Felix Werdermann
Ausgabe 0116 | 12.01.2016 | 06:00 35

Danke, Syriza!

Homosexualität Griechenland öffnet die zivilrechtliche Partnerschaft auch für Lesben und Schwule. In Sachen Gleichberechtigung liegt das Land nun im europäischen Mittelfeld

Es ist ein großer Erfolg der griechischen Homosexuellen. Lesben und Schwule dürfen nun die zivilrechtliche Partnerschaft eingehen, die bisher Heterosexuellen vorbehalten war. Das hat die linke Mehrheit im Parlament beschlossen. Damit sind Homosexuelle jetzt in vielen Punkten gleichgestellt, etwa im Steuerrecht. Allerdings bleiben einige Diskriminierungen auch bestehen. Kinder adoptieren dürfen etwa nur Ehepartner – und heiraten dürfen gleichgeschlechtliche Paare immer noch nicht.

Die Linkspartei Syriza hatte zwar die Öffnung der Ehe gefordert, fand dafür aber keine Unterstützung im Parlament. Der rechtspopulistische Koalitionspartner Anel sperrte sich gegen jeglichen Schritt zur Gleichberechtigung, stimmte sogar gegen das Gesetz zur zivilen Partnerschaft. Syriza war auf die Stimmen der sozialdemokratischen Pasok angewiesen. Und es hat geklappt.

Worte des Bedauerns

Die griechische Regierung kämpft also nicht nur gegen Spardiktate aus Brüssel, sondern gestaltet auch aktiv linke Politik im eigenen Land. Wobei sie in diesem Fall Hilfe vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bekommen hat. Der hatte im Jahr 2013 geurteilt, dass der Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare von der zivilrechtlichen Partnerschaft diskriminierend und daher verboten ist. Ministerpräsident Alexis Tsipras brüstet sich deshalb auch nicht mit dem neuen Gesetz, sondern wählt Worte des Bedauerns. „Anstatt jetzt zu feiern, sollten wir uns vielleicht besser bei den Tausenden Bürgerinnen und Bürgern entschuldigen, denen ihre Rechte jahrelang verwehrt blieben.“

In der Europäischen Union liegt Griechenland nun im Mittelfeld. Es gibt noch acht Länder, die weder Ehe noch Partnerschaft für Homosexuelle erlauben: Bulgarien, Italien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei und Zypern. Andererseits dürfen Lesben und Schwule in neun Mitgliedsstaaten heiraten: in Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Schweden, Spanien und Portugal. In Großbritannien ist die Ehe in England, Wales und Schottland geöffnet. Finnland führt die Ehe für Homosexuelle dann 2017 ein.

Eine gute Nachricht gibt es noch aus Neuseeland. Dort dürfen Lesben und Schwule seit 2013 staatlich heiraten, nun können sie sich endlich auch vor dem Altar trauen lassen, von Anhängern einer Spaßreligion, in der „Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters“. Eine Ehe dort wird – wie bei anderen Kirchen – automatisch staatlich anerkannt. Ganz im Ernst. 

Hinweis: In der gedruckten Ausgabe wurde Norwegen als EU-Mitgliedsstaat aufgeführt. Dies wurde korrigiert.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 01/16.

Kommentare (35)

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Ehemaliger Nutzer 12.01.2016 | 08:26

Es wird nicht mehr lange dauern bis die "Homoehe" im gesamten Westen eingeführt wird. Ein Dogma ist sie bereits in der Gesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft. Es ist verboten öffentlich eine andere Meinung zu haben und wer es doch wagt hat mit harten Konsequenzen bis hin zum Amtsverlust bzw. Haftstrafen zu rechnen.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass es keine Meinungsfreiheit gibt. Wenn es diese geben würde, dann würde auch eine Kritik an der "Homoehe" erlaubt sein und man könnte darüber diskutieren ohne als "Häretiker" zu gelten mit öffentlicher Hexenverbrennung (Modern Shitstorm). Ein weiters Beispiel für die unzähligen Ideologien welche die westliche Religion des "Liberalismus" hat.

Der Shitstorm bzw. die Entfernung dieses Kommentars ist mir jetzt sicher und es ist ein weiterer Beweis dafür, dass es sich hier um eine Ideologie handelt.

Defragmentierung 12.01.2016 | 12:23

"Es wird nicht mehr lange dauern bis die "Homoehe" im gesamten Westen eingeführt wird. Ein Dogma ist sie bereits in der Gesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft. Es ist verboten öffentlich eine andere Meinung zu haben und wer es doch wagt hat mit harten Konsequenzen bis hin zum Amtsverlust bzw. Haftstrafen zu rechnen."

Tatsächlich? Das ist empörend! Bitte nennen Sie doch Beispiele für Amtsverlust und Haftstrafen als Konsequenz auf andere Meinungsäußerungen.

"Ein weiteres Beispiel dafür, dass es keine Meinungsfreiheit gibt. "

Welches weitere Beispiel? Sie haben keines genannt. Weder ein Erstes noch weitere. So erneuere ich meine obige Bitte um Nennung von Beispielen für Amtsverlust, Haftstrafen und Unterdrückung der Meinungsfreiheit.

"Wenn es diese geben würde, dann würde auch eine Kritik an der "Homoehe" erlaubt sein und man könnte darüber diskutieren ohne als "Häretiker" zu gelten mit öffentlicher Hexenverbrennung"

Widerlegen Sie sich nicht gerade selbst durch diesen Ihren, mutmaßlich, kritischen Beitrag? Ich zumindest kann Ihre Zeilen lesen. Wie erklären Sie diesen offensichtlichen Widerspruch?

