RE: Rekommunalisiert die Kliniken! | 31.03.2020 | 18:06

Zu ergänzen wäre: Vor dem Hintergrund des Nationalen Pandemieplans mit seinen nicht erfüllten Vorhalteverpflichtungen, insbesondere was den Arbeitschutz der im Gesundheitssektor Beschäftigten angeht, zeigt sich, dass sich der von der Politik getragene Neoliberalismus nicht kümmert: Um die Menschen.

Der gesamte entgrenzte, auf die Ausbeutung von Mensch und Natur setzende Neoliberalismus muss im Wege der Corona-Nachsorge und den heraufziehenden Klimawandel-Sturm vor Augen umgehend auf die Schlacht- und Revisions-Bank.

Die aktuelle Lage zeigt: Wo ein politischer Wille, da auch Wege. Das gilt auch für den Gesundheits-Sektor als Daseinsvorsorge - wie freilich vor allem für den - finalen - Kampf gegen den Klimawandel.

Insoweit rege ich an, dass der FREITAG eine Serie startet, etwa:

Aus der Corona-Pandemie in eine global-vernetzte Bekämpfung des Klimawandels mit jährlichen Billionen-Investitionen auf der Grundlage internationaler Kooperation unter Verzicht auf nicht systemrelevante Güter-Produkionen. Finales Ziel ist die Freiheit der Spezies Mensch - vor Viren und Klima-Stürmen und sonstiger Unbill.

RE: Abschied vom Homo Oeconomicus | 31.03.2020 | 11:42

Der "Sprung" vom CoV zum Klimaschutz führte logischerweise über den von Kanzler Schröder ins Leben gerufenen Rat für Nachhaltige Entwicklung - hier ist die Website -

https://www.nachhaltigkeitsrat.de/aktuelles/

Stöbert man darin, findet man insoweit - nichts. Dabei wäre jetzt die Stunde des RNE.

RE: In der Zwickmühle | 26.03.2020 | 16:58

Zu den erwähnten "mittelalterlichen Totentanz- Darstellungen" der Hinweis auf: Gin Lane - Karikatur von William Hogarth.Den Beiträgen von Biene stelle ich die "Bienenfabel" von Bernard Mandeville zur Seite. Dieser ZEIT-Betrag dazu findet auch den Bezug zu den englischen Philosophen, zum homo oeconomicus und ja: bis zum Neoliberalismus. - https://www.zeit.de/2014/25/bernard-mandeville-bienenfabel-wirtschaftsliteratur - Darin ist es Jupiter, heute ist es global das Virus, das die Zeitenwende eingeleitet hat. - Der zusammenhängende Text der Fabel - https://homepage.univie.ac.at/charlotte.annerl/texte/bienenfabel.pdf - . Erstaunliche Parallelen finden sich. Wie auch Mandevilles Überzeugung, dass neben der Tugend das Laster die Dinge am Laufen hält. - Wenn die "Streckung der Durchimmunisierung" unter abwägender Entscheidung des "Geeigneten, Erforderlichen und Angemessenen" ggf. nicht gelingen will - keiner kann es wissen und mag es sich auch nur vorstellen - mag es "am Ende" jenseits von Tugend und Moral andere Maßstäbe geben müssen, die das Dilemma aber nicht beseitigen werden können.

RE: Den zweiten Notstand verhindern | 19.03.2020 | 16:59

Nochmal speziell für J. Jarvis - Legen Sie doch Susanne Götze zusammen mit:Frau Prof. Maja Göpel"Unser Wunsch nach mehr, unsere Angst vor weniger - Wie unser Wohlstandsmodell den Planeten ruiniert"https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/maerz/unser-wunsch-nach-mehr-unsere-angst-vor-wenigerBeider Beiträge ergeben großen Sinn: Denn Lernen aus der Corona-Krise hülfe wenigstens mit Anpassungs-Maßnahmen vom Bund bis zu den Gemeinden der heraufziehenden, jedenfalls Kinder und Enkel betreffende Klima-Katastrophe zu begegnen. So verstehe ich beide.

RE: Den zweiten Notstand verhindern | 18.03.2020 | 12:23

Mittagsinfo auf dlf: Preisgabe des Datenschutzes? "Totales Tracking" (Schaar) wegen Sars-ViC-2? Grundsatz der Verhältnismäßigkeit?

Sollen hier die Flut-Tore geöffnet werden?

