Lutz Herden
22.07.2013 | 14:19 86

Die Chance der Palästinenser

Kerrys Mission Es gab schon viele Verhandlungsrunden zwischen Isarelis und Palästinsern. Selten wurden sie aus derart verhärteten Positionen heraus begonnen wie diesmal

Die Chance der Palästinenser

Wie hat John Kerry (l.) Mahmud Abbas überzeugt? Mit der möglichen Freilassung palästinensischer Gefangener durch die Israelis

Foto: Fadi Arouri / AFP

John Kerry dürfte Henry Kissinger, seinen Amtsvorgänger aus den siebziger Jahren und Erfinder der Pendeldiplomatie, endgültig übertroffen haben. Barack Obamas Außenminister war in den vergangenen sechs Monaten zu sechs Nahost-Missionen und ungezählten Touren zwischen Jerusalem und Ramallah unterwegs, um einen Gesprächstermin zwischen Israelis und Palästinensern auszuhandeln – von dem niemand weiß, was er taugt. Dass nun in Washington verhandelt werden soll, bedeutet wenig. Wie viele Versuche der gleichen Art, zu den gleichen Themen, mit den gleichen Teilnehmern und dem gleichen Schirmherren sind seit 1967 gescheitert? Galt nicht die Road Map des Präsidenten George W. Bush vor zehn Jahren als der ultimative Wegweiser zum Frieden? Heute ist sie zu recht vergessen.

Ermutigendes Signal

Warum hat sich Kerry das angetan? Offenbar weil er muss. Dafür ist weniger Erfolgsdruck verantwortlich, unter dem das Weiße Haus steht, weil die Nahost-Bilanz der Obama-Administration bisher eher bescheiden ausfällt. Es ist vielmehr die Lage der Palästinenser, die Kerry antreibt. Deren Hoffnung auf den eigenen Staat noch zu Lebzeiten heutiger Generationen ist im Augenblick so aussichtslos, so vergeblich und so absurd, dass ihnen nur zwei Möglichkeiten bleiben: Entweder sie resignieren und finden sich mit quasi kolonialen Verhältnissen ab, bei denen Israel an seinem Besatzungsstatus in der Westbank festhält und diesen nutzt, um durch fortgesetzten Siedlungsbau vollendete Tatsachen zu schaffen. Oder die Führung unter Präsident Mahmud Abbas setzt sich gegen die Stagnation und gegen den Verlust elementarer Existenzmöglichkeiten eines eigenen Staates so entschieden zur Wehr wie noch nie. Gelingen kann das nur, wenn den Amerikanern in der Palästinafrage international eine Isolation droht, die sich von der Israels qualitativ nicht unterscheidet.

Ein erster Schritt dazu wurde vor einem drei viertel Jahr in der UN-Generalversammlung getan und fiel von den Ergebnissen her ermutigend aus. Es gab eine überwältigende Mehrheit, als sich die Palästinenser am 30. November 2012 bewarben, künftig als „Beobachterstaat“ im höchsten UN-Gremium vertreten zu sein. Von den 193 Mitgliedsländern waren 138 der Auffassung, das sollte so sein. Es gab 41 Enthaltungen und nur acht Gegenstimmen (Israel, USA, Palau, Panama, Nauru, Mikronesien, Marschallinseln, Tschechien), von denen bemerkenswerterweise bis auf Tschechien keine aus der EU kam.

Kerrys Ausdauer

Inzwischen scheint auch der europäische Staatenbund die Landnahme im Westjordanland die längste Zeit toleriert zu haben. Immerhin haben die EU-Kommission und die EU-Außenbeauftragte Ashton angekündigt, ab 2014 keine israelischen Projekte mehr in den besetzten Gebieten zu fördern, weil Siedlungsbau eine schleichende Veränderung der Rechtslage darstelle, was nicht hingenommen werden könne. Sollte es dabei bleiben, was wegen zu erwartender deutscher Einwände nicht sicher ist, hätten die Palästinenser Aussichten auf eine Lobby, die ihrer internationalen Reputation dienlich sein kann.

Allerdings haben sich die EU-Außenminister soeben um Kompensation für ihr vorsichtiges Veto gegen Israels Siedlungsintensität bemüht. Die libanesische Hisbollah wird auf die Terrorliste gesetzt, was Benjamin Netanjahu sicher gefallen wird. Sie soll für einen Anschlag auf israelische Touristen vor über einem Jahr in Bulgarien verantwortlich sein – Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah bestreitet das vehement. Dieses Wohlverhalten entschärft den in Aussicht gestellt EU- Förderungsstopp für Israel und wird die Kompromissbereitschaft seiner Regierung gegenüber den Palästinensern nicht eben steigern.

Offenbar hat sich Mahmud Abbas in den Gesprächen mit John Kerry wenigstens mit der Forderung Gehör verschafft, palästinensische Langzeit-Gefangene freizulassen.

Kommentare (86)

Bastian Borstell 22.07.2013 | 17:06

"Es gab 41 Enthaltungen und nur acht Gegenstimmen (Israel, USA, Palau, Panama, Nauru, Mikronesien, Marschallinseln, Tschechien), von denen bemerkenswerterweise bis auf Tschechien keine aus der EU kam."

Dazu:

"Während Israel für ein freies Palästina in Frieden mit Israel eintrat, forderten alle anderen Länder der Region eine „Kein-Israel-Lösung“ und erklärten Israel den Vernichtungskrieg. Juden in der gesamten arabischen Welt wurden daraufhin mit Pogromen überzogen, wie die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden. Sämtlichen Nicht-Juden in Israel wurde von muslimischen Führern geraten, die angebotene israelische Staatsbürgerschaft abzulehnen und das junge Land Israel zu verlassen, da Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien die totale Vernichtung aller Juden planten. Die Nicht-Juden, die in Israel blieben, wurden israelische Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten. Die Nicht-Juden aber, die das Land verließen, in der Hoff nung die Kriegstreiber gegen Israel würden aus dem Land ein großes Auschwitz machen, wurden später zu „palästinensischen Flüchtlingen“ verklärt. Als es schließlich mit der Vernichtung aller Juden nicht geklappt hatte, wurden jene Juden, die es gewagt hatten, sich zu wehren und somit nicht vernichtet wurden, zu „Besatzern“ erklärt.
[...]
Bevor die West Bank im Jahr 1949 von Jordanien annektiert wurde, war es allgemein als Palästina bekannt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es eine palästinensische Regierung und Verwaltung gab. Die gab es nie. Es gab nicht einmal den Ausdruck „palästinensisches Volk“. Dieser Begriff hielt erst sehr viel später Einzug in den Nahostdiskurs und gehört ebenfalls zu den vielen angeblich neutralen aber in Wahrheit sehr einseitigen Propagandavokabeln.
[...]
Im Ersten Weltkrieg unterlag das Osmanische Reich den alliierten Mächten, was dazu führte, dass im Namen des Völkerbundes das Osmanische Reich aufgeteilt wurde, um neue unabhängige Länder zu etablieren. Selbstverständlich konnte bei dieser Entscheidung nicht der jüdische Teil der Bevölkerung übergangen werden, der schon seit biblischen Zeiten in dem Gebiet lebte. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der Diskriminierung, besonders auch durch muslimische Machthaber (die bekanntesten Pogrome an Juden durch Muslime in der Zeit sind die Nabi-Musa-Unruhen, die Unruhen in Jaffa und das Massaker von Hebron), forderten viele Juden unter dem Begriff Zionismus schließlich nichts weiter ein, als das Recht, das für alle anderen Menschen der Welt selbstverständlich war und ist: Sie beanspruchten Sicherheit in den Grenzen einer selbstverfassten Nation. Sie beanspruchten Unabhängigkeit. Sie beanspruchten Land. Der Völkerbund nahm sich dieses Ansinnens an und wählte ein Gebiet, in dem diese „nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ entstehen sollte. Dieses Gebiet umfasste dabei nicht einmal 0,5 Prozent des ganzen arabischen Raums.
[...]
Im Jahr 1947, also nach dem Zweiten Weltkrieg, während dessen sich die Situation von Juden im Nahen Osten noch mehr verschlechtert hatte - unter anderem verbündete sich der Mufti von Jerusalem Mohammed Amin al-Husseini mit Adolf Hitler im gemeinsamen Anstrengen, alle Juden der Welt zu vernichten -, wurde ein Teilungsplan der Vereinten Nationen, der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, vorgelegt, im dem sich die jüdische Seite schließlich sogar mit nur einem Viertel des eh schon kleinen Gebiets zufrieden gab: Als schließlich am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staats angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, obwohl es nicht mal 20 Prozent des anfänglich in Aussicht gestellten Landes war. Die arabische Seite jedoch verweigerte die Annahme ihres unabhängigen Landes. Stattdessen engagierte sie sich zusammen mit Ägypten, Saudi- Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien in einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründete Israels. Das war am 29. November 1947.
[...]
Die Situation der Tschechoslowakei im Jahr 1938 ähnelt der Situation des heutigen Israels wirklich verblüffend. In der Geschichte müssen im Grunde nur folgende Worte ausgetauscht werden:


Donaumonarchie = Osmanisches Reich
Tschechoslowakei = Israel
Deutsches Reich = Arabische Länder
Sudetendeutsche = Palästinenser
SdP = PLO


Es ist spannend zu sehen, zu welchen Zugeständnissen die Tschechoslowakei bereit war, um Frieden zu erhalten. Spannend auch die einseitige Berichterstattung in den deutschen Medien und das ständige Wiederholen des Begriff s „besetzte Gebiete“, wenn es um das Sudetenland ging. Die Tschechoslowakei war zudem damals eine junge und verletzliche Nation, so wie Israel heute. Auch die Begründung Hitlers lässt aufhorchen: „Selbstbestimmungsrecht der Völker“. Nicht zuletzt wurde auch immer wieder über das Existenzrecht der Tschechoslowakei gestritten. Hitler meinte zwar schließlich, sie doch irgendwie anerkennen zu wollen, aber am Ende war es doch nur eine Lüge. Europa hatte erst mal Frieden. Die Zeche aber zahlten die Tschechen.

Frieden mit Risiken

Als in der Tschechoslowakei dann auch noch Kritik über das Verhalten der anderen europäischen Staaten aufkam, war die Tschechoslowakei schnell als größte Gefahr für den Weltfrieden ausgemacht. Günter Grass war damals noch zu jung, um ein Gedicht gegen die Tschechoslowakei zu verfassen, er war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal Mitglied der Waffen-SS. Dafür aber gab es einen Mann mit dem Namen Lord Trenchard. Er sagte damals, die Tschechoslowakei brauche die Sudetengebiete nicht für die Sicherheit und sprach: „Die beste Sicherheit ist Frieden!“ Jene Menschen in der Tschechoslowakei, die diesem Frieden nicht trauen wollten, wurden kurzerhand zu Störenfrieden erklärt.
„Die beste Sicherheit ist Frieden!“ Dieser Satz fällt auch im Nahen Osten immer und immer wieder. Israel ist jedoch ein Land, von dem ungewöhnlich viel Risikobereitschaft und noch mehr Entbehrung verlangt wird, so wie damals von der Tschechoslowakei. Tschechien kennt somit die Appeasement-Rhetorik und die damit verbundene Gefahr nur zu gut. Darum hat Tschechien mit Nein gestimmt. Wir alle tun gut daran, wenigstens einmal über die zweifelsohne gut begründeten Sorgen dieses Neins nachzudenken.

So wie die Tschechoslowakei damals genug Grund hatte, dem Deutschen Reich zu misstrauen, so hat Israel heute gute Gründe, mit Sorge auf die arabischen Nachbarn zu schauen. Dort steht nämlich „Mein Kampf“ nach wie vor auf den Bestsellerlisten, sind die „Protokolle der Weisen von Zion“ Abendunterhaltung, das Töten von Juden Kinderprogramm und nicht wenige Politiker sind überzeugt davon, dass Juden Bakterien sind, die vernichtet gehören.

Europa hat damals Appeasement-Politik betrieben, denn es ging ja vermeintlich „nur“ um die Tschechoslowakei. Heute geht es „nur“ um Israel. Die Tschechen haben jedoch nicht vergessen. Sie wissen, was es heißt, die einzigen Opfer zu sein, wenn die Weltgemeinschaft sich irrt. Wir sollten diese Erfahrung nicht einfach so ignorieren." http://www.landeszeitung.cz/index.php/gesellschaft/296-warum-tschechien

balsamico 22.07.2013 | 18:39

Europa hat damals Appeasement-Politik betrieben, denn es ging ja vermeintlich „nur“ um die Tschechoslowakei. Heute geht es „nur“ um Israel. Die Tschechen haben jedoch nicht vergessen. Sie wissen, was es heißt, die einzigen Opfer zu sein, wenn die Weltgemeinschaft sich irrt. Wir sollten diese Erfahrung nicht einfach so ignorieren.

Gewiss. Denn es steht bevor, dass die Palästinenser die Israelis bei den anstehenden Verhandlungen (sofern es dazu kommen sollte) über den Tisch ziehen, dass es nur so rauscht. Und dann werden sie sich ganz Israel unter den Nagel reißen und alle Juden ins tiefe Meer treiben. Danach wird die die Welt untergehen, mit Mann und Maus. Das muss verhindert werden.

Tad Baste 22.07.2013 | 21:50

Letztendlich betreiben real desinteressierte Großmächte in ethnischen Auseinandersetzungen immer Appeasement-Politik, denn die finale Alternative wäre ein militärischer Eingriff ohne Profit-, dafür mit Verlustoption.

Die ČSR 1938 ist da sicher das Beispiel, doch Israel und die palästinensische Bevölkerung und die gezogene vermeintliche Parallele hinkt an beiden Beinen, wie auch konstruierbare für Jugoslawien nach 1990, für Ruanda 1994 u.v.a.m. bis Syrien heute.

Dabei gibt es schon Parallelen:

Allen ist zum ersten gemeinsam, dass sich eine bewaffnete Macht (Staat oder Gruppe) die Rechte der zivilen Ortsansässigen aufhebt, warum auch immer und ob im einzelnen juridisch, militärisch oder bestialisch oder alles zusammen

Zum zweiten ist vergleichbar, dass sog. Groß- oder Schutzmächte dem schlicht zusehen und als Maximum des eigenen Einsatzes Gespräche beschwichtigend begleiten.

Der dritte vergleichbare Punkt ist auch Herrn Kerry und allen anderen Bemühten zuvor und wohl auch danach sicher bewusst: Ein Ende hat die Entrechtung, auch Misshandlung, des betroffenen Zivils immer nur gefunden, wenn Täterstaat oder Tätergruppe militärisch niedergelegt oder zumindest einwaffnet und gleichzeitig von echter Konsequenz bedroht waren.

Das macht es in Nahost, ob Israel/Palästina oder Syrien, absolut nicht einfacher.

balsamico 23.07.2013 | 09:44

Lieber Lutz Herden,

die spärlichen Reaktionen hier auf Ihren Beitrag scheinen mir symptomatisch dafür, wie gering das Interesse an den bisher lediglich angekündigten Verhandlungen ist. Tatsächlich kann ich mir auch nicht vorstellen, dass irgendetwas Substantielles herauskommt. Abbas ist schwach und kann nicht für alle Palästinenser sprechen. Netanyahu denkt nicht daran, etwas Substantielles anzubieten, zumal die israelische Gesellschaft nicht im Mindesten geneigt ist, den Palästinensern Zugeständnisse zu machen. Schlechte Voraussetzungen also für erfolgreiche Verhandlungen. Interessant verspricht allenfalls zu werden, mit welcher Begründung den Palästinensern diesmal die Schuld für das Scheitern zugeschoben wird. Ich tippe auf das altbewährte "Argument," sie hätten mal wieder nicht genug kriegen können und sich damit selbst alles vermasselt. Denn so geht das ja nun seit über 100 Jahren. Zionismus ist nunmal keine Veranstaltung, die auf das Teilen von Land und Wasser angelegt ist. Wenn Kerry meint, er bekäme in ein paar Wochen oder Monaten hin, was in über 100 Jahren nichts geworden ist, irrt er. Den guten Willen spreche ich ihm nicht ab. Aber guter Wille allein kann nichts bewirken.

Gruß, bls

IronCandy 23.07.2013 | 13:16

" Es ist vielmehr die Lage der Palästinenser, die Kerry antreibt."

Ja, genau... Nachts kann er nicht schlafen und wacht manchmal schreiend auf.

Ich sag es einfachmal so wie ich es sehe und ignoriere diese Heldensaga des Kerry hier mal.

Die sunnitischen Rebellen... Salafisten/Dschihadisten/Muslimbrüder/Al-Nusra/Al-Kaida/Söldner/Freizeitmörder die gerade in Syrien für Scheichtümer, Allah, Emirate, den Koran oder einfach nur Geld kämpfen sind gerade dabei zu verlieren.

Die Hamas in Gaza ist sunnitisch und hat einen nicht kleinen Teil an Leuten die gegen Assad kämpfen würden.

Man will dass Assad stürtzt also braucht man diese Leute und da ist es problematisch wenn Israel die nicht frei reisen oder mit Waffen rumlaufen lässt... Die Manpower bzw. der Rebellennachschub ist einfach zu gering da die Syrer nicht hinter der "Revolution" stehen.

P.S:

Die Vorstellung dass Kerry ein Demokrat gegen die Interessen der Zionisten die ihm einen nicht unerheblichen Teil seiner Karriere finanzieren vorgeht und den Palästinensern hilft ist absurd.

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Ehemaliger Nutzer 23.07.2013 | 15:16

@Bastian Borstell

Hatten Sie "Ihren Tschechien-Text" nicht schon einmal gepostet?

Das ist ja wieder Hasbara vom Feinsten. Warum verlinken Sie den Text nicht direkt auf den Blog vom Antideutschen Gerd Buurmann ("Tapfer im Nirgenwo")? So sparen Sie sich den Umweg über das Zionistenblatt "landeszeitung.cz" der Zionistin Alexandra Mostýn.

Letztere schreibt übrigens in der "Jüdischen Allgemeinen" eine etwas andere Geschichte was das Verhältnis Tschechiens zum Zionismus betrifft...

"Im tschechischen Brünn entsteht ein Lehrstuhl für Zionismus" - Alexandra Mostýn - Chefredakteurin von landeszeitung.cz

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/15833

IronCandy 23.07.2013 | 21:43

"Warum hat sich Kerry das angetan? Offenbar weil er muss. Dafür ist weniger Erfolgsdruck verantwortlich, unter dem das Weiße Haus steht, weil die Nahost-Bilanz der Obama-Administration bisher eher bescheiden ausfällt. Es ist vielmehr die Lage der Palästinenser, die Kerry antreibt. "

Ja ein völlig emotionsloser und objektiver Text der den nüchternen Funktionär Kerry ohne Umschweife beschreibt.

Es ist Spekulation pur zu Gunsten von Kerry.

Der Typ ist kein Anfänger im Bereich der US-Politik wo war er all die Jahre? Warum jetzt? Warum die Feinde Israels unterstützen?

Es fehlen harte Fakten und Argumente die ihre einseitigen Thesen untermauern.

Erol_Bulut 24.07.2013 | 01:57

Wesentliche Aspekte dieser Friedensverhandlungen werden zwar im Artikel dargestellt, aber die wichtigsten Zusammenhänge fehlen.

Als UN Beobachterstaat hat sich Palästina aus der juristischen Ohnmacht gegenüber den brutalen Landraub- und Menschenrechtsverbrechen Israels befreit, die sie seit mindestens 40 Jahren ertragen müssen. Die Ratifizierung zum Rom Statut ist nun endlich möglich und damit auch endlich Anklagen vor dem IStGh, die wohl in Arbeit sind.

Teil der Vereinbarung für die angeblichen Friedensverhandlungen ist, das von Abbas abverlangt wurde, die nächsten 9 Monatekeine juristische Schritte gegen Israelische Völkerrechtsverbrecher zu unternehmen.

Hier sind wir auch an dem wesentlichen Wechsel der Bedingungen für die bisherigen Unterstützerländer israelischer Völkerrechtsverbrechen. Die USA hat ja bekanntlich zumeist mit symbolischer Deutscher Mittäterschaft in der UN jegliche Sanktionen gegen den systematischen Landraub in Palästina verhindert und so die herrschende Rechtlosigkeit der Palästinenser ausgenutzt. Auch als Beobachterstaat sollte Palästina von der USA verhindert werden, nachdem der Antrag Palästinas zur Staatlichen Anerkennung mit sonderbaren Mitteln verhindert wurde. Das übliche Veto ist meines Wissens nicht gefallen, sondern man hat den Antrag einfach nur „zurückgestellt“. Glücklicherweise konnte Palästina als Beobachterstaat danach nicht verhindert werden.

Praktisch ist Palästina nur einen kleinen Schritt davon entfernt, die bisherige heuchlerische Politik der EU Länder und der USA zu entblößen, welche gegenüber Israelischen Völkerrechtsverbrechen an wehrlosen Palästinensern nur große Toleranz und Mittäterschaft gekannt hat. Schließlich wurden bisher mit (auch geschenkte) Waffen, Geld und politischer und medialer Unterstützung sogar aktiv unterstütz.

Die neuliche Verweigerung von Unterstützungsgeldern der EU für den Siedlungsausbau ist wohl auch dem Umstand geschuldet, dass sich Anklagen gegen EU Institutionen wegen Mittäterschaft bei israelischen Landraub äusserst offenbarend wären, wie die EU bisher ihre eigenen Gesetze dabei vergewaltigt hat, als die Palästinenser noch rechtlos waren.

Es ist nicht mehr lange hin, dass Israelis in Den Haag sich wegen ihrer Verbrechen verantworten müssen, wenn sie sich in den Ländern bewegen, die das Rom Statut ratifiziert haben. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die israelische Propaganda, die im ersten Kommentar breit vorgetragen wurde, den Urteilen in Den Haag entgegen steht und die Regierungen der Rom Länder entscheiden werden müssen, ob sie das Völkerrecht gegen die Verbrechen Israels verteidigen werden, oder ob sie Israel weiter über das Völkerrecht stellen wollen.