"Der Shitstorm bzw. die Entfernung dieses Kommentars ist mir jetzt sicher und es ist ein weiterer Beweis dafür, dass es sich hier um eine Ideologie handelt."

Und erneut hat Ihre Beweisführung nicht geklappt. Hat diese Tatsache Einfluss auf Ihre weitere Meinungsbildung?

Ich sehe Ihrer Antwort mit Interesse entgegen, die, entsprechend Ihrem ausdrücklichem Wunsch auf Diskurs, sicher bald erfolgt.

andresterdam 12.01.2016 | 18:12

@Cuber333

Respektierter Cuber 333,

Ich bin einer der Nutznießer dieses "Dogmas", da ich als homosexueller Mann einen Mann heiraten durfte. Ja, heiraten. Hier in den Niederlanden darf ich mich nicht nur verpartnern, sondern die volle Verbindung mit einem anderen Menschen vor dem Gesetz eingehen - mit allen Pflichten, die dazugehören (Adoption bleibt mir vorenthalten, aber ich will mich nicht beklagen.) Die Geschichte hält viele schreckliche Beispiele bereit, wie man mit Menschen meiner Ausprägung umgegangen ist. Ich weiß nicht, warum Sie gegen die Verbindung von Mann/Mann resp. Frau/Frau sind, warum Sie ernsthaft Menschen benachteiligen wollen, die eine andere Sexualität als die Ihre haben. (Ich nehme an, dass Sie im Besitz der "wahren" (=heterosexuellen) Ausrichtung sind und sich nie Gedanken über Ihre Sexualität machen mussten, da Sie nie deswegen ausgeschlossen, gehänselt, bedroht, verprügelt oder sonstwie benachteiligt wurden.) Sie denken, weil die Masse (inklusive Ihrer Person) heterosexuell ist, dürften Leute wie ich nicht den rechtlichen Schutz (und die Pflichten) der Ehe erhalten. Ich frage: Was nehme ich Ihnen, wenn ich einen Mann heiraten darf? Und antworte schonmal: Nichts, rein gar nichts.

Stellen Sie sich nur für einen Moment vor, dass Sie wegen Ihrer biologisch eingegebenen Sexualität diskriminiert, benachteiligt und gesetzlich zweitrangig behandelt würden (ganz zu schweigen von Folter, Einkerkerung und Ermordung in anderen Teilen der Welt) - aus einem überkommenen "Gefühl" heraus. Außerdem - und das dürfte Sie freuen - darf ich mich in Deutschland lediglich verpartnern. Dies steht im Widerspruch zu geltendem Recht, das die Kanzlerin "uns" Homosexuellen -ebenfalls aus einem diffusen Gefühl heraus - weiterhin vorenthält. Das Bundesverfassungsgericht ist hier schon weiter, ich möchte sagen: gerechter!

Ich frage Sie: Warum stilisieren Sie sich zum Opfer eines "Meinungs-Liberalismus"? Jeder gerechtigkeitsliebende Mensch müsste (so nicht in Hass auf Andersartigkeit erzogen) Gleichberechtigung als logisch empfinden. Aber mit der anderen Hälfte der Menschheit (ja, den Frauen) war (und ist es) ja auch noch nicht lange sehr gerecht. Von anderen Weltteilen als dem Westen wollen wir hier auch lieber schweigen.

Kennen Sie zwei verliebte Männer/Frauen? Nein? Glauben Sie mir, Ehe sieht bei "uns" (beinahe) genauso aus wie in Ihren festgefahrenen (heterosexuellen) Vorstellungen.

Das Ganze ist im Übrigen keine Ideologie, sondern ein (später) Fortschritt.

Trauen Sie sich! Lernen Sie jemanden vom "anderen Ufer" kennen, der verpartnert ist. Wahrscheinlich ist es Ihnen dann einfach egal, ob wir heiraten dürfen oder nicht. Und lieben Sie die Frauen, so wie ich Männer lieben (und heiraten) darf.

Finden Sie Verständnis und Gerechtigkeitssinn in sich! Wir haben doch alle nur ein Leben, das wir mit den Menschen teilen wollen, die wir lieben. Auch eventuell mit Trauschein und gegen das diffuse Gefühl von Einigen. Aber gerecht. Wenigstens das.

miauxx 12.01.2016 | 21:58

Ist es wirklich korrekt formuliert, dass, wenn der EUGH f. Menschenrechte etwas als diskrimierend einschätzt, es dann "verboten ist"?

Und kurz zu dem Bild u.v.a. der Bildunterschrift: Das Bild zeigt wohl eher die im antiken Griechenland seitens der Aristokratie übliche Knabenliebe in Lehrer-Schüler-Verhältnissen. Also eher nicht das, was mit Gleichstellung in der Partnerschaft im Sinne des Artikels gemeint ist.

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Ehemaliger Nutzer 13.01.2016 | 09:14

Das ist eine Tatsache. LGBT-Gruppierungen haben einen enormen Einfluss in der Gesellschaft, Politik und Kirche. Es gibt Länder mit dem Delikt Diskriminierung gegen Homosexuelle (Homophobie).

Obwohl Google versucht jegliche Kritik an Homosexualität aus ihren Suchergebnissen zu streichen kann man noch einiges finden. Habe leider nicht die Zeit für eine Recherche bzw. exakte Beweisführung.

bit.ly/MLxZtq

Meine Beweisführung (Shitstorm) hat deshalb nicht geklappt, weil ich geschickt formuliert habe. Was würde passieren wenn ich so Dinge sagen würde wie:

"Homosexualität ist Sünde"

"Homosexualität ist eine psychische Störung"

"Homosexualität ist eine Perversion"

Würde mich freuen, wenn wir einen Diskurs führen könnten. Laut römisch katholischer Moraltheologie zählt Homosexualität als Störung und der homosexuelle Geschlechtsakt als himmelschreiende Todsünde (Sodomie). Im Islam ist es ähnlich. Sehen Sie so etwas als gegeben an?

