Sachbuch
Neueste Sachbuchempfehlungen: Elon Musk wird es weder lesen noch verstehen
Unser Kolumnist surft die rosa Welle, bildet sich mit einem Comic fort und erfährt alles über Exilierung
Koloniales Erbe beim Make-up: Rabea Weihsers „Wie wir so schön wurden“
In ihrer klugen, witzigen „Biografie des Gesichts“ beschreibt Rabea Weihser, welchen Aufwand wir betreiben, dem Look des herrschenden Zeitgeistes zu entsprechen. Übrigens: Männer können Schönheitsarbeit heutzutage soziologisch begründen
Projekt Welterleichterung: Joseph Vogls „Meteor“
Der Philosoph und Kulturkritiker Joseph Vogl widmet sich in seiner neuen Schrift „Meteor“ dem Schwebenden und dem Flüchtigen. Ein Entwurf, der keine leichte Kost, aber sehr erkenntnisreich ist
„Hitler übersetzen“ von Olivier Mannoni: Sümpfe von Hass, Missgunst und Groll
Der Übersetzer von „Mein Kampf“ ins Französische, Olivier Mannoni, blickt in seinem Essay zurück auf eine belastende Zeit. Mannoni analysiert mit genauem Blick die Sprachpolitik der Faschisten und spricht über ihr toxisches Nachleben
Douglas Rushkoff: Warum wir vor Tech-Bros noch nichtmal auf dem Mars sicher sind
Der renommierte Medientheoretiker Douglas Rushkoff seziert das verstörende Mindset der Tech-Milliardäre. Elon Musk, Jeff Bezos und Co. suchen keine Lösungen gegen den Kollaps, sie suchen nach Exitstrategien, falls es soweit kommt
Erst getunt, dann getäuscht: Männer am Steuer einer tödlichen Mobilitätskultur
Der Wirtschaftswissenschaftler Boris von Heesen analysiert in seinem Buch „Mann am Steuer“ faktenreich, wie maskuline Strukturen die Verkehrswende blockieren
„Digitaler Kolonialismus“: Manifest für antiimperialistische Verantwortung
Im Buch „Digitaler Kolonialismus“ belegen Ingo Dachwitz und Sven Hilbig die Ausbeutung durch Tech-Konzerne und Großmächte. Die Autoren schließen eine riesige Lücke in der öffentlichen Wahrnehmung und zeigen sich durchaus parteiisch
„Brüche. Ein ostdeutsches Leben“ von Wolfgang Engler: Die glücklichsten Jahre
Selbstkritisch und subjektiv arbeitet der bekannte ostdeutsche Soziologe Wolfgang Engler in „Brüche“ seine eigene Biografie auf und erzählt sein „ostdeutsches Leben“. „Brüche" ist sein bisher persönlichstes Buch
Sachbücher des Monats: Zapfsäulenvögel und waschechte Sozialistinnen
Vom Kultvogel Minol-Pirol in der DDR über die Mühen der ersten Weltumsegelung und den Bauernkrieg bis hin zur großartigen Lu Märten. Erhard Schütz präsentiert seine Sachbücher des Monats
„Himmelstriche“ oder: Die Liturgie des Goldregenpfeifers
Der große Naturbeobachter Bernhard Malkmus notiert in seinem jüngsten Buch das Aussterben der Arten in Nordengland. „Himmelsstriche“ ist ein melancholisches, persönliches Porträt einer sich drastisch verändernden Landschaft
„Die Suche nach Wasser“ von Virginia Mendoza: Es ist ein Herrschaftsinstrument
Die spanische Anthropologin Virginia Mendoza analysiert die Menschheitsgeschichte als ständige Suche nach Wasser. Wie sie statt kultureller Phänomene dieses Element in den Fokus rückt, leuchtet ein und ist mitreißend
Sachbuch-Kolumne: Begierig aufs Neue und respektfrei gegenüber Gewohntem
Spinnen, Farne und legendäre Unruhegeister: Unser Autor, Prof. Erhard Schütz, erkundet mit zwei Büchern die Naturwisschenschaften und liest dann Reiseberichte aus der Sahara
Rundfunkrede von Thomas Mann: Im Alter ein glühender Demokrat
Die Schriftstellerin Mely Kiyak hat Thomas Manns berühmte Rundfunkreden neu herausgegeben und kommentiert
„Das Deutsche Demokratische Reich" von Volker Weiß: Angreifen, neu erzählen
Der Literaturhistoriker Volker Weiß analysiert, wie die neue Rechte die Geschichte des 20. Jahrhunderts für ihre Zwecke umschreibt
Sachbuch: Ein journalistischer Typus, der keineswegs vergangen ist
Unser Autor Prof. Erhard Schütz liest Sachbücher über Publizisten und Verlegerinnen. Sowohl die Familie Mosse, Gabriele Tergit oder Alfred Andersch haben die Medienlandschaft im 20. Jahrhundert in Deutschland geprägt
Sachbuch-Kolumne „Sachlich richtig“: Das verlockt nostalgisch zur Bildungsreise
Von der Mystik des Waldes über Würde als politisches Konzept bis zur Faszination Neapels: Mit dem Sammelband „Der deutsche Wald“ und weiteren Büchern lädt Prof. Erhard Schütz Leser:innen ein, bekannte Pfade zu verlassen
Alles wandelt sich, nichts geht unter
Einmal im Monat selektiert Prof. Dr. Erhard Schütz seine wichtigsten Sachbücher und stellt sie an dieser Stelle vor. Diesmal geht es um Superreiche, Siebeck, den guten Takt und den Tod
Haben wir die Liebe zu eng definiert?
Die französische Autorin Emilia Roig will Beziehungen aller Art befreien und benutzt dafür einen weitläufigen Begriff von Liebe. Kann das funktionieren?
Szenen einer filmverrückten Ehe
Der Schriftsteller Thilo Wydra beschreibt in seinem neuen Buch die einmalige Komplizenschaft von Alma und Alfred Hitchcock
Von Erhards Memoiren bis Loetschers Reportagen: Zeitzeugen, die Geschichte prägten
Unser Autor liest Bücher über Menschen, die was zu sagen hatten, und einen Fluss, der Fluss heißt
Von Werthers Lotte über die Avantgarde bis zu den Irokesen
Prof. Erhard Schütz liest über Klopstock als Liebenden, Brechts Komfortzonen und Kolonialismus
Ruth Hoffmann über den Mythos „Stauffenberg-Attentat“: In einem Atemzug mit Ulbricht
In ihrem Buch „Das deutsche Alibi“ beschreibt die Journalistin Ruth Hoffmann, wie das Stauffenberg-Attentat vom 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler im Nachhinein politisch verklärt wurde.
Christian Drosten und Georg Mascolo über Corona: Selbstrechtfertigung der Elite
Ein neues Buch präsentiert sich als „überfälliges Gespräch zu einer Pandemie, die nicht die letzte gewesen sein wird“. Doch eine wirklich kritische Bilanz der Corona-Krise leisten die Autoren nicht
Gegen die selbst verschuldete Selbstverdummung
Auch diesen Monat hat Prof. Erhard Schütz wieder einige Sachbücher gelesen: Dieses Mal waren Bücher über Antiglobalismus, Europa und das politische Feuilleton von Claudius Seidl seine Lektüre