Die Friedensverhandlungen werden wieder eine Farce werden. Israel ist nicht bereit, sein Raubgut den Besitzern zurückzugeben. Nethanjahu dürfte sicher der Willen fehlen und es hat ja auch einen Grund, warum israelische Ministerien und israelische Schulbücher Palästina aus der Landkarte gewischt haben. Solche visuellen Eindrücke der selbstherrlichen Besitznahme lassen den Glauben für eine Friedensbereitschaft Israels kaum zu.

www.youtube.com/watch?v=gTwWKdfi8G8&feature=related

Nethanjahu hat sich gerade 9 Monate Aufschub für die juristische Auseinandersetzung mit seinen Verbrechen mit der Freilassung der palästinensischen Gefangenen gekauft. Mehr wird nicht geschehen, weil die Palästinenser wissen, was das Völkerrecht für sie vorsieht.

www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=11292&Cr=palestin&Cr1#.Ue8VYaxJOF8

Israel wird nicht mal ansatzweise bereit sein, dem nennenswert entgegenzukommen. Zu einfach war es in der Vergangenheit, Palästinenser von ihrem Eigentum zu vertreiben um auf geraubten Land „unveränderliche“ Fakten zu schaffen. Das wissen auch die Palästinenser, doch die müssen abwägen. Noch werden sie von den USA und sonstigen Hilfsgeldgebern wie Deutschland mehr oder weniger erpresst, Den Haag nicht zu bemühen. Die israelische Propaganda hofft noch Abbas als Friedensrenitent zu verleumden und der muss sich bemühen, der Propaganda keinen Futter zu geben. 9 weitere Monate Menschenrechtsraub an Palästinensern sind der Preis, den er vorläufig zahlen muss, um sich israelischen Verleumdungskampagnen zu erwehren, damit er in Den Haag dann die richtigen Karten spielen kann. Immerhin hat er ein paar Kriegsgefangene aus israelischer Haft befreien können.

Die Uhr für das Ende der Besatzung tickt aber laut. Europa wird sich nicht leisten können, weiter gleichgültig und unterstützend den Kriegsverbrechen Israels zu begegnen. Und da ist der Artikel wieder stimmig. Die USA wird sich entscheiden müssen, ob sie ihre Mittäterschaft bei Israelischen Völkerrechtsverbrechen auf die Stirn schreiben lassen möchte.

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Bastian Borstell 24.07.2013 | 11:18

"[Die] Zionisten" haben den UN-Teilungsplan für Cisjordanien unterstützt, die arabsichen Staaten nicht.

Hamas und Co. berufen sich auf ihre Interpretation der Sharia, die es angeblich verbieten würde, auch nur einen Fussbreit islamischen Landes abzugeben.

Der letzte Friedensplan,"Oslo", ist ganz eindeutig an dem Tun der "palästinensischen" Funktionseliten gescheitert, hat man doch nach der Rückkehr Arafats begonnen, eine Intifada zu planen und Sharons Besuch auf dem Tempelberg lediglich als Vorwand benutzt, womit sich diese Funktionseliten sogar schon in arabscihsprachigen Medien brüsteteten.

Bastian Borstell 24.07.2013 | 11:29

Hamas und Co. berufen sich auf ihre Interpretation der Sharia, die es angeblich verbieten würde, auch nur einen Fussbreit islamischen Landes abzugeben.

Israel rechtfertigt seine Ansprüche auf diese Terretorim u.a. damit, dass es dort einerseits durchgängig eine teilweise jüdische Bevölkerung gab (nach einem osmanischen Zensus im 19. Jahrhundert hatte Jerusalem schon vor den ersten Einwanderungswellen fast so viele jüdische Einwohner wie Moslems und Christen zusammengerechnet) und andererseits damit, dass die Juden in den arabschen Gebieten stets schlecht behandelt wurden und mittlerweile nicht ohne Grund fast ausnahmslos nach Israel umgezogen sind. Die Juden des "Nahen Ostens", bzw. deren Nachkommen, machten so bis 2002 die Mehrheit unter den Juden Israles aus, entegegen aller Gerüchte, Israel wäre so etwas wie ein "jüdisch-europäischer Kolonialstaat".

Es gibt eine Menge gute Gründe für das Existenzrecht Israels, malabgesehen von dem Schmonz aus der Bibel.

Mein Blog dazu: https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

balsamico 24.07.2013 | 11:39

"[Die] Zionisten" haben den UN-Teilungsplan für Cisjordanien unterstützt, die arabsichen Staaten nicht.

Ja und? Waren die arabischen Staaten etwa verpflichtet, den UN-Teilungsplan zu unterstützen? Woraus hätte sich eine solche Pflicht den ergeben können?

Hamas und Co. berufen sich auf ihre Interpretation der Sharia, die es angeblich verbieten würde, auch nur einen Fussbreit islamischen Landes abzugeben.

Ein rigoroser Standpunkt, den ich für falsch halte. Es hat freilich auch schon ganz andere Signale gegeben, wie z.B. die Arabische Friedensinitiative:

http://de.wikipedia.org/wiki/Arabische_Friedensinitiative

Der letzte Friedensplan,"Oslo", ist ganz eindeutig an dem Tun der "palästinensischen" Funktionseliten gescheitert, hat man doch nach der Rückkehr Arafats begonnen, eine Intifada zu planen und Sharons Besuch auf dem Tempelberg lediglich als Vorwand benutzt, womit sich diese Funktionseliten sogar schon in arabscihsprachigen Medien brüsteteten.

Wenn Sie dazu Genaueres dazu wissen möchten, wie es nach Oslo weiterging, finden Sie hier eine recht gute Chronologie:

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Nahost/verhandlungen.html

Danach kann keine Rede davon sein, dass Oslo am Tun der palästinensischen Funktionseliten gescheitert sei.

Bastian Borstell 24.07.2013 | 11:48

Das "Westjordanland"/"Judea und Samaria" ist/sind militästrategich enorm wichtig. Einerseits ist der Jordan mit schweren Kriegsgerät schwer zu überwinden, andererseits könnten Kampflugzeuge vom Westjordanland aus Raketen bis tief nach Israel abfeuern.

Die Position Israels, abgedeckt übrigens durch Resolutionen 242 (!) des Un-Sicherheitsrates (die immer sehr merkwürdig wahrgenommen wird), ist, dass Israel Grenzen haben muss, in denen es sicher existieren kann. Daher muss einerseits die von Arafat und Co. angekündigte (Wieder)Vereinigung* "Palästinas"/Cisjordaniens mit (Trans)jordanien verhindert werden, andererseits muss ein zukünftiger "palästinensischer" Staat demilitarisiert sein.

Vielelicht sollte mensch sich auch mal mit der israelischen Position auseinandersetzen, statt einseitig Position zu beziehen (Wie z.B. wenn in Bezug auf die Resolution 242 die Tatsachen verschwiegen werden, dass diese nicht einen einseitigen Rückzug Israels vorsieht, sondern einen Verhandlunsgfrieden und "sichere" Grenzen für Israel), ums sich anschließend eine eigene Meinung zu bilden: http://www.youtube.com/watch?v=XGYxLWUKwWo

*Belege (in Form von Zitaten z.B. aus den 90ern) unter: https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

balsamico 24.07.2013 | 12:31

Einerseits ist der Jordan mit schweren Kriegsgerät schwer zu überwinden...,

Die Rede ist von diesem Flüsschen hier:

http://www.umdiewelt.de/photos/1274/5332/5/411360.jpg

Gewiss kein Hindernis für solches Gerät:

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/02/Flickr_-_Israel_Defense_Forces_-_Storming_Ahead.jpg/450px-Flickr_-_Israel_Defense_Forces_-_Storming_Ahead.jpg

...andererseits könnten Kampflugzeuge vom Westjordanland aus Raketen bis tief nach Israel abfeuern...

...und was den Stellenwert einer Fantasie hat, da die Palästinenser über keine Kampfflugzeuge verfügen und nichts dafür spricht, dass sie jemals welche bekommen.

Die Position Israels, abgedeckt übrigens durch Resolutionen 242 (!) des Un-Sicherheitsrates (die immer sehr merkwürdig wahrgenommen wird), ist, dass Israel Grenzen haben muss, in denen es sicher existieren kann.

Aus der UN-Res. 242 folgt mit keiner Silbe, dass Israel berechtigt sein könnte, den Palästinensern das Westjordanland streitig zu machen und dort Siedlungen zu bauen und zu unterhalten.

Vielelicht sollte mensch sich auch mal mit der israelischen Position auseinandersetzen, statt einseitig Position zu beziehen (Wie z.B. wenn in Bezug auf die Resolution 242 die Tatsachen verschwiegen werden, dass diese nicht einen einseitigen Rückzug Israels vorsieht, sondern einen Verhandlunsgfrieden und "sichere" Grenzen für Israel), ums sich anschließend eine eigene Meinung zu bilden: http://www.youtube.com/watch?v=XGYxLWUKwWo

Das macht "mensch" ständig. Daher verlangt auch niemand, dass Israel seine Sicherheit gefährden müsse. Vielmehr geht es darum, dass sich Israel rechtswidrig und auf Kosten der Palästinenser in das Westjordanland hinein ausbreitet und dass die Welt diesem glasklaren Rechtsbruch tatenlos zuschaut.

Erol_Bulut 24.07.2013 | 14:27

Beachtenswert, wie Sie den Kommentarbereich mit stoischem Widerkäuen der israelischen Regierungspropaganda aufblähen. Aber zu dem Blödsinn einer Palästinensischen Bedrohung für Israel lässt sich ganz einfach auf den Libanon Zerstörungskrieg von Israel hinweisen. Dort hat man gesehen, welche Art Vergeltung Israel pflegt, und wie wenig Bedarf im Libanon herrscht, sich das nochmal antun zu lassen.

Aber wenn man den ganzen Schwachsinn zu glauben bereit ist, den die Israelischen Regierungen erzählen, um ihre Völkerrechtsverbrechen und Menschenrechtsverbrechen nicht geahndet zu bekommen, gehört Logik sicher nicht zu den Stärken der Betroffenen

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Bastian Borstell 24.07.2013 | 14:54

Die Rede ist von "seit[!!!] biblischen Zeiten". Damit soll keineswegs der Anspruch aus der Bibel abgeleitet werden, sondern auf einen dort seit Jahrtausenden lebenden jüdischen Bevölkerungsanteil verwiesen werden.

Bitte auf den Kontext und den Sinn achten und nicht "Schlagworte" sinnentstellend aus dem Zusammenhang reißen.

Dazu auch:

„Ein erster offizieller [osmanischer!] Zensus hatte im Jahr 1844 [!] in Jerusalem 7.120 Juden, 5.760 Moslems und 3.390 Christen gezählt.“ Reusch & Gerloff, Grenzenloses Israel – Ein Land wird geteilt, 2006, 12

Mehr dazu in meinem Blog, u.a.

"Zumal es umstritten ist, wie lange es in Cisjordanien schone eine große arabische Bevölkerung gab. Es gibt Berichte, Hinweise und Theorien, dass ein Großteil der Araber, deren Nachfahren heute das Land beanspruchen, erst im 19. und 20. Jahrhundert einwanderte. Darunter:

„Die Peel-Kommission berichtete im Jahr 1937 dass "die Landknappheit ... weniger darauf zurückzuführen ist, dass die Juden so viel Land erworben haben, als vielmehr auf den Anstieg der arabischen Bevölkerung" /Ba/ S.83, /Pf/ S.147 (Bericht der Königlichen Palästina-Kommission, S. 242, Detaillierte Protokollauszüge in J. Peters, From Time, S. 302ff).

Die Yale-Studie faßte 1947 dieses Phänomen so zusammen: "75% der arabischen Bevölkerung Palästinas sind selbst Einwanderer oder Nachkommen von Personen, die selbst in den letzten 100 Jahren, zum größten Teil aber nach 1922 eingewandert sind" /Pf/ S.146 (Niv, David (Hg.): Know the Facts Jerusalem 1985, S. 62f).“

Oder auch hier:

„Die arabische Bevölkerung war klein und begrenzt, bis die jüdische Wiederbesiedlung das Land wieder fruchtbar machte und Araber aus den Nachbarländern anzog. Als 1882 die organisierte jüdische Besiedlung begann, lebten weniger als 150.000 Araber im Land. Die große Mehrzahl der Araber in den letzten Jahrzehnten waren vergleichsweise Neuankömmlinge – Neueinwanderer oder Nachkommen von Personen, die in den vergangenen 70 Jahren nach Palästina eingewandert waren“ /Pf/ S.146, aus Voss, Carl H.: The Palestine Problem Today. Israel and Its Neighbours, Boston 1953, S.13:

Die Tatsachenbehauptung der „palästinensischen“ Funktionseliten, dass „die Palästinenser“ schon seit tausenden von Jahren dort leben würden, ist also durchaus umstritten. Zweifelsohne gab es diese späten Einwanderung der Araber, nur über ihren Anteil an der „palästinensischen“ Bevölkerung wird gestritten, ein Faktum, dass z.B. in Deutschland den meisten Menschen völlig unbekannt ist." https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

Hamas und Co. berufen sich auf ihre Interpretation der Sharia, die es angeblich verbieten würde, auch nur einen Fussbreit islamischen Landes abzugeben.

Israel hingegen beruft sich nicht auf "die Bibel" (allenfalls die religoöse Rechte Israels, die aber nicht mit dem Staat identisch ist, sondern z.B. auf den UN-Teilungsplan und auf die Verteibung der Juden aus den arabischen Ländern, die ja schließlich auch irgendwo Leben müssen. D.h. spätestens mit diesen Vertreibungen der Juden haben die arabischen Länder Fakten geschaffen, die die Existenz Israels unaufhebbar machen. Entgegen zahlreicher Legenden ist Israel auch keine Kolonie westlicher Juden. In Folge der offenen Vertreibungen aus einigen arabischen Ländern, der durch diskrimierende Gesetze motivatierten "freiwilligen" Ausreise der Juden in anderen arabischen und muslimischen Ländern und dem mehr oder weniger gewollten Unvermögen die Juden vor Pogromen zu schützen stellten "orientalische" Juden gegenüber westlichen Juden bis 2002 die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung Israels, rechnet man die Araber mit ein, ergibt sich das für viele verblüffende Bild, dass die große Mehrheit der Bevölkerung Israels "orientalischer Abstammung" ist.

"Die Vertreibung der Juden aus arabischen und islamischen Ländern (hebräischיציאת יהודים ממדינות ערבYetziat yehudim mi-medinot Arav; arabischالتهجير الجماعي لليهود من الدول العربية والإسلاميةat-tahdschīr al-Dschamāʻī lil-yahūd min ad-duwal al-ʻarabīya wal-islāmīya, auch Jüdische Nakba genannt[1]) war der Exodus, die Flucht und die Massenauswanderung von Juden hauptsächlich sephardischer und mizrachischer Herkunft aus arabischen und muslimischen Ländern von 1948 bis in die 1970er Jahre. Ferner umfasste die Jüdische Nakba auch erzwungene Konversionen vom Judentum zum Islam.[1]

[...]

Zum Zeitpunkt des Jom-Kippur-Krieges von 1973 waren fast alle jüdischen Gemeinden in der gesamten Arabischen Welt, sowie in Pakistan und Afghanistan, praktisch nicht mehr existent. Bis 2002 machten Juden aus arabischen Ländern und ihre Nachkommen fast die Hälfte der Bevölkerung Israels aus" http://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_der_Juden_aus_arabischen_und_islamischen_L%C3%A4ndern

Bastian Borstell 24.07.2013 | 15:20

Ist denn schon "Zionist" aus ihrer Sicht ein herabsetzendes Wort? Macht ja fast den Eindruck, womit Sie eine ganze Nation, denn Zionismus ist nichts anderes als der Standpunkt, das es den Staat Israel geben soll, in Kolletivschuld stürzen?

Was soll den eigentlich mit den israelsichen Juden geschehen, wenn Israel nicht mehr existieren sollte?

Als jüdische Minderheit in einem arbaischen Land leben? Warum wohl sind denn die jüdischen Gemeinden in anderen Ländern bis zur tatsächlichen oder zumindest quasi-nichtexistenz zusammengeschrumpft?

Und meinen Sie, es genügt bei jedem Argument für das Existenzrecht Israels "Hasbara" zu rufen und schon habe sich jede inhaltliche Auseinandersetzung erledigt? Als wären Argumente "ungültig", wenn man "Hasbara" ruft, als würden Sie sich wie das Rumpelstielzchen in Luft auflösen. Sicherlich kann solch eine Gesiteshaltung, die die Argumente einer Seite einfach für nichtig erklärt, nicht konfliktlösend sein.

Soll ich jetzt als Antwort einfach "Pallywood" rufen, ist das das Niveau auf dem sich die Diskussion bewegen soll? Ich hoffe doch nicht.

Warum wiederholen Sie eigentlich in Bezug auf Tschechien nicht ihre aufschlussreichen Positionen und Andeutungen zu Fragen der Kriegschuld in Bezug auf den Überfall auf die Teschecheslowakei und am Zweiten Weltkrieg?

"Ich würde gerne wissen, welche Rolle Polen dann einnehmen soll denn es war nicht etwa die deutsche Wehrmacht die unmittelbar nach dem Münchener Abkommen einmarschierte denn da war die polnische Armee schnell" https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein#1373289226844505

"Sie haben Israel vergessen. Auch Polen war von so vielen "Feinden umzingelt", dass es "genötigt" war gegen JEDEN Nachbarstaat (mit Außnahme Deutschlands) binnen weniger Jahre einen Angriffskrieg zu führen. Unterstützt wurde Polen dabei von dem was man damals "den Westen" nannte und das Ergebnis sieht man, wenn sich die heutigen Grenzen Polens anschaut." https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

balsamico 24.07.2013 | 15:39

@Bastian Borstell

Ich gratuliere zum erfolgreichen Verhunzen dieses Threads. Oder meinen Sie, es hätte irgendeinen Sinn, ihre unzumutbar langen und nicht einmal ordentlich lesbar abgekupferten Copy-and-Paste-Beiträge mit israelischer Propaganda zu lesen. geschweige denn, en detail darauf zu antworten? Ich verabschiede mich daher aus diesem Thread.

Bastian Borstell 24.07.2013 | 16:11

"Die Vorstellung dass Kerry ein Demokrat gegen die Interessen der Zionisten die ihm einen nicht unerheblichen Teil seiner Karriere finanzieren vorgeht und den Palästinensern hilft ist absurd."

Halten Sie es auch für möglich, dass Leute "für Israel" Partei ergreifen, ohne dafür "bestochen" worden zu sein?

Vielleicht verwechseln Sie hier ja Ursache und Wirkung: Vielleicht finanzieren "die Zionisten" Kerrys Karriere, weil Sie seine Überzeugungen richtig finden(?).

"Die Hamas in Gaza ist sunnitisch und hat einen nicht kleinen Teil an Leuten die gegen Assad kämpfen würden."

Woher wollen Sie überhaupt wissen, dass Israel für einen Sturz Assads ist? Er hat sich als feindseelig, aber rational agierenend gegenüber Israel herausgestellt. Mit Assad gibt es zwischen Israel und Syrien weder Krieg noch einen offiziellen Frieden, sondern die "stillschweigende Koexistenz" eines kalten Krieges.

Warum sollte Israel ausgerechnet eine Regierung der "Salafisten/Dschihadisten/Muslimbrüder/Al-Nusra/Al-Kaida/Söldner/Freizeitmörder" gutheißen?


Als nächstes kommen noch Gerüchte auf, Israel wäre heimlicher Finanzier der Hamas...

"Die Manpower bzw. der Rebellennachschub ist einfach zu gering da die Syrer nicht hinter der "Revolution" stehen."

Glauben Sie ernstahft, es gibt "die Syrer"? Haben die alle eine volksgemeinschaftliche Kollektivmeinung? Ich glaube eher nicht.

Es gibt Syrer für und Syrer wider Assad, es gibt ausländische Staaten und Gruppierungen für (z.B. Iran, Hezbollah) und wider (z.B. Golftssaten) Assad.

"Die Hamas in Gaza ist sunnitisch und hat einen nicht kleinen Teil an Leuten die gegen Assad kämpfen würden."

Die Bevölkerungsmehrheit Syriens ist sunnitisch. Warum gehen Sie davon aus, dass sunnitische Nicht-Syrer gegen Assad sind, die sunnitische Bevölkerunsgmehrheit aber für Assad?

"Man will dass Assad stürtzt also braucht man diese Leute und da ist es problematisch wenn Israel die nicht frei reisen oder mit Waffen rumlaufen lässt..."

Glauben Sie ernstahft, Israel hätte ein Interesse daran, mit Hamas un Co. gegen Assad gemeinsame Sache zu machen? Warum?

Beides sind Gegner Israels, aber Assad dürfte der angenehmere Gegner sein.

Und hätten "die Palästinenser", die seit 60 Jahren in als "Flüchltlingslagern" bezeichneten Ghettos in Syrien leben müssen (obwohl nicht wenige Syrer diese als ihre Landsleute aus Südwestgroßsyrien/"Palästina" sehen), nicht gute Gründe gegen Assad zu kämpfen:

"Syrian opposition activists say that the military has used chemical weapons against the Al Yarmouk district of Damascus, an area of the city comprised predominantly of Palestinian refugees, Israel Radio reported.

Palestinian sources said that 22 people have been killed in the area, most from inhalation of poisonous gases." http://www.jpost.com/Syria-Crisis/Syrian-army-uses-chemical-weapons-against-Palestinians-320629

Bastian Borstell 24.07.2013 | 16:56

1. Dafür das Rechts ein Stück fehlt, kann ich nichts. Wie das Problem zu lösen ist, habe ich Ihnen geschrieben.

2. Auch Sie verweisen regelmäßig per Link auf recht lange Texte, wie z.B. von "AG-Friedensforschung" bzw. Wikipedia. Ist ihr eigenes Handeln damit nicht auch unzumutbar? Ist es da nicht besser, die relaventen Fakten und Argumente per "Copy-and-Paste" darzutellen, statt das Gegenüber mit irgendwelchen Links zu konfrontieren?

Zumal es nicht das erste mal war, dass ich von Ihnen als Reaktion einen Link mit einem längeren Text erhielt, der mit meiner Äußerung recht wenig zu tun hatte. Oder konkret:

Zu der von "palästinensischer" Seite eingestandenen Bahauptung der israelisch-palästinensiche Krieg* sei sofort in Folge nach Abschluss der Verhandlungen geplant wurden, um den Friedensprozess zu sabotieren, wollen Sie sich wohl auch garnicht äußern. Mir einen solchen Link wie der "guten Chronologie" von "AG Friedensforschung" aber mit Bezug darauf vor die Nase zu setzen, finde ich als "Antwort" aber schon etwas dürftig und "unzumutbar".

