Hans Hütt
Ausgabe 0516 | 03.02.2016 | 11:38 30

Frau Dr. Seltsams Lachen

AfD Frauke Petry will dem Volk aufs Maul schauen, damit es anderen draufhaut. Mit einem Lachen bringt sie den Schrecken zurück in die deutsche Politik

Frau Dr. Seltsams Lachen

Jedes Grinsen gibt dem Fußvolk ein Signal

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Wer die Vorsitzende der AfD über einen längeren Zeitraum beobachtet, erkennt in ihren rhetorischen Pirouetten, in ihren Antworten auf kritische Vorhalte wiederkehrende Muster. Ihre Auftritte und Interviews stehen in der Tradition des Framings, wie sie der US-amerikanische Linguist George Lakoff entwickelt hat. Sie gibt ihrer Botschaft den Rahmen, in dem man diese Botschaft dann auch versteht.

Erst einmal gibt Frauke Petry ihrer Partei das frische, jungenhafte Gesicht. Sie ist die adrette Maske des Monsters. Sie verleiht der wutgetränkten Apathie, wie sie Wilhelm Heitmeyer in den Studien Deutsche Zustände beschrieben hat, ihr Gesicht und ihre Stimme. Sie braucht keine Argumente. Platzhalter genügen. Das „Lösen der Probleme“, das sie unentwegt anmahnt, illustriert das Problem der Lösung. Die braucht sie nicht zu benennen. Sie bedient damit den Code der parlamentarischen Demokratie und untergräbt ihn zugleich. Die Alternative der AfD ist alternativlos. Das ist ihr unausgesprochenes Credo. Das zu verstehen, überfordert die Intelligenz der Verfassungsschützer. Sie brauchen keine Beobachtungen zu sammeln, die etwas Neues über die AfD und ihre Vorsitzende mitteilen. Die Wahrheit liegt offen zutage.

Es reicht dazu aus, Frauke Petrys Auftritte zu beobachten. Bei Sandra Maischberger grinst sie, als Sigmar Gabriels Absicht zitiert wird, die AfD hart ranzunehmen. Ihr wisst nicht, was Härte ist, sagt ihre Mimik. Als Frau Maischberger den SPD-Vize Ralf Stegner fragt, ob es Mut brauche, sich mit der AfD auseinanderzusetzen, lacht sie. Petrys Lachen ist der Code. Jedes Lachen und Grinsen gibt dem Fußvolk ein Signal: Die Argumente der anderen sind Quatsch. Als Stegner sie mit dem Schießbefehl an der Grenze konfrontiert, zeigt sie ein strahlendes Lächeln, wackelt mit dem Kopf, wie abwegig sie Stegners Kritik findet.

In Deutschland gebe es einiges aufzuräumen. Das ist einer dieser Sätze, der die galoppierende Regression der politischen Kultur des Landes bedient. Sie bedient sich freihändig an rhetorischen Versatzstücken, die sich an Unmündige richten (Hausaufgaben machen!). Der Versuch, zwischen Kritik und Hetze zu unterscheiden, bewegt sie zu einem glucksenden Lachen. Die Botschaft an das mitlachende Fußvolk: Die Gegner der AfD erkennen Hetze nicht einmal, wenn sie leibhaftig vor ihnen sitzt.

Wie der Feuerteufel, der in der freiwilligen Feuerwehr mitmacht, zündelt sie manchmal auch auf offener Bühne. So gibt sie dem Monster an langer Leine Auslauf. Das war bei ihrer Pressekonferenz in Berlin zu besichtigen. Dann redet sie von Kulturfremden. Die christliche Herkunft stellt sie so auf den Kopf: Wer sich selbst erhöht, darf die Kulturfremden erniedrigen.

Frau Doktor Seltsams Lachen wird besonders gespenstisch, wenn es aus dem Radio kommt. Es ist ein Metalachen, mit dem sie dem Deutschlandfunk-Moderator Christoph Heinemann zu verstehen gibt: Du Dummkopf, natürlich sind wir Populisten. Nur was das ist, das verstehst du nicht. Sie will dem Volk aufs Maul schauen, damit es anderen draufhaut. Auf den Vorhalt, wer Angst hat vor Fremden, der solle sie kennenlernen, antwortet sie lachend: Oh ja! Ihr Lachen sagt: Die werden uns kennenlernen.

