RE: Bleibt weich, bleibt zärtlich! | 25.02.2022 | 19:56

Auch ich mache interessante gesellschaftliche Beobachtungen. Mir bekannte ehemalige Zivildienst Leistende fordern Waffenlieferungen an die Ukraine und die Aufrüstung der Nato – aber sofort. „Gediente“ sind da eher verhalten und auf Diplomatie aus. Die Bundesregierung, insbesondere die SPD, wurde bis vor Kurzem noch dafür kritisiert, dass sie Waffenexporten ihr Einvernehmen erteilt hatte; jetzt wird kritisiert, dass sie nicht genug Waffenexporte erlaubt habe. Oder Angela Merkel (CDU) wird in der Twitteria plötzlich für die ausstehende Nato-Aufnahme der Ukraine verantwortlich gemacht, obwohl während Merkels Kanzlerinnenschaft jedes Zögern und jede Wendung medial oder Partei übergreifend als klug und weitsichtig gefeiert wurde. Ebenso verhält es sich mit dem Import US-amerikanischen Frackinggases: Wer sich noch bis vor ein paar Wochen dafür aussprach, wäre umgehend als „Umweltsau“ gebrandmarkt worden. Jetzt wird es sogar ausdrücklich begrüßt, hauptsache, Nord Stream 2 geht nicht in Betrieb. Zudem wird kaum noch erwähnt, dass es sich bei dem „Freedom Gas“ um Frackinggas handelt, sondern es wird meist nur noch neutral als LNG bezeichnet. Von Sanktionen betreffend die Pipelines Nord Stream 1, Jamal und Transgas hört und liest man jedoch selten. Lieber werden Debatten über Gerhard Schröder sowie Schalke 04 hinsichtlich Gazprom unter dem Aspekt der Kontaktschuld geführt. Finanzsanktionen gegen Russland (und Belarus), insbesondere ein SWIFT-Ausschluss, werden ohne Hinweise über Umgehungsmöglichkeiten wie z. B. durch Kryptowährungen diskutiert, ansonsten mokiert man sich über Faxgeräte in Gesundheitsämtern und verlangt außerhalb von Pandemiezeiten absoluten Datenschutz. Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) und Olaf Scholz (SPD) werden medial ständig gegeneinander ausgespielt mit einem Unterton, der darum bemüht ist, Baerbock und ihre Partei gut dastehen zu lassen, auch wenn man dabei öfter seinen Standpunkt wechselt als Angela Merkel (CDU) und Markus Söder (CSU) zusammen.

Kann man sich wenigstens darauf verständigen, dass die Lage kompliziert ist, einfache Lösungen nicht ersichtlich und rechthaberische Benennungen angeblicher Sündenböcke (Gilt für alle Seiten.) nicht ausreichen?

RE: Zweierlei Maß | 28.05.2021 | 23:37

Nach Angela Merkel mit Annalena Baerbock schon wieder eine norddeutsche, weiße, evangelische Cis-Frau, die vom Westen in den Osten umgezogen ist, als Bundeskanzler*in? Wäre es nicht einmal Zeit für einen Wechsel?

RE: Das letzte Aufgebot | 13.08.2020 | 22:27

Unverständlich, aus welchem Grund die SPD nicht mit einer Frau an der Spitze in den Bundestagswahlkampf ziehen will. Fraglich ist, ob mit dem alten weißen Mann Olaf Scholz die neue Zeit zieht.

RE: Klimarettung im Superzug | 20.07.2020 | 11:02

In den Diskussionen wurde aber auch die europäische Magistrale infrage gestellt.

RE: Manipulativ verletzlich | 20.07.2020 | 10:59

Heißt das, dass alle weißhäutigen Menschen qua Geburt Rassist*innen sind?

RE: Klimarettung im Superzug | 13.07.2020 | 16:57

Der Protest gegen Stuttgart 21 richtet sich ja gerade gegen solche europäischen Bahