Senders ist der stellv. Programmdirektor Elmar Theveßen, der sich doch tatsächlich bisweilen zu einem "gewissen Verständnis" für den Unmut der Bürger über das Ausspionieren durch "Freunde" durchringen kann.

Summa summarum: das ZDF ist eine Anstalt, die in ihrer Grundstruktur irgendwo in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts stehengeblieben ist und nun mit einem Südtiroler Bub, dem Format und Anstand fehlen, und einer zumindest nicht unsympathischen, aber auch nicht mehr als stets freundlich lächelnden Frau Illner versucht, in die mediale Gegenwart vorzudringen, die von Shistorms und Flashmobs geprägt ist.

Aber na ja, die Alterspyramide kann da noch lange für einen bequemen Dauerschlaf des Mainzelmannes im satten - allerdings auch von SPD-, Grünen- und "Linke"-Sympathisanten mitfinanzierten - Gebührenbeet sorgen.

Saturus 21.01.2014 | 18:55

"Aber man darf ihr kritische Fragen stellen, meinetwegen auch dumme. Ja, man darf auch sie und jeden anderen unterbrechen."

Kritische Fragen? Da waren keine "kritischen Fragen". Da war nur das Gekläffe eines intellektuell überforderteten Moderators, der sein Handwerk nicht versteht. Auch die permanenten Unterbrechungen zeigten letztlich nur, dass sich der Lanz wenig souverän verhalten hat und unter'm Strich einfach nur eine jämmerliche Figur abgegeben hat.

txxx666 21.01.2014 | 19:11

Das Problem ist, dass dieser Typ nicht nur einmal im Monat den Samstagabend im ZDF ruiniert, sondern dreimal in der Woche jeweils über eine Stunde lang auf unsäglichste Weise Desinformation und Verdummung betreibt - und das auf Kosten teurer Gebühren und guter Sendeplätze, auf denen Anderes (Besseres) laufen könnte und sollte.
http://misanthrope.blogger.de/stories/2366367/
PS: Inzwischen sind es über 32.000 Unterschriften in vier Tagen - das ist kein Shitstorm mehr, das ist ein Tsunami...

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Ehemaliger Nutzer 21.01.2014 | 19:44

Wie man sich nur so aufregen kann!

Wäre es ein "linker" Moderator gewesen, der einem Unionspolitiker über den Mund fährt...keiner würde auch nur ein Wort darüber verlieren. Sämtliche Kabarettsendungen sind eher oder gänzlich "links" und die sind auch gebührenfinanziert.

Also wenn freie Meinungsäußerung, dann beiderseits.

Zudem muss Frau Wagenknecht ja auch in jeder zweiten Talkshow sitzen...und ist jetzt bestimmt um soviel Publicity ganz froh.

my2cents 21.01.2014 | 20:17

Lanz ist kein politischer Journalist und ziemlich penentrant. Seine Meinung ist nicht meine, und er scheint mir ziemlich überfordert. Aber er, und auch der liebe Herr Jörges, sollen sagen dürfen, was sie möchten, so lange ein guter Gegenpart vorhanden ist. Ich bin für Meinung im TV und Frau Wagenknecht konnte sich doch gut behaupten.

Persönlich wünsche ich mir im öffentlich rechtlichen Fernsehen Michel Friedman zurück. Seine Art zu talken und zu fragen halte ich für die beste, die das Format bisher zu bieten hatte. Abgesehen vielleicht von Günter Gaus in grauer Vorzeit.

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Ehemaliger Nutzer 21.01.2014 | 21:52

So ien Aufstand wegen dem Rotzlöffel, gar ein extra Artikel.

Wieso bloß? Wagenknecht hat sich hervorragend geschlagen und hat irgendeinen Artenschutz gar nicht nötig.

Wegen mir gerne noch mehr Lanz (solange mich keiner zwingt, ihn anzusehen): neben sowas strahlen helle Geister noch heller, und die anderen verplappern sich.