Frauke Petrys Lachen bringt den Schrecken zurück in die deutsche Politik. Er sieht so nett aus. Abscheulich nett.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 05/16.

Kommentare (30)

McCormick 03.02.2016 | 12:43

So etwas ähnliches wie diesen (Meinungs) Artikel habe ich in den letzten Monaten zu haufe über Putin gelesen. Ja, ißt die Petry den auch Kinder? Egal, wer in Progromstimmung ist, hat schon die brennende Mistgabel hervorgehohlt und fragt nicht weiter nach...

In aller Fairness muss man sagen dass dieser Beitrag in bester Qualitätsjournalistenmanier sauber personalisiert und zugrundeliegende Strukturen ignoriert.

Und zu Maischberger: ich fand es sehr beachtlich wie sich die Petry im einen Umfeld und einem Format geschlagen hat, dass darauf auswahr sie vorzuführen, das schafft nicht jeder.

Magda 03.02.2016 | 12:59

Frauke Petrys Lachen bringt den Schrecken zurück in die deutsche Politik. Er sieht so nett aus. Abscheulich nett.

Es ist schon komisch - Mein Mann hat kürzlich bei der Maischberger Show die Frauke Petry beinahe verteidigt, als z. B. Jakob Augstein irgendwo über Petry sagte, dass sie das lächelnde Gesicht der AfD sei und noch so allerlei.So ähnlich wie es in diesem Beitrag geschieht.

Sie so zu dämonisieren, das ist mir zu dick. Außerdem: Ich habe noch nie erlebt, dass ein Politiker - ganz gleich welcher Coleur - auf diese Weise charakterisiert würde. Sowas passiert - übrigens auch bei Angela Merkel oder Uschi von der Leyen, früher auch Sahra Wagenknecht - nur Frauen. Und es kommt irgendwo anders her, aber nicht aus der Ecke der politischen Kritik und es entlarvt.....nichts. Oder eher die Kritiker, die sich so äußern.

Frauke Petry ist politisch durchaus selbstentlarvend, aber was hier über sie sinniert wird, entlarvt leider auch eine Welt, in der es nach wie vor so gender-vorsintflutlich zugeht, dass es mich graust. Da ist alles offensichtlich abrufbar.

Apropos Grausen: Mir graust mehr vor solch kaltem politischen Akteur wie Alexander Gauland. Warum kann man u. a. auch bei Martin Walsers "Finks Krieg" nachlesen.

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Ehemaliger Nutzer 03.02.2016 | 14:50

Tacheles tut weh, ob von "rechts" oder "links". Natürlich reitet die AfD ein populistisches Ross, allerdings reiten das alle anderen Parteien auch, das reicht also nicht als Diffamierung. Es kommen zwei Dinge zusammen: die öffentliche Welle und die Wellenreiterin Petry, die mit jedem off the lip und buttom turn die Runde durcheinanderbringt.

Würden die anderen sich einmal auf Inhalte und Fakten verständigen, anstatt sich immer nur selbst zu loben und das politisch andere Gegenüber für (vermeintliche) Fehler der Vergangenheit verantwortlich zu machen, wäre das anders. Es reicht aber nicht, zu bestimmten Themen mit einem Zweiseiter gebrieft zu werden, man muss sich schon mit der Materie beschäftigen, um konkrete Argumente und Strategien haben zu können. Wenn eine Petry nun behauptet, man solle von der Waffe gebrauch machen oder sich wehren, dann könnte das aufgrund der aktuellen Gesetzteslage nun auch von allen anderen Parteien kommen, z.B. von den Grünen, die haben damit ja bereits ihre Erfahrung - ob nun in Persona bei Demonstrationen oder in Form des völkerrechtswidrigen Kriegseinsatzes der Bundeswehr.

Gut gebrüllt, Löwin, möchte man anfügen, zieht es doch mindestens eine Diskussion nach sich, in der auch die AfD WählerInnen über moralische Aspekte des Waffeneinsatzes diskutieren werden. Vielleicht ergibt sich nach den Denkanstößen eine andere Einstellung zum Thema.

