RE: Wer nicht kämpft, hat verloren | 16.06.2020 | 07:07

Der im Gehen entstehende Weg führt dann, und nur dann zu einem Wandel, zu der gewiss von allen hier unterstützten sozial-ökologischen Transformation (hierzu 3-Sat-Kulturzeit vom 15.6. mit dem Hinweis, was 4 Grad plus bewirken), wenn der einzelne und damit eine sich ganz im Sinne von Lafonataine herausbildende Mehrheit spürt, erfährt, wahrnimmt ... , dass ihm/ihr und den Seinen/Ihren dadurch "Gutes, Besseres" ... geschieht. Mithin, um das vorstehende Wort der "Kooperation" aufzugreifen und um die Aspekte der Grundsätze der Mediation (Win-win, Gegenwart und Zukunft gerichtet) zu erweitern:

"It´s the Cooparation, Stupid!"

Zur Vertiefung:

https://www.buergergesellschaft.de/praxishilfen/community-organizing/ (Barack Obama war in jungen Jahren ein C.O.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Mediation

(Die Interessen der anderen mit bedenken und einarbeiten)

Der klassische Fall: Zwei über die Ohren "verkriegte" Firmen, jahrelange Prozesse voraus, mit Kosten, Unsicherheiten etc. Als sie bei einem Mediationsverfahren vermittelt bekommen, dass in einem Marktfeld fürderhin gemeinsam ein Projekt gestaltet werden kann, zu ihrer beider Vorteil, hatten sie rasch ihre in der Vergangenheit aufgetürmten Streitigkeiten beseitigt. Sie sahen den zukünftigen Nutzen für sich und die andere Seite.

Beispiel gebend für: GRR mit der Bürgerschaft - vertikal und horizontal - bottom up und top down - als ein alle (!) bewegender (Entwicklungs)Prozess für den nur noch dieses Jahrzehnt wegen der heraufziehenden Klimakatastrophe bleibt.

Von daher schlage ich vor: Im Rahmen dieser Diskussion diese Grundsätze mal anzuwenden, um für Frau Kipping einen groben Entwurf auszuarbeiten, eine Initiation wie es gehen könnte, ganz ohne ABER an dieser Stelle (das käme später).

RE: Wer nicht kämpft, hat verloren | 15.06.2020 | 12:53

Insel-Banker zeigt den Weg auf, weg von "viel zu engen Visionen", die "nicht überspringen".

Wie aber orchestriert man den Wandel? Den überspringenden Funken?

Hier einmal das GRR-Bündnis als geschlossen unterstellt, das die Ablösung der Union aus der Regierung zum jetzigen und immerwährenden Ziel erklärt und für und mit den Bürgern den Weg in eine "gesündere" Mit- und Umwelt spür- und schmackhaft macht?

Jedenfalls auch über eine dezentrale, kommunale Anbindung, die projektbezogen den Wandel für den einzelen Bürger erlebbar macht. Stichwort: Neighbourhood-Planing oder Community Organizing (Barack Obama). Und Manfred hat schon auf das fällige EU-Dach hingewiesen. DiEM lässt grüßen.

RE: Wer nicht kämpft, hat verloren | 15.06.2020 | 12:18

Wer den - wie aufgezeigt - Schwarz/Grünen Weg in eine unverzichtbare sozial-ökologische Transformation für nicht machbar erachtet, das sind ja hier wohl die meisten, der kann logischer Weise grundsätzlich nur für RRG/GRR plädieren.

Von daher geht mir nicht in den Kopf, dass hier so hoffnungsfrei das ABER bemüht wird.

Ich finde: Manfred hat in aller Kürze das Wichtige zusammengefasst. Auch schreibt er von der Notwendigkeit einer Vision. Einer Erzählung, die bottom up/top down auf allen Kanälen transportiert werden müsste, Start JETZT bis zum Wahlsamstag, mit klugen und sympatisch darherkommenden Köpfen.

Der Weg entstet im Gehen ....

"Caminante no hay camino se hace camino al andar ... "

Joan Manuel Serrat- Cantares

https://www.youtube.com/watch?v=QHcypSLIp_A

RE: Der Korpsgeist geht um | 12.06.2020 | 11:12

Weitere Bitte

Sie schreiben u.a. von der "Latenz rechter Netzwerke in Justiz". Im Absatz darunter verweisen Sie auf "einschägige Urteile", die aufzufinden ohne zusätzliche Anhaltspunkte einem Stochern im Unendlichen enspräche.

Ob Sie gewillt sind, etwas nachzusteuern? Vielen Dank.

RE: Der Korpsgeist geht um | 12.06.2020 | 10:54

Vielen Dank für Ihren erhellenden Beitrag. Ihr Tipp zu

https://europe.tv5monde.com/de/tv5monde-empfangen

Was bitte ist Ihr empfohener Betreiber des Senders?

RE: Vergesst Rot-Rot-Grün | 11.06.2020 | 00:07

Ich danke für das streitbare Feedback. Ich will den Tag ausklingen lassen mit dem Hinweis auf die nachgenante Sendung. Einer mitte-links Koalition (zu deren Wahl es bei aller Kritik keine ALTERNATIVE Partei/Union geben kann) kann darin die von den drei Professoren (Göpel, Brunnhuber und Korte) herausgearbeiteten großen Linien erkennen und weiter gemeinsam verarbeiten. Amanpour frug heute, ob sie es im "stumach" haben, sie meinte Elected Ones und Civil Society, und hob auf die notwendigen US-Reformen ab.