Es braucht irgendeine Grundlage bzw. Standpunkte um überhaupt etwas zu untersuchen. Sonst kann es auch keinen Diskurs geben.

Diskussionen über Homosexualität können normalerweise nicht geführt werden, weil man bei einer Kritik sofort als Homophob, Fanatisch, Gefährlich und alles mögliche gilt. Genau das macht eine Ideologie aus. Zuschlagen mit irgendwelchen Buzzwords bzw. Buzzphrases (Homophobie-Keule) bis der andere Tod ist. Bin gespannt was jetzt passiert. Vielleicht gelingt mir meine Beweisführung doch noch und der Shitstorm kommt bald.

Felix Werdermann 13.01.2016 | 09:49

Also es geht nicht um den EuGH, sondern um den EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte). Der stützt sich in seinem Urteil auf Artikel 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention, in dem die Diskriminierung verboten ist.

http://www.katholisches.info/2013/11/11/menschenrechtsgerichtshof-zwingt-griechenland-ideologisches-diktat-auf/

http://dejure.org/gesetze/MRK/14.html

janto ban 14.01.2016 | 00:31

|| Was würde passieren wenn ich so Dinge sagen würde wie:
"Homosexualität ist Sünde"
"Homosexualität ist eine psychische Störung"
"Homosexualität ist eine Perversion" ||

Was sollte schon passieren..? Wie ein gewisser Prozentsatz homosexuell veranlagt ist, ist ein gewisser Prozentsatz halt der Meinung, Homosexualität sei Sünde/eine psychische Störung/eine Perversion. Und es änderte auch nichts daran, dass ich mir jetzt noch schnell einen runterhole und mich dann hinlege, wegen müde. Angenehme Nachtruhe!

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 00:55

Respektierter ANDRESTERDAM

Danke vielmals für Ihre Antwort. Ich schätze es, dass ich wegen meiner Haltung gegenüber Homosexualität von Ihnen nicht gleich beleidigt, gedemütigt bzw. diffamiert werde. Hätte mir so ein Verhalten niemals erwartet. Sie sind vermutlich kein Homo-Ideologe, sonder nur ein Mensch welcher anderer Meinung ist.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Verurteilung und Diskriminierung Andersdenkender. Das gilt für Kritiker von Homosexualität genau so wie für Befürworter von Homosexualität. In unserer aktuellen westlichen Kultur ist es üblich Menschen als Nicht-Menschen zu behandeln wenn diese gegen Homosexualität sind. Die Masse im Westen ist dafür und deshalb werden alle welche dagegen sind als Homophob bezeichnet.

Ich denke nicht so wie Sie es vermuten. Die Masse ist keine Beweisführung und ich hasse nichts mehr wie den Mainstream. Wenn das so wäre, dann wäre der Beweis, dass Homosexualität etwas Gutes ist erbracht. Die westliche Masse ist für Homosexualität und kaum jemand ist dagegen. Die Masse war für Hitler, Stalin und andere Massenmörder. Der Beweis der Masse ist für mich nicht relevant, weil er kein Beweis ist.

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass eine homosexuelle Neigung biologisch bedingt ist. Das Homogen konnte bis Heute nicht gefunden werden. Das dogmatisieren, dass die Ausrichtung biologisch bedingt sei ist ein Zeichen für eine Ideologie. Falls ich mich Irre lass ich mich gerne korrigieren. Aber bitte mit Wissenschaft und nicht mit Theorien oder dem Gefühlsargument.

Ich bin und werde unter anderem diskriminiert, verachtet und gehasst weil ich gegen Homosexualität bin. Die Masse ist dafür und ich bin einer der wenigen, welcher dagegen ist und somit eine eigene Meinung zu diesem Thema hat. Das ist laut dem Europäischen Gerichtshof, der Gesellschat, der Medien und dem gesamten Umfeld in welchem ich lebe eine nicht wiedergutzumachende "Sünde" oder modern gesagt "Diskriminierend".

Gleichberechtigung ist gut, wenn Dinge gleich sind. Doch Mann und Frau sind nicht Gleich. Mann und Frau ergänzen sich gerade deshalb so gut, weil sie etwas Anderes sind. Warum werden fast nur Frauen und kaum Männer vergewaltigt? Warum haben Frauen andere Geschlechtsmerkmale wie Männer? Sie sind nicht Gleich und der Begriff der absoluten Gleichheit von Mann und Frau ist ein Zeichen der Genderideologie welche Mann und Frau gleich machen will, obwohl diese nicht gleich sind. Unwissenschaftlichkeit ist ein Kennzeichen von jeder Ideologie.

Ich habe sogar Verständnis dafür warum Menschen Homosexuell werden. Die Liebe von Mann zu Mann und besonders von Frau zu Frau kann sehr intensiv und gefühlsbetont sein. Doch wie jemand fühlt ist keine Grundlage für die Richtigkeit von einer Behauptung. Fühlen kann man fast alles. Psychisch gestörte Pädophile empfinden sexuelle Spiele mit Kindern oft als einen Ausdruck der Liebe zu einem Menschen. Das Gefühl mag echt sein, doch die Tatsache ist ein schwerweigendes Verbrechen. Tut mir leid, dass mir kein besseres Beispiel einfällt. Mein Aufgabengebiet ist Kriminalität und die damit verbundene Beweisführung. Ich hatte nicht einmal annähernd die Absicht Homosexualität gleich zu stellen mit Pädophilie oder ähnlichen Straftaten. Homosexuell ist ein Mensch welcher sich sexuell angezogen vom gleichen Geschlecht fühlt. Jegliche andere Behauptung ist eine Verleumdung bzw. ein Vorurteil. Es sei denn ein Kriminaldelikt konnte nachgewiesen werden (Unabhängig davon ob der Täter Homosexuell oder anders geartet ist).

