Ohne Visionen droht die Intensivstation
Vollbeschäftigung ist im modernen Kapitalismus keine Utopie – wer sie durchsetzen will, muss allerdings konfliktbereit sein, meint DGB-Chefvolkswirt Dierk Hirschel
Schröder hätte es getan
Der Westen kann den Krieg in Afghanistan nicht gewinnen. Die SPD sollte ihren Fehler zugeben und den sofortigen Abzug der Bundeswehr verlangen
Bloß kein Aktivismus
Obwohl er ihr die Taktik auf den Kopf zusagt, kann Frank-Walter Steinmeier gegen Angela Merkels Abwarte-Kalkül wenig ausrichten
Der Fall Politkowskaja wird nicht abgehakt
Keine neuen Ermittlungen, nur einen zweiten Prozess soll es zum Fall Politkowskaja geben. Die Familie der 2006 ermordeten Journalistin will sich damit nicht begnügen
Märtyrer im Höllenfeuer
Freitag-Korrespondentin Ursula Dunckern zum Tod des Taliban-Führers Baitullah Mehsud, der als Nachfolger Osama Bin Ladens galt
Apo fehlte es nie an Phantasie
Ankara und Washington wollen die Kurdenfrage endlich lösen. Eine moderne Türkei mit Minderheitenrechten scheint in greifbarer Nähe. Schlüsselfigur: der inhaftierte PKK-Führer Öcalan
Schluss mit den Sonntagsreden
Noch in 40 Jahren will der britische General Sir David Richards in Afghanistan kämpfen. Er könnte dann ziemlich allein am Hindukusch unterwegs sein
Die Gesetzgebung wird privatisiert
Schon beim Gesetz zur Verstaatlichung der Hypo Real Estate hatte der Finanzminister externe Anwälte bemüht. Jetzt sorgt Minister Guttenberg für den zweiten Fall
Wie finanziert man Ideale?
Bruno Haas, Erbe eines großen Vermögens, spricht über die Möglichkeiten, durch den Einsatz von gestiftetem Geld die Welt ein wenig zu verbessern
Reiche gehen stiften
Die Gründung von Stiftungen liegt in Deutschland im Trend. So lässt sich fast steuerfrei aus viel Geld noch mehr gesellschaftlicher Einfluss machen
Hitparade der Unis: Ein Affentanz
Immer mehr Hochschulen verzichten auf eine Beteiligung am Bertelsmann-CHE-Hochschulranking. Denn die Ergebnisse und Ziele des Wettbewerbs sind zweifelhaft
Die Wende kommt als Lüftchen vom Lande
Einige Regionen in Deutschland versorgen sich bereits zu 100 Prozent aus regenerativen Stromquellen – und es werden mehr
Handel durch Annäherung
Afrika gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Sicherheitspolitik und Rohstoffversorgung der USA. Auch deshalb bereiste US-Außenministerin Hillary Clinton den schwarzen Kontinent
Doppelspitze
Von der relativen Unmöglichkeit, konstruktive Debatten über den Führungsanspruch innerhalb der Partei Die Linke öffentlich führen zu können
Bankenretter im Zwielicht
Das Finanzministerium braucht bald selbst einen Rettungsschirm. Im Untersuchungsausschuss offenbart sich ein eklatantes Missmanagement
Volles Programm trotz sinkender Erträge
Die meisten deutschen Stiftungen reagieren bisher kaum auf die Krise. Viele Spender geben ihr Geld an Stiftungen, weil sie der Marktwirtschaft nicht mehr vertrauen
Es gibt keinen Schalter, den man einfach umlegen kann
Kai Burmeister von der IG Metall über die Arbeit von morgen, grüne Produkte und die Konversionserfahrungen in der Rüstungsbranche
Die letzte Brücke auf dem Weg zurück
Der sowjetische Rückzug aus Afghanistan 1989 bietet kein Muster, könnte dem Westen aber aktuell einige Anstöße für Exit-Strategien aus dem Krisengebiet liefern
Die wichtigsten Entscheidungen waren schon gefallen
Mit der Forderung nach Sozialisierung wichtiger Industrien verlor die SPD überraschend klar die erste Bundestagswahl nach dem Krieg
Es gibt keinen besseren Platz
Das Siedlungsprojekt des amerikanischen Millionärs Irwin Moskowitz erweist sich als willkommenes Ablenkungsmanöver
Vom Gerechten und vom Nützlichen
Droht jetzt wieder „zu viel Staat“? Nein. Aber einfach „mehr Staat“ ist als Erklärungsmodell auch zu einfach. Ein Versuch, die Wirtschatfskrise zu verstehen
Nicht zögern, sondern handeln
Nach dem erneuten Hausarrest für Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gibt noch keine geschlossene Sanktionsfront des Westens, besonders die USA zögern
Die Mörder kamen am Nachmittag
In Grosny ist zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Menschenrechtlerin ermordet worden. Sarema Sadulajewa war keine Aktivistin, sie kümmerte sich um Kriegsinvalide
Eine dritte Intifada ist möglich
Die Fatah hat auf ihrem Parteitag in Bethlehem nicht nur die „Generation Arafat“ abgewickelt, sondern auch Entschlossenheit getankt