Wobei: die Analyse von Gelse am Anfang ist auch nicht schlecht. Steht zu fürchten, dass der Durchschnittszuschauer wirklich so reagiert.

Ithaka 21.01.2014 | 22:29

....gibt im ARD auch ganzordentliche Talksendung, so beispielsweise Freitags abends im ARD Regionalprogramm in Bayern ...habe mir dort vor geraumer Zeit öfters den Kabarettisten Frank - Markus Barwasser alias Erwin Pelzig bei "Pelzig unterhält sich" angeschaut. Der hatte auch schon Sahra Wageknecht eingeladen und das hatte Niveau, hat ihr gescheite Fragen gestellt, ist absolut fair und respektvoll mit ihr umgegangen und sie hatte die Gelegenheit ihre Position zu vermitteln... also : gibt auch im öffentlich-rechtlichen sehr gute Sendungen mit gutem Unterhaltungswert... und die Sorten wie Lanz, der sich offensichtlich mit dem überheblichen Stern-Jörges vorher abgestimmt hat, wie man Wagenknecht auseinandernimmt und fertigmacht, was hier völlig daneben gangen ist, blamieren sich dann halt bis auf die Knochen...

Ithaka 21.01.2014 | 22:30

....gibt im ARD auch ganzordentliche Talksendung, so beispielsweise Freitags abends im ARD Regionalprogramm in Bayern ...habe mir dort vor geraumer Zeit öfters den Kabarettisten Frank - Markus Barwasser alias Erwin Pelzig bei "Pelzig unterhält sich" angeschaut. Der hatte auch schon Sahra Wageknecht eingeladen und das hatte Niveau, hat ihr gescheite Fragen gestellt, ist absolut fair und respektvoll mit ihr umgegangen und sie hatte die Gelegenheit ihre Position zu vermitteln... also : gibt auch im öffentlich-rechtlichen sehr gute Sendungen mit gutem Unterhaltungswert... und die Sorten wie Lanz, der sich offensichtlich mit dem überheblichen Stern-Jörges vorher abgestimmt hat, wie man Wagenknecht auseinandernimmt und fertigmacht, was hier völlig daneben gangen ist, blamieren sich dann halt bis auf die Knochen...

Ithaka 21.01.2014 | 22:33

....gibt im ARD auch ganzordentliche Talksendung, so beispielsweise Freitags abends im ARD Regionalprogramm in Bayern ...habe mir dort vor geraumer Zeit öfters den Kabarettisten Frank - Markus Barwasser alias Erwin Pelzig bei "Pelzig unterhält sich" angeschaut. Der hatte auch schon Sahra Wageknecht eingeladen und das hatte Niveau, hat ihr gescheite Fragen gestellt, ist absolut fair und respektvoll mit ihr umgegangen und sie hatte die Gelegenheit ihre Position zu vermitteln... also : gibt auch im öffentlich-rechtlichen sehr gute Sendungen mit gutem Unterhaltungswert... und die Sorten wie Lanz, der sich offensichtlich mit dem überheblichen Stern-Jörges vorher abgestimmt hat, wie man Wagenknecht auseinandernimmt und fertigmacht, was hier völlig daneben gangen ist, blamieren sich dann halt bis auf die Knochen...

Rolf Schlichting 21.01.2014 | 23:46

@Freddy Schlimm: Ja es ist intolerant die Absetzung von Markus Lanz zu fordern. Aber durchaus richtig, man kann Intoleranz nicht mit toleranz begegnen, so in der Art sagte es Bassam Tibi! Lanz hat nicht einfach fragen gestellt, er hat nicht zugelassen das geantwortet wird. Er griff Frau Wagenknecht massiv an ohne ihre Antwort, die natürlich nicht in einem WORT gefallen wäre, zuzulassen! Es war der Versuch sie und ihre Partei zu defamieren. Er wollte keine klaren Antworten er wollte seine Antworten. Jörges hingegen hatte alle Freiheiten der Welt seine neoliberalen Halbwahrheiten zu verbreiten. Lanz soll moderieren er ist kein Richter. Die öffentliche Rechtlichen Sendeanstallten haben einen Auftrag und der ist eben nicht Propagandaarbeit für den Neoliberalismus zu betreiben. Also ja, keine Toleranz für Lanz! ;)

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2014 | 00:54

Wenn ich hier und anderswo sehe, mit welchen Argumenten einige Kommentatoren meinen, Sahra Wagenknecht zu Hilfe eilen zu müssen, dann graust es mir. So eine servile und debile Art von Unterstützung hat diese Frau gar nicht nötig. Sie hat sich sehr gut geschlagen gegen die beiden Männer. Aber Lanz und Jörges nun als Deppen hinzustellen und Wagenknecht als unfehlbare Heilige des Sozialismus ist abstrus.

Dieter Lange 22.01.2014 | 02:33

Vom geistigen Niveau her gehört Lanz eher in ein Kasperletheater, das ihm das ZDF zum Abschied schenken möge. Damit kann er über die Marktplätze dieses Landes touren und seine Fans ergötzen. Vielleicht wirft ja auch mal einer eine Münze in den Hut.

Da er im TV absolut nichts kann (man kann sich ja dazu seine Reportage über die Mongolei ansehen - nach dem Motto, wie klein Fritzchen sich die Welt vorstellt gepaart mit unerträglicher Arroganz eines Kolonialherren um 1900), wäre das ja ein neues Betätigungsfeld für ihn.

Tobias Claren 22.01.2014 | 04:06

Ich träume von einer Welt, in der es Kommentar-Kanäle als Text oder Audio gibt, wo JEDER seinen Kanal eröffnen kann.
Seine Worte erscheinen oder ertönen unzensiert sofort im TV der Menschen die auf ihrem Receiver/Smart-TV diesen Kanal aktiviert haben.
Live begleitend zum Programm.

Die Nutzung dieser "Kanäle" sollte einmal so verbreitet, selbstverständlich und standardisiert sein, dass die Sender sie (die Schreiber/Sprecher wie heute Blogger) "fürchten".
Klagen von Sendern oder Gästen wären Auszeichnungen.

Jetzt könnte man fragen, wieso da nicht jeder in den Kanal schreiben/sprechen sollte.
Dagegen hätte ich nichts, aber das ist wie bei einem Chatraum, würden da Hunderttausende Nutzer zugleich schreiben, würde man nichts mehr lesen können.

Daher könnten die Zuschauer zwar ihre Kommentare abgeben, aber die landen beim "Kanalinhaber".
Das soll auch keine Zensur sein, es ist aber nicht anders möglich.
Wenn der das je nach Masse überhauot gleichzeitig lesen kann.
Es könnte eine Funktion geben, dass er jeden Kommentar selbst wegdrücken muss.


Das wäre eine Form des "Social-TV", dass sich hoffentlich schnell entwickelt.


Könnte nicht mal einer den Lanz im "Assasination Market" im Darknet eintragen.
Nur so als Provokation!
Und da malt man den Faschismus-Teufel bei TV von Jedermann an die Wand, wärend der Lanz da beim ÖR seine politische Propaganda betreiben darf.
TV von Jedermann (sozialen, ideologischen und poltischen Interessengruppen usw.) wäre positiv.
Noch so ein Ding des "social-TV".


Mal sehen ob und wie "Zapp" auf dem NDR (also vom Ersten) darüber berichtet.



Wollte der Pispers Freizeit, oder hatte er nur keinen Bock mehr auf NadA?
Der könnte als Moderator einer solchen Sendung ein Gegengewicht stellen.....
Oder Georg Schramm. ABer natürlich zu einer ählichen Sendezeit auf einem der beiden Hauptsender.

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2014 | 08:24

Schramm und Pispers wurden doch auch schon mehr als genug gesendet. Von mir aus kann man sie noch öfter zeigen. Die gefallen vielen aber auch nicht. Sollen die dann eine Initiative gründen, um sie wieder vom Bildschirm zu entfernen?

