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Blogbeiträge

04.01.2010 | 15:50 FOW

Ulrich Becks Denkfehler

Stellen wir uns vor: Ein Hauswirt hat sein Mietshaus lange Zeit so sehr vernachlässigt, dass es in einen brandgefährlichen Zustand geraten ist: Elektrizität marode, Gasleitungen undicht und die Heizungsgeräte unsicher – so sehr, dass ... >> mehr
20.12.2009 | 12:58 FOW

Nach Kopenhagen muss es anders weitergehen!

  In Kopenhagen haben etwa 40,000 Menschen an den offiziellen Tagungen der UNO teilgenommen, vor allem der COP15 – und noch sehr viel mehr haben an den begleitenden Treffen und an den großen Demonstrationen teilgenommen, die in Dänemar... >> mehr
16.12.2009 | 11:25 FOW

Verunglückte Glücksberechnung

Ausgerechnet die 'Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft' hat sich jetzt an die Spitze der deutschen 'Glücksforschung' gesetzt: Gestützt auf "Umfrageergebnisse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)" (Zitate aus der Zeitungsberi... >> mehr
01.10.2009 | 11:24 FOW

Historischer Rückblick auf den 27. September 2009

Ob der 27. September 2009 wohl ein historisches Datum war? Strukturalisten und Systemdenker aller Art werden uns versichern: Parlamentswahlen in einem mittelgroßen Land, so wichtig dieses auch sein mag, können einfach nicht so wichtig sein, wie sie... >> mehr
03.07.2009 | 09:34 FOW

Gibt es eine Weisheit des Bundesverfassungsgerichts?

Das Bundesverfassungsgericht hat einmal wieder ein Wunder vollbracht: Über sein Urteil zur Klage gegen den Lissabon-Vertrag erklären sich alle Seiten als befriedigt bis erfreut. Das sollte misstrauisch stimmen. Haben die Richter einmal wieder etwas ... >> mehr
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Kommentare

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Ulrich Becks Denkfehler

04.01.2010 | 15:50 FOW
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05.01.2010 | 23:44 Giuseppe Navetta
Beck? Ist das nicht der Autor von "Risikogesellschaft", also das deutsche Pendant zu Giddens?
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06.01.2010 | 11:18 FOW
Genau der - ich hatte auf seine "Risikogesellschaft" und seine "Weltrisiokogesellschaft" verwiesen. Es geht aber nicht einfach pauschal um seine (kritikwürdige) politische Position, sondern um einen genauer zu diskutierenden Denkfehler (der dann allerlei politische Konsequenzen stützt).
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Ulrich Becks Denkfehler

04.01.2010 | 15:50 FOW
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04.01.2010 | 19:22 haydnplayer
Vielen Dank nochmals für den Link zu U.Beck! Ich denke, Sie kennen sich mit den Grenzen wissenschaftlicher Prognostik ebenso gut aus, wie Ulrich Beck, und ich kann zwischen Ihrem Text und Becks Ausfü...
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05.01.2010 | 10:24 FOW
Es geht gar nicht darum, ob Ulrich Beck ein engagierter Mann ist, der auch vieles Richtige fordert. Das habe ich noch nie bestritten. Aber in seinem Buch 'Weltrisikogesellschaft' (wie schon in seinem ersten Bucherfolg 'Risikogesellschaft') vertritt er eine These über das Verhältnis von 'Risiko', 'Gefahr' und 'Unsicherheit', die auf eine Eliminierung der Gefahrenabwehr aus unseren gesellschaftlichen Handlungsperspektiven hinausläuft. Das halte ich immer noch für einen Denkfehler. Das Gravierendste daran ist für mich eine gesellschaftstheoretische Konsequenz: Beck suggeriert, wir hätten es heute nicht mehr mit den Herrschaftsverhältnissen zu tun, gegen die die alten sozialen Bewegungen gekämpft hätten, sondern mit einem diffusen, gleichsam 'klassenlosen' Risiko. Auf diese Weise ist m.E. kein Aspekt der heutigen globalen Krisenkonstellation zu begreifen und wirksam zu bekämpfen. Aber das ist eine sehr viel weiter führende Debatte als die über Becks falsche Dichotomie von Risiko und Unsicherheit...
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Ulrich Becks Denkfehler