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Ehemaliger Nutzer 03.02.2016 | 15:18

Das geistige und verbale Niveau dieses Artikels entspricht etwa jenem, welches man sonst bei unappetitlichen Internetseiten wie 'Politically Incorrect' vorfindet, wenn überhaupt. Eine derartig personenbezogene Hetze ist mir wirklich selten untergekommen, und in einer Publikation mit irgendeinem journalistischen Anspruch noch nie. Dass der Autor Fremdworte wie 'Framing' verwendet, um sich und seiner billigen Häme einen wissenden, wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen, ist typisch für fernlinke Argumentationsmuster, und ist auch stellvertretend für den gesamtes Duktus dieses Textes. Wahrscheinlich würde er mir allein für diese Feststellung wiederum 'Derailing' vorwerfen, weil es so schön klingt und von den eigenen fragwürdigen Inhalten ablenkt. Framing wird von Politikern aller Parteien verwendet, ständig, und ist ein, vielleicht auch bedauerlicher, Teil des politischen Diskurses.
Dass ein derart diffamierender und bösartiger Artikel wie der vorliegende zusätzlich auch in der Printausgabe des 'Freitag' erscheint, sagt leider auch viel über die Geisteshaltung von Jakob Augstein aus. Für mich hat der 'Freitag' damit die ihm vielleicht bisher zubilligbare Rolle eines journalistisch-politischen Korrektivs endgültig verlassen und ist im Land der schlichten, linkspopulistischen Polemik angekommen.

heinthüer 03.02.2016 | 15:28

Frauke Petry, weil sie eine Frau ist, als das freundliche Gesicht der AfD zu bezeichnen, halte ich für ziemlichen Quark.

Sobald Petry spricht, ist sie nicht freundlich und verbindlich, sie wütet und tobt. In Talkshows überzieht sie ihre liberalen Widersacher regelmäßig mit alarmistischem Redeschwall. Das halten diejenigen für eine endlich sich frei machende radikale politische Leidenschaft, die die parlamentarische Demokratie und ihre diskursive, gemäßigte Kommunikation für arrogant, dekorativ und verlogen halten. Für schwul und geschwätzig halt und genderverseucht.

Petrys Kalkül besteht darin, mit den möglichst schärfsten Worten und Gesten das rassistische Erregungspotential der "besorgten Bürger" zu mobilisieren.

Das völkische Pathos, die große Geste, mit der man den deutschnationalen Notstand anklagt, dieser Irrsinn wird kaum gestoppt werden können durch den Versuch eines rationalen Diskurses, der an die Überzeugungsmacht der Fakten und der Logik glaubt.

Reinhold Schramm 03.02.2016 | 15:48

Gesellschaftspolitischer Irrationalismus (nicht nur) bei einem Teil der ostdeutschen Brüder und Schwestern, auch der vormaligen Wirtschafts- und Konsumflüchtlinge? (!)

Wie entschlossen wurden die Grenzsicherungsmaßnahmen der (historischen) DDR von den Pseudo-Bürgerbewegten und 'echten Konsumflüchtlingen (!) verurteilt und mögliche 'Täter der DDR-Grenzsicherung als Mörder vorab diffamiert!

Und heute fordern diese Nachfolgekinder und 'Bürgerbewegten den Einsatz von Waffen gegen unbewaffnete Kinder, Mütter und Väter, gegen die Opfer von Flucht- und Vertreibung aus den NATO-Kriesgebieten und gegen EU-Wirtschafts- und arabisch-asiatisch-nordafrikanische Armutsopfer!

Alles für ihre AfD-Konsumfreiheit, ihre 'Demokratie und ihr'urdeutsches 'Menschenunrecht: -- gegen die Opfer des Imperialismus und Kapitalismus!

Hühnergott 03.02.2016 | 16:28

Was für eine Analyse?

Herr HÜTT beschreibt lediglich die Rituale, die in einer Talkshow und im Politik-Business zelebriert werden und zur Grundausstattung eines Politikers gehören. Nichts besonderes. Allerdings höre ich Verhöhnung im Tonfall und in der Wortwahl.
Das kommt nicht gut an. Beim Fußvolk.