Ein wenig mehr Duldung auf beiden Seiten wäre schön. Und wenn die Duldung nur darin besteht, eine Sendung nicht anzusehen, es aber den anderen ermöglichen.

Würden alle gesellschaftlichen Gruppen ein Vetorecht bei der Ausstrahlung von Programmen bekommen, wären alle Sendungen verschwunden.

Vielleicht wäre das die Lösung? Ein fernsehfreies Jahr.

danki 22.01.2014 | 12:39

Es war ja nicht das erste Mal,dass sich dieser "Schönling" in dieser unverschämten Art und Weise gegenüber Sahra Wagenknecht verhalten hat. Abgesehen davon,war der andere geistige Tiefflieger,der Frau Wagenknecht fast beinahe an die "Wäsche" gegangen wäre,der Sternkommentator Jörges,der ebenfalls wie Lanz mit dem D-Zug durch die Kinderstube und später Journalistenausbildung gerast ist.Es ist aber nur traurig,dass ein Schauspieler namens Moritz Bleibtreu,dessen Mutter ein hevorragende Schauspielerin war,keine Ei.. in der Hose hatte und nur vor sich hingrinste,anstatt Frau Wagenknecht zu unterstützen.Aber kein Wunder!Beim stockkonservativen ZDF gibt es ja den Peter Fey,der es dem "Schönling" schon vorgemacht hatte.In einem ZDF-Sommerinterview hatte dieser "Meister" des Journalismus Oskar Lafontaine interviewed,wobei Lafontaine auch ewig durch den "Journalisten" Frey unterbrochen wurde.Dafür wurde er mit dem Posten des Chefredakteurs beim ZDF belohnt!Man kann nur noch abko....!!!

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2014 | 13:22

Das Beispiel mit Peter Frey, der nach dem "Sommerinterview" 2009 (andere PolitikerInnen bekamen Hofberichterstattung) nochmal in Bild nachtrat, ist passend. Es geht nicht um Lanz, wie es nicht um Ackermann, Nokia oder Caren Miosga vor der Akropolis in Athen ging ("jetzt sind alle glücklich"-Stil, nach der Wahl, die nichts am Elend der Menschen änderte in Griechenland.)

Ich bin gegen eine GEZ-Kampagne. Länder mit keinem/noch schwächerem öff.-rechtl. Rundfunk sind noch uninformierter.

Aber warum ARD/ZDF so oft double moral standards haben, eine Art neuen embedded journalism bieten und seit etwa 1990 immer plumper, wie Privatsender wurden, ist interessant.

Wenn man zu Südeuropa, Ukraine, Russland, Asylpolitik und so vielen anderen Themen immer einseitig bleibt, genügt man den Ansprüchen an einen öffentlich-rechtlichen Sender nicht. Das Niveau ist dann zu niedrig.

Eine Reform der Sender wäre wichtig, und von mir aus Petitionen dafür. Andererseits ist selbst ARD/ZDF in der niveaulosen Welt der letzten 20 postmodernen Jahre nur ein schlechtes Beispiel. Wenn Uni-Leute das homophobe Gesetz Russlands kritisieren, das niemand bestraft, einfach nur widerlich ist; Merkels Waffenmilliarden-Geschäfte mit Saudi-Arabien aber nicht kritisieren, wo Schwule verfolgt, gern mal gesteinigt und im Extrem ermordet werden - tja. Dann ist es eine Heuchelei, Lanz rauszupicken, der immer schon so war, und nicht er allein ist so.

Erstarrte Gesellschaft, erstarrte Medien...Beispiele gibt es überall. Lanz und sein Stil ist eine kurze Welle unter sinnarmen Medienwellen. Morgen predigt Gauck wieder with double moral standards über was weiß man, Russland oder Freiheit. 90% finden das dann "spannend" und "okääää".

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2014 | 14:20

Das Übel sind diese Zwangsbeiträge für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen, inzwischen auch Internet).