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meinen Zeilen irgendetwas positives mitteilen. Auf jeden Fall -- Wie immer Sie das sehen mögen --- wünsche ich Ihnen alles erdenkliche Gute, obwohl Sie Homosexuell sind und ich Ihre Haltung ablehne.

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 00:59

Ich bin erstaunt. Normalerweise nach meiner Erfahrung jegliche öffentliche Kritik an Homosexualität mit Shitstorm, Forumverbot, Morddrohung, Stalking, Verleumdung und ähnlichen Dingen bedroht. Das es nicht so ist glaube ich erst, wenn solche Dinge in der nächsten Zeit nicht passieren. Lasse mich gerne überraschen bzw. mich vom Gegenteil überzeugen. Warten wir einmal ab.

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 01:09

Bin gespannt auf das was jetzt passiert, weil ich öffentlich kritisch gegen Homosexualität bin. Laut EUGH, Diskriminierungsverbot und Homophobieparagraphen bzw. Diskriminierungsverbot bin ich jetzt ein "öffentlicher Sünder". Öffentlich gegen Homosexualität sein ist im Westen gesellschaftlicher Selbstmord (Und auch im gesamten Sozialbereich, Wirtschaftbereich, Beamtenwesen, Kleinbürgertum, ...). Wenn es sich nur um eine Meinung handeln würde, dann dürfte man öffentlich auch dagegen sein. Bin schon gespannt wer mich jetzt wieder verleumden bzw. verklagen will. Der einzige "Schutz" im Westen ist noch der Islam, welcher auch solche Ansichten teilt. Die sogenannten "Christen" haben das Dogma der Homosexualität schon längst verinnerlicht.

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 01:15

Typisches Beispiel für Populärpsychologie. Wer ander denkt ist psychisch gestört. Das haben Nazis und Kommunisten auch so gesehen. Eine eigene Meinung zu einem Thema haben ist eine Störung. Ein typisches Kennzeichen von Ideologie und Fantaismus. Keine sachliche Argumentation bzw. Korrektur sondern Draufhauen mit irgendeiner Keule (In diesem Fall die Populärpsychologie-Keule).

SuzieQ 14.01.2016 | 01:19

Es ist ganz einfach. Selbst wenn es nur einen einzigen Menschen auf der Welt gäbe, der homosexuell ist, ist er zu respektieren.

Das macht nämlich Menschsein aus.

Ob sie dafür oder dagegen sind, spielt überhaupt keine Rolle.

Abgesehen davon ist Sexualität, auch die gelebte, Privatsache.

Ich nehm nur mal Ihre letzten 3 Sätze:

Bin schon gespannt wer mich jetzt wieder verleumden bzw. verklagen will. Der einzige "Schutz" im Westen ist noch der Islam, welcher auch solche Ansichten teilt. Die sogenannten "Christen" haben das Dogma der Homosexualität schon längst verinnerlicht.

Ihre Ansicht ist ebenfalls zu respektieren, auch wenns schwer fällt. Sehen Sie. Leben und leben lassen. Ich finde allerdings, dass jede/r selbst drauf zu achten hat, wie wichtig sie/er sich nimmt.

karamasoff 14.01.2016 | 02:07

Könnten Sie bitte Ihr Profilbild ändern? Ja?

Meiner aesthetisch gebildeten Meinung nach ist das "Gesicht" eine Sünde und eine Perversion. Das Gesetz, meine harte Erziehung zum Demokraten und mein Vitaminmangel vergällen es mir leider, Menschen mit "Gesichtern" wie diesem aus dem Verkehr ziehen zu können mittels Verbot, aber ich bin auch schon gespannt wie lange es dauern wird bis meine Meinung über ihr "Gesicht" hier gebrandmarkt oder eingeklappt wird, einem Shitstorm ausgesetzt ist oder durch ähnliche psychische Störungen (= jede andere Meinung), die sich in Kommentaren oder sogar in der Physiognomie des Anderen manifestieren, seiner Freiheit beraubt ist. Jetzt bin erstmal auch zu müde für noch mehr Logik und werde zwar nicht onanieren können, denn ihr "Gesicht" hat mich doch zu stark abgetörnt, um noch eine fesche Maid zu imaginieren, aber einmal die Nationalhymne unter der Decke furzen ist noch drin. Das ist auch garantiert frei von Masse.

Anelim Aksnesej 14.01.2016 | 02:49

Ich hatte persönlich in einem Gespräch vor einigen Jahren erlebt, daß Schwulen das Recht abgesprochen wurde Kinder haben zu dürfen.Das ist noch nicht die Krönung, sondern die Begründung war die Befürchtung, daß es zu Übergriffen,Gewalt usw. kommen könnte. Es war nicht meine Party aber nach meiner Gegenmeinung, ob der sprachlichen und gedanklichen Aussage eines heterosexuellen Glücksritters, war das Gespräch beendet.

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 09:05

Wir müssen wenigstens innerlich jedem Menschen eine Grundwürde zugestehen, wenn wir eine echte "Menschlichkeit" bzw. Toleranz besitzen wollen. Dies gilt auch für Schwertsverbrecher, Alkoholiker und Aidskranke welche auch eine Grundwürde besitzen.