Warum der GBA nicht Anklage wegen §§26 und 130 StGB erhebt, wundert mich überhaupt nicht. Mich wundert eher die Naivität und Ahnungslosigkeit der Fragerin. Hier wäre in der Tat eine Analyse angebracht.

rioja 03.02.2016 | 17:45

Sie ist klug und will nach oben, nach ganz oben, bitte! Via AfD scheint es zu passen. Sie ist die rechte, deutsche Vollfrau: Akademikerin, 3 Kinder, (noch) mit dem Pfarrer verheiratet. Da passt doch alles! Und sie sieht auch noch gut aus! Sie predigt das saubere Deutschland, Frauen sollen mindestens 3 Kinder kriegen und schon hätten wir genug Facharbeiter für die Deutsche Wirtschaft und alles würde gut. Ordnung und Sauberkeit, fast wie die schwäbische Kehrwoche!

janto ban 03.02.2016 | 18:57

Petry ist ohne Zweifel eine gefährliche Frau. Sie gibt der AfD das, was man bei der FDP nicht Suding- oder Koch-Mehrin-Effekt nennen darf. Auch nicht Lindner-Effekt, denn der ist physisch ja auch nicht von schlechten Eltern, wonnich.

Mit den (Griechenland-, Ukraine-, Flüchtlings-)Krisen fand in D eine Re-Politisierung des zwischenzeitlich eingeschlafenen Demos statt. Je näher die Einschläge kamen, desto mehr war ich nicht der einzige, den ich kannte, der privat über Politik sprach. Aber was bei den Leuten, die vor ein paar Jahren noch entweder gar nicht oder einfach irgendwas gewählt hatten, zum Vorschein kam, war erschreckend. "Meinungen" in Form aneinandergereihter Bildzeitungs-Überschriften, wie ich das immer nenne. Übelste Stammtischparolen. Stanzen wie aus dem Bilderbuch des Neoliberalismus. In diesem Setting erklärt sich der Schaden, den Germany's Next Hetzfre Zuckerschnute anzurichten vermag quasi von selbst. Wenn so eine sowas meint und sagt, denkt der das Denken schon fast verlernt habende, politisch Neuinteressierte da, dann kann es so flasch ja nicht sein. Mühle zu.

herb66 03.02.2016 | 22:45

Der Mensch Frauke Petry ist mir ziemlich egal, ich hätte auch keine Lust sie zu analysieren.

Sie ist jedoch als politische Führerin den anderen Parteien eine Gefahr, denn sie agiert ziemlich geschickt bzw. die anderen agieren ziemlich ungeschickt.

Aktuell sagte wohl gerade Schäuble, die AfD wäre eine Schande für Deutschland. Da Schäuble eh ein Feindbild ist für Pegida und Co., bedeutet das, die Zahl ihrer Anhänger schnellt nach oben. Wie blöd sind eigentlich diese Politiker?

Na klar, von mir aus könnte sie als Hetzerin im Gefängnis schmoren, doch dann wird sie schnell zur Märtyrerin und noch gefährlicher.

Ihr Redefluß in Talkshows ist ja eher ein verbaler Durchfall, sie lächerlich machen in der Heute Show, auch sonst im Kabarett ist okay, allerdings wirksam nur bei denen, die sie eh nicht mögen.

Also ist tatsächlich der beste Weg sie loszuwerden, sich um ihre Anhänger zu kümmern, gewissermaßen diese ihr abzuwerben.

So ein richtig kitschiges Melodram um ein Flüchtlinsgkind, von fähigen Leuten als Fernsehspiel inszeniert, kann da größere Wirkung haben, als kluge Argumente beispieslweise hier.

Seichte Gefühls- Argumente, welche diese Anhänger verstehen. Nicht mit Logik, mit Gefühl und Kitsch. Fünf Minuten Geigenmusik und ein sterbendes Flüchtlingskind, das Christiane Hörbiger im Arm hält, weil ein Nazi durchknallte, muss nicht wahr sein, aber überzeugt mehr als andere Dinge.

Auch bei Bohlen ein junger Flüchtling, der in der Castingshow gewinnt, das müsste doch zu machen sein.