Überlasst doch jedem Haushalt, an welchen Sender seine Haushaltsabgabe überwiesen wird. Die Lanz-Verächter sollen ihr Geld doch auf ein Sperrkonto überweisen. Wenn dort genug Geld eingegangen ist, können sie einen eigenen lanzfreien Sender errichten, mit einem eigenen Wort zum Sonntag, gesprochen von Frau Dr. Wagenknecht.

So können alle Menschen ihre eigenen Spezialprogramme finanzieren:

Deutschlandsender Volksmusik, Heimatfilmsender 60 plus(Lüneburger Heide, Allgäu, Cornwall, Südschweden, Toskana), KriKa 24 (KrimiKanal Tag und Nacht), TTV (Talk TV mit zwei Programmen jeweils 24 Stunden täglich, 1. nur Talkshows ohne Frau Dr. Wagenknecht, 2. nur Talkshows mit Frau Dr. Wagenknecht mit Frau Dr. Wagenknecht als Moderatorin und Frau Dr. Wagenknecht als Gast), Retro TV (Verblichenes und zu Recht Vergessenes von ARD, ZDF und DFF).

Der Phantasie seien keine Grenzen gesetzt.

Georg von Grote 22.01.2014 | 15:07

Vor lauter Lamentieren über Schmierlappen Lanz und die Rundfunkgebührenzwangsabgabe könnte man sich vielcht auch mal fragen,

- was will die Wagenknecht eigentlich beim Lanz? Was hat sie sich dabei gedacht? Was erhofft? Sie hätte doch wissen müssen, zumindest ahnen können, was da auf sie zu kommt.

- wieso steht sie nicht während der Aufzeichnung auf, macht dem Moderatörchen klar, dass sie hier ist um ein Gespräch zu führen und nicht als Watschenfrau für seine Publicitygeilheit zu dienen?

Schon klar, dass keiner die Fragen hier stellt, die Antworten würden auch nicht gerade rosig ausfallen für den linken Rauschgoldengel.

Saturus 22.01.2014 | 15:19

"Schramm und Pispers wurden doch auch schon mehr als genug gesendet. Von mir aus kann man sie noch öfter zeigen. Die gefallen vielen aber auch nicht. Sollen die dann eine Initiative gründen, um sie wieder vom Bildschirm zu entfernen?

Ein wenig mehr Duldung auf beiden Seiten wäre schön. Und wenn die Duldung nur darin besteht, eine Sendung nicht anzusehen, es aber den anderen ermöglichen."

Du scheinst nicht zu verstehen, um was es hier geht. Wie oft welche Sendung gesendet wurde, ist völlik unerheblich. Es ist der miserable Stil von Lanz, der die Leute (auch mich) auf die Palme bringt. Er ist der Wagenknecht mit einer derartigen Häufigkeit und Penetranz ins Wort gefallen, dass man sich schon fragt, ob der Gute im Wald groß geworden ist. So etwas muss man auch nicht dulden, denn selbst die Minimalanforderungen des Journalismus wurden hier mit Füßen getreten. Die Einwürfe, die Lanz permanent äußerte, waren einfach nur dumm. Immer dann, wenn die Wagenknecht ihre Ansichten präzisieren wollte, versuchte der Lanz dies zu unterbinden und auf sein unterirdisches Niveau herunter zu brechen.

Weg mit dem Lanz. Je früher, um so besser!

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2014 | 15:48

@Saturus: Sollen Leute entlassen werden, weil Dir und ein paar Deiner Genossen deren Nase nicht gefällt?

Wenn wir das Meckern einzelner Menschen für maßgeblich halten wollen, dann hätte Frau Dr. Wagenknecht schon längst ein Auftrittsverbot im Fernsehen. Sie hat zwar viele Verehrer im Dunstkreis des linken Spektrums der Linkspartei, aber in der Linkspartei insgesamt viele Gegner. Von den anderen Parteien möchte ich gar nicht erst reden. Selbst bei den zahlreichen Nicht-Wählern dürfte sie wenig Freunde haben.