Nach dem Motto: In der "Welt der Ag-Friedenforschungs-Links" kommt die bewusste Sabotage des Friedensprozesses durch Arafat und Co. nicht vor, also kann es nicht sein. Versuchen wir uns garnicht, damit auseinanderzusetzen, denn was nicht sein darf, das kann nicht sein.

*In der Diktion der "Pro-Palästina-Propaganda", die sich wohl für "neutral" hält, mit dem "palästinenschen" Propaganbegriff "Zweite Intifada" bezeichnet, wobei "Intifada/Aufstand" suggerieren soll, hier wären allein steinewerfende Demonstranten gegen eine blutrünstige Besatzungsmacht vorgegangen.

3. Was bezeichnen Sie konkret als "israelische Propaganda"? Jene Texte, die die "israelische Position" wiedergeben? Wenn Sie und andere hier Positionen wiedergeben, die eindeutig einseitig jene Perspektive "der Palästinenser" wiedergeben, ist das in Ordnung, aber wenn jemand darauf hinweist, dass in Israel andere Auffassungen dazu vorherrschen, ist das illegetim?

4. Ich Verweise auch auf Wikipedia, z.B. in Sachen "arabische Friedensinitiatie", einem Link, den Sie ins Spiel brachten und diesem Link weiterfolgend den Wikipediaartikel zu Resolution 194. Warum setzen Sie sich nicht zumindest damit auseinander? Das ist doch das, womit Sie mich offensichtlich von angeblichen Zugeständnissen der arabischen Liga überzeugen wollten, ich habe es gelesen und Ihnen Mitteilung gemacht, warum ich (so wie auch Mehrheit der israleischen Öffentlichkeit) daran so einiges "faul" finde, da diese nunmal einige "Fallstricke" eingebaut zu haben scheint, vor allem in Bezug auf die "Flüchtlingsfrage".

5. Ich habe eher den Eindruck, Ihnen gehen die Argumente aus. Ich hätte nämlich ganz gern gehört, gegen welches Völkerrecht Israel verstößt, was Sie behaupteten mit der Erwartung, man würde die Behauptung einfach so "schlucken", ohne sie zu hinterfragen.

Und wenn Sie schon behaupten, Israel vertöße gegen Völkerrecht, dann sollten Sie auch akzeptieren, dass man, auch unter Bezugnahme von Quellen, darauf antwortet.

6. Wenn ich kurz und knapp auf die militärstrategische Bedeutung des Jordantals aufmerksam mache, dann antworten Sie darauf, indem Sie sich lediglich über dieses Fakt lustig machen.

Wenn ich diesen Punkt dann versuche auszuführen, damit Ihnen das verständlich wird, ist das "unzumutbar lang".

Wie hätten Sie es gern?

Bastian Borstell 24.07.2013 | 17:32

"Beachtenswert, wie Sie den Kommentarbereich mit stoischem Widerkäuen der israelischen Regierungspropaganda aufblähen."

Was genau meinen Sie damit konkret?

Welche von mir benannten Fakten sind falsch?

Gegen welche Argumente können Sie welche Gegenargumente anbringen?



Und wenn schon" israelische Regierungspropaganda": Gehört es nicht zum Wesen der Kompromissfindung, dass die unterschiedelichen Positionen deutlscih sein müssen?



"Aber zu dem Blödsinn einer Palästinensischen Bedrohung für Israel lässt sich ganz einfach auf den Libanon Zerstörungskrieg von Israel hinweisen."

Welchen Libanonkrieg meinen Sie?

1982 0der 2006?



Und warum "Libanonzerstörungskrieg"?

Ein solche Bezeichnung impliziert ja, der Staat Israel habe gegen den Staat Libanon Krieg geführt. Dies ist jedoch nicht richtig:

Israel hat wie auch andere Staaten, vor allem Syrien, und Gruppierungen, z.B. 1982 vor allem die PLO in innerlibanesische Konflikte eingegriffen und dabei vor allem jene Gruppen unterstützt, die 2006 die terretoriale Integrität des mehr oder weniger demokratischen Libanon gegen die islamistische prosyrische Hisbollah verteidigen wollten bzw. 1982 eine Besetzung eines Teiles des Libanon durch die PLO aufheben wollten.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Libanonkrieg_1982

http://de.wikipedia.org/wiki/Libanonkrieg_2006



"Dort hat man gesehen, welche Art Vergeltung Israel pflegt, und wie wenig Bedarf im Libanon herrscht, sich das nochmal antun zu lassen."

Der Libanon ist in erster Linie ein sehr zerstrittendes Land. Von daher sind Behauptungen, "die Libanensen" hätten kollektiv diese oder jene Meinung, ziemlich absurd. Keinesfalls sind die Anischten der Hisbollah stellvertretend für das ganze libanesische Volk.



„Aber wenn man den ganzen Schwachsinn zu glauben bereit ist, den die Israelischen Regierungen erzählen, um ihre Völkerrechtsverbrechen und Menschenrechtsverbrechen nicht geahndet zu bekommen, gehört Logik sicher nicht zu den Stärken der Betroffenen“

Welche Völkerrechtsverbrechen?

Meine Sie jene, die nur existieren, wenn für Israel ein anderes Völkerrecht in Ansruch genommen wird, als es sonst üblich ist?

http://www.jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=146



Und unterlassen Sie bitte Wörter wie „Schwachsinn“. Wenn Ihnen nichts anderes einfällt, als „Schwachsinn“ und „israelische Propaganda“ in die Tatstatur zu tippen, dann wirft dass kein gutes Licht auf die „Argumente“, die Sie vorbringen.

IronCandy 24.07.2013 | 17:48

@

"Die Vorstellung dass Kerry ein Demokrat gegen die Interessen der Zionisten die ihm einen nicht unerheblichen Teil seiner Karriere finanzieren vorgeht und den Palästinensern hilft ist absurd."

Halten Sie es auch für möglich, dass Leute "für Israel" Partei ergreifen, ohne dafür "bestochen" worden zu sein?

Ja.

Vielleicht verwechseln Sie hier ja Ursache und Wirkung: Vielleicht finanzieren "die Zionisten" Kerrys Karriere, weil Sie seine Überzeugungen richtig finden(?).

Weil es vielleicht ihre eigenen sind? Sie ziehn hier eine Huhn oder Ei Frage hoch die sich so nicht stellt.

"Die Hamas in Gaza ist sunnitisch und hat einen nicht kleinen Teil an Leuten die gegen Assad kämpfen würden."

Woher wollen Sie überhaupt wissen, dass Israel für einen Sturz Assads ist? Er hat sich als feindseelig, aber rational agierenend gegenüber Israel herausgestellt. Mit Assad gibt es zwischen Israel und Syrien weder Krieg noch einen offiziellen Frieden, sondern die "stillschweigende Koexistenz" eines kalten Krieges.

Vielleicht weil Israel Syrien bereits angegriffen hat oder weil Syrien der letzte wirkliche Verbündete Irans ist?

Warum sollte Israel ausgerechnet eine Regierung der "Salafisten/Dschihadisten/Muslimbrüder/Al-Nusra/Al-Kaida/Söldner/Freizeitmörder" gutheißen?


Als nächstes kommen noch Gerüchte auf, Israel wäre heimlicher Finanzier der Hamas...

Sie haben hier wohl nen Knick in der Logik...

"Die Manpower bzw. der Rebellennachschub ist einfach zu gering da die Syrer nicht hinter der "Revolution" stehen."

Glauben Sie ernstahft, es gibt "die Syrer"? Haben die alle eine volksgemeinschaftliche Kollektivmeinung? Ich glaube eher nicht.

Es gibt Syrer für und Syrer wider Assad, es gibt ausländische Staaten und Gruppierungen für (z.B. Iran, Hezbollah) und wider (z.B. Golftssaten) Assad.

Die Mehrheit steht aber nicht hinter den Terroristen, die und dass ist Fakt größtenteils Ausländer sind.

"Die Hamas in Gaza ist sunnitisch und hat einen nicht kleinen Teil an Leuten die gegen Assad kämpfen würden."

Die Bevölkerungsmehrheit Syriens ist sunnitisch. Warum gehen Sie davon aus, dass sunnitische Nicht-Syrer gegen Assad sind, die sunnitische Bevölkerunsgmehrheit aber für Assad?

Weil Syrien gezeigt hat dass mit dem bestehenden multi-ethnisch-religiösen Modell alle leben können, es dieses System aber in den anderen arabischen Ländern meist nicht gibt.

Ich sag bloss Ägypten nach dem Sturz Mubaraks, wo man erstmal die koptischen Christen gejagt hat.

"Man will dass Assad stürtzt also braucht man diese Leute und da ist es problematisch wenn Israel die nicht frei reisen oder mit Waffen rumlaufen lässt..."

Glauben Sie ernstahft, Israel hätte ein Interesse daran, mit Hamas un Co. gegen Assad gemeinsame Sache zu machen? Warum?

Um Iran der einzigen wirklichen militärischen Bedrohung in der Region seinen letzten Stützpunkt zu nehmen.

Israel will eine imperialistische Macht in der Region werden und da stört ein Land mit Öl, 70mio Menschen und einer guten Armee.

Israel hat kein Problem den Libanon jeder Zeit zu zermalmen und die Hissbollah zu zerstören aber man will ihnen die Quelle entgültig entziehen.

Beides sind Gegner Israels, aber Assad dürfte der angenehmere Gegner sein.

Falsch. Assad hat keine Verbindung zum Westen, Hamas und co hingegen schon. Saudi-Arabien, die Salafisten und die Muslimbruderschaft haben mehrfachbewiesen dass Sie kooperieren.

Und hätten "die Palästinenser", die seit 60 Jahren in als "Flüchltlingslagern" bezeichneten Ghettos in Syrien leben müssen (obwohl nicht wenige Syrer diese als ihre Landsleute aus Südwestgroßsyrien/"Palästina" sehen), nicht gute Gründe gegen Assad zu kämpfen:

"Syrian opposition activists say that the military has used chemical weapons against the Al Yarmouk district of Damascus, an area of the city comprised predominantly of Palestinian refugees, Israel Radio reported.

Palestinian sources said that 22 people have been killed in the area, most from inhalation of poisonous gases."http://www.jpost.com/Syria-Crisis/Syrian-army-uses-chemical-weapons-against-Palestinians-320629

"Syrian opposition activists say..."

Dass ist genau der Punkt: Es gibt kein Beweis....

Allerdings wollen die Russen dem UN-Sicherheitsrat echte Beweise liefern dass die Terroristen chemische Waffen bauen und verwenden woll bzw. haben...

Lassen wir uns also überraschen wer dann der böse ist.

Bastian Borstell 24.07.2013 | 18:01

www.freitag.de/autoren/schlesinger/martin-buber-klare-worte-zur-judischen-besitznahme-palastinas

dazumal die Information, dass es auch eine "jüdsiche Nakba" gab: http://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_der_Juden_aus_arabischen_und_islamischen_L%C3%A4ndern

www.freitag.de/autoren/der-freitag/16-jahre-planung-fur-entscheidende-80-minuten

dazu:

"Die Rhetorik der arabischen Führer war im Vorfeld des Krieges von anti-israelischer Aggressivität geprägt. So erklärte zum Beispiel Syriens Präsident Nureddin Mustafa al-Atassi am 22. Mai 1966:

„Wir wollen einen totalen Krieg ohne Einschränkungen, einen Krieg, der die zionistische Basis zerstören wird.“

Am 20. Mai 1967 verkündete Hafiz al-Assad, damals syrischer Verteidigungsminister und späterer Staatschef:

„Unsere Streitkräfte sind nun voll bereit […] dem Akt der Befreiung den Anstoß zu geben und die zionistische Anwesenheit im arabischen Heimatland in die Luft zu jagen. Ich als Militär glaube, dass die Zeit gekommen ist, den Vernichtungskrieg zu führen.“

Am 27. Mai 1967, kurz vor Kriegsausbruch verkündete Gamal Abdel Nasser, der Präsident Ägyptens:

„Unser grundlegendes Ziel ist die Vernichtung Israels. Das arabische Volk will kämpfen.“[12]

Die arabische Propaganda verfehlte ihre Wirkung auf die arabische – und israelische – Bevölkerung nicht. Da von ersterer der größte Teil weder lesen noch schreiben konnte, baute Nasser mit Hilfe seines Radiosenders „Saut al-Arab” (Stimme der Araber) seinen Einfluss weiter aus. Die von Saut al-Arab propagierte Überlegenheit der arabischen Armeen über Israel wurde von manchen Offizieren für Wirklichkeit gehalten. Die Niederlagen von 1948/49 und 1956 wurden allgemein verdrängt." http://de.wikipedia.org/wiki/Sechstagekrieg#Arabische_Propaganda

Im zweiten Text ist außerdem u.a. diese sehr offensichtich fehlerhafte Stelle:

"Unmittelbar nach dem Ende des 67er-Krieges begann die Regierung der Arbeitspartei, die besetzten Gebiete in israelisches Territorium zu integrieren, und kam nicht mehr auf das Junktim zurück, das eroberte Land als Faustpfand für eventuelle Friedensverhandlungen einsetzen zu wollen. Ohnehin waren alle Verhandlungen blockiert, nachdem die arabischen Länder bei ihrem Treffen im August 1967 in Khartum die drei "Nein" beschlossen hatten: Nein zum Frieden mit Israel, Nein zu Verhandlungen, Nein zur Anerkennung Israels."

Die Sinaihalbinsel wurde an Ägypten zurückgegeben, Ägypten hat als Gegenleistung Frieden mit Israel geschlossen. D.h. Israel ist sehr wohl bereit, für Frieden auf Land zu verzichten.

Auch aus dem zweiten Text:

"40 Jahre später bietet die arabische Welt in Gestalt des saudischen Friedensplans Israel erneut eine umfassende Verständigung an. Und sein Ansatzpunkt kann nur darin bestehen, als jene territorialen Realitäten hinzunehmen, wie sie mit dem Sechs-Tage-Krieg gewaltsam etabliert worden sind."

Dazu hier mein Kommentar: https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/die-chance-der-palaestinenser#1374669038922444

Außerdem empfehle ich Ihnen diesen (meinen) Artikel über die Geschichte des israelisch-arabsichen Konfliktes: https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

Erol_Bulut 24.07.2013 | 18:29

Und unterlassen Sie bitte Wörter wie „Schwachsinn“. Wenn Ihnen nichts anderes einfällt, als „Schwachsinn“ und „israelische Propaganda“ in die Tatstatur zu tippen, dann wirft dass kein gutes Licht auf die „Argumente“, die Sie vorbringen.

Da Sie es sind, der den Kommetarbereich so zumüllt, dass zu dem Artikel keine Diskussion mehr möglich ist, überlasse ich es Ihnen, den Kommentar von mir zu suchen, der schon auf den Schwachsinn im ersten Kommentar von Ihnen eingeht.

Des Weiteren ist der Schwachsinn, dass Israel irgendwelche bedrohliche Angriffe zu befürchten hätte, und deshalb die Landraubverbrechen an Palästinensern begehen müsse, höchstens noch in rechtsradikalen Kreisen populär. Das Sie nicht mal Ahnung darüber haben, welche Völkerrechtsverbrechen Israel begeht, qualifiziert Sie kaum über das Licht zu Urteilen, welchjes auf mich fallen soll, wenn ich ihre Beiträge ihrer fehlenden Qualität nach und gemäß ihren quantitativen Bemühungen beurteile. Machen Sie sich erstmal schlau

http://www.icj-cij.org/docket/files/131/1677.pdf

Wenn Sie das Ziel hatten, hier eine Diskussion über das Thema unmöglich zu machen, indem Sie die Übersichtlichkeit der Beiträge verunmöglichen, muss ich Ihnen aber gewissen Erfolg zugestehen. Die Methode ganze Texte zu kopieren anstatt zu verlinken, demonstriert schon den Starrsinn, auf den man sich in einem Gespräch mit Ihnen einzulassen bereit sein muss.

Interessant wäre es zu erfahren, ob man hier als Autor sich gegen solches Propagandatrollen wehren kann.

Zusammenfassend, verlangen Sie von mir nicht das, was ich schon hier niedergeschrieben habe, und posten Sie nicht so viel Propaganda, dessen Richtigstellung Ewigkeiten abverlangen würde.

Beispielsweise mit Ihrem wiedergegebenen Propagandamüll zu Oslo, der in seiner Kognitionsfreiheit hier transparent wird.

www.monde-diplomatique.de/pm/2002/02/15/a0060.text.name,askj5q5f4.n,8

https://piccshare.com/images/piclogo.pnghttps://piccshare.com/images/share_this3.pnghttps://piccshare.com/images/share_this4.pnghttps://piccshare.com/images/share_this5.png

tow 24.07.2013 | 18:41

@bastian borstel

Faszinierend wie viel Text in welcher Geschwindigkeit gepostet wird. Das spricht für gute Archive. Noch faszinierender, wie selbst die historische Argumentation wesentlich differenziertere Darstellungen zur Genesis des Nahostkonfliktes, wie sie renomierte israelische Wissenschaftler vor Jahren schon vorgelegt haben, tapfer ignoriert.

@lutz herden

Die sehr wahrscheinliche Vergeblichkeit dieser Runde von US-Pendeldiplomatie mal außen vorgelassen, bleibt der Vorgang als solcher doch erstaunlich. In Washington weiß man eigentlich, dass "Friedenspläne" made in USA nur das sind: Pläne. Man weiß auch, dass der Impuls für ernsthafte Verhandlungen von den Beteiligten des Konfliktes kommen muss, sonst hätte auch der beste Plan keine Chance. Oslo war deshalb so hoffnungsvoll und weitreichend, weil sich hier Pragmatiker beider Seiten ernsthaft - und ohne dass man im "Rest der Welt" davon etwas mitbekam - auf einen Weg zum Ausgleich gemacht hatten. Der scheiterte dann im Vollzug am Widerstand der Hardliner in beiden Lagern - und an der mangelnden Fähigkeit/Bereitschaft des "Restes der Welt", sich beherzt zu engagieren.

Was also treibt Kerry in seiner Mission und warum lässt die Obama-Administration sich auf dieses Unterfangen mit sehr warscheinlich erfolglosem Ausgang ein? Eine Antwort wäre, dass der sogenannte arabische Frühling die Karten in der gesamten Nahost- Region und darüber hinaus in der islamischen Welt neu mischt.

Wir erleben, wie ein einst verlässlicher Feind-Staat wie Syrien in Anarchie versinkt und zum Schlachtfeld zwischen schiitischen und sunnitischen Milizen wird.

Ägypten, das wichtigste Land in der arabischen Welt, steht vor Auseinandersetzungen und Umbrüchen, die kein Stratege in Washington vorhergesehen hat. Von Antworten für die Zukunft ganz zu schweigen.

Irak bleibt ein - selbst verschuldetes - Desaster. Afghanistan dito. In Afrika reiht sich ein von sogenannten Islamisten befeuerter Konflikt an den nächsten, lässt Staaten verfallen und frist sich von Norden in das Herz des Kontinents.

Vor diesem - völlig undurchsichten - strategischen Zukunftshorizont, liegt der Gedanke nahe, sich um den Kern des Nahostkonftliktes zu bemühen, hier eine Lösung/Befriedung/... zu erwirken. Zumal fraglich ist, ob hier immer noch der tatsächliche Kern zu finden ist - so verfahren wie sich die Situation zwischen Israel und den in ihren Gebieten zersiedelten Palästinenser darstellt. Aber als politischer Referenzpunkt taugt dieser Konflikt allemal noch. Und von daher macht es aus Washingtoner Sicht durchaus Sinn, sich auf ein solches Vermittlungs-Abenteuer einzulassen. Hier immerhin bewegt man sich auf halbwegs vertrautem Gebiet, kennt man die Akteuere.

Politisch mutet das an wie ein Pfeifen im vertrauten Wald. Und vielleicht ist Kerrys Initiative deshalb am Ende doch der Anfang zur Regulierung des palästinensich-israelischen Konflikts. Einfach deshalb, weil dieser seine Kern-Funktion verloren hat und sich im Windschatten anderer, für alle Beteiligten bedrohlicherer Auseinandersetzungen plötzlich Lösungen finden.....

Bastian Borstell 24.07.2013 | 18:51

"Das Sie nicht mal Ahnung darüber haben, welche Völkerrrechtsverbrechen Israel begeht, qualifiziert Sie kaum über das Licht zu Urteilen"

Der Satz müsste lauten:

"Das Sie nicht mal Ahnung darüber haben, welche [vermeintlichen] Völkerrechtsverbrechen Israel begeht, qualifiziert Sie kaum über das Licht zu Urteilen"

Und dann ist er falsch. Denn ich habe Ihnen zu den vermeintlichen "Völkerrechtsverbrechen Israels" Links geschickt, die das abarbeiten und aufzeigen, dass es keine Verstöße gegen geltendes Völkerrecht sind.

"Die Methode ganze Texte zu kopieren anstatt zu verlinken, demonstriert schon den Starrsinn, auf den man sich in einem Gespräch mit Ihnen einzulassen bereit sein muss."

Ich habe keinen ganzen Text kopiert, sondern Auszüge, gerade um die meiner Ansicht nach relevanten Stellen deutlich zu machen. Links lesen die Leute fast nie, so wie ich z.B. die 21 Seiten, die Sie allein mit dem Urteil verlinkt haben, nicht mal anfangen werde zu lesen, weil das wirklich zu viel ist.

Aber halt: Das verlinkte Urteil ist schon der Beweis. Ich schrieb:

"

Welche Völkerrechtsverbrechen?

Meine Sie jene, die nur existieren, wenn für Israel ein anderes Völkerrecht in Ansruch genommen wird, als es sonst üblich ist?

http://www.jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=146"

Den Link haben Sie offensichtlich nicht gelesen, oder? Dabei waren das weit unter 21 Seiten. Dort steht (AUSZUG):

"Selbstverteidigung nur gegen Staaten

Der vielleicht offenkundigste Versuch, das Völkerrecht gegen Israel zu manipulieren, war die Mehrheitsentscheidung des Internationalen Gerichtshof gegen Israel, dass es kein Recht auf Selbstverteidigung hätte gegen Angriffe, die aus dem Gebiet unter Kontrolle der Palästinensischen Autonomiebehörde kommen. Das Gericht befand, dass es die Frage, ob Israels Sicherheitszaun einen legitimen Akt der Selbstverteidigung gegen Terroranschläge darstelle, gar nicht erst untersuchen wolle. Das Gericht begründete diese Entscheidung mit seiner Interpretation von Artikel 51 der UN-Charta, in welchem „im Falle eines bewaffneten Angriffs gegen ein Mitglied der Vereinten Nationen […] das naturgegebene Recht zur individuellen oder kollektiven Selbstverteidigung“ anerkannt wird. Das Gericht entschied, dass es sich dabei um einen Angriff von einem ausländischen Staat handeln müsse, auch wenn die UN-Charta davon überhaupt nicht spricht.