So ein ausgelutschter Politiker in einer Talkshow, der hin und her abwägt, für und wider erörtert, teilweise selbst den Rechten recht gibt, dann wieder irgendwie links rumeiert, den versteht gar keiner, da pickt sich jeder raus, was er sowieso schon immer dachte.

Da allerdings ist mir sogar Augstein lieber, den ich eigentlich nicht mag, der aber klare Kante zeigte bei Maischberger, sorry.. In dem Sinne verstehe ich gar nicht die Kritik über diese Talkshow, die hier irgendwo stand. Ich hatte sie mir extra in der Wiederholung angeschaut:

genau das ist auch ein Weg gegen Petry, sie möglichst unfair behandeln, sie tut ja auch nix anderes mit ihren Gegnern.

koslowski 03.02.2016 | 22:59

Die Beobachtung, dass Petry das Grinsen und Quatschen im politischen Show-Business perfektioniert hat, ist ja richtig. Insofern sind ihr Erfolg bei den Anhängern und die Ratlosigkeit ihrer Gegner tatsächlich ein Indiz für die die galoppierende Regression der politischen Kultur des Landes. Mich beunruhigt aber nicht das nette Gesicht Petrys, sondern der Erfolg des Politikstils der ‚neuen Rechten‘ und der AfD, den Jens Bisky heute in der SZ so beschreibt: Zuspruch findet das radikale Projekt wegen seiner Radikalität… Was verbindet sie, was macht sie für den Charme radikaler Politik empfänglich? Wohl der Überdruss an einer Politik und an einer Gesellschaft, die ihnen sozialpädagogisch domestiziert erscheinen, die Abneigung dagegen, belehrt, angeleitet, korrigiert zu werden. Stattdessen suhlt man sich in apokalyptischen Szenarien, die Enthemmungen rechtfertigen sollen. Hinzu kommt der normale Rassismus. (Der ganze Artikel hier: http://bit.ly/1Pikknj)

Magda 03.02.2016 | 23:39

Ich zitiere Ihr Zitat aus der Süddeutschen:

Wohl der Überdruss an einer Politik und an einer Gesellschaft, die ihnen sozialpädagogisch domestiziert erscheinen, die Abneigung dagegen, belehrt, angeleitet, korrigiert zu werden.

Der Gag ist ja, dass die AfD-Leute genau so fürchterlich sozialpädagosgisch anleiten udn korrigieren . Frau von Storch ist ja die Gouvernante vom Schlimmsten. Die sind ja überhaupt nicht viel anders als die etablierten Parteien.

Fro 04.02.2016 | 01:00

Frau Petry redet nur – während unsere Regierung (auch Frau Merkel!) Politik à laAfD betreibt.
Die Regierungsparteien bringen anscheinend aus wahltaktischen Gründen Flüchtlinge in Schwierigkeiten, fördern ihre Unzufriedenheit und nehmen Konflikte innerhalb der Bevölkerung in Kauf... Ein Megaskandal – leider kaum beachtet.

Interessante Beiträge von PRO ASYL:

„Der Überbietungswettbewerb in der Flüchtlingsdebatte“

Asylpaket II beschlossen: Bundesregierung gefährdet Leben von Schutzbedürftigen“


oldredsock 04.02.2016 | 01:46

Zum vernünftigen Schreiben wie zum Lesen gehört, daß man/frau auch, in der Lage ist, die Interpretation einer Information von der Information selbst zu trennen. Dieser Artikel enthält fast keine Information, dafür um so mehr frei wuchernde und zwar böswillige Interpretationen. Dahinter ist unschwer zu erkennen, daß der Verfasser seine Leser manipulieren will. Das ist das Gegenteil der Aufgabe, die die Presse als 4. Gewalt in der Demokratie hat. Leider muß ich feststellen, daß der "Freitag" in den letzten Jahren (spätestens seit Günter Gaus hier nicht mehr qualitätssichernd eingreifen kann) immer mehr zu dem geworden ist, als das er sich selbst bezeichnet: zum "Meinungsmedium". Was in Deutschland fehlt ist ein objektives Informationsmedium. Leider ist ja auch der "Spiegel" das schon lange nicht mehr.

Grundgütiger 04.02.2016 | 09:20

Die Sehnsucht nach einer/em Starken Führer ist gross.