Diese "Menschlichkeit" findet man besonders in unserer Kultur selten. Es gibt fast nur mehr noch professionelle Nächstenliebe (Knigge, NLP, Managerseminare, ...). Wir Leben in einer Kultur wo das Ansehen, Macht, Status, Vermarktung des eigenen ichs, Herkunft und ähnliche Faktoren den "Menschenwert" bestimmen. Die Abtreibung behinderter Kinder ist ein extremes Beispiel dafür wie viel ein "minderwertiges" Menschenleben in Österreich wert ist.

Leben und Leben lassen. Ich werde Homosexuelle und auch alle anderen leben lassen. Wenn es sich ergibt werde ich mit ihnen reden und ganz normal behandeln. Vielleicht würden mir manche homosexuelle Menschen auch sympathisch sein. Ist auch möglich. Möglicherweise auch viel sympathischer wie viele Heterosexuelle. Das hat aber alles nichts damit zu tun, dass ich gegen Homosexualität bin. Die meisten Homosexuellen welche ich kennengelernt habe besitzen die Fähigkeit der Toleranz nicht.

Wer gegen Homosexualität ist wird normalerweise ausgegrenzt, öffentlich geächtet, verleumdet, als gefährlich psychisch krank (Homophob) verurteilt und im schlimmsten Fall handelt es Klagen von irgend welchen politischen Parteien oder LGBT-Gruppierungen.

Homosexuelle fühlen sich andauernd diskriminiert, obwohl sie selbst oft diejenigen sind welche Kritiker diskriminieren. Hier findet oft eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Auch Homosexuelle sollten Heterosexuelle Kritiker Leben lassen und aufhören einen organisierten Vernichtungsfeldzug zu starten mit dem Schlagwörtern wie Homophob und Diskriminierung.

SuzieQ 14.01.2016 | 13:11

Sie sind gegen Homosexualität.
Ok.
Sie sind dagegen, dass Ihre Meinung kritisiert wird.
Ok.
Sie ernten, nachdem Sie Ihre Meinung öffentlich säen, shitstorm.
Jedesmal. Bisher.
Es liegt nicht an Ihrer Meinung, nicht daran, dass Sie sie äußern, es liegt an der Art, wie Sie Ihre Meinung äußern, gönnerhaft, besserwissend, rundumschlagend, pauschalierend. Fakt.
Und daran, dass Sie nicht diskutieren wollen. Denn Sie stellen zT hanebüchene Ideen mit einer brachialen Wortwahl als Fakten dar, wollen diese noch dazu widerlegt bekommen.
Hier ist dafür die falsche Spielwiese.

Dabei spielen Sie genau das, was Sie im Kommentar bemängeln:
Täter-Opfer-Umkehr zu deutsch victimblaming, das ist etwas schräg, es passt nicht so ganz, ne.
Es genügt auch, es als Tatsachenverdrehung zu benennen.
Bevor nur ein einziges Wort gegen 'Ihre Meinung' geäußert wird, verteilen Sie schon die Arschkarten, denn Sie stellen die Behauptung auf, gegen Ihre Meinung zu sein, sei Diskriminierung.
Sie haben ein Problem mit der Akzeptanz von Homosexualität. Ok.
Sie machen Ihr Problem zu dem derer, die es nicht haben. Nicht ok.

Zu Ihrer Antwort: es gibt keine Grundwürde. Würde ist Wert. Es gibt sie ganz oder gar nicht.
Und Menschlichkeit ohne Anführungszeichen ist echt. Die ".." sagen mir 'eigentlich', also unecht.

Wer gegen Homosexualität ist wird normalerweise ausgegrenzt, öffentlich geächtet, verleumdet, als gefährlich psychisch krank (Homophob) verurteilt und im schlimmsten Fall handelt es Klagen von irgend welchen politischen Parteien oder LGBT-Gruppierungen.
Homosexuelle fühlen sich andauernd diskriminiert, obwohl sie selbst oft diejenigen sind welche Kritiker diskriminieren. Hier findet oft eine Täter-Opfer-Umkehr statt. Auch Homosexuelle sollten Heterosexuelle Kritiker Leben lassen und aufhören einen organisierten Vernichtungsfeldzug zu starten mit dem Schlagwörtern wie Homophob und Diskriminierung.

Beispiele Ihrer Feststellungen, ich nenne sie mal freundlich Vermutungen. Zutreffender benannt, sind es Verleumdungen. Noch dazu pauschale.
Ggf sind es Ihre Wahrnehmungen. Die stelle ich in Frage. Aber sowas von.
Und ich weiß, wenn ich Ihre Art der Darstellung kritisiere, dass sie keinen organisierten Vernichtungsfeldzug gegen mich starten.

Holla, die Waldfee

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 17:58

Sicherlich machen Sie das. Ich sage was Religionen wirklich lehren und vermische nicht alles miteinander. Für Ökumenisten, Einheitsreligions-Ideologen und diverse andere Fanatiker bin ich gefährlich und früher oder später müssen mich diese Menschen unschädlich machen. So funktionieren Ideologien.

Es ist nicht meine Absicht Querfronten aufzumachen. Ich bin Römisch Katholisch und lehne den Islam selbstverständlich ab. Sonst wäre ich kein Katholik. Islamisten sind aber die einzige Bevölkerungsschicht in Österreich welche gegen Homosexualität ist. Alle sogenannten Pseudochristen sind dafür, obwohl Ihre Religion es ablehnt. Diese angeblich "Bösen" "Flüchtlinge" und Islamisten haben eine hochwertigere Moral wie unsere "Christen" und sind im Allgemeinen anständiger wie die Österreicher. Ein Islamist welcher mir sagt ich hasse deine Religion ist ehrlich. "Christen" welche versuchen alles zu vermischen sind unehrlich und manipulativ.

