José Nivoi, Hafenarbeiter in Genua: „Wir sind Antimilitaristen, keine Pazifisten“

Interview „Die Revolution ist keine Galadinner“: José Nivoi und sein autonomes Hafenarbeiterkollektiv CALP blockieren Schiffe mit militärischem Gerät auf dem Weg nach Saudi Arabien oder in Richtung anderer Kriegsparteien
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 47/2022
Am Hafen von Genua blockieren José Nivoi und sein Kollektiv Waffenlieferungen – koste es, was es wolle
Am Hafen von Genua blockieren José Nivoi und sein Kollektiv Waffenlieferungen – koste es, was es wolle

Foto: Camillo Pasquarelli

Der Veranstaltungsraum am Kottbusser Tor in Berlin ist so voll, dass einige in einem Nachbarraum auf einer Leinwand verfolgen müssen, was José Nivoi zu sagen hat. Nivoi, Gewerkschafter und 15 Jahre lang Arbeiter im Hafen von Genua, und seine Kollegen haben mit Blockaden und Streiks gegen das Verschiffen von Kriegsgerät am Hafen von Genua in den letzten Jahren auch über die Grenzen Italiens hinaus für Aufsehen gesorgt.

José Nivoi war Arbeiter mit einer Spezialisierung auf Waren und Transportmittel im Genueser Hafen. 2011 gründete er mit anderen das Collettivo Autonomo Lavoratori Portuali (CALP), ein autonomes Hafenarbeiterkollektiv in Genua, dem 25 Arbeiter – nur Männer – angehören. Das CALP sieht sich in der Tradition früherer an

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