Die Anhänger der AFD beten geradezu in ihrem Wahlprogramm darum.

Die Werbung hat uns beigebracht, "hübsche" Menschen verkaufen euch nur Gutes.

Nette Menschen sind in Ordnung.

Für mich zählt der Inhalt, und nicht die Verpackung.

Die AFD ist die grösste Mogelpackung, die in letzter Zeit angeboten wurde.

Liegt noch unter "Persil".

Was für eine Enttäuschung für manch Einen.

Wo die doch so nett aussieht.

grenzlicht 05.02.2016 | 08:46

Frauke Monalisa Petry laechelt sonderbar. Wollen wir unsd jetzt der die Physiognomie und der Optikder Politiker zuwenden? Das lenkt ab und bringt uns in der Sache nicht weiter. Die Fluechtlinge und die Ursachen der Fluechtlingsstroeme sollten im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Die AFD surft gekonnt auf der Welle die wir durch unserenWind immer weiter treiben. Wir lassen uns die Luft yum durchatmen nehmen und sie l'chelt dabei. Die Loreley hat auch gelaechelt, waehrend die Schiffahrer auf den Rhein auf sie und nicht nicht auf die Klippen im Rhein geschaut haben.

Gruss und Helau aus Mainz

Jon Doe 05.02.2016 | 11:06

Wir leben in einer Demokratie. Da sollten wir auch die Positionen unserer politischen Gegner ertragen können ohne zu ein Stuß zu schreiben wie hier geschehen.

Fehlt nur noch, das sie nach einem Fackelmarsch nackt um ein brennendes Kreuz tanzt und dabei das "Vater unser" rückwärts spricht.
Die AfD und mit Ihr die Frauke Petry, gewinnen nur deshalb Stimmen, weil die derzeitge Politik von vielen Menschen nicht gestützt wird und es keine Partei gibt, die dies darstellt.
Die AfD wird derzeit von den Linken (SPD, Grüne, Die Linke, usw.) gepusht. Solange man sich nicht um die bestehenden Probleme in diesem Land kümmert, wie ausufernden Niedriglohnsektor, Hartz 4, auseinandertrifften zwischen Arm und Reich, wird jede Zuwendung und Untersützung die AfD und damit die Rechte unterstützen. Schließlich hat die Linke (im weitesten Sinne) die einfachen Menschen verraten, verkauft und vergessen. Schlielich sind frauenquoten bei DAX-Unternehmen wichtiger als Hilfe für alleinerziehende Frauen, wo über 50% unter der Armutsgrenze leben.

Richard Zietz 05.02.2016 | 13:17

Ich würde mal sagen: Der Schrecken ist auch ohne Frauke Petry längst zurückgekehrt in die deutsche Politik. Merkel, Gabriel & Co. haben Orwell längst eingeholt; der nächste große Coup: die Abschaffung des Bargeldes – hier schon mal propagandistisch als nächstes Etappenziel gespint von den Staatspropaganda-Nachrichten, Kanal Primo.

Ob man mit Staatseliten kuscheln sollte, die perspektivisch wirklich alles abschaffen wollen, was persönliche Freiheit, Sicherheit und Lebensqualität ausmacht (und ob das ein angemessener Preis ist für das Zurückdrängen einer rechtspopulistischen Bewegung), lasse ich an der Stelle mal dahingestellt.

RLukas 06.02.2016 | 00:28

Es gibt momentan niemanden in der deutschen Politlandschaft, der offensichtlicher gute Miene zum bösen Spiel treibt als Frau Petry. Ihre Auftritte folgen stets dem gleichen Muster. In der Rolle als "Außenseiterin" bzw. "Außgestoßene" fühlt sie sich pudelwohl und versucht darauf die Glaubwürdigkeit ihrer Argumente zu stützen. Ein besonders interessantes Phänomen ist ihre Begabung jeglichen Kerninhalten von Fragen auszuweichen. Ein Paradebeispiel dafür war die Frage von Frau Maischberger, ob der Demagoge ihrer Partei, Björn Höcke, eigentlich ein Rassist sei. Nach vier Anläufen sagte sie dann endlich, dass diese Bezeichnung in ihren Augen nicht zutreffend sei.

Dummheit kann man nicht verbieten.