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 18:17

Ich bin nicht dagegen, dass ich kritisiert werde. Das ist Ihre Interpretation. Bis jetzt hat es keine sachliche Kritik gegeben. Nicht nur ich sondern jeder Mensch welcher Homosexualität ernsthaft kritisiert wird mit Shitstorm bestraft. Genau deshalb traut sich kaum jemand gegen Homosexualität zu sein. Nicht einmal der Papst und schon gar nicht Politiker, Manager oder ähnliche hohe Persönlichkeiten. Die Gesellschaftlichen Folgen sind verheerend.

Was Sie machen ist Populärpsychologie. Sie behaupten einfach Dinge wie Rundumschlagend, ... und gehen nicht auf die Sachebene. Ich will gerne diskutieren, doch es offensichtlich kaum jemand bereit dazu. Es gibt einfach Tatsachen wie zum Beispiel die Tatsache, dass Homosexualität nicht mit dem Islam und dem Katholizismus vereinbar ist. Das macht mich nicht zu einem Narzisten oder ähnliches.

Kann dem Würde ist Wert leider nicht folgen. Das ist sehr allgemein. Mit Grundwürde meine ich, dass jeder Mensch Würde besitzt weil er von Gott erschaffen und erhalten wird. In der römisch katholischen Theologie nennt man dies Konversionsgnade.

Der ideologische Begriff "Homophob" und die unzählige öffentliche Propaganda von LGBT-Gruppierungen welche von der Politik auch nachweisbar gefördert wird sind vorhanden. Auch Politiker und Gruppierungen welche aufgrund von Homokritik ausgegrenzt wurden. Diese Informationen sind öffentlich und auch Gerichtsverfahren gegen Pastoren und ähnliche welche die Bibel zitiert haben. Es gibt unzählige Fälle davon.

Warum sollte ich jemanden vernichten wollen? Sie können mich kritisieren so viel Sie wollen und auch wenn Sie mich beleidigen oder beschimpfen würden müsste ich das Tolerieren. Ich verabscheue Ideologien und die damit verbundene Manipulation der Gesellschaft und nicht den Menschen. Es gibt einfach Tatsachen, welche sich nicht mit hegelianischer Dialektik aus der Welt schaffen lassen. Ein Beispiel ist Christentum und Katholizismus bzw. Islam. Ist Sünde und bleibt Sünde. Wenn das jemanden nicht passt, dann muss er sich eine andere Religion suchen. Beweisführung von echten Islamisten welche so ehrlich sind und Ihren Glauben so leben wie er ist:

http://www.diewahrereligion.eu/fatwah/?p=287

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Ehemaliger Nutzer 14.01.2016 | 18:27

Ich habe niemals behauptet, dass Homosexualität etwas mit solchen Straftaten zu tun hat. Es gibt sogar einen extra Hinweis, dass dies nicht so von mir gemeint ist. Ihre Interpretation ist unsachlich. Homosexuell ist ein Mensch, welcher sich sexuell zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt.

Sie dichten mir indirekt an ich hätte jetzt Homosexualität mit den von Ihnen beschriebenen Straftaten in Zusammenhang gebracht. Das ist wahrscheinlich unbewusst und aufgrund einer Kränkung passiert. Genau deshalb ist es so schwierig zu diskutieren. Die Sachebene wird einfach verlassen und statt einer sachlichen Diskussion, Kritik oder auch Richtigstellung gibt es Populärpsychologie, manipulative Textinterpretationen und ähnliches. Ist es denn so schwer das Thema auf einer sachlichen Ebene zu besprechen? Offensichtlich schon, weil es sich bei diesem Thema um eine Ideologie handelt welche keine Kritik zulässt.

SuzieQ 14.01.2016 | 22:37

Er hat keine Narben. Oder nur solche, die er sich selbst zugefügt hat. Würde ich Troll zu ihm sagen, gäbe ich ihm Bestätigung.

So bin ich auf das Wahnsinnsgejammer eingegangen, denn ich dachte, da kommt noch was... *grins* pure Langeweile, ich kannte bisher solche Klischees gar nicht ...

Ich glaube, er bettelt förmlich darum, dass ihn endlich, endlich mal jemand hart rannimmt, die Mamaa hat versagt oder so.

Sein Mimimi spricht mehr als Bände. :o)

SuzieQ 14.01.2016 | 22:54

On topic. Ob Mann, ob Frau, ob x, ob y, ob xyz.

Es geht um Lebensgemeinschaft. Wer glaubt, das geht unendlich, irrt, er fällt dem Sicherheitsgedanken anheim.

Wer liebt, liebt. Punkt.

Und der Körper des geliebten Menschen ist ein Teilaspekt.

Ich kann sehr gut verstehen, auf Männer, auch auf Frauen abzufahren. Da gibt es dann doch Liebenswerte. Und Abfahrenswerte. Die Klemmis haben eben ein verkleinertes Spektrum. Wäre ok, wenn sie nicht das Jammern anfingen.

Das ist aber systemimmanent, so what...