Der Gerichtshof entschied somit, dass „Artikel 51 der Charta in diesem Fall nicht anwendbar“ sei[49] und schlussfolgerte, dass Israel keinerlei Recht auf Selbstverteidigung gegen Terroristen hätte, die aus Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde heraus agieren. Weder die britischen, noch die niederländischen noch die amerikanischen Richter des Gerichtshofes stimmten dieser irritierenden Entscheidung zu,[50] die von anderen Staaten nicht akzeptiert wird. In einem akademischen Artikel dazu heißt es: „Staatliche Praxis legt nachdrücklich nahe, dass die internationale Gemeinschaft das Recht auf Selbstverteidigung gegen nicht-staatliche Akteure auf dem Gebiet eines anderen Staates akzeptiert, wenn dieser nicht zuverlässig den Terrorismus zu verhindern oder zu unterdrücken vermag.“[51]" http://www.jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=146

Tut mir Leide, solch ein Gericht kann ich nicht ernst nehmen.

Bastian Borstell 24.07.2013 | 18:59

Ihr Beitrag beinhaltet übrigens eine ganze Reihe von unfreundlichen Bemerkungen, Beleidigungen, falschen Tatsachenbehauptungen und persönlichen Angriffen.

Beispiele:

"zumüllt"
"Schwachsinn"
"Das Sie nicht mal Ahnung"
"ihrer fehlenden Qualität"
"Machen Sie sich erstmal schlau"
"Starrsinn"
"Propagandatrollen"
"Propagandamüll"
"Kognitionsfreiheit"
"Methode ganze Texte zu kopieren"

Erol_Bulut 24.07.2013 | 18:59

Sie brauchen mir gar nichts zu empfehlen, solange Sie keinen moralischen Kompass haben, der selbst wenn es eine jüdische Nakba in gleicher Form aus arabischen Ländern gegeben hätte, total versagt.

Es ist schon offenbarend, dass die Verbrechen, die von anderen arabischen Ländern an Juden begangen worden sind/seien, die jüdisch Israelischen Verbrechen gegen die Palästinenser legitimieren sollen.

Aber dennoch hier noch ein bissl Nachhilfe zur "jüdischen Nakba"

http://schmok.blogsport.eu/2011/01/12/offener-brief-an-die-heinrich-boll-stiftung/

Wenn Sie wollen, dass sich jemand mit Ihren Texten auseinandersetzt, müssen Sie lernen, den von Ihnen verbreiteten Schwachsinn (wie z.B. dass der israelische Landraub im Westjordanland einhergehe mit der Absicht Israels, es für Frieden wieder herzugeben) zu reduzieren und die Beispiele realistischer zu gestalten. Ja, Israel hat den Sinai zurückgegeben, nachdem es in einem Krieg mit Ägypten "nicht gewonnen" hatte. Wenn man Ihrer beschränkten Logik folgen würde, müssten die Palästinenser erst einen Krieg gegen Israel führen, den Israel nicht gewinnt, um von Israel das geraubte Land zurückzuerhalten.

Wie schon gesagt, ein Mensch mit einem normalem Leben kann nicht die Muße haben, alles richtigzustellen, was Sie hier an israelischer Propaganda vertreten. Deshalb endet diese Diskussion mit Ihnen über die von Ihnen verbreitetete und Kognition verweigernde Propaganda für mich auch hier. Ihnen empfehle ich nur noch sich mehr mit den Aussagen der jüdischen Generäle und Machthaber zu beschäftigen, wenn Sie Texte wie die von Schlesinger vorgesetzt bekommen.

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Bastian Borstell 24.07.2013 | 19:03

"Faszinierend wie viel Text in welcher Geschwindigkeit gepostet wird. Das spricht für gute Archive. Noch faszinierender, wie selbst die historische Argumentation wesentlich differenziertere Darstellungen zur Genesis des Nahostkonfliktes, wie sie renomierte israelische Wissenschaftler vor Jahren schon vorgelegt haben, tapfer ignoriert."

Nope. Ich versuche eine diffarenzierte Diskussion herbeizuführen, in dem ich darauf hinweise, dass es durchaus auch Fakten gibt, die in der deustchen Debatte für gewöhlich unter den Tisch fallen und auch andere Standpunkte gibt, als die, die "man" so kennt.

Wie die Nahostdebatte geführt wird, haben (humoristisch) vor allem diese Texte gut gezeigt:

http://spiritofentebbe.wordpress.com/2012/06/25/so-wird-man-nahostkorrespondent/

http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!107442/

Erol_Bulut 24.07.2013 | 19:06

Wenn Sie nicht mal die Bedeutung des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofes zu den Landraubverbrechen Israels zu erfassen vermögen, ist es ihr Problem. Wenn die Palästinenser die Israelischen Völkerrechtsverbrecher dann vor den IStGh in Den Haag anklagen, werden Sie merken, wer was als Völkerrechtsverbrechen sieht.

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Erol_Bulut 24.07.2013 | 19:35

Na, ohne die instrumentalisierte Antisemitismusverleumdung geht es wohl auch nicht bei Ihnen.

Es ist ihre Entscheidung von wem Sie ernst genommen werden wollen. Sie können gerne weiter israelischen Geschichtsrevisionismus verfolgen und ignorieren, dass die jüdischen Verantwortlichen dieser Geschichte in ihren Biografien schon umfangreich und dreist über viele dieser Lügen "aufgeklärt" haben. Sie könnten aber auch lernen, nicht Gegenteiliges zu dem zu behaupten, was in eigenen Worten der jüdischen Generäle und Machthaber ganz anders lautet. Es ist nur die Frage, wer sie ernst nehmen soll.

Und die Verleumdungsversuche sollten Sie auch lassen, wenn sie so erbärmlich angewendet werden! Insbesondere wenn Sie hier einen Rassismus vertreten, der keinen Unterschied zwischen Palästinenser und Araber kennt.

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Bastian Borstell 24.07.2013 | 19:56

"Insbesondere wenn Sie hier einen Rassismus vertreten, der keinen Unterschied zwischen Palästinenser und Araber kennt."

Sie können gerne weiter "arabischen Geschichtsrevisionismus" verfolgen und ignorieren, dass die arabischen Verantwortlichen, vom ersten Vorsitzenden der PLO bis Arafat 1993, über diese Lüge aufgeklärt haben:

Der später erste Vorsitzende der PLO (!) 1956 vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen:

"It is common knowledge that Palestine is nothing but southern Syria." — Ahmed Shukairy, , United Nations Security Council, 1956

Damaliges PLO-Exekutivratsmitglied Zahir Muhsein gegenüber der niederländischen Zeitung Trouw am 31. März 1977:

„Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, unseren Kampf gegen Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syriern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, da die arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen 'palästinensischen Volkes' fordern, um uns dem Zionismus zu widersetzen.

Aus taktischen Gründen kann Jordanien als souveräner Staat mit festgelegten Grenzen keine Ansprüche auf Haifa und Jaffa geltend machen, während ich als Palästinenser unzweifelhaft Haifa, Jaffa, Beer-Sheba und Jerusalem beanspruchen kann. In dem Augenblick aber, in dem wir unser Recht an ganz Palästina wieder gewonnen haben, werden wir nicht eine Minute zögern, Palästina und Jordanien zu vereinen.“ (Wikipedia)

Oder auch diese Herren:

"There is no such country as Palestine. 'Palestine' is a term the Zionists invented. . . . Our country was for centuries part of Syria. 'Palestine' is alien to us. It is the Zionists who introduced it." — Local Arab leader to British Peel Commission, 1937

"There is no such thing as Palestine in history, absolutely not" — Professor Philip Hitti, Arab historian to Anglo-American Committee of Inquiry, 1946


Oder auch, was „Palästinenser-Präsident“ Arafat, auch noch 1993 im jordanischen Fernsehen sagte:

"Da wir Israel nicht durch Krieg zerstören können, tun wir es in Phasen. Wir übernehmen alles und jedes Stückchen Land Palästinas, dessen wir habhaft werden können und gründen darauf eine souveräne Einheit. Diese nutzen wir als Sprungbrett um mehr zu greifen. Wenn die Zeit reif ist, können wir die arabischen Nationen dazu bringen, gemeinsam mit uns den Endschlag gegen Israel zu führen." (z.n. „Es gibt kein palästinensisches Volk“)

Und um auch ausnahmsweise mal einen "Kronzeugen" zu zitieren:

"Palästina hat nie ... als autonome Einheit existiert. Es gibt keine Sprache, die Palästinensisch genannt wird. Es gibt keine erkennbare palästinensische Kultur. Es hat nie ein Land gegeben, das als Palästina von Palästinensern regiert wurde. Palästinenser sind Araber, nicht zu unterscheiden von Jordaniern (die eine weitere Erfindung der jüngeren Vergangenheit darstellen), Syrern, Libanesen, Irakis usw.

Bedenken Sie, dass die Araber 99,9 Prozent des Landes im Nahen Ostens kontrollieren. Israel besteht aus nur einem Zehntel eines Prozents der Landmasse. Aber das ist für die Araber noch zu viel. Sie wollen alles. Und das ist es, worum Israel heute kämpft... Egal, wie viel Zugeständnisse die Israelis beim Land machen, es wird niemals genug sein.“ Aus: "Myths of the Middle East" von Joseph Farah, einem arabisch-amerikanischen Autor und Journalisten, WorldNetDaily, 11.10.2000

zitiert nach: https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

Bastian Borstell 24.07.2013 | 20:08

1.Ist es denn rassistisch, (deustche) Sudeten, Schlesier, Pommern usw. als Deutsche zu bezeichnen?

2. Sind die "jüdischen Generäle und Machthaber" denn nun "jüdischen Generäle und Machthaber" oder "israleische Generäle und Machthaber"?

Und wenn es "jüdische Generäle und Machthaber" sind, wie sollen die dann über "israelischen Geschichtsrevisionismus" aufklären?

Müssten "jüdische Generäle und Machthaber" nicht über "jüdischen Geschichtsrevisionismus" und "isrealeische Generäle und Machthaber" nicht über "israleischen Geschichtsrevisionismus" aufklären?

Sie meine, es wäre Rassismus "Palästinenser" als Araber zu bezeichnen und scmeißen Judentum und Israel in einen Topf. Merkwürdig...

3. Wo habe ich was über Antisemitismus gesagt? Das haben Sie in mene Anmerkung hineininterpretiert. Warum?

Bastian Borstell 24.07.2013 | 20:14

Jaja.

Israel hat den IStGh nicht anerkannt und dafür bestimmt gute Gründe.

Wer klagt eigentlich die Hamas-Verbrecher an?

Genauso ist die UN keine "neutrale" Organisation ("Nautralität" ist sowieso eine Fiktion)

„Oftmals ist die UNO missbraucht und zu einem parteiischen Kampfschauplatz der andauernden politischen Kampagne gegen Israel geworden, die seine Widersacher in der Region und anderswo betreiben. Antiisraelische Schritte werden häufig von den 21 Staaten der Arabischen Liga betrieben, die gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz (insgesamt 56 Staaten) und der grossen Bewegung der blockfreien Staaten (117 Mitglieder) über eine beinahe automatische Mehrheit innerhalb der 192 UN-Mitgliedstaaten verfügen.“ („Wird Israel von den Vereinten Nationen fair behandelt?“)

Erol_Bulut 24.07.2013 | 20:48

Sie verstehen es nicht! Sie können sich hinter noch so vielen Spinnern einreihen, die behaupten, es gäbe keine Palästinenser, sondern nur "Araber". Die Palästinenser wissen, welche Staatsangehörigkeit und welche Dokumente sie haben. Wenn Sie in ihrem Rassismus keinen Unterschied erkennen, ist es ihr Problem. Genauso wie es nicht mein Problem ist, wenn Sie immer noch solchen Schwachsinn verbreiten wollen, der behauptet, Israel würde die Siedlungen im Westjordanland bauen, um sie gegen Frieden herzugeben. Auch der Schwachsinn, mir arabischen Geschichtsrevisionismus zu unterstellen, obwohl ich mich ausschließlich auf die Aussagen der jüdischen Befehlshaber der kolonialen Landnahme beschränke, ist nicht mein Problem

Hier in Deutschland hat man das Rom Statut ratifiziert und das dazugehörige Organ ist der internationale Gerichtshof. Wie dieses Organ urteilen wird, wenn Palästina israelische Besatzungsverbrecher dort endlich zur Rechenschaft ziehen wird, kann man dem Gutachten von 2004 entnehmen. Das ist einzig relevant für die im Artikel angesprochenen "Friedensgespräche" und die Haltung der zivilisierten Nationen, deren Zusammhänge, welche im Artikel nicht angesprochen wurden, ich in diesem Kommentar weiter oben ausführlich erläutert habe.

www.freitag.de/autoren/lutz-herden/die-chance-der-palaestinenser#1374623839089173

Ansonsten wäre es eine soziale Handlung von Ihnen, nicht in fremden Artikeln durch Trollen eine sinnhaltige Diskussion zu verunmöglichen. Wenn Sie Geschichte aufarbeiten wollen, machen Sie das in eigenen Artikeln oder kopieren Sie nicht ganze Texte, die einfach zu verlinken sind.

Hier geht es um:

- internationale Gesetze,

- aktuelle Freiheitsbemühungen von Israel seit über 40 Jahren menschenrechtsberaubten Palästinensern

- die Rolle der Finanzierer USA der Besatzungsverbrechen

- dem Endziel istraelischer Landraubpolitik, welches offen in israelischen Ministerien und in israelischen Schulbüchern zur Schau getragen wird

www.goisrael.de/Tourism_Ger/Tourist%20Information/Reiseplanung/Documents/MapOfIsrael1.pdf

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Erol_Bulut 24.07.2013 | 21:08

Wie schon gesagt, als normaler Mensch hat man gar keine Chance, auf den ganzen Blödsinn einzugehen, den Sie hier betreiben.

Es scheitert ja schon an einfachster Erkenntnisfähigkeit.

"... Aussagen der jüdischen Generäle und Machthaber zu beschäftigen, wenn Sie Texte wie die von Schlesinger vorgesetzt bekommen."

Na, wer ist hier wohl gemeint, wenn ich unmissverständlich auf einen Text hinweise, der hier verlinkt ist. "Die Juden" haben damit nichts zu tun, auch wenn bescheidene Kognition hier die Gelegenheit wittert, einen Antisemitismusverleumdungsversuch zu starten, des es selber offensichtlich nicht mal ansatzweise versteht.

Israel hat den IStGh nicht anerkannt und dafür bestimmt gute Gründe.

Ja, weil es sonst die Verbrecher ausliefern müsste, die dann in den Rom Statut Ländern festgenommen werden können.

Wer klagt eigentlich die Hamas-Verbrecher an?

Das würden Israelis genauso tun, wie es die Palästinenser tun, wenn die Hamas in Israel für Landraub verantwortlich wäre.

Genauso ist die UN keine "neutrale" Organisation

Sicher nicht, denn sonst könnte die USA nicht seit Jahrzehnten mit Vetos verhindern, dass die Israelischen Völkerrechtsverbrechen geahndet werden.

Aber wie schon gesagt, Israel hat sich nochmal mithilfe der USA 9 Monate Aufschub erkauft, bevor in Den Haag die Urteile fallen werden, die Maß für die hier herschende Moral sind. Und in dieser Moral hat Palästina auch ein freies Existenzrecht, auch wenn Rassisten es anders sehen.

FIN !

Bastian Borstell 24.07.2013 | 22:14

Warum schreiben Sie denn von "jüdischen Genarälen und Machthabern", wenn Sie israelische meinen?

"Das würden Israelis genauso tun, wie es die Palästinenser tun, wenn die Hamas in Israel für Landraub verantwortlich wäre."

Das offielle Ziel der Hamas laut ihrer Charta ist die Zerstöung Israels. Die wollen mehr als "nur" Landraub.

Auszüge aus der Charta der Hamas: http://jungle-world.com/artikel/2002/48/22787.html

Genauso wie das der Fatah, die die berteffenden Passagen auch nie aus ihrer Charta gestrichen hat und Oslo durch die Inzenierung der zweiten Intifada scheitern ließ. http://www.ruhrbarone.de/kritik-an-spd-nach-fatah-treffen/

"Aber wie schon gesagt, Israel hat sich nochmal mithilfe der USA 9 Monate Aufschub erkauft, bevor in Den Haag die Urteile fallen werden, die Maß für die hier herschende Moral sind."

Mal schauen...

"Und in dieser Moral hat Palästina auch ein freies Existenzrecht, auch wenn Rassisten es anders sehen."

Wer sollen die Rassisten sein? Jassir Arafat, Ahmed Shukairy und Zahir Muhsein die meinten, es gäbe keine "palästinensische Nation"?

Oder die Hamas, die meint es gäbe keine israelische Nation, und sich dabei unter anderem (in ihrer Charta) auf die rassistische und wiederlegte "Chasaren-Theorie"* (Es ist in der Charta von "Nazi-Tataren" die Rede) stützt?

* https://www.freitag.de/autoren/die-unglaubliche-hummel/sarrazin-und-das-schweigen-der-geisteswissenschaft#1374696773151568

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Ehemaliger Nutzer 24.07.2013 | 22:51

#Bastian Borstell

"Bedenken Sie, dass die Araber 99,9 Prozent des Landes im Nahen Ostens kontrollieren. Israel besteht aus nur einem Zehntel eines Prozents der Landmasse. Aber das ist für die Araber noch zu viel. Sie wollen alles."

Meine Güte, Sie rattern aber nun das ganze Hasbara-Programm runter. Sie wollen also nun behaupten, dass ca. 200 Millionen Araber die Vernichtungs Israels fordern? Vom Rassismus mal ganz abgesehen werden Sie dann bei der nächsten Gelegenheit dieses Hasbara-"Argument" wieder ad absurdum führen sobald sie gemäß Ihren Vorgaben festestellen, dass ja israelische Araber sehr gerne Israelis sind, nicht in einen palästinensischen Staat ziehen würden und das ja auch der Rest der Araber eigentlich gerne in Israel leben würde. Das ist halt das blöde an der ganzen zionistischen Propaganda, sie funktioniert einfach nicht.

#Bastian Borstell

Ist denn schon "Zionist" aus ihrer Sicht ein herabsetzendes Wort? Macht ja fast den Eindruck, womit Sie eine ganze Nation, denn Zionismus ist nichts anderes als der Standpunkt, das es den Staat Israel geben soll, in Kolletivschuld stürzen?

Zionismus ist eine nationalistischste Bewegung die wie jede andere nationalistische Bewegung das Problem hat, dass sie nach einer Staatsgründung überflüssig bis schädlich ist und dies für die neugesuchten Feinde im inneren wie im äußeren.

#Bastian Borstell

Warum wiederholen Sie eigentlich in Bezug auf Tschechien nicht ihre aufschlussreichen Positionen und Andeutungen zu Fragen der Kriegschuld in Bezug auf den Überfall auf die Teschecheslowakei und am Zweiten Weltkrieg?

Schuld am 2.Weltkrieg waren europäische nationalistische Bewegungen und da bildet Polen keine Ausnahme. Es wundert mich eigentlich nicht, dass Sie so mit der damaligen polnischen Nationalbewegung sympathisieren denn diese zeigte viele Parallelen zum Zionismus.

- alle bis auf einen Nachbarstaat wurden Opfer eines Angriffkrieges

- ethnische Minderheiten wurden teilweise vertrieben und dem Rest die Staatsangehörigkeit verweigert („Polen sind immer nur Katholiken“)

- eine ethnische Minderheit die in den neugegründeten Staat zurückkehren wollten, wurde ein Rückkehrrecht verweigert

- an Massakern gegen die eigene ethnische Minderheit beteiligte man sich selbst im Kriegsfall

Das blöde für Sie an der Sache ist nur, dass es bei dieser ethnischen Minderheit um Juden handelte und das Polen noch heute der antisemitischte Staat Europas ist wird in Ihren Augen sicherlich nichts mit der polnischen Nationalbewegung zu tun haben. Vermutlich sind noch die Nazis an polnischen Antisemitismus schuld. Oder gar die polnischen Juden selbst, weil sie nicht nach Israel gehen...

Was für den einen Antisemitismus ist, ist für den anderen Zionismus…

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Ehemaliger Nutzer 24.07.2013 | 23:24

#Bastian Borstell

"Genauso wie das der Fatah, die die berteffenden Passagen auch nie aus ihrer Charta gestrichen hat und Oslo durch die Inzenierung der zweiten Intifada scheitern ließ. http://www.ruhrbarone.de/kritik-an-spd-nach-fatah-treffen/"

Hasbara at its best. Man lässt einfach wichtige Fakten weg. Wikipedia ist da zum Glück neutraler:

"... fand eine eindeutige offizielle direkte Änderung der Palästinensischen Nationalcharta gemäß dem Oslo-I-Vertrag bis heute nicht statt. Die Anerkennung Israels durch die Palästinensische Autonomiebehörde erfolgte de facto indirekt. In einer Sitzung am 26. April 1996 votierte sie mit 504 zu 54 Stimmen bei 14 Enthaltungen:

Die Palästinensische Nationalcharta wird hiermit dadurch ergänzt, dass alle Artikel, welche zu den am 9. und 10. September 1993 zwischen der PLO und der Regierung von Israel gewechselten Briefen im Widerspruch stehen, annulliert werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fatah#Politisches_Programm

@Bastian Borstell

Wenn wenigstens eine der israelischen Regierungsparteien die Verneinung des Existenzrechtes eines palästinensischen Staates aus ihrem Programm streicht (im Idealfall in einem Verhältnis von 504 zu 54), DANN wird Ihre Propaganda interessant. So ist sie einfach nur lächerlich.

Bastian Borstell 24.07.2013 | 23:44

"Sie verstehen es nicht! Sie können sich hinter noch so vielen Spinnern einreihen, die behaupten, es gäbe keine Palästinenser, sondern nur "Araber".[...]