3 SAT-Talk vom 10.06.

"Schock und Zeitenwende"

https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/der-3satthema-talk-corona-schock-und-zeitenwende-102.html

Und wenn es eine Zeitenwende ist, dann gibt es kein Weiter-so. Mit der Union und/oder mit den ganz Rechten.

Mit der "Schockstrategie" vom Naomi Klein, über deren Prinzipien man ja mal in"umgekehrter Richtung" nachdenken könnte, ganz im Sinne von Ulrich Beck, siehe oben, wünsche ich allen eine gute Nacht und einen erfrischenden neuen, einmaligen Tag.

RE: Vergesst Rot-Rot-Grün | 10.06.2020 | 12:46

Schrat ergänzend:

Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. Die Stadt in der Wüste / Citadelle Antoine de Saint-Exupéry

Streiche "Schiff". Setze GRR.

Und meine persönliche Sehnsucht wäre dann eine Arbeitsministerin Sahrah Wagenknecht, deren Bücher einst gar vom CSU-Mann Gauweiler hoch gelobt wurden. In "Reichtum ohne Gier" legt sie offen, woran unser System und mit ihm Mensch, Tier und Natur leiden.

Na dann!

RE: Vergesst Rot-Rot-Grün | 10.06.2020 | 12:33

GRR sollte klotzen

Flegel fasst ja das Geschehene kompetent zusammen. Frage: Was bringt der Blick in die Vergangenheit, auf die Fehlleistungen der von ihm genannten Protagonisten? Auf die damalige Unfähig- und Unwilligkeit zu kooperieren, im Sinne der Menschen, der Mit- und Umwelt, wofür sie eigentlich gewählt sind?

Trotz aller notwendigen Kritik an den Grünen, der ehemaligen Friedenspartei: Sollte man nicht sehen, dass mit Baerbock und Habeck ein Führungsduo existiert, dass Wissen (Juristerei, Umwelt und Lebensklugheit) und Erfahrung verkörpert, die notwendiger denn je sind?

"Oktobusy": Ja, ich meine GRR sollte den Einsatz verdoppeln und den Gegenspielern die gezinkten Würfel im Zweifel wegnehmen. Und anders als 007 mit den 83 Millionen Bürgern einen fairen, transparenten, zur Mitwirkung anregenden, ja teilweise verpflichtenden Pfad nachhaltiger Entwicklung auf allen bekannten, zu beackernden Feldern beschreiten. Denn nur, anders als die theoretichen Ausführung von vdL, wenn der Bürger vor Ort spürt und erlebt, dass der Wandel ganz im Sinne Willy Brandts REFORMEN zeitigt, die seine Lebensverhältnisse verbessern/sichern, wird sich die Gesellschaft im ureigenen Interesse BEWEGEN.

RE: Vergesst Rot-Rot-Grün | 10.06.2020 | 12:04

Um Bartleby, dessen positive Ansätze ich teile, zu ergänzen: Zu seiner Aufzählung des Wandel-Ansatzes zählt die ständig anwachsende Kreislaufwirtschaft.

Politikansätze für die Transformation zur Kreislaufwirtschaft

https://wupperinst.org/abteilungen/kreislaufwirtschaft/

Wer bei der jüngsten "Hart aber Fair" - Sendung Habecks Fachwissen bestaunen durfte (Mensch und Tier ausbeutende System in der Landwirtschaft als Beispiel für den entgrenzten Kapitalismus mit den verheerenden Folgen End-of-the-Pipe), mag meine Anregung teilen:

Ein Bündnis GRR mit einer Ende das Jahres auf das Schild gehobenen Kanzler-Kandidatin Annalenea Baerbock gäbe Habeck als Nachhaltigkeits-Minister und Vordenker dieser in die Zukunftsfähigkeit zielenden Kooperation eine tragende Rolle für den notwendigen Wandel, für den die Menschheit, folgt man dem IPCC, nur noch diese Dekade bleibt.

Aprés nous le déluge? Mit der den Wandel ausbremsenden Union gewiss!

Die Grünen sollten mit den progressiven Kräften der Linken und der SPD nicht kleckern: Klotzen ist angesagt. Und zwar mit den Kommunen. Nämlich bottom up und top down. Gemäß der Sandwich-Strategie (Ulrich Beck) wird man nur reussieren, wenn man die Mehrheit der Bürger positiv erfahrbar in den Wandel der Lebens- und Arbeitsverhälntisse konkret einbindet.

Wir stehen vor einem Weiter-so (mit leichtem Drehen an der Schraube, was unterm Strich nichts bringen wird). Oder vor einem Entwicklungsprozess auf eine andere Ebene. Der Erkenntnis, der Wahrnehmung, des Willens, die Lebensgrundlagen zu erhalten.

RE: Vergesst Rot-Rot-Grün | 10.06.2020 | 11:42

Sicherheit sei "das deutsche Mentalitätsdispositiv schlechthin", meint der Autor. Natürlich weiß er, dass es keine Sicherheit geben kann. Und, um mit Hannah Arendt zu sprechen, ist doch Freiheit das Ziel aller Politik.

Freiheit nicht nur von tötlichen Viren. Auch von der nicht bezweifelbar heraufziehenden Klimakatastrophe (man verfolge die auf Phoenix eingestellten Berichte über den auftauenden Permafrost und dessen nicht zu reparierenden verheerenden Folgen für dann vielleicht 8 Milliarden Menschen). Und da schreibt vdL von der "Klimakatastrophe als (vermeintlich) bloße Zukunftsgefährdung".

Die Gründungsväter der Blaetter dürften sich im Grabe umdrehen.