Epikur 15.01.2016 | 01:03

Lieber Herr CUBER333

Ich gebe Ihnen in Bezug auf eine Beobachtung Recht: Heutzutage haben nicht wenige (wie ich finde meist heterosexuelle) Befürworter der LGBT-Rechtsbewegung eine etwas hysterische Art. Damit meine ich, dass sie übertrieben schnell Personen angreifen, die lediglich ihre Ablehnung der gleichgeschlechtlichen Ehe kundtun oder neutral sagen, dass sie homosexuelle stören (wohlgemerkt ohne sie abzuwerten). Ich habe auch beobachtet, dass bei einigen Menschen eine Einstellung vorhanden ist Menschen anzugreifen, die nicht homophil sind. Das ist in der Tat undifferenziert und das kritisere ich auch. U.a. deshalb, weil es ignoriert, dass Homophobie (so wie das Konzept einst entwickelt wurde) ja keine moralische sondern eine analytische Feststellung ist, die lediglich besagt, dass ein Mensch mit Angst auf die Erregung eigener homosexueller Triebanteile reagiert. Das ist kein Grund jemanden zu verurteilen. Wenn diese Person aber deshalb gewaltätig, beleidigend oder in sonst einer Art und Weise aggressiv gegenüber Homosexuellen wird, dann muss man das mit allen Mitteln des Strafrechts verurteilen und durch diskursive Kritik solchen Verhaltensweisen Einhalt gebieten.

Damit endet aber meine Zustimmung. Ihre Aussage haben nämlich einen wahren Kern um den sich eine Perle des selbstgerechter passivaggressiver Polemik ansammelt. Sie beklagen erst, dass Homophile ihre Ideologie zu einer herrschenden Ideologie machen und beklagen den Mangel an einem gemeinsamen Standpunkt, den man als allgemeine Referenz heranziehen kann, und führen dann ausgerechnet die katholische Theologie als moralisch-psychologischen Referenzhorizont an. Entschuldigen Sie wenn ich Sie darauf hinweise, dass der Katholizismus schon lange nicht mehr das ist und sein kann. Wie sie die katholische Psychologie zur einzig wahren erklären und den Begriff der Homophobie (der, im von mir oben erläuterten Sinne, aus der Psychoanalyse stammt) als Populärpsychologie abtun entspricht nicht dem was man in einer differenzierten und sachlichen Diskussion tut. Ich bin selbst getaufter, konfirmierter und mittlerweile abtrünniger Katholik; wobei ja die katholische Theologie mich dennoch zeitlebens uns darüber hinaus als Katholik ansieht (womit ich leben kann). Ich habe sieben Jahre als Ministrant und sechs als Lektor gearbeitet und elf Jahre Religionsunterricht genossen und studiere durch den Lacanianismus die christliche Theologie. Dass Homosexualität mit der katholischen Theologie unvereinbar ist ist alles andere als klar. Ich sehe das absolut anders als sie und Gottes Statthalter auf Erden übrigens auch. Dass Sie dem Papst unterstellen aus Angst vor dem Shitstorm der LGBT-Ideologen sich tolerant gegenüber Homosexualität auszusprechen ist mindestens eine Häresie, in jedem Fall eine sagenhafte Dummheit. Und dass es nicht mit dem Islam vereinbar ist ist wahrlich lachhaft. Haben Sie den Artikel über den schwulen Imam gelesen? Zufälligerweise hatte ich einen muslimischen Mitbewohner und habe auch etwas Ahnung von islamischer Theologie. Es ist bemerkenswert wie sie locker aus der Hüfte absolute Standpunkte innerhalb einer Theologie formulieren, die auf dem Zweifel des eigenen richtigen Glaubens basiert.

So viel zu Theologie. Dass sie hier eine Psychologie bzw. eine Lehre vom Menschen in Form einer petitio principii einfach mal ad hoc zur richtigen erklären ist schon dreist. Dass sie sich erst darüber beklagen, dass man als Gegner der Homosexualität als psychisch gestört bezeichnet wird und daraus ableiten, dass es sich um eine Ideologie handeln muss, dann aber Homosexualität als eine psychische Störung bezeichnen ist absolut hanebüchen. Worauf begründen Sie denn Ihre These? Auf dem Katholizismus? Ist das denn keine Ideologie? Und dann verlangen sie wissenschaftliche Belege die aber genetischer Natur sein müssen. Wo steht denn bitte geschrieben, dass man jemanden Grundrechte nur zuerkennen kann, wenn sein Verhalten eine genetische Ursache hat? Sind denn psychologische Erkenntnisse keine wissenschaftlichen Erkenntnisse? Ich kann Ihnen an dieser Stelle aber "The Brain and the Inner World" empfehlen, wenn sie so sehr darauf bestehen. Die Psychologie die sie implizit hochjubeln also die katholische ist aus wissenschaftlicher Sicht ein absoluter Witz und genügt den Grundsätzen einer diskursiven und erfahrungsgeleiteten Wissenschaft nicht ansatzweise. Wieso muss also die Gegenseite wissenschaftliche Argumente vorbringen? Die Psychologie die sie hier vertreten ist ein überkommener und realitätsferner Schwachsinn, der höchstens in der internationalen Pädophilenorganisation namens katholischer Kirche relevant ist.