04.01.2010 | 15:50 FOW
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04.01.2010 | 19:22 haydnplayer
Vielen Dank nochmals für den Link zu U.Beck! Ich denke, Sie kennen sich mit den Grenzen wissenschaftlicher Prognostik ebenso gut aus, wie Ulrich Beck, und ich kann zwischen Ihrem Text und Becks Ausfü...
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04.01.2010 | 22:37 FOW
Ich denke, der Denkfehler - der aus der Perspektive des unbeteiligten Beobachters unsichtbar ist - liegt einfach darin nur zwischen berechenbaren Risiken und Ungewissheit zu unterscheiden - anstatt sich als Handelnder auf die immer relativen (aus wenn-dann-Beziehungen beruhenden) Prognosen der Wissenschaften einzulassen. Das Beispiel der Pandemie-Prognose verdeckt das Problem. Das Klima-Beispiel ist sehr viel sprechender: Es geht nicht um eine Wette, um eine absolute Prognose (die in der tat einfach nicht zu haben ist), sondern um eine Gefahrenabwehr aufgrund einer relativen Prognose: Nachdem das Handeln der Menschheit zu einem erdgeschichtlichen Faktor geworden ist, muss die Menschheit tun, was in ihrer Macht steht, um ihren eigenen Beitrag zum Klimawandel unter Kontrolle zu bringen. Und zwar ganz unabhängig von dem, was sonst noch alles so passieren könnte. Genau dies wird von Ulrich Becks Denkfehler, alles für 'ungewiss' und 'nichtgewusst" zu halten, was nicht versicherungsmathematisch als Risiko berechenbar ist, konsequent verdeckt.
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Nach Kopenhagen muss es anders weitergehen!

20.12.2009 | 12:58 FOW
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20.12.2009 | 20:58 Eselsmöhre
Guten Abend, FOW, danke für Ihren Artikel, der mir als bekennendem Gutmenschen aus der Seele sprach. Bei der Lektüre habe ich mich jedoch gefragt, ob die aufscheinende Sicht auf die Dinge nicht ei...
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20.12.2009 | 22:59 FOW
Ich möchte zu beiden Kommentaren etwas klar stellen: Selbstverständlich liegt es an uns - wir können nicht nur bei uns selbst anfangen, uns weniger klimaschädlich zu verhalten, sondern wir haben auch - letztlich jedenfalls - die Regierungen die wir verdienen. Sich selber zu ändern und seine Regierungen zu verändern sind zwei Seiten deselben Prozesses. Nach Jahrzehnten der Niederlage fällt es vielleich schwer, sich so etwas überhaupt noch vorzustellen - aber die historische Erfahrung lehrt uns doch - auch ganz nüchtern betrachtet: Es geht!
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01.10.2009 | 23:01 FOW
Zu MisterL nur ein simples Argument: Wie soll es denn sonst möglich sein, die nötigen politischen Entscheidungen zu treffen? Geschenkt, dass Deutschland hier nicht im leeren Raum steht und auch dass die politischen Parteien hier nicht die primären Akteure sein werden! Aber auch in Deutschland wird es eine Reguierung geben müssen, die entsprechende Entscheidungen zumindest umsetzt. Ob das dann links ist, ist nicht weiter wichtig. Klar ist aber, dass sich das bürgerliche Lager, wie es die Wahlen gewonnen hat, diesen Problemen erklärtermaßen nicht stellt.
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FOW
Ich lehre als Honorarprofessor Philosophie an der Freien Universität Berlin, Mitinitiator des Forums Neue Politik der Arbeit und bin organisierter Humanist (u.a. Präsident der Humanistischen Akademie Deutschlands). Festschrift: Philosophieren unter anderen, Münster 2008
Mitglied seit:
3 Jahre 0 Wochen
Zuletzt aktiv:
06.01.2010
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Logbuch
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goedzak hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Rob Kenius hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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goedzak hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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rioges hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:40
Calvani hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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