Wenn Sie in ihrem Rassismus keinen Unterschied erkennen, ist es ihr Problem."

Obwohl ich mich ausschließlich auf die Aussagen der arabischen Befehlshaber der öffentlich zugegebenen (!) versuchten (groß)jordansichen/(groß)syrischen/arabischen Landnahme beschränke?

Warum bezeichnen Sie Arafat und Co. als Spinner und Rassisten. All diese Äußerungen waren Zitate von Arabern, vorwiegend von führenden Mitgliedern der sogenannten "PLO"!

Warum sollen deren Worte diesbezüglich nichts gelten, aber jedes Wort von irgendeinem israleischen Luftwaffenkapitän ("jüdische Generäle und Machthaber") auf die Goldwaage gelegt werden?

"Die Palästinenser wissen, welche Staatsangehörigkeit und welche Dokumente sie haben."

Naja, so eine "richtige Staatsangehörigkeit" kann das ja nicht sein, schließlich hat ein solcher Staat noch NIE existiert, die Grenzen „Palästinas“ wurden im 20. Jahrhundert durch die Briten gezogen, der Name leitet sich von einer römischen Provinz ab, die allerdings weiter südlich lag (bzw. deren Nordwesten der heutige Süden Israels/“Palästinas“ ist) und dieser Name „Palästina“ war fast 2.000 Jahre nicht mehr gebräuchlich.

Die Israelis wissen auch, welche Staatsangehörigkeit und welche Dokumente sie haben.

Und was ist mit israelischen Arabern ohne „palästinensische“ Dokumente? Meiner Meinung nach sind das Israelis. Und ihrer Meinung?

"machen Sie das in eigenen Artikeln"

Mach ich doch auch. Hier setzte ich mich für die Zwei-Staaten-Lösung ein und beschreiben die Probleme auf dem Weg dahin: https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/die-zwei-staaten-loesung-muss-sein

"oder kopieren Sie nicht ganze Texte, die einfach zu verlinken sind."

Ich habe keine ganzen Texte kopiert, sondern Auszüge. Muss man Ihnen diesen Unterschied auch noch erklären?

Und 21-Seiten-Texte sind zwar einfach zu verlinken, wie Sie das tun, nur wer ließt sich dass denn dann durch?

"- internationale Gesetze,"

Es gibt keinen Weltstaat, also gibt es keine internationalen "Gesetze", sondern zwischenstaatlich ausgehandeltes Völkerrecht.

Und dazu habe ich mich geäußert und Txte zitiert. Z.B. http://www.jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=146

- aktuelle Freiheitsbemühungen von Israel seit über 40 Jahren menschenrechtsberaubten Palästinensern

Was habe ich verpasst. Hier geht es doch um Verhandlungen, oder? Ach so, sie bezeichnen das ja als „Friedensverhandlungen“ mit Anführungszeichen...

Und ja, für die wirklich menschenrechtsberaubten „Palästinenser“ muss etwas getan werden, es kann ja nicht sein, dass die Weltgemeinschaft zusieht, wie die Hamasfaschisten unschuldige „palästinensische“ Zivilisten massakrieren, weil diese den Hamasfaschisten zu „umoralisch“ sind (Video) oder das Assads Schlächter die seit teiwleise 60 Jahren entrechtet in Ghettos lebenden „Palästinensischen Flüchtlinge“ mit Chemiewaffen angreift (http://www.jpost.com/Syria-Crisis/Syrian-army-uses-chemical-weapons-against-Palestinians-320629).

"Das ist einzig relevant für die im Artikel angesprochenen "Friedensgespräche" und die Haltung der zivilisierten Nationen, deren Zusammhänge, welche im Artikel nicht angesprochen wurden, ich in diesem Kommentar weiter oben ausführlich erläutert habe."

Vielelciht gibt es unterschiedeliche Auffassungen dazu, was relevant ist?

"Genauso wie es nicht mein Problem ist, wenn Sie immer noch solchen Schwachsinn verbreiten wollen, der behauptet, Israel würde die Siedlungen im Westjordanland bauen, um sie gegen Frieden herzugeben."

Es ist aber auch nicht mein Problem, dass Israel die Siedlungen baut. Und nun? Reden wir über unsere Probleme oder über den Friedensprozess? Falls sie über ihre Probleme recden wollen, wäre es eine soziale Handlung von Ihnen, nicht in fremden Artikeln durch Trollen eine sinnhaltige Diskussion zu verunmöglichen, machen Sie das (bitte) in eigenen Artikeln.

"- dem Endziel istraelischer Landraubpolitik, welches offen in israelischen Ministerien und in israelischen Schulbüchern zur Schau getragen wird"

Hier ging es nicht um Schulbücher.Um Schulbücher geht es in den folgenden Artikeln:

http://jungle-world.com/artikel/2013/17/47604.html

http://www.welt.de/politik/ausland/article13622186/Deutsche-Schulbuecher-erklaeren-Israelis-zu-Taetern.html

Falls Sie über Schulbücher sprechen wollen, wäre es eine soziale Handlung von Ihnen, nicht in fremden Artikeln durch Trollen eine sinnhaltige Diskussion zu verunmöglichen. Machen Sie das (bitte) in eigenen Artikeln.

"- die Rolle der Finanzierer USA der Besatzungsverbrechen"

Darum geht Ihnene vielleicht, und jenen Foristen,der oben Lutz Herden kritisierte, dieser würde Kerry-Heldengeschichten erzählen. Wenn sie über die Finanzen Israels reden wollen, dann wäre es eine soziale Handlung von Ihnen, nicht in fremden Artikeln durch Trollen eine sinnhaltige Diskussion zu verunmöglichen.

Erol_Bulut 24.07.2013 | 23:49

Einer muss noch sein.

Jassir Arafat meinte also, es gäbe keine "palästinensische Nation".

Sie entscheiden, ob Sie ernst genommen werden wollen. So können Sie höchstens auf BILD Leser hoffen, derer viele sogar den Blödsinn erkennen sollten.

Und was Sie mir sagen wollen, indem Sie den Vernichtungswillen der Hamas hevorheben, während sie die aktiv von Israel praktizierte versuchte Vernichtung Palästinas absegnen, können wohl auch nur Rassisten verstehen.

Die Hamas wird, sofern Palästina endlich von Israelischen Menschenrechtsverbrechern befreit ist, zum Glück nicht mehr bewerkstelligen können und wollen, was die Hisbollah kann. Man hat 2006 gesehen, was der Preis für einen "Mückenstich" gergn Israel durch die Hisbollah war. Wenn Sie hier also die Propaganda von einem angeblichen Sicherheitsbedürfnis Israels und der Notwendigkeit von Landraub verbreiten, müssen Sie auch hier auf einen beschränkten Verstand hoffen, der diesen einfachen Vergleich nicht versteht.

Israel braucht keine Angst vor der Hamas zu haben und hat natürlicherweise wegen seiner enormen Waffengewalt und seiner Unterstützer USA & EU natürlich keine. Das einzige Existenzrecht, welches bedroht ist, ist das der Palästinenser. Hier kann man gut erkennen, wie weit die Landraubverbrechen Israels und die Vernichtung Palästinas schon fortgeschritten sind.

www.peacenow.org/map.php

So, don't feed Trolls. Ich habe schon zuviel Zeit mit Ihnen verschwendet.

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Ehemaliger Nutzer 24.07.2013 | 23:53

#Bastian Borstell

"Und warum "Libanonzerstörungskrieg"?

Ein solche Bezeichnung impliziert ja, der Staat Israel habe gegen den Staat Libanon Krieg geführt. Dies ist jedoch nicht richtig:

Israel hat wie auch andere Staaten, vor allem Syrien, und Gruppierungen, z.B. 1982 vor allem die PLO in innerlibanesische Konflikte eingegriffen..."

@Bastian Borstell

Also das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn angeblich alle arbischen Nachbarstaaten Israel (so wie es die zionistische Propaganda bis heute behauptet) angegriffen haben um es angeblich zu vernichten, dann ist das ein "Vernichtungskrieg" selbst wenn einige Nachbarstaaten jediglich in den jüdisch-arabischen Bürgerkrieg eingegriffen haben.

Wenn aber Israel den Staat Libanon (der übrigens NIE in seiner Geschichte auch nur einen Soldaten auf israelisches Gebiet geschickt hat!) mehrmals angreift dann ist das kein Krieg sondern jediglich ein israelischer Eingriff in einen "innerlibanesischen Konflikt".

Wodurch unterscheidet sich denn dann nun ein israelischer "Eingriff in einen Bürgerkrieg" vom arabischen Eingriff in den jüdisch-arabischen Bürgerkrieg? Doch eigentlich durch nichts, denn wenn Zionisten behaupteten, dass die arabischen Staaten eingriffen um angeblich "die Juden zu massakrieren", dann irgnorieren sie nur zu gerne, dass die israelische Armee Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern unterstützt hat.

http://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Sabra_und_Schatila

Bastian Borstell 24.07.2013 | 23:55

Das was Sie da schreiben, ist mir alles bekannt. Na Und?

"Indirekt" steht da!

Wo sollte das Problem für die Fatah liegen, die Verneinung des Existenzrechts Israles zu streichen, wenn das so klar ist, wie Sie es darstellen?

Ich gehe davon aus: Es hat Gründe, dass die Fatah nicht willens ist, dass zu ändern.

In Israel gibt es ein breites Spektrum mit unterschiedliche Auffassungen, die mehrheitlich für die Zwei-Staaten-Lösung eintreten, in "Palästina" sitzen quasi ausnahmslos Parteien im Parlament, die laut Programm das Existenzrecht Israels ablehnen.

Bastian Borstell 25.07.2013 | 00:07

"Und was Sie mir sagen wollen, indem Sie den Vernichtungswillen der Hamas hevorheben, während sie die aktiv von Israel praktizierte versuchte Vernichtung Palästinas absegnen, können wohl auch nur Rassisten verstehen."

Ich bin für die Zwei-Staaten-Lösung. Wäre die "Vernichtung Palästinas" israelsichen Staatsziel, dann wäre dies ja wohl schon passiert. Da keine Atombomben auf Gaza geworfen wurden, sollten Sie aufhören, sich mit solchen Bemerkungen lächerlich zu machen.

"Israel braucht keine Angst vor der Hamas zu haben und hat natürlicherweise wegen seiner enormen Waffengewalt und seiner Unterstützer USA & EU natürlich keine"

Hmpf. Und jedesmal wenn Israel ein paar Hamas-Terroristen in die Luft jagt oder Sperranlagen bauen, heulen dann irgendwelche Leute rum: "Menschenrechtsverbrechen", als hätte Israel kein Selbstverteidigungsrecht... http://www.jer-zentrum.org/ViewBlog.aspx?ArticleId=146

P.S. Warum bezeichnen Sie mich als Rassist?

Erol_Bulut 25.07.2013 | 00:10

Oh Mann!

Warum sollen deren Worte diesbezüglich nichts gelten, aber jedes Wort von irgendeinem israleischen Luftwaffenkapitän ("jüdische Generäle und Machthaber") auf die Goldwaage gelegt werden?

Eigentlich versteht jeder Idiot versteht, dass man Palästinensern das Palästinensertum genauso wenig absprechen kann, wie Israelis das Israelitum (was faschistisch angehauchte Israelis gern mit Judentum verwechseln). Und weil jeder Idiot auch versteht, dass die Aussagen der Befehlshaber eines Krieges, wofür und mit welchen Zielen sie in diesem Krieg gekämpft haben, relevant sind, wenn das Gegenteil über deren Ziele behauptet wird.

Wieso sie das nicht verstehen wollen, es nicht mal versuchen, kann viele Gründe haben.

Und natürlich geht es bei diesen angeblichen Friedensverhandlungen auch um aktuelle Schulbücher in Israel, die schon lange die Israelis indoktrinieren, dass Palästina kein Existenzrecht hat. Wenn ein Israelischer Politiker den Palästzinensern ihr Existenzrecht zugestehen will, spielt diese Indoktrination natürlich eine wesentliche Rolle, wie man bei Rabin gesehen hat.

So jetzt wirklich genug. Verstehen sie es oder nicht. Aber nachdem Sie solchen Megaschwachsinn posten, dass Arafat behauptet hätte, dass es keine Palästinenser gäbe, ist jedes weitere Wort an Sie Verschwendung.

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Ehemaliger Nutzer 25.07.2013 | 06:47

#Daniel Schneider

"Wodurch unterscheidet sich denn dann nun ein israelischer "Eingriff in einen Bürgerkrieg" vom arabischen Eingriff in den jüdisch-arabischen Bürgerkrieg?"

Bastian Borstell 25.07.2013 | 00:10

Haben Sie schon einmal vom UN-Teilungsplan gehört?

Nur mal als Beispiel für einen Unterschied...

@Bastian Borstell

Das ist eine sehr sinnfreie "Antwort" auf eine einfache Frage.Sah der UN-Teilungsplan etwa vor, dass jüdische Terrororganisationen Araber und Briten massakrieren durften ohne das sie eine Einmischung des Westens oder der arabischen Nachbarländer zu fürchten hätten? Das wäre mir neu.
Es war doch wohl eher so, dass die jüdischen Terrororganisationen britische Soldaten töteten in dem sie Bomben legten und entführte britische Soldaten erhängten. Die Zionisten wollten keine "Westler" im Land haben die sie bei ihren Massakern an den Palästinenser behindern könnten. Darum der Terror gegen die Briten und die entsprechende Einmischung der arabischen Staaten in die jüdisch-arabischen Bürgerkrieg. Aber zurück zu meiner Frage.Wenn Israel (aus mir unerfindlichen Gründen) berechtigt war sich im Libanon in "innerlibanesische Konflikte" einzumischen, dann war doch auch die arabischen Staaten berechtigt sich in den jüdisch-arabischen Bürgerkrieg einzumischen, oder etwa nicht? Sie sagen doch selbst, dass die Palästinenser Araber sind. Gemäß dieser Logik war das dann keine Einmischung fremder Staaten in einen Bürgerkrieg sondern eine legitime Eimischung in innerarabische Angelegenheiten.Jetzt stellt sich nur die Frage, wer oder was Israel berechtigt hatte sich in "innerlibanesische Konflikte" einzumischen. War das auch die UN?

Bastian Borstell 26.07.2013 | 16:07

"Blödsinn"

"einfachster Erkenntnisfähigkeit."

"Rassist[en]"

P.S. Ich bin überrascht, dass die Moderation hier in keinsterweise auf meine Beschwerden einging und mir nicht einamal antwortete, die sich z.T. auf strafrechtlich relevante Äußerungen bezogen. Möchte die Moderation also, dass ich andere Wege gehe, um solche Äußerungen gegen mich löschen zu lassen und denjenigen Autoren bzw. konkret diesm Auotrc klar zu machen, dass Sie das nicht dürfen/Er das nicht darf?

Bastian Borstell 26.07.2013 | 16:25

"Meine Güte, Sie rattern aber nun das ganze Hasbara-Programm runter. Sie wollen also nun behaupten, dass ca. 200 Millionen Araber die Vernichtungs Israels fordern?"

Sie beziehen sich auf ein Zitat eines "amerikanisch-arabischen Kronzeugen" und war von mir als solches eindeutig so gekennzeichnet. Warum soll es in dieser Debatte illegtim sein, sich auf "arabische Kronzeugen" zu berufen, wenn auch so viele Berufungen auf "jüdische Kronzeugen" stattfinden?

"Vom Rassismus mal ganz abgesehen werden Sie dann bei der nächsten Gelegenheit dieses Hasbara-"Argument" wieder ad absurdum führen sobald sie gemäß Ihren Vorgaben festestellen, dass ja israelische Araber sehr gerne Israelis sind, nicht in einen palästinensischen Staat ziehen würden und das ja auch der Rest der Araber eigentlich gerne in Israel leben würde. Das ist halt das blöde an der ganzen zionistischen Propaganda, sie funktioniert einfach nicht."

UND

"Es wundert mich eigentlich nicht, dass Sie so mit der damaligen polnischen Nationalbewegung sympathisieren "

Können Sie auch ohne solche Unterstellungen und Schubladendenken argumentieren?

Wo habe ich das gesschrieben, was Sie mir da unterstellen?

Woher wollen Sie wissen, was ich noch schreiben werde?

"Zionismus ist eine nationalistischste Bewegung die wie jede andere nationalistische Bewegung das Problem hat, dass sie nach einer Staatsgründung überflüssig bis schädlich ist und dies für die neugesuchten Feinde im inneren wie im äußeren."

Jein. Mit nationalistischen Bewegungen haben Sie recht, übrigens aber nicht nur vor der Staatsgründung.

Tatsache ist aber auch, dass das Existenzrecht Israels immer wieder in Frage gestellt wird, z.B. von der Hamas und der Fatah so wohl in deren politischen Programmen, als auch in vielen öffentlichen Reden. Aber auch außerhalb der Rgion, z.B. von der FPÖ, die eine "Ein-Staaten-Lösung" begrüßen würde.

"Schuld am 2.Weltkrieg waren europäische nationalistische Bewegungen und da bildet Polen keine Ausnahme."

Jein. Angfangen hat den Krieg Deutschland. Das wollen Sie also leugnen?

"ethnische Minderheiten wurden teilweise vertrieben und dem Rest die Staatsangehörigkeit verweigert („Polen sind immer nur Katholiken“)"

Das stimmt nicht. 40% der Staatsangehörigen waren keine "ethnischen Polen".

Das der Anspruch der Ausdehnung Polens auf alle Gebiete mit polnischen Minderheit weder berechtigt noch freiedensförderlich war, das sehe ich auch so und ich habe an keiner anderen Stelle anderes behauptet.

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Ehemaliger Nutzer 27.07.2013 | 01:03

#Daniel Schneider

"ethnische Minderheiten wurden teilweise vertrieben und dem Rest die Staatsangehörigkeit verweigert („Polen sind immer nur Katholiken“)"

#Bastian Borstell

"Das stimmt nicht. 40% der Staatsangehörigen waren keine "ethnischen Polen"."

@Bastian Borstell

Es wird Sie als Anhänger des "Judenstaates" überraschen aber auch Katholiken sind keine Ethnie.

Welchen Wert die polnische Staatsangehörigkeit für polnische Juden im 3.Reich hatte, wurde deutlich als das 3.Reich Zehntausende Juden mit polnischer Staatsangehörigkeit nach Polen abschieben wollte und der Staat Polen diesen die Einreise verweigerte mit der "Begründung", dass in Polen nur Katholiken leben würden. Etwas überspitzt könnte man daher auch sagen, dass Polen eine Mitschuld am Holocaust hat. Aber ob Polen nun nur ein "Opfervolk" sind oder auch ein "Tätervolk" müssen die Polen selbst entscheiden nachdem sie sich mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt haben. Das kann aber im antisemitischten Land Europas noch etwas dauern...

#Daniel Schneider

"Zionismus ist eine nationalistischste Bewegung die wie jede andere nationalistische Bewegung das Problem hat, dass sie nach einer Staatsgründung überflüssig bis schädlich ist und dies für die neugesuchten Feinde im inneren wie im äußeren."

#Bastian Borstell

"Jein. Mit nationalistischen Bewegungen haben Sie recht, übrigens aber nicht nur vor der Staatsgründung.

Tatsache ist aber auch, dass das Existenzrecht Israels immer wieder in Frage gestellt wird, z.B. von der Hamas und der Fatah so wohl in deren politischen Programmen, als auch in vielen öffentlichen Reden. Aber auch außerhalb der Rgion, z.B. von der FPÖ, die eine "Ein-Staaten-Lösung" begrüßen würde."

@Bastian Borstell

Verstehe ich das dann richtig? Der Staat Israel benötigt noch heute eine nationalistische Bewegung Names Zionismus weil es Antizionistische Bewegungen gibt?

Braucht Deutschland dann auch die NPD weil es Antideutsche Zionisten gibt oder gibt es dann da wieder einen "doppelten Standard"?

Bastian Borstell 27.07.2013 | 04:46

"Allerdings wollen die Russen dem UN-Sicherheitsrat echte Beweise liefern dass die Terroristen chemische Waffen bauen und verwenden woll bzw. haben..."

Der gute alte Putin. Wie sagte er so schön zu den Massenvernichtungswaffen im Irak:

"Wenn ich die Amerikaner wäre, hätte ich welche gefunden."

"Lassen wir uns also überraschen wer dann der böse ist."

Hoch leben die manichäischen Weltbilder...

Bastian Borstell 27.07.2013 | 06:12

"Der" Zionismus sei also mal ganz generell vergleichbar mit der NPD. in etwa so absurd, wie wenn jemand behaupten würde, am zweiten Weltkrieg wäre Polen Schuld...

Also:

1. Antisemiten rufen ganz regelmäßig zum Massemord gegen Juden auf. Es gab historisch immer wieder Pogrome, auch und gerade in "der islamischen Welt". Der Antisemitismus gipfelte in dem nazistischen Versuch, "die Juden" auszurotten. Dies stärkte den Zionismus.

2. Zionismus bedeutet nicht mehr, als die Forderung nach Gründung bzw. erhalt eines jüdischen Staates. Eines demokratsichen Staates, in dem Juden die Mehrheit bilden und der jederzeit jeden Juden aufnimmt Der . Schon wegen 1.

3. Ich wüsste keine nicht, dass es sonderlich viele Leute gebe, die Deutschland abschaffen wollen. Trotz guter Gründe...

Es gibt aber eine Menge Leute, die Israels Existenzrecht in Frage stellen. Diese bilden in einigen Staaten sogar die Mehrheit und befinden sich in Regierungsverantwortung.

4. Mir ist nicht bekannt, dass jemand "die Deutschen" ausrotten will. Wenn Sie dass "den Antideutschen" unterstellen, dann haben Sie deren Positionen einfach nicht verstanden. Auch behauptet niemand, "die Deustschen" würden "hinter den Kulissen die Strippen ziehen" und die Welt regieren. "Dem Juden" wird dies allerdinsg des öfterem nachgesagt. Man schaue nur in die Charta der Hamas. Und wer davon ausgeht, "der Jude" sei besonders raffiniert und "grundsätzlich" dazu in der Lage, "hinter den Kulissen die Strippen zu ziehen" solange dieser lebt, der kann sich von "dem Juden" nicht anders "befreien", als durch Vernichtung.