Sie spricht halt nur eine winzige Minderheit an, die in einigen Blogs zwar das große Wort führen, für die tatsächliche Politik aber zu unbedeutend sind.

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Ehemaliger Nutzer 22.01.2014 | 16:24

@Danki

Darf man(n) jetzt nicht mehr schön sein?

"An die Wäsche gegangen"...tztz, hab's mir jetzt extra mal angesehen! Sie übertreiben maßlos!

Mehr Toleranz!

Stockkonservativ? Finde ich nicht. Und wenn, wär's OK, warum darf es nicht auch einen stockkonservativen Sender geben? Andere gibt's jawohl genug.

gelse 23.01.2014 | 05:11

>>…was will die Wagenknecht eigentlich beim Lanz? Was hat sie sich dabei gedacht?<<
Sie wird sich gedacht haben: Wer sich nicht immer wieder im Fännseh zeigt bekommt keine Wählerstimmen.
Dabei ist es egal, wem jemand vor der Kamera gegenübersitzt. Hauptsache dass.

Die „Diskussion“ dreht sich ja gar nicht um die Aussagen der Vertreterin einer Bundestagspartei. Wenn es darum ginge, dann wäre zunächst festzustellen, sowas mit Rundfunk billiger und effizienter machbar wäre.
Es geht aber nicht um die Bundestagspartei „die Linke“, die kommt in dem ganzen Geschrei gar nicht vor.
Es geht darum dass der Lanz die geheiligte Institution Fernsehen befleckt hat.
Dabei hat er möglicherweise nur die Aufgabe der kaputalistischen Massenmedien begriffen, im Gegensatz zu seinen Kritikern.
Jedenfalls hat es wieder mal funktioniert.

Oberham 23.01.2014 | 11:31

..... mit der Medienabgabe wurde erstmals Propaganda ganz offiziell zwangsfinanziert.

Das Schlimme, inzwischen sind unsere Staatssender gröber und bar jeder Subtilität, sie versuchen nichteinmal mehr, ihre plumpe Meinungsmache zu verbergen.

Für ich ist das ein Glück, vor zwei Jahren fuhr ich meinen letzten Glotzkasten zum Wertstoffhof - ich hab ihn aus Wut vorher zertrümmert - bei einem Interview vom Propagandasoldaten

Walde - es hat richtig gut getan.

Seither gibts die Mediatek und Viedo Streams aus anderen Quellen - genügt völlig.

Filme gucken ist am schönsten via DVD - so kriegt man auch die Stimmen der Schauspieler zu hören.

Ich kann nur empfehlen - Glotze zertrümmern - Zeitgeschenke sammeln - diesen Lanzwahn hab ich mir grad fünf Minuten angetan - alle die sich darüber echauffieren haben meiner Meinung nach noch viel zu wenig Wut auf diese Widerlinge.

Die Medienabgabe zahlt das Job-Center übrigens auch, wenn man auf Null sanktioniert ist - Arbeitslose müssen TV-gucken!

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Ehemaliger Nutzer 23.01.2014 | 11:33

Ich möcht mal anmerken, ohne den Blog in seinem Inhalt kritisieren zu wollen und zu können, dass für meinen Geschmack am Freitag zuviel Mainstream-Fernsehen promoted wird.

Für mich wärs passender, wenn entweder die Perlen rausgepickt werden, dies ja hie und da im Fernsehen auch gibt oder man sich eher auf Subkultur fokussiert. Ich mein man ist ja schon abgetraft genug, dass ich als unfreiwillige Gebührenzahlerin vorwiegend die Festveranstaltungen der Volksmusik und Tatorte finanziere. Sicher die Mehrheit will sie sehen. Aber ich nicht. Und irgendwie muss es doch noch Minderheitenschutz für die paar Nichtinfizierten geben. Muss der Freitag in seinen Fernsehbesprechungen das gleiche TV-Verhalten zeigen wie der Durchschnitt, nur mit gewissenhaft linksausgerichteter Empörung?

ich würde gerne Besprechungen von Filmen lesen, die im Fernsehen gezeigt werden, die können doch auch gut und amüsant geschrieben sein, gerne auch von alten Filmen usw. usw. usw.