Und nun komme ich zum Kern der Diskussion: Sie tun so als ob die Partnerschaft oder die Ehe ein heiliges Sakrament ist, das nur der Kirche und der Religion gehört. Das ist sie aber nicht. Klar gibt es das Sakrament der Ehe, aber darüber wird hier nicht diskutiert. Falls sie es nicht mitbekommen haben hat Reichskanzler Bismarck Standesämter eingeführt und seitdem ist die Ehe ist eine rechtlich definierte Gemeinschaft, die von einem laizistischen Staat verliehen wird. Ob das Ihnen schmeckt ist völlig irrelevant, denn es ist ein Fakt - sie stehen doch auf Fakten dachte ich. Das Feld des argumentativen Diskurses ist unser Rechtsstaat, der sich an den Menschenrechten orientiert. Unser gemeinsamer Katechismus ist das Grundgesetz mit dem Schwerpunkt auf den ersten 20 Artikeln - keine Sorge ich finde das Grundgesetz auch nicht rundum perfekt, wir müssen aber alle irgendwie damit leben oder uns bekriegen. Ziehen Sie daraus Ihre Argumente, wenn Sie Wert auf einen gemeinsamen Diskussionhorizont legen. Sie haben das Recht dagegen zu sein und dagegen zu argumentieren und ich habe in meinem Umfeld jemanden, der das als Katholik auch tatsächlich tut. Aber dieselbe Person verzapft nicht so einen Schwachsinn wie Sie es tun, verzieht sich nicht heulsusenhaft in eine passiv-aggressive Ecke um alle anderen als böse Übeltäter an sich zu beschimpfen und erklärt auch nicht Homosexualität zu einer Störung oder Perversion. Hätten Sie Argumente gegen die Homoehe vorgebracht wie es mein Familienmitglied tut würde ich an dieser Stelle Gegenargumente vorbringen, z.B. dass Homosexuelle sehr wohl zur Reproduktion, die ein gesellschaftliches und kein privates Unterfangen ist, durch die Fähigkeit der Adoption von Waisen beitragen. Waisenkindern ist es egal wer sie als Eltern liebt, ihnen ist es wichtig, dass sie Eltern haben und nicht in einer katholischen Erziehungsanstalt enden. Aber ich kann mir das bei Ihnen wohl sparen. Und wenn Sie sagen, dass Homosexualität eine Perversion ist, habe ich eine Antwort für sie: so what? Darf man etwa keine Perversionen haben? Sie finden das schlecht - ok; ich finde das in Ordnung und finde Moralisterei schlecht. Und ein passiv-aggressives selbstgerechtes und pseudoelitäres Gehabe wie das Ihrige finde ich absolut ekelhaft.

Holen Sie sich Ihre Ersatzbefriedigung des Shitstormopfertums woanders, es gibt genug Communitys in denen es an Niveau mangelt wie z.B. Youtube.

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Ehemaliger Nutzer 15.01.2016 | 09:03

Danke vielmals für die Antwort. Die meisten Befürworter der Homosexuaität sind in der Tat Heterosexuelle. Bei Kriminaldelikten wie Körperverletzung oder ähnlichem soll es ein Gerichtsverfahren geben. Unabhängig davon wer oder was jemand für eine Orientierung hat. Das hat wenig mit dem Thema Homosexualität zu tun. Der Begriff Homophobie wird ähnlich wie der Begriff Xenophobie hauptsächlich für Ideologische Propaganda genutzt. Wer gegen Homosexualität ist wird als Homophob klassifiziert und sofort Vorverurteilt.

Sie machen leider das was fast immer in Diskussionen zu diesem Thema gemacht wird. Populärpsychologie und ein Verurteilen meiner Person als selbstgerecht, passivaggressiv, ... Der römisch katholische Glaube inklusive der Moraltheologie ist definiert und wissenschaftlich (Religionswissenchaften) erfassbar. Es gibt Dogmen in allen Religionen und diese haben Gültigkeit. Nur so können Religionen untersucht werden. Homosexualität ist laut römisch katholischer Moraltheologie immer schlecht. Daran kann niemand etwas ändern. Auch wenn für Sie 1+1=2 für eine Falsche Aussage ist ändert sich das nicht. Genausowenig wird sich die katholische Moraltheologie bzw. die Islamistische ändern. Das ist nicht so weil ich das so sehe, sondern das wird in diesen Religionen so gesehen und gelehrt.

Sie haben leider kein fundiertes Wissen über römisch katholische Theologie und Religionen. Sonst könnten Sie so etwas zum Thema Katholizismus nicht behaupten. Theologie und Psychologie sind unterschhiedliche Dinge. Warum sollte es eine Häresie sein, wenn man beim Papst so etwas vermutet? Welches Dogma habe ich hier materiell bzw. formell geleugnet? Wissen Sie überhaupt was eine Häresie ist? Häresie bedeutet ein Dogma zu leugnen. Die Behauptung Homosexualität ist gut wäre eine Häresie, weil es innerhalb der katholischen Religion als dogmatisch gilt, dass Homosexualität schlecht ist.

Sie verwenden Begriffe wie lachhaft, berufen sich auf ihr das ministrieren und ähnliches. Da ist nicht sachlich. Es ist nicht dreist so etwas für richtig zu erklären. Das ist nicht meine Meinung, sondern das sind Axiome der römisch katholischen Moraltheologie. Diese habe nicht ich erfunden, sondern diese werden durch die Päpste und das Lehramt der Kirche so definiert. Nehmen Sie den Denzinger in die Hand und versuchen Sie einmal einen Beweis zu liefern das Homosexualität erlaubt sein kann.

Sie nennen die Kirche eine Pädophilenorganisation. Das ist unsachlich und eine Pauschalverurteilung. Gleichzeitig werfen Sie mir vor unsachlich zu sein. Eltern sind im Katholizismus als Mann und Frau definiert. Das ist auch dogmatisch in dieser Religion und begründet sich aus dem Naturrecht. Mit Menschen wie Ihnen kann man schwer diskutieren, weil Sie so viele Vorurteile besitzen und das Vorhandensein einer katholischen Moraltheologie bzw. Dogmen ablehnen. Ihre Verurteilungen als passiv-aggresiv, Ersatzbefriedigung, ... sind nichts anderes wie Populärpsychologie. Fern von jeglicher Sachlichkeit.