5. Einige(!) "Antideutsche" unterstellen, dass der "deutsche Nationalismus" aus historischen Gründen einen besonders völkischen Charakter hat. Die "deutsche Nation" ist keine "Staatsnation", wie die französische, und keine "Willensnation" wie die schweizerische, oder irgend etwas dazwischen, wie die amerikanische."Der Deutsche" ist nicht in erster Linie durch seine Staatsbürgerschaft definiert, sondern durch seine "Volkszugehörigkeit". "Ethnizität" und "Nation" fallen bei "dem Deutschen" seit jeher unmittelbar zusammen.

Für viele Deutsche mag es unvorstellbar sein, aber für den Begriff "völkisch" gibt es nicht einmal eine Übersetzung in das Englische, der englische Begriff für "Volk" hingegen ist "people" und heißt gleichzeitig "Leute"...

Ein englischsprachiger Blick auf drei deutsche Worte:

"In German the word Volk can have several different meanings, such as folk (simple people), people in the ethnic sense, and nation.

German Volk is commonly used as the first, determining part (head) of compound nouns such as Volksentscheid (plebiscite, literally "decision of/by the people") or Völkerbund (League of Nations), or the car manufacturer Volkswagen (literally, "people's car")." http://en.wikipedia.org/wiki/Volk#Volk_in_German

"The German language term Leitkultur is a politically controversial concept, first introduced in 1998 by the German-Arab sociologist Bassam Tibi. It can be translated as 'guiding culture' or 'leading culture', less literally as 'common culture', 'core culture' or 'basic culture'. Tibi himself saw it as a form of multiculturalism, but from 2000, the term figured prominently in the national political debate in Germany about national identity and immigration. The term then became associated with a monocultural vision of German society, with ideas of European cultural superiority, and with policies of compulsory cultural assimilation." http://en.wikipedia.org/wiki/Leitkultur

"The völkisch movement (original name: völkische Bewegung) is the German interpretation of the populist movement, with a romantic focus on folklore and the "organic". The term völkisch (pronounced [ˈfœlkɪʃ]), meaning "ethnic", derives from the German word Volk (cognate with the English "folk"), corresponding to "people", with connotations in German of "people-powered", "folksy" and "folkloric". According to the historian James Webb, the word also has "overtones of 'nation', 'race' and 'tribe'…" [1]

The defining idea that the völkisch movement revolved around was that of a Volkstum (lit. "folkdom", probably more precise in meaning would be "folklore" and "ethnicity"), not to be confused with the Volkssturm. "Populist", or "popular", in this context would be volkstümlich.

The völkisch "movement" was not a unified movement but "a cauldron of beliefs, fears and hopes that found expression in various movements and were often articulated in an emotional tone," Petteri Pietikäinen observed in tracing völkisch influences on Carl Gustav Jung.[2] The völkisch movement was "arguably the largest group" in the Conservative Revolutionary movement in Germany.[3] However, like "conservative-revolutionary" or "fascist", völkisch is a complex term ("schillernder Begriff").[3] In a narrow definition it can be used to designate only groups that consider human beings essentially preformed by blood,[3] i.e. by inherited characteristics." http://en.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkisch_movement

Bis heute zeichnet sich das in deutscher Gesetzgebung ab, worauf sich die Burschenschaften beriefen. Diese wurden zwar kritisiert, "Ariernachweise" einführen zu wollen, dass sie ihre "Arier"Defntion aber direkt aus bundesrepublikanischen Gesetzen (die in jetziger Form von Rotgrün verabschiedet wurden) beziehen können, war in den Medien kaum ein Thema:

"Die Definition eines Deutschen entspricht dem § 6, Absatz 1 des bundesdeutschen Vertriebenengesetzes 2007, das festhält, daß als wesentliche Kennzeichen des deutschen Volkstums eben die „Merkmale Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur” sind.

Auch in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum bundesdeutschen Vertriebenengesetz (BVFG-VwV) zum § 6 heißt:

„Die kumulativ zu erfüllenden Merkmale der deutschen Volkszugehörigkeit sind:

deutsche Abstammung (Nr. 2.1)ausschließliches Bekenntnis zum deutschen Volkstum [...] oder Zurechnung zur deutschenNationalität nach dem Recht des Herkunftsstaates [...]Bestätigung des Bekenntnisses [...] durch die Fähigkeit der familiären Vermittlung ein einfaches Gespräch in deutscher Sprache [...] führen zu können (Nr. 2-3)Zu Nr. 2.1.: Deutsche Abstammung: Mit Abstammung im Sinne der Vorschrift ist ausschließlich das leibliche Kind (der ersten Generation) gemeint, nicht hingegen Adoptiv-, Stief- oder Pflegekinder. Zumindest ein Elternteil muß daher die deutsche Staatsangehörigkeit oder die deutsche Volkszugehörigkeit besitzen.“


Es ist daher legitim und sinnvoll, auf die Frage der Abstammung zusätzlich zu den im bisherigen Artikel 9, Absatz 1 der DB-Verfassung genannten Kriterien einzugehen und diese einzufügen.

Da einer der wesentlichsten Grundsätze und Verfassungsbestandteile der Deutschen Burschenschaft der staatenübergreifend wirksame volkstumsbezogene Vaterlandsbegriff ist, ist die Anwendung der Rechtsgrundlage des zitierten bundesdeutschen Gesetzes analog auch im Rahmen der Deutschen Burschenschaft anwendbar, da sich ja Angehörige des Deutschen Volkes in vielen Gebieten Europas (und der Welt) befinden." https://linksunten.indymedia.org/node/71883

6. Nun mögen Sie sagen, dass der Zionismus ähnlich "völkisch" sei wie der deustche Nationalismus. Das mag aber in gewisser Hinsicht stimmen. Aber: Niemals wurde ein Vernichtsunskrieg gegen die "Volksdeutschen" geführt. Während der volksdeustche Nationalismus eine großmachtserstrebende Antwort auf fürstliche Kleinstaaterei war, wurde der Zionismus nur deswegen erfolgreich unter einem Teil der Juden, weil diese von den Gesellschaften in denen sie lebten, ausgestoßen waren oder sogar bis zum Genozid verfolgt wurden. Der Grund für die Notwendigkeit für ein Israel in der Welt ist ein ähnlicher, wie jene Gründe für die "First Nations" in den USA. "Doppelter Standard"? Vielleicht, aber nicht ohne Grund.

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Ehemaliger Nutzer 28.07.2013 | 05:57

#Bastian Borstell:

„1. Antisemiten rufen ganz regelmäßig zum Massemord gegen Juden auf. Es gab historisch immer wieder Pogrome, auch und gerade in "der islamischen Welt". Der Antisemitismus gipfelte in dem nazistischen Versuch, "die Juden" auszurotten. Dies stärkte den Zionismus.“

@Bastian Borstell:

„auch und gerade in der islamischen Welt“ gab es antijüdische Pogrome?

Man merkt, dass Zionisten vor der Relativierung der „europäischen“ Pogrome (welche übrigens im Holocaust gipfelten) nicht zurückschrecken solange es der Sache dient und da wird dann selbst der Holocaust als eine „Stärkung des Zionismus“ bezeichnet.

Aber wenn Antizionisten den israelischen Kult um Yad Vashem als eine pervertierte Propaganda-Veranstaltung bezeichnen weil er eben nicht dem Gedenken sondern der „Stärkung des Zionismus“ dient, dann wird wieder die Antisemitismus-Keule geschwungen.

Man müsste lachen wenn es nicht so traurig wäre.

#Bastian Borstell:

„2. Zionismus bedeutet nicht mehr, als die Forderung nach Gründung bzw. erhalt eines jüdischen Staates. Eines demokratsichen Staates, in dem Juden die Mehrheit bilden und der jederzeit jeden Juden aufnimmt Der . Schon wegen 1. „

@Bastian Borstell:

Einen demokratischen „jüdischen Staat“ kann es nicht geben, denn es kann schließlich auch keinen demokratischen Staat geben dessen Recht nur auf der Sharia basiert. Das ist auch der Grund, warum Israel bis heute keine Verfassung hat und mit dem Problem haben sich Zionisten schon zu Zeiten Hertzls „rumgeschlagen“.

Der Staat Israel nimmt auch nicht jeden Juden auf und er lässt religiöse Institutionen darüber entscheiden wer denn nun Jude ist und wer nicht. Das passt nicht zu einem demokratischen Staat, der eine sichere Heimstätte für alle Juden darstellen will. Salopp gesagt, wer von den Nazis als Halbjude mit dem Tod bedroht wurde hat sich dadurch noch lange keine „Rückkehrrecht“ erworben.

Kennen Sie eine zionistische Organisation welche die Demokratie in Israel stärken möchte?

Mir ist nicht bekannt, dass die Zionistische Weltorganisation zum Thema Demokratie in den letzten 100 Jahren auch nur einen Beschluß gefasst hat. Komische Demokraten…

#Bastian Borstell:

„5. Einige(!) "Antideutsche" unterstellen, dass der "deutsche Nationalismus" aus historischen Gründen einen besonders völkischen Charakter hat. Die "deutsche Nation" ist keine "Staatsnation", wie die französische, und keine "Willensnation" wie die schweizerische, oder irgend etwas dazwischen, wie die amerikanische.“

@Bastian Borstell:

Auf den Punkt gebracht: Die Deutschen sind für die Antideutschen einfach nicht so wie die US-Amerikaner.

#Bastian Borstell:

„"Der Deutsche" ist nicht in erster Linie durch seine Staatsbürgerschaft definiert, sondern durch seine "Volkszugehörigkeit". "Ethnizität" und "Nation" fallen bei "dem Deutschen" seit jeher unmittelbar zusammen.“

Wenn dem so ist, dann zeigt die Tatsache, dass ca. 40% der Deutschen einen Migrationshintergrund haben, dass der „besonders völkische Charakter der deutschen Nation“ eine ideale Basis zur Assimilation „Volksfremder“ ist (Man denke da an Boier, Polen etc.).

#Bastian Borstell:

„Für viele Deutsche mag es unvorstellbar sein, aber für den Begriff "völkisch" gibt es nicht einmal eine Übersetzung in das Englische, der englische Begriff für "Volk" hingegen ist "people" und heißt gleichzeitig "Leute"...“

@ Bastian Borstell:

Den Ausdruck „völkisch“ benutzt ja heute auch kein Deutscher mehr, denn dafür gibt es den Ausdruck „Volkszugehörigkeit“ den man sehr wohl ins Englische übersetzen kann. Das Wort „Volk“ kommt aus dem altgermanischen, stammt von „folgen“ ab und bezog sich zu Zeiten der „Völkerwanderungen“ auf Stämme die Herrführern folgten dann nach Sesshaftwerdung ein „Volk“ wurden.

Das kennt man z.B. auch vom „jüdischen Volk“ welches bis zu seiner Vertreibung durch die Römer in vielen verschiedenen gleichzeitig existierenden „jüdischen Staaten“ lebte. Das waren auch nur „Stämme“ welche jediglich eine (größtenteils) gemeinsame Religion hatten, welche dennoch nie in der Lage war das sog. „jüdische Volk“ innerhalb einer jüdischen Nation zu einen (ist in Israel heute ja noch immer so). Hinzu kamen noch ethnische und sprachliche Unterschiede die sogar rassistische Züge annahmen (kannte selbst der Rassist Jesus noch der eine Jüdin den falschen Volkes auf Grund ihrer Volkszugehörigkeit nicht helfen wollte). Seit wann sprach „das jüdische Volk“ gleich noch mal hebräisch?

#Bastian Borstell:

6. Nun mögen Sie sagen, dass der Zionismus ähnlich "völkisch" sei wie der deustche Nationalismus. Das mag aber in gewisser Hinsicht stimmen. Aber: Niemals wurde ein Vernichtsunskrieg gegen die "Volksdeutschen" geführt.

@ Bastian Borstell:

Der Zionismus war aber nur eine jüdische Antwort auf die damals in allen Kreisen diskutierte Judenfrage und das lange vor dem Holocaust. Der damalige Zionismus bereitete auch den Nährboden dafür, dass viele „Volksdeutschen“ Juden nicht mehr als Deutsche jüdischen Glaubens begriffen sondern als Volksfremde. Die jüdische Antwort auf den damaligen Antisemitismus hätte aber lauten sollen: Wir sind Deutsche. Es waren Zionisten die es deutschen Juden schwer machten genau so zu reagieren und bis heute machen es Zionisten Juden außerhalb Israels schwer als „Volkszugehörige“, gleichwertige „Staatsangehörige“ (oder was auch immer) in den jeweiligen Ländern zu leben, weil die Zionisten immer sagen, dass Land X antisemitisch ist und daher die dortigen Juden besser nach Israel kommen sollten.

#Bastian Borstell:

„Während der volksdeustche Nationalismus eine großmachtserstrebende Antwort auf fürstliche Kleinstaaterei war, wurde der Zionismus nur deswegen erfolgreich unter einem Teil der Juden, weil diese von den Gesellschaften in denen sie lebten, ausgestoßen waren oder sogar bis zum Genozid verfolgt wurden.“

@ Bastian Borstell:

Es waren nicht die Juden welche sich als Deutsche jüdischen Glaubens begriffen und bezeichneten sonder die Zionisten, welche z.B. in ihren bis 1939 in NS-Deutschland nicht verbotenen Zionisten-Blättern die Trennung der Juden von den Deutschen begrüßten. Das ging sogar soweit, dass deutsche zionistische Tageszeitungen die „Nürnberger Rassegesetze“ als „Chance für das jüdische Volk, einer Assimilation zu entgehen“ bezeichneten. Ich empfehle Ihnen, dass Sie mal einige der im 3. Reich bis 1939 verlegten zionistischen Zeitungen lesen (welche zum Glück archiviert wurde). Sie werden feststellen, dass der Zionismus schon vor dem Holocaust sehr „völkisch“ war und dass die Nazis wie die Zionisten auf die Judenfrage dieselbe Antwort gaben: „Trennung beider Völker im beiderseitigen Interesse“.

#Bastian Borstell:

„Der Grund für die Notwendigkeit für ein Israel in der Welt ist ein ähnlicher, wie jene Gründe für die "First Nations" in den USA“.

@Bastian Borstell

In den USA gibt es keine "First Nations" sondern in Kanada. In den USA gibt es dafür Reservate. Aber wenigstens sagen Sie nun offen, warum Sie Zionist sind: Juden sollen zu ihrem eigenen Schutz im Reservat „Israel“ leben.

Bastian Borstell 29.07.2013 | 09:40

Ich habe nicht gesagt, Putin könnte... ich habe nur gesagt, dass der der mir keine Vertrauensperson zu sein scheint.

Das jemand "böse" sei, habe ich ebenfalls nicht behauptet. Kritisiere ich doch (manichäische) Weltbilder, die die Weltin "Gut" und "Böse" einteilen.

Eine Betitelung wie "DEN Westeuropäer" klingt verdächtig nach "DER Türke" oder "DER Jude" klingt, eine Sprechweise die nei vielen Deutschen besonders zwischen 1933 und 1945 sehr beliebt war. Sozusagen die Steigerung von "DIE Syrer", wird doch hier nicht nur eine kollektive Identität einer Gruppe behauptet, sondern die Identität derart zu Spitze getrieben, dass die Nation als Einzelperson erscheint.

Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass die Formulierungen "Weisheit mit Löffeln gefressen" und "Hintern der Massenmedien" beleidigende persönliche Angriffe darstellen.

Vor allem , weil ich nicht im "Hintern der Massnmedien" stecke, sondern diesen dem selben Israelhass unterstelle, den die deutsche Gesellschaft schon in Schulbüchern eingepaukt bekommt: http://jungle-world.com/artikel/2013/17/47604.html

Es sei also festgestellt, dass es die Israelkritiker sind, die nachbeten was Sie im ideologischen Staatsapperat Schule, aber auch den Massenmedien vermittelt bekommen. Das Leute sich auch noch "unabhängiger" von den Massenmedien vorkommen, weil sie dieselbe Israelkritik auf die Spitze treiben, härter formulieren, und lediglich noch lauter "jüdische Lobby" rufen, ist eine bittere Ironie.

Bastian Borstell 29.07.2013 | 10:41

"Die sunnitischen Rebellen... Salafisten/Dschihadisten/Muslimbrüder/Al-Nusra/Al-Kaida/Söldner/Freizeitmörder die gerade in Syrien für Scheichtümer, Allah, Emirate, den Koran oder einfach nur Geld kämpfen sind gerad

Die Hamas in Gaza ist sunnitisch und hat einen nicht kleinen Teil an Leuten die gegen Assad kämpfen würden."

"Man will dass Assad stürtzt also braucht man diese Leute und da ist es problematisch wenn Israel die nicht frei reisen oder mit Waffen rumlaufen lässt... Die Manpower bzw. der Rebellennachschub ist einfach zu gering da die Syrer nicht hinter der "Revolution" stehen."

"Allerdings wollen die Russen dem UN-Sicherheitsrat echte Beweise liefern dass die Terroristen chemische Waffen bauen und verwenden woll bzw. haben..."

"Deine Arroganz ist wirklich typisch für den Westeuropäer(!)... glaubt er hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und ist doch tief im Hintern der Massenmedien."

Alle Hervorhebungen von mir.

Dazu:

"Verallgemeinerung wird von Memmi in zweifacher Hinsicht aufgefasst, sie drückt sich zum einen als «Entindividualisierung» oder «Entpersönlichung», die gleichsam mit einer «Entmenschlichung» einhergeht, zum anderen als «Verabsolutierung» oder «Verewiglichung» aus; er spricht in diesem Sinne von einer „doppelten Verallgemeinerung“. „Die Beschuldigung richtet sich fast immer zumindest implizit gegen fast alle Mitglieder der Gruppe, so dass jedes andere Mitglied derselben Beschuldigung ausgesetzt ist, und sie ist zeitlich unbegrenzt, so dass kein denkbares Ereignis in der Zukunft dem Prozess jemals ein Ende machen kann“ (Memmi, S. 114).[37] Das Individuum wird nicht mehr für sich betrachtet, sondern als Mitglied einer Gruppe, deren Eigenschaften es zwangsläufig, a priori besitzt, es wird entindividualisiert. „Zugleich verdient die gesamte Fremdgruppe, der das Stigma des Schädlichen und Aggressiven anhaftet, dass man sie angreift; umgekehrt verdient jeder Angehörige der Fremdgruppe a priori die Sanktion [..]“ (Memmi, S. 116).[37] Mit dem Verlust der Individualität geht der Verlust der persönlichen und menschlichen Rechte und Würde einher. Der Mensch wird nicht in differenzierender Weise beschrieben; „er hat nur das Recht darauf, in einem anonymen Kollektiv zu ertrinken“ (vgl. Memmi, S. 183–186).[37] Jeder wirkliche oder erfundene Mangel des Einzelnen wird auf die ganze pseudoverwandtschaftliche Gruppe ausgedehnt und gleichzeitig wird der Einzelne aufgrund eines kollektiven Makels verurteilt. „Individuelles und kollektives Merkmal stehen in einer Art dialektischem Verhältnis zueinander“ (vgl. Memmi, S. 170 f.).[37]
Die andere Form der Verallgemeinerung ist die zeitliche Unbegrenztheit der Beschuldigungen. „Der Rassist möchte in dem Stempel, den er dem Gesicht seines Opfers aufdrückt, dessen endgültige Züge sehen. Nicht nur, dass das Opfer einer Gruppe angehört deren Mitglieder alle diese Makel tragen, sie tun es außerdem für immer. Damit hat alles seine Ordnung für die Ewigkeit. Ein für allemal sind die Bösen böse und die Guten gut [..]“ (Memmi, S. 117 f.).[37]" http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus#Verallgemeinerung

"In einem meiner Bücher spreche ich von »humanitärem Rassismus« als einem wesentlichen Element der europäischen Einstellung gegenüber Israel. Es handelt sich um eine der am wenigsten wahrgenommenen Formen von Rassismus. Definieren kann man sie als verminderte Verantwortungszuweisung für Verbrechen bestimmter ethnischer oder nationaler Gruppen. Humanitäre Rassisten beurteilen Fehlverhalten und Verbrechen unterschiedlich, je nach Hautfarbe und politischer Macht der Handelnden. Für Weiße gelten andere Maßstäbe als für Farbige. Israelis werden oft verdammt, wenn sie Maßnahmen zu ihrer Verteidigung ergreifen. Die palästinensische Verantwortung für Selbstmordattentate, mörderische Raketenangriffe, Glorifizierung von Morden an der Zivilbevölkerung und Aufrufen zur Vernichtung der Juden – wie im Programm der Hamas, die 2006, bei den einzigen freien Wahlen in den Palästinensergebieten, die Mehrheit erhielt – wird häufig kleingeredet und -geschrieben." http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16581

balsamico 29.07.2013 | 11:32

Israelis werden oft verdammt, wenn sie Maßnahmen zu ihrer Verteidigung ergreifen.

Keineswegs. Dass sich Israel verteidigen muss, ist völlig klar. Man fragt sich nur, ob sich Israel auch so brutal verteidigen müsste, wenn es mit den Palästinensern fair umginge, was es noch nie getan hat. Für die israelischen Landnahmen u.a. im Westjordanland git es keine Rechtfertigung. Die Sympatie für die Sache der Palästinenser hat auch etwas Sportliches. Ungefähr so, so wie wenn man auf dem Fußballplatz dem Schwächeren die Stange hält.

Die palästinensische Verantwortung für Selbstmordattentate, mörderische Raketenangriffe, Glorifizierung von Morden an der Zivilbevölkerung und Aufrufen zur Vernichtung der Juden – wie im Programm der Hamas, die 2006, bei den einzigen freien Wahlen in den Palästinensergebieten, die Mehrheit erhielt – wird häufig kleingeredet und -geschrieben.

Umgekehrt werden die Raketenangriffe von den Israelis und ihren Parteigängern großgeredet und großgeschrieben. Denn bei allen Raketenangriffen zusammen, kamen ja nicht entfernt soviel Menschen zu Schaden wie im krass unverhältnismäßigen Gazakrieg, vom Umfang der Zerstörungen ganz zu schweigen. Der auch im Völkerrecht zu beachtende Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist für Israel kein Thema.

Bastian Borstell 29.07.2013 | 13:11

"Man merkt, dass Zionisten vor der Relativierung der „europäischen“ Pogrome (welche übrigens im Holocaust gipfelten) nicht zurückschrecken solange es der Sache dient und da wird dann selbst der Holocaust als eine „Stärkung des Zionismus“ bezeichnet."

Worin liegt darin eine Relativierung "europäischer Pogrome", wenn man darauf hinweist, dass es auch "arabische Pogrome" gegen Juden gab?

"Einen demokratischen „jüdischen Staat“ kann es nicht geben"

Tja. Dann ist Israel wohl eine unmögliche Realität.

"Israel bis heute keine Verfassung hat"

Haben andere Länder auch nicht, z.B. das vereinigte Königreich. Ist trotzdem eine Demokratie. Nach Ansicht mancher hat ja nicht mal die BRD eine Verfassung.

"Der Staat Israel nimmt auch nicht jeden Juden auf und er lässt religiöse Institutionen darüber entscheiden wer denn nun Jude ist und wer nicht."

Ja. Das kann ein souveränder Staat so entscheiden, und Israel ist ein souveräner und demokratischer Staat. Die BRD hat ja z.B. auch sehr merkwürdige Gesetze, um festzustellen, wer den "deutsch" sei. https://linksunten.indymedia.org/node/71883

Viele europäische Staaten bestimmen ihre Nation durch den Glauben an ein Ethnizität:

"Eine Ethnie (auch ethnische Gruppe) oder Ethnos (von griechischἔθνος, éthnos, „Volk, Volkszugehörige“) ist eine Gruppe von Menschen, denen eine kollektive Identität zugesprochen wird. Zuschreibungskriterien können Herkunftssagen, Abstammung, Geschichte, Kultur, Sprache, Religion, die Verbindung zu einem spezifischen Territorium sowie ein Gefühl der Solidarität sein.[1] Die zugehörige Wissenschaft ist die Ethnologie bzw. Völkerkunde. In der deutschsprachigen Wissenschaft wird das Wort Volk heute oft durch Ethnie ersetzt." https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnie

Und reiligiös unterschieden werden auch die Serbokratisch sprechenden Serben, Kroaten und Bosniaken. Lediglich bei Monenegrinern kommt noch eine terretoriale Unterscheidung, genauer: "Staatsnationale Komponente", hinzu, ähnlich der heutigen Unterschweidung zwischen Deutschen und Österreichern.

"Wenn dem so ist, dann zeigt die Tatsache, dass ca. 40% der Deutschen einen Migrationshintergrund haben, dass der „besonders völkische Charakter der deutschen Nation“ eine ideale Basis zur Assimilation „Volksfremder“ ist (Man denke da an Boier, Polen etc.)."

Das die "völkisch-rassische" Identität ein illusionäres und unhaltbares Konstrukt ist, müssen Sie mir nicht erzählen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass dieser Unfug unter dem Schlagwort "Abstammung" sich bis heute auch in bundesrepublikanischer Gesetzgebung hält.

Auch muss "Völkische Nation" nicht "Blutsverwandschaft" bedeuten, dafür reicht auch das Gerede vom "Volkstum", dass sich heute z.B. im Schwachsinn der Leitkultur äußert und zumindest indirekt 1:1 im Vertriebengesetz auftaucht.

Worauf Sie mit ihrem Einwand hinwollen, weiß ich ehrlich esagt nicht, reden Sie doch komplett an meinen Aussagen vorbei.

"Das passt nicht zu einem demokratischen Staat, der eine sichere Heimstätte für alle Juden darstellen will. Salopp gesagt, wer von den Nazis als Halbjude mit dem Tod bedroht wurde hat sich dadurch noch lange keine „Rückkehrrecht“ erworben."

Warum überlassen sie es nicht den souveränen und demokratischen Entscheidungen des Staates Israel, welche Regelungen zur Einwanderung dieser trifft?

"Auf den Punkt gebracht: Die Deutschen sind für die Antideutschen einfach nicht so wie die US-Amerikaner."

Der Begriff der "deutschen Nation" ist bis heute ein anderer als jener der US-Amerikansichen Nation. Das äußert sich z.B. an oben genannten Gesetzen,dem Geschwafel über Leitkultur usw.

Wer sich wie als "Deutscher" identifiziert, ist da nochmal eine andere Frage. Ich bin de jure und de facto deutscher Staatsbürger aber definiere mich nicht selbst als "Volksdeutscher". Allgemein finde ich den ganzen Kram mit Nationalstaaten ziemlich bescheuert, würde es mir aber wünschen, wenn der deutsche Staat endlich von dem Prinizipien der "völkischen Nation" abrücken würde und sich wenigstens als Staatsnation, als Staat seiner Bürger oder besser noch als Staat aller Menschen die sich in seinen Grenzen aufhalten und nicht eines "deutschen Volkes" begreifen würde. Das wäre zwar nicht der Kommunismus (dem ohne Staaten), aber ein Schritt in die richtige Richtung...

Versuch ichs mal mit Musik:

"

Den Ausdruck „völkisch“ benutzt ja heute auch kein Deutscher mehr, denn dafür gibt es den Ausdruck „Volkszugehörigkeit“ den man sehr wohl ins Englische übersetzen kann. Das Wort „Volk“ kommt aus dem altgermanischen, stammt von „folgen“ ab und bezog sich zu Zeiten der „Völkerwanderungen“ auf Stämme die Herrführern folgten dann nach Sesshaftwerdung ein „Volk“ wurden.

Das kennt man z.B. auch vom „jüdischen Volk“ welches bis zu seiner Vertreibung durch die Römer in vielen verschiedenen gleichzeitig existierenden „jüdischen Staaten“ lebte. Das waren auch nur „Stämme“ welche jediglich eine (größtenteils) gemeinsame Religion hatten, welche dennoch nie in der Lage war das sog. „jüdische Volk“ innerhalb einer jüdischen Nation zu einen (ist in Israel heute ja noch immer so). Hinzu kamen noch ethnische und sprachliche Unterschiede die sogar rassistische Züge annahmen (kannte selbst der Rassist Jesus noch der eine Jüdin den falschen Volkes auf Grund ihrer Volkszugehörigkeit nicht helfen wollte). Seit wann sprach „das jüdische Volk“ gleich noch mal hebräisch?"

Ist mir alles nicht neu. Aber: Worauf wollen Sie hinaus?

"Volkstum bezeichnet die gesamten Lebensäußerungen eines Volkes oder einer ethnischen Minderheit als Ausdruck eines gemeinsamen „Volkscharakters“.

Der Begriff wurde von deutschen Nationalisten im Kontext der Freiheitskriege bewusst als Gegensatz zu den Idealen der Französischen Revolution, den universalen Menschenrechten, geprägt. Während dieser Wortsinn heute wissenschaftlich kritisiert wird, wird der Begriff im Sinne von Minderheitenschutz und Heimatpflege weiter gebraucht. In Österreich ist er eine Rechtsnorm." http://de.wikipedia.org/wiki/Volkstum

"Volkstumspolitik ist eine rein deutsche Begriffsprägung, die nach dem Ersten Weltkrieg und den im Versailler Vertrag verfügten Gebietsabtretungen zur Entfaltung kam. Ihre praktische Ausgestaltung erfuhr sie in der Zeit des Nationalsozialismus durch das Deutsche Reich zunächst mit dem Anschluss des Saargebiets 1935, dem Anschluss Österreichs als „Unternehmen Otto“ und der Eingliederung des Sudetenlandes 1938 und dann massiv mit dem Polenfeldzug und dem „Russlandfeldzug“ als „Unternehmen Barbarossa“ parallel neben HimmlersProgramm Heinrich“.

Volkstumspolitik beinhaltete im „Großdeutschen Reich“ die außenpolitische, rassistisch-imperialistische Verlängerung der Nürnberger Gesetze vom „Reichsparteitag der Freiheit“ am 15. September 1935, die als sogenanntes Blutschutzgesetz die „Reinheit des deutschen Blutes“ und das „artverwandte Blut“ zunächst vor der „Vermischung“ mit „Juden“, „Negern“ und „Zigeunern“ bewahren sollten, bis mit Kriegsbeginn im Osten und der geplanten Ausweitung deutschen beziehungsweise „germanischenVolkstums bis zum Ural der Schutz vor den „Fremdvölkischen“ und deren „Umvolkung“ über graduelle Einbürgerung bis zur Endstufe der „Reichsbürgerschaft“ oder Bekämpfung bis zur Vernichtung hinzukamen. Sie ist also zentraler Herrschaftsbegriff des Nationalsozialismus." http://de.wikipedia.org/wiki/Volkstumspolitik

"Der Zionismus war aber nur eine jüdische Antwort auf die damals in allen Kreisen diskutierte Judenfrage und das lange vor dem Holocaust. Der damalige Zionismus bereitete auch den Nährboden dafür, dass viele „Volksdeutschen“ Juden nicht mehr als Deutsche jüdischen Glaubens begriffen sondern als Volksfremde. Die jüdische Antwort auf den damaligen Antisemitismus hätte aber lauten sollen: Wir sind Deutsche. Es waren Zionisten die es deutschen Juden schwer machten genau so zu reagieren und bis heute machen es Zionisten Juden außerhalb Israels schwer als „Volkszugehörige“, gleichwertige „Staatsangehörige“ (oder was auch immer) in den jeweiligen Ländern zu leben, weil die Zionisten immer sagen, dass Land X antisemitisch ist und daher die dortigen Juden besser nach Israel kommen sollten.

[...]

Das ging sogar soweit, dass deutsche zionistische Tageszeitungen die „Nürnberger Rassegesetze“ als „Chance für das jüdische Volk, einer Assimilation zu entgehen“ bezeichneten. Ich empfehle Ihnen, dass Sie mal einige der im 3. Reich bis 1939 verlegten zionistischen Zeitungen lesen (welche zum Glück archiviert wurde). Sie werden feststellen, dass der Zionismus schon vor dem Holocaust sehr „völkisch“ war und dass die Nazis wie die Zionisten auf die Judenfrage dieselbe Antwort gaben: „Trennung beider Völker im beiderseitigen Interesse“."

Großes Kino: Sie meinen die Zionisten seien Schuld am Antisemitismus...

Und dass obwohl der Zionismus bei den meisten Juden for der Shoa auf keine große Begeisterung stieß. Die Nazis vernichteten eben auch jene Juden, die bis zur Selbstverleugung assimiliert waren.

"Die jüdische Antwort auf den damaligen Antisemitismus hätte aber lauten sollen: Wir sind Deutsche."

Das war doch die Antwort eines der breiten Mehrheit der Juden in Deutschland. Dazu auch: https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/die-chance-der-palaestinenser#1375087298724399

"Aber wenn Antizionisten den israelischen Kult um Yad Vashem als eine pervertierte Propaganda-Veranstaltung bezeichnen weil er eben nicht dem Gedenken sondern der „Stärkung des Zionismus“ dient, dann wird wieder die Antisemitismus-Keule geschwungen."

Können Sie mal aufhören mir mindestens zwischen den Zeilen Aussagen zu unterstellen, die ich nicht getätigt habe und sich darauf beziehen, was ich gesagt habe wenn Sie so tun, als würden Sie auf meine Beiträge reagieren?

Genauso:

"Aber wenigstens sagen Sie nun offen, warum Sie Zionist sind: Juden sollen zu ihrem eigenen Schutz im Reservat „Israel“ leben."

Der Satz muss heißen:

"Aber wenigstens sagen Sie nun offen, warum Sie israelsolidarischer Antifaschist sind: Juden sollen zu ihrem eigenen Schutz im Staat Israel leben können."

Dazu auch:

"Israel ist ein souveräner, demokratischer Nationalstaat. Das war der Sinn und Zweck des zionistischen Unternehmens, deswegen gibt es dieses Land überhaupt. In einem souveränen Nationalstaat haben die eigenen Bürger das Sagen – übrigens nicht nur die jüdischen Bürger, sondern auch die Araber, auch die Drusen und die anderen Minoritäten." http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/16409

"In den USA gibt es keine "First Nations" sondern in Kanada. In den USA gibt es dafür Reservate."

In den USA werden die "Indianer" durchaus auch al "First Americans" bezeichnet und das "Reservations" in ihrem Namen den Begriff "Nation" tragen ist nicht unüblich. Ein Beispiel: http://www.yakamanation-nsn.gov/history.php

Übrigens wird auch kein "Indianer" gezwungen in dem Terretorium "seiner Nation" zu leben, auch wenn dies ein ungelaubter Glaube vieler Antiamerikanisten ist.

P.S. Mein neuer Blog: https://www.freitag.de/autoren/bastian-borstell/fatah-getoetete-israelis-immer-zionisten

Bastian Borstell 29.07.2013 | 14:08

"Die Sympatie für die Sache der Palästinenser hat auch etwas Sportliches. Ungefähr so, so wie wenn man auf dem Fußballplatz dem Schwächeren die Stange hält."

Stehen denn Kurden, Dafouris, Saharouis, Uiguren, "Nicht-Bürger" Lettlands, "Zigeuner" Ungarns und Rumäniens, Chinesen und Inder Malaysias, Moslems Myanmars, Tuareq usw. nicht einem stärkeren Gegner gegenüber?

Warum wird mitunter soger ein "Genozid an Palästinensern" behauptet (ein merkwürdiger "Genozid" wäre dass, der wohl erste, bei dem die Personenzahl der Ethnie, die angeblich ausgerottet wird, wächst).

Und warum interessieren Sich so wenige Leute für andere, tatsächliche Genozide. Was ist mit Dafour?

Israel wird als mitunter Apartheidstaat bezeichntet. Das ist eine Verharmlosung und Relativierung der Apartheid Südafrikas!

Es mag stimmen, dass es in Israel Ressentiments gibt und unschöne Gesetze betreffs des Zugangs von Nichtjuden zum Militär. Aber: Warum schweigen so viele zu den "Nichtbürgern Lettlands". Diese haben im Gegensatz zu den arabischen Israelis kein Wahlrecht und die EU sorgte nicht nur nicht dafür, dass Lettland 14% seiner Einwohner, die zu großen Teilen dort geboren und aufgewachsen sind, zum Teil in zweiter Generation, dass diese Staatenlosen lettische Bürger werden können, die EU lässt es nicht einmal zu, dass diese sich frei in Europa leben können. "Apartheid" in der EU, aber die Leute kritisieren lieber Israel, statt "vor der eigenen Haustür zu kehren". Warum?

"Der auch im Völkerrecht zu beachtende Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist für Israel kein Thema."

Die Frage der Verhältnismäßigkeit ist immer eine umstrittende.

"Für die israelischen Landnahmen u.a. im Westjordanland git es keine Rechtfertigung."

Es gibt dafür Rechtfertigungen. Inwiefern man denen zustimmt oder nicht, ist die Frage.

Zumal die Rede vom "Westjordanland" schon eine parteiische ist. Dieses "Westjordanland" hat nichteinmal klare Grenzen. Es gibt einerseits die mit Jordanien ausgehandelte Grenze, die laut Friedensvertrag grötenteils der Jordan sei und an einigen Stellen noch trilateral zwischen Israel, Jordanien und der "PA" ausgehandelt werden soll. Andererseits gibt es eine "Grüne Linie", die eine Waffenstillstandslinie darstellt und keine völkerrechtlich verbindliche Grenze. Die "Grüne Linie" nicht als "Grenze" anzusehen war auch lange Zeit (und ist eines Wissens nach in der Mehrzahl) Bestandteil "arabischer Politik" (geäußert durch die Mitglieder der arabischen Liga und meines Wissens auch der Liga selbtst) in der Absicht, das Existenzrecht Israels nicht anzuerkennen.

Es gibt genausowenig das "Westjordanland" wie es "Judea und Samaria" gibt. Es gibt umstrittenes Terretorium, über das eine Einigung efunden werden muss.

Übrigens haben auch im Parlament der "PA" meines Wissens jene Parteien eine Mehrheit, die die "Grüne Linie" eben nicht anerkenne, weil sie Ansprüche auf "ganz Palästina" stellen oder eine "Ein-Staaten-Lösung" fordern, die spätestens nach der ebenfalls geforderten Rückkehr der "Palästina-Flüchtlinge" zu einem Staat werden würde, in dem Juden eine Minorität stellen würden.Jene "Palästina-Flüchtlinge" übrigens, die im Gegensatz zu allen anderen Geflüchteten der Welt nicht vom UNHCR betreut werden, sondern von der UNRWA. da das Ziel der UNHCR es regelmäßig ist, die Geflüchteten in den Aufnahmeländern zu integrieren, während der UNRWA-Status sogar erblich ist. Die Behandlung der Flüchtlinge in den zehn Jahren nach ihrer Flucht wurde von Ralph Garroway, dem ehemaligen Direktor der UNRWA, im August 1958 mit folgenden Worten zusammengefasst:

"Die arabischen Staaten wollen das Flüchtlingsproblem nicht lösen. Sie wollen die Wunde offen halten, als Affront für die Vereinten Nationen und als Waffe gegen Israel. Den arabischen Führern ist es dabei völlig egal, ob die Flüchtlinge leben oder sterben."

In einer Sache würde ich dem Mann nicht recht geben: So ganz egal ist denen das bestimmt nicht, sind doch "höhere Flüchtlingszahlen" für deren Sache "besser" und würde diese "demographische Bombe" doch um so besser wirken, sollte es doch noch zur "Ein-Staaten-Lösung" kommen.

Bastian Borstell 29.07.2013 | 16:20

Nö. Das jeder einzelne Antisemit ist, der sich dafür interssiert, würde ich sagen. Ich würde aber sagen, dass das Thema so unverhältnismäßig präsent ist, weil es einen weit verbeiteten Antisemitismus sowohl bei den Medienmachern als auch bei den Nachfragern gibt.Die gleiche Ursache erzeut die absolut schiefe Darstellung der Medienberichte.

Diese Unverhähltnismäßige Präsenz ist dann widerum der Grund dafür, dass auch Nicht-Antisemiten tatsächlich auf die Idee kommen, dass dieser Konflikt die Bedeutung habe, der ihm häufig zugeschrieben wird, als auch, dass Sie glauben, dass der Konflikt "objetiv" dargestellt wird.

Ums kurz zu machen: Ich halte Sie für keinen Antisemiten.

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Ehemaliger Nutzer 29.07.2013 | 19:16

#Bastian Borstell

"Das jeder einzelne Antisemit ist, der sich dafür interssiert, würde ich sagen."

@Bastian Borstell

Dann sind Sie ja ein Antisemit und da kann dann auch Ihr selbstgewähltes Label "israelsolidarischer Antifaschist" nichts mehr dran ändern oder besser gesagt, ihr Label "Israelsolidarischer Antifaschist" kann nicht über Ihren Antisemitismus hinwegtäuschen.

IronCandy 29.07.2013 | 19:19

Lustig wie du meine Aussagen zerschredderst ohne jemals ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen...

Für dich steht offensichtlich Formatierung über Inhalt.

btw "Verallgemeinerung" ist die Grundlage jeglicher Abstraktion...

Wenn dich dass stört... hör auf zu denken...

Bersonders lustig ist der Umstand dass du nicht merkst dass ich gut/böse ironisch verwende. Ernsthaft soll ich noch Ironie-Tags drum packen?

Bastian Borstell 29.07.2013 | 22:45

"btw "Verallgemeinerung" ist die Grundlage jeglicher Abstraktion...

Wenn dich dass stört... hör auf zu denken..."

Ein Ausflug in die Erkenntnistheorie?

Nun gut.

Es ist fraglich, ob jedes Denken per se "Abstraktion" ist. Hierzu gibt es interessante Arbeiten von Sohn-Rethel:

"Sohn-Rethels zeitlebens beharrlich verfolgtes Ziel war die Verbindung der ErkenntniskritikImmanuel Kants mit der „Kritik der Politischen Ökonomie“ von Karl Marx zu einer materialistischenErkenntnistheorie und -kritik. In der «Realabstraktion des Warentausches» sah Sohn-Rethel die entscheidende Bedingung für den Erwerb formal-abstrakten Denkens. Sämtliche kantschen Kategorien waren für ihn im Warentausch immanent enthalten: Raum, Zeit, Quantität, Qualität, Substanz, Akzidenz, Bewegung, Wert usw. Nach Sohn-Rethel entstand das formal-abstrakte Denken, das zuerst in Form der ionischenNaturphilosophie in der Kulturgeschichte auftauchte, durch die lydische Erfindung des Münzgeldes (vgl. u. a. Warenform und Denkform, 1978; Das Geld, die bare Münze des Apriori, 1990). Durch die Notwendigkeit, beim münzgeldvermittelten Warentausch von jeder empirischen Qualität zu abstrahieren, wurden die Menschen unbewusst dazu angeleitet, in formal-abstrakten Kategorien und Formen zu denken." http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Sohn-Rethel#Theorien

und im Anchluss an diesen z.B. von v. Greiff, Bockelmann oder im Netz einfach verfügbar von Ortlieb:

Wissenschaftstheoretische und -kritische Texte auf allgemeiner EbeneC. P. O. / J. Ulrich: Die metaphysischen Abgründe der modernen Naturwissenschaft. Ein Dialog, Dezember 2006C. P. O. : Die Zahlen als Medium und Fetisch, Mai 2005C. P. O. : Der Rhythmus des Absoluten: Eske Bockelmanns "Im Takt des Geldes", April 2005 (HTML) C. P. O. : Bewusstlose Objektivität - Aspekte einer Kritik der mathematischen Naturwissenschaft, August 1998

http://www.math.uni-hamburg.de/home/ortlieb/

"Lustig wie du meine Aussagen zerschredderst ohne jemals ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen..."