Ja, die Antwort "mach selber!" ist berechtigt. Aber nachdem ich was Film und Fernsehen angeht, überhaupt keine Vorbildung hab, fühl ich mich nicht direkt dazu berufen. Und außerdem naja, man möchte sich doch auch mal verwöhnen lassen und etwas gutes lesen, das nicht schon überall steht. Wie gesagt ist jetzt nicht direkt auf den Blog bezogen.

Aber eigentlich ist mir Markus Lanz egal.

Robinsohn 23.01.2014 | 22:00

Es geht nicht nur um die Unverschämtheiten gegenüber Wagenknecht oder um gekränkte Linke. Lanz verursacht mit seinen penetranten maschinengewehrartig vorgebrachten Unterbrechungen gegenüber anderen Gästen auch bei mir Brechreiz. Er entblödert sich nicht, geradezu zu quälen mit pausenlosen Fragen zu Ministerposten, die eine Politikerin eventuell anstreben könnte, aber nicht darüber sprechen möchte. Das hat schon sadistische Züge. Er kann damit nur durchkommen, wenn andere Regeln einhalten, die er verletzt.

Robinsohn 23.01.2014 | 22:01

Es geht nicht nur um die Unverschämtheiten gegenüber Wagenknecht oder um gekränkte Linke. Lanz verursacht mit seinen penetranten maschinengewehrartig vorgebrachten Unterbrechungen gegenüber anderen Gästen auch bei mir Brechreiz. Er entblödert sich nicht, geradezu zu quälen mit pausenlosen Fragen zu Ministerposten, die eine Politikerin eventuell anstreben könnte, aber nicht darüber sprechen möchte. Das hat schon sadistische Züge. Er kann damit nur durchkommen, wenn andere Regeln einhalten, die er verletzt.

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Ehemaliger Nutzer 23.01.2014 | 23:32

"Sie ist klug und schön."

"Die Linken bei den Linken sind eine kleine Minderheit, die zumeist hässlicher und dümmer sind als ihre Göttin."

Fällt Ihnen etwas auf?

Wer hier wohl dumm und HASSlich ist? Genau. Sie sagen es. Mit Ihren eigenen Worten. Ist doch schon mal ein guter Anfang.

Falls es Ihnen immer noch nicht aufgefallen sein sollte: Die Steigerungsform von schlau ist "schlauer".

Groschen gefallen?

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Ehemaliger Nutzer 23.01.2014 | 23:59

ELISREA, a) steht Ihre Schlußfolgerung nicht in meinem Satz und b) ist eine Late Night Talkshow eine Einschlafhilfe, also nicht zwingend ein Ort, an den man sich verlaufen sollte, wenn man ein Anliegen hat, das ernsthaft diskutiert werden soll.

Wenn Frau Wagenknecht diesen Flachtalker meidet, gibt es immer noch genug Möglichkeiten THEMEN zu besprechen, selbst im deutschen Fernsehen.

"... wo sie vom einfachen Volke gehört werden könnten..."

Wenn Sie das wirklich möchten, einmal angenommen, das einfache Volk ist dafür empfangsbereit, müsste Frau Wagenknecht bei anderen Sendern, die noch lebende Zuschauer haben, auftreten. Das ZDF, habe ich gelesen, soll nur Publikum jenseits des MHD haben.

Ratatörskr 24.01.2014 | 20:32

Das was hier ablief hat Frau Wagenknecht vermutlich sogar angenommen. Auch die Vorausschau, dass das nichts mit Verstand und Intelligenz zu tun haen wird. Aber weil das so zu erwarten war, was hätte man hinter ihr hergeschrien, wenn sie nicht gekommen oder aufgestanden und gegangen wäre?

Vielleicht hat sie sich selbst besser erkannt und richtig einschätzen können: Die Tore schoss sie!

Wie geschrieben. Mit Verstand war bei diesen Herrn nicht zu rechen.