RE: Den zweiten Notstand verhindern | 18.03.2020 | 12:10

Man stelle sich vor: Die aktuelle Titel-Seite der ZEIT lautete:

´Menschheitsaufgabe: Wie global nach der rettenden Medizin für den erhitzten Planeten Erde gesucht wird`

Tja und Minister Scholz sagte auch dazu: "Wir können in die vollen Gehen".

Im Übrigen: Mit Frau Göpel stünde eine Grundrevision unseres Steuersystems an erster Stelle. Steuersteigernd für Ressourcen-Verbrauch .... Der internationale Finanzmarkt muss global reglementiert werden, damit die Nationen ihre legale Handlungssouveränität wieder herstellen können.

Am Ende: Die Gesellschaften müssen aufpassen, dass die mit dem Seuchenschutzgesetz et al einhergehende Einschränkung ihrer Freiheitsrechte nicht schleichend zu autoritären ... Verhältnissen führt, an deren Ende die globalen Konzerne - ganz offiziell - das Kommando über die Gesellschaften übernehmen.

Postdemokratische Zustände im Wortsinn?

RE: Den zweiten Notstand verhindern | 18.03.2020 | 11:20

Was wir heute tun können? Richtung Klimaschutz als Generationsaufgabe, um der "Krankheit" der Erhitzung des Planeten Erde entgegen zu wirken?

Sich etwa mit der "Chance" auseinander zu setzen, die uns diese Pandemie "schenkt"?

Dazu die Thesen von Frau Prof. Maja Göpel

"Unser Wunsch nach mehr, unsere Angst vor weniger - Wie unser Wohlstandsmodell den Planeten ruiniert"

https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/maerz/unser-wunsch-nach-mehr-unsere-angst-vor-weniger

RE: Die Angst der kleinen Leute | 07.03.2020 | 05:51

Wohl ja. Sein Vater wanderte von Ägypten nach GR aus. Saß 4 Jahre ein. Sehen Sie selbst

https://de.wikipedia.org/wiki/Yanis_Varoufakis#Privatleben

RE: Vorerst ein Patt | 05.03.2020 | 14:13

Machen wir uns nichts vor: In den USA werden für die weitere globale - neoliberale - Entwicklung die Weichen gestellt, und zwar schon bei den Vorwahlen. Gewinnt Sanders nicht – gegen Biden, gegen das Establishment seiner eigenen Partei (welch ein Irrsinn!) – dann treibt der auf fossil fuels beruhende, Milliarden schwere neoliberale Komplex weiterhin sein Unwesen. Und via den in der Atlantik-Brücke vergatterten Journalisten der MSM wirkmächtig aus in Deutschland, in der EU.Was also ist zu tun?Medien wie der FREITAG sollten sich mit allen alternativen Zeitungen zusammenschließen, um den Menschen auf allen Kanälen die hier nur kurz angerissenen Zusammenhänge aufzuzeigen. Diese beginnen ja damit, dass Sanders als "linker Revoluzzer" und Biden, der für ein neoliberales Weiter-so steht, durch die Bank von den MSM als "moderat" (was immer das als Framing bedeuten soll) gehandelt wird. Dabei steht Biden für eine Fortsetzung des entgrenzten Kapitalismus, der global die "Schocktherapie" (Naomi Klein) als Mittel der Wahl anwendet.

RE: Es geht nicht nur um Thüringen | 04.03.2020 | 11:50

Wer von den Parlamentariern wird heute irgendwann nach 14 Uhr sich an Nietzsche erinnern, der sagte:

Das habe ich getan, sagt mein Gedächtnis.

Das kann ich nicht getan haben, sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich.

Endlich gibt das Gedächtnis nach.

Anknüpfend an den von Columbus eingespeisten Input verlinke ich, auf die hiesige Überschrift hinweisend, zu Aleida Assmanns Essay

https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/maerz/erinnerung-identitaet-emotionen-die-nation-neu-denken

Darin werden in einem größeren Rahmen Fragen u.a. nach der Zugehörigkeit, Anerkennung, Überlegenheit, Stolz und Würde angehandelt.

Am Ende ist die Rede von der Zivilisation als "Projekt und nur Menschen sind imstande, ein solches mit Hilfe kultureller Werte, Programme und dauernder Erziehung anzustoßen und durchzuhalten."

Und weiter:

"Nationen sind für sich genommen niemals brutal oder zivil, sondern sind dies nur in Bezug auf ihre kulturellen Programme. Entscheiden sie sich für thymotischen Stolz oder für anti-thymotische Menschenwürde?"