Nun, ich stelle den Ihren Aussagen zu Grunde liegenden Verallgemeienrungen wie "die Syrer", "man" oder "den Westeuropäer", also ihre Grundannahmen und Grundbegriffe in Frage stelle. http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie

Außerdem:

"Positivismusstreit

[...] von T.W. Adorno eingeführte Bezeichnung für die von ihm und K.R. Popper 1961 auf der Tübinger Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie begonnene und dann vor allem von J. Habermas und H. Albert fortgeführte Grundsatzdiskussion über die Logik der Sozialwissenschaften (Logik der Forschung). Dabei ging es u.a. um a) das Verhältnis zwischen soziologischer Theoriebildung und der „Gesellschaft“ als ihrem Gegenstand; b) das Verhältnis zwischen Theorie und „Erfahrung“ in den Sozialwissenschatten; c) das Verhältnis zwischen soziologischer Theorie und Geschichte; d) das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis sowie e) um die Wiederaufnahme des sog. Wert urteilsstreits. Dazu vertraten die Anhänger der „Kritischen Theorie“ der Gesellschaft (Adorno, Habermas) die Auffassung, dass a) die Soziologie „den gesellschaftlichen Lebenszusammenhang als eine die Forschung selbst noch bestimmende Totalität“ begreifen müsse, von deren Struktur der Soziologe „vorgängig etwas verstanden haben muss“, wenn seine Kategorien dem Gegenstand „angemessen“ sein sollen; denn soziale Phänomene seien nicht „isoliert“, sondern nur als vom gesellschaftlichen Gesamtzusammenhang strukturierte „Momente der Totalität“ zu verstehen: deshalb habe b) soziologische Theoriebildung an die „vorgängige“ d.h. „vorwissenschaftlich“ oder „lebensgeschichtlich“ erworbene „Erfahrung der Gesellschaft als Totalität“ anzuknüpfen, weshalb das Verhältnis von Theorie und Erfahrung nicht auf das der nachträglichen Überprüfung hypothetischer Sätze durch „restringierte Erfahrung“ im Sinne kontrollierter und reproduzierbarer (Einzel-) Beobachtungen reduziert werden dürfe; soziologische Theoriebildung habe c) auf die Formulierung „historischer Bewegungsgesetze abzuzielen“, „die sich, vermittelt durch das Bewusstsein der handelnden Subjekte, tendenziell durchsetzen“ und gleichzeitig „den objektiven Sinn eines historischen Lebenszusammenhanges“ aussprechen; damit sei auch d) das Verhältnis von Theorie und Praxis bestimmt: nicht bloss als Ummünzung wissenschaftlicher Prognosen in technische Empfehlungen für eine zweckrationale Mittelwahl, sondern darüberhinausgehend als Entfaltung der „Perspektive eines der Gesamtgesellschaft als Subjekt zurechenbaren Handelns“, die letztlich auf die „Emanzipation“ der gesellschaftlichen Lebenszusammenhänge ziele; insofern e) jede Erkenntnisbemühung a priori von einem bestimmten - technischen, lebenspraktischen oder emanzipatorischen - normativen Vorverständnis oder „Interesse“ geleitet sei, müsse das „positivistische“ Postulat der „Wertfreiheit“ wissenschaftlicher Erkenntnis als ideologische Verschleierung der Vorherrschaft eines bestimmten - des technischen Erkenntnisinteresses betrachtet werden." http://www.wirtschaftslexikon.co/d/positivismusstreit/positivismusstreit.htm






"Bersonders lustig ist der Umstand dass du nicht merkst dass ich gut/böse ironisch verwende"

Naja. Vielleicht auch ein "freudscher Verschreiber" ihrerseits? Ich hatte sicherlich gute Gründe anzunehmen, dass Sie das so gemeint haben könnten, wei Sie es geschrieben haben. Ich rechne hier mittlerweile mit "allem Möglichen": https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/kein-mut-zur-suende#1374943513540568

IronCandy 30.07.2013 | 17:14

Ich würd ihnen noch gern den Tipp geben:

Nehmen Sie Abstand von Jungle World. Diese Leute sind verrückt denn Sie glauben ernsthaft Leute mit dem Verschwörungstheoretikerstempel für geisteskrank erklären lassen zu können.

Antiamerikanismus sei böse...

Man springt auf den Dämonisierungszug gegen Hizbollah auf:

http://jungle-world.com/artikel/2013/06/47099.html

Jungen sollen unbedingt beschnitten werden... Religion steht ja über körperlicher Unversehrtheit bzw. Entscheidungsfreiheit...

http://jungle-world.com/artikel/2012/30/45934.html

Mit anderen Worten: Sie springen auf den Mainstream auf und heucheln sich die Wirklichkeit so zurecht wie die globale Oligarchie es gerade will.

Bastian Borstell 30.07.2013 | 17:49

"Nehmen Sie Abstand von Jungle World. Diese Leute sind verrückt denn Sie glauben ernsthaft Leute mit dem Verschwörungstheoretikerstempel für geisteskrank erklären lassen zu können."

Aha.

Die Jungle-World ist übrigens eine Art "Autorenkollektiv" und lebt auch von Gastbeiträgen. D.h. es gibt dort weder Chefredakteur im klassischen Sinne noch eine "feste Linie".

"Antiamerikanismus sei böse..."

Steht das so da? Wohl kaum. Antiameriakanismus erklärt den Expanisionsdrang und die Interessenspoltik, die jeder Staat durchführt und/oder die "Kulturlosigkeit" kapitalistischer Vergesellschaftung zu einer "Eigenschaft der Amerikaner" und lenkt damit davon ab, dass diese Eigenschaften einem Geselchaftssytsem zuzuordnen sind. Der Antiamerikanismus ist Ressentimentgetrieben und verhindert radikale Kritik und Emanzipation, weil er von den Wurzeln ablenkt.

Ähnlich gilt auch für (andere) Verschwörungsideologien, die das kapitalistische System (d.h. "Marktwirtschft") als gegeben ansehen und glauben, das "Übel" müsste von "außen" durch Verschwörer "ren" getragen werden, statt die Probleme kapitalistischer Vergesellschaftung als solche zu begreifen.

"Am Wirtschaftstag zeigt sich, dass die Ideologie der Produktionsmitteleigner und -verwalter nichts von der der Linkspartei unterscheidet, solange es um die bräsige Einheit von Nationalismus und Staatsaffirmation geht.

“Wir müssen unsere soziale Marktwirtschaft erneuern, sie fit machen für die globale Ökonomie, sie vom Raubtier- und Casino-Kapitalismus befreien.” So kann der Präsident des Genossenschaftsverbandes und vorgeblicher Freund des Dalai Lama Walter Weinkauf in einem Atemzug soziale Marktwirtschaft von einem “Raubtier”-Kapitalismus unterscheiden und im Nebensatz ein aus der Agenda 2010 nur zu bekanntes “Fit-Machen” androhen.

“Die im deutschen Handelsgesetzbuch verankerten Sicherheits- und Stabilitätskriterien dienen dem Schutz des Mittelstandes. Sie dürfen nicht für eine anglo-amerikanische Wirtschaftskultur geopfert werden.”

Wo solche “Wirtschaftskulturen” aufeinanderprallen, läuft der rheinische Kapitalismus-Hase gerne Amok:

“Doch moderne Ordnungspolitik hat für Wettbewerb und Chancengleichheit zu sorgen. Sie schützt Kleine, egal ob es um Bürger oder Unternehmen geht. Sie hat der Doppelnatur unseres Daseins Rechnung zu tragen: Nämlich frei sein zu wollen, um sich zu bewähren, und zugleich in einer Gemeinschaft aufgehoben zu sein, mit der Pflicht, sich auch für die Gemeinschaft einzusetzen. Das ist etwas ganz anderes als die an Egoismen orientierte amerikanische Welt.”

Der Ruf nach deutscher Pflicht, sich für die aufhebende Gemeinschaft und damit gegen die “ganz andere amerikanische Welt” einzusetzen, ist das wirklich zu fürchtende Menetekel der aktuellen Krise. Wo die Berufssparer und der ach so zerrüttete Mittelstand um ihre Einlagen fürchten und Bauchmarxisten vor lauter Angstlust schon mal ihre Schatzbriefe von der Bank fuddeln wabert auf dem Wirtschaftstag der reaktionäre Geist ganz gemeinschaftlich als kristalliner Antiamerikanismus durch die Luft. Ausgerechnet der Porsche-Chef Wendelin Wiedeking darf dann noch von “Raubtierkapitalismus” blubbern:

“Die Krise an den Finanzmärkten, die mittlerweile sogar zu einer ernsthaften Bedrohung für die globale Konjunktur geworden ist, bestätigt sämtliche Vorurteile über den von Profitgier getriebenen so genannten Raubtierkapitalismus.” (Oberhessische Presse, 16.10.2008)

Porsche dagegen war von je her von der “Verantwortung des Unternehmers” geprägt und keinesfalls vom Streben nach “Gewinn” und “Profitgier”. In der Krise rottet sich Deutschland eben recht gerne über Klassengrenzen zusammen und sucht sich sein Anderes zurecht." http://nichtidentisches.wordpress.com/2008/10/16/mit-dem-staat-aus-der-krise-und-gegen-amerikanischen-egoismus/

„Oft wird das Thema »Antikapitalismus von rechts« subsumiert unter rechte Demagogie, wird angesehen als Propagandatrick oder als Resultat der Kopie linker Konzepte – zu Unrecht. Denn bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die Selbstverortung als »Systemfeinde« zum extrem rechten Selbstverständnis, eine aggressive Revolutionsrhetorik und das Reden vom »nationalen Sozialismus« zum Repertoire moderner Neonazi-Identität gehören.
[...]
Zwar blieb das Verhältnis des Nationalsozialismus zu den Eliten der Wirtschaft stets ein ambivalentes, doch durch »Arisierungen«, Staatsinvestitionen, Rüstungsproduktion, Zwangsarbeit und einen gewaltsam vergrößerten Binnenmarkt konnte ökonomisch profitiert werden – der Zweck kapitalistischer Produktion bestand fort. In einer 1935 erschienenen NS-Lehrschrift kam das offenbare Missverhältnis zwischen eigener Ideologie und praktizierter Politik zum Ausdruck: so heißt es zunächst, der NS »erkennt das Privateigentum grundsätzlich an, und stellt es unter staatlichen Schutz«, um mit dem Hinweis zu schließen, der NS stünde »in schärfster Opposition zu der heutigen Welt des Kapitalismus«. Man erklärt sich für antikapitalistisch, obwohl grundsätzliche Merkmale des Kapitalismus, etwa die Eigentumsordnung, verteidigt werden und de facto ein staatlich gelenkter Kapitalismus praktiziert wird.

Antikapitalistische Positionen von rechts

Möglich ist dies nur, indem man sich eine ideologisch passende, selektive Kritik am Kapitalismus zurecht legt. Zwar existiert keine durchgängige Argumentation, aber es lassen sich einige wiederkehrende Motive herausstellen, die charakteristisch für die antikapitalistische Agitation von rechts sind:
1. Kapitalismus als kulturelles Phänomen: Kapitalismus wird nicht als ökonomisches System begriffen, das existent ist durch eine spezielle Produktionsweise, sondern als Denkweise oder Weltanschauung. Deren Essenz sei es, dass sie »materialistisch« sei, und es ihren »Anhängern« nur darum gehe, zu Gunsten materieller Ziele die bisherige »natürliche« Kultur zu zerstören.
2. Zinsknechtschaft: Als das Kritikable am Kapitalismus gilt »der Zins«, der den Profit erst möglich mache, indem er Geld in »mehr Geld« verwandle. Diese Erklärung ist ökonomisch falsch, macht es aber möglich, statt den Kapitalismus als abstraktes gesellschaftliches Verhältnis zu kritisieren, einen konkreten Gegenstand (und konkret Handelnde) vorzuführen.
3. Raffendes und schaffendes Kapital: Die rechte Kapitalismuskritik formuliert irrsinnigerweise keine Kritik an einer Grundkategorie des Kapitalismus, dem Kapital. Stattdessen wird nur bestimmtes Kapital kritisiert: das ausländische Kapital beispielsweise in Form »multinationaler Konzerne«. Diese heiße es daher zu bekämpfen, natürlich zu Gunsten des eigenen, »nationalen«, »schaffenden« Kapitals«.
4. Gegen Globalisierung: Der Kapitalismus sei »internationalistisch« und »raumlos«, zersetze also die »natürlichen« Grenzen. Daher müssten die eigene Volkswirtschaft und ein »gesunder Mittelstand« gefördert werden.

[...]

Neonazis stellen die soziale Frage, aber sie geben eine nationale Antwort. Hierauf baut ihr langfristig wirksamer Erfolg: durch die Konstruktion simpler Zusammenhänge, die dem Alltagsbewusstsein eher entsprechen als eine tatsächliche Kritik am Kapitalismus.“ https://www.antifainfoblatt.de/artikel/antikapitalismus-von-rechts

Zum Hisbollah Artikel: Staphan Grigat ist oft ziemlich hart und ich würde ihm nicht bei allem, was er so schreibt recht geben. Aber mit welchen Aussagen "dämonisiert" er denn in diesem Artikel die Hezbollah? Er schreibt doch ganz richtig, dass dies eine islamistsiche und antidemokratische Terrororgansiation ist, aber unterstellt denen nicht etwa, kleine Kinder zu essen, so wie es Hezbollahfunktionäre gerne dem Todfeind Israel unterstellen.

"Jungen sollen unbedingt beschnitten werden... Religion steht ja über körperlicher Unversehrtheit bzw. Entscheidungsfreiheit..."

Das steht da so nicht. Der Artikel setzt sich dafür ein, dass Juden und Muslime das weiterhin DÜRFEN sollen. Ich finde es übrgens ziemlich peinlich, wenn ausgerechnet Deutschland jetzt zum Vorreiter der Menschenrechte werden soll, in dem es derart, und als das oder eines der ersten Länder der Welt, in die religiöse Selbstbestimmung von Minderheiten eingreift. "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" mal anders...

"Sie springen auf den Mainstream auf und heucheln sich die Wirklichkeit so zurecht wie die globale Oligarchie es gerade will."

Wer ist die "globale Oligarchie"?

"Die Globale Elite (manchmal auf Elite abgekürzt, oder auch globalists, brotherhood) ist ein verbreitetes Feindbild vieler moderner Verschwörungstheorien. Diese vermeintliche internationale Gruppe, zu der willkürlich führende Personen aus der Politik und Wirtschaft gezählt werden, spielt die Rolle des Antagonisten und Erzfeindes. Charakterliche Eigenschaften, Ideale, Werte und Absichten, die der globalen Elite axiomatisch unterstellt werden, bilden für den Verschwörungstheoretiker eine selbstverständliche Grundlage für die von der Elite organisierten Verschwörungen." http://psiram.com/ge/index.php/Globale_Elite

Wie schafft die "globale Oligarchie" es, "den Mainstream" zu kontrollieren? Schauen die jedem einzelnen Redaktuer, Korrospondenten usw. permanent über den Rücken? Wieviele Tausend oder Millionen sind eingeweiht?

Und: Ist zwingend falsch, was der "Mainstream" sagt und damit zwingend immer richtig was "wer eigentlich sonst" sagt?

Bastian Borstell 30.07.2013 | 17:55

"Jungen sollen unbedingt beschnitten werden... Religion steht ja über körperlicher Unversehrtheit bzw. Entscheidungsfreiheit..."

Übertragen könnte man auch sagen:

"5. Moralisches Erbe

Betonen Sie unbedingt und gebetsmühlenartig, dass gerade Sie als Deutscher und Linker die Pflicht haben, israelkritisch zu sein, da Sie zu neuem Unrecht nicht schweigen dürften." http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!107442

Bastian Borstell 30.07.2013 | 18:25

"Mit anderen Worten: Sie springen auf den Mainstream auf und heucheln sich die Wirklichkeit so zurecht wie die globale Oligarchie es gerade will."

Und warum hat diese angebliche Oligarchie was GEGEN Israel?

Dazu:

http://heplev.files.wordpress.com/2013/06/9b0d4-israeli-27palestinian27conflictgetsattention.jpg?w=304&h=400

"

Dieser Tage sorgte die Meldung, dass Israel seine Zusammenarbeit mit dem UN-Menschenrechtsrat auf Eis legen werde, für Empörung. Dieses Vorgehen sei ein weiterer Indikator für die israelische Haltung zur Einhaltung der Menschenrechte und ein Abbild dafür, dass Israel meine, sich alles erlauben zu können.

Was bei der Kritik oft vergessen wird, ist dessen fragwürdige Zusammensetzung und die daraus folgende problematische Geschichte seiner Beziehung zu Israel.

[...]

Insgesamt beanspruchte Israel 15 Prozent der Zeit der Kommission und ein Drittel der länderspezifischen Resolutionen - die Fokussierung auf Israel dient somit bereits seit Jahrzehnten der Politik-Mache im Namen der Menschenrechte und als Ablenkungsmanöver von eigenen Verstößen.

Auch der Menschenrechtsrat, der die zahlreichen Absurditäten der Tätigkeit der Kommission (man denke etwa daran, dass der Sudan 2004 trotz des Genozids in Darfur zum Mitglied gewählt wurde oder dass die Kommission die Palästinenser dazu legitimierte, mit allen Mitteln, also auch Terrorismus, zu kämpfen) nicht wiederholen sollte, scheint dieser Instrumentalisierung Israels treu zu bleiben, was sich letztlich aus der nach wie vor fragwürdigen Zusammensetzung ergibt.

Denn als UN-Gremium ist der Menschenrechtsrat dazu verpflichtet, eine entsprechende Anzahl von Mitgliedern aus allen Regionen zu beinhalten, was zum Paradoxon führt, dass momentan Staaten wie Angola, Burkina Faso, China, Dschibuti, der Kongo, Libyen, Kuba, Guatemala, Jordanien, Kirgisistan, Kuwait, Malaysia, Katar, Moldawien, Nigeria, Russland, Saudi-Arabien und Uganda vertreten sind. Man kann sich in diesem Zusammenhang nicht oft genug in Erinnerung rufen, dass die Einhaltung von Menschenrechten nur bei der Minderheit der Staaten einen hohen Stellenwert genießt." http://derstandard.at/1332323972235/Ralph-Janik-Der-UN-Menschenrechtsrat-und-Israel

"In Bezug auf Israel bedeutet das, dass man natürlich kritisch sein muss. Sonst könnte man ja der deutschen Geschichte wegen für pro-israelisch gehalten werden. Zudem ist unter den öffentlich-rechtlichen Sendern und anderen Medien ein genereller linker Antizionismus weit verbreitet. Dieser „Anti-Zionismus“ ist ein Synonym für Deutschlands feschen Zeitgeist-Antisemitismus.

[...]

So werden beispielsweise palästinensische Terroristen zu „Aktivisten“. Der 23 Jahre alte Gewinner von „Arabien sucht den Superstar“, Muhammad Assaf aus Gaza, wurde als „palästinensischer Flüchtling“ bezeichnet, obwohl er in Gaza geboren wurde. Einer der Texte seiner Lieder geht so: „Oh Reisender, Dir gilt mein Neid. Palästina – mein wunderbares Heimatland. Reise nach Safed und Tiberias. Bestelle Akko und Haifa meine besten Grüße. Vergiss’ nicht die arabische Festung Nazareth! Lass’ Bissan wissen, sein Volk kehrt zurück.“ Und weiter: „Jerusalem, die Hauptstadt und Al Aksa, ihr Zentrum. Möge Allah uns mit diesem Land vereinen.“ Die Tatsache, dass Assaf in seinen Texten Israel einfach ausradiert, wurde von keinem bedeutenden deutschen Medium erwähnt." http://heplev.wordpress.com/2013/07/22/deutsche-medien-und-israel-die-tyrannei-der-politischen-korrektheit/

Und wenn Sie wollen, das die "globale Oligarchie" Sie als Journalist einstellt, dann beachtche Sie folgende Tipps:

"So wird man Nahostkorrespondent

Mach dir keine Sorgen: Obwohl der israelisch-arabische Konflikt schon etliche Jahrzehnte währt und hochkomplex ist, ist für den Berichterstatter kaum Grundwissen erforderlich. Es ist auch gar nicht nötig, den unwissenden Leser oder Zuschauer mit Fakten zu nerven und das ganz dicke Brett zu bohren. Ein simples Bild ist gefragt.

Und die Sache ist ganz einfach: Israel ist die stärkere Partei in diesem Konflikt (Bad Guy), die Palästinenser die Underdogs (Good Guy). Nach diesem Muster biegen wir die Ereignisse vor Ort zurecht. Du wirst sehen, es geht wie von selbst." http://spiritofentebbe.wordpress.com/2012/06/25/so-wird-man-nahostkorrespondent/

"Der ewige Israeli

Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollen Sie als mutig gelten? Zehn Tipps für einen israelkritischen Text." http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!107442/

IronCandy 30.07.2013 | 18:28

"5. Moralisches Erbe

Betonen Sie unbedingt und gebetsmühlenartig, dass gerade Sie als Deutscher und Linker die Pflicht haben, israelkritisch zu sein, da Sie zu neuem Unrecht nicht schweigen dürften."http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!107442

1. Ich habe das Recht und die Pflicht als mündiger Bürger meine Meinung zu äußern und nicht als Deutscher für jenen Umstand in Sippenhaft diskriminiert schweigen zu müssen...

2. Die Taz ist mehrfach für ihre unseriöse Arbeit und Verherrlichung von Krieg und Imperialismus aufgefallen... So ein Blutblatt wird mir nicht verbieten meine Meinung zu äußern.

Die Jungle-World ist übrigens eine Art "Autorenkollektiv" und lebt auch von Gastbeiträgen. D.h. es gibt dort weder Chefredakteur im klassischen Sinne noch eine "feste Linie".

Ein Kollektiv bzw. die Schwarmintelligenz dessen.. schütz in keinerweise vor geistigem Tiefflug.

Bestes Beispiel: Anonymous, Occupy und die Piraten aja und unser Bundestag mit all seinen nur ihrem Gewissen verpflichteten Schwärmern...

Daher Tipp 2: Wenn Sie ihre Jungle World in die Tonne schieben dann lassen Sie sie nicht vereinsamen. Die Taz gehört dazu!

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Ehemaliger Nutzer 31.07.2013 | 01:22

#Bastian Borstell

"Auch der Menschenrechtsrat, der die zahlreichen Absurditäten der Tätigkeit der Kommission (man denke etwa daran, dass der Sudan 2004 trotz des Genozids in Darfur zum Mitglied gewählt wurde..."

Dazu ist anzumerken:

1. Den UN-Menschenrechtsrat gibt es erst seit dem Jahre 2006 und daher ist es unmöglich, dass im Jahre 2004 der Sudan in den Menschenrechtsrat gewählt wurde.

2. Es kann im Sudan keinen Genozid geben denn der Staat Israel schriebt "sudanesische Bürgerkiegsflüchtlinge" ab, seit dem es in der israelischen Haupstadt Tel-Aviv-Jaffa zu Progromen gekommen ist und der damalige Innenminister Eli Yishai erklärte, dass "Israel den Weißen gehört und das nur Kugeln diese Infiltratoren stoppen können".

http://www.tlaxcala-int.org/upload/gal_5417.jpghttp://972mag.com/wp-content/uploads/2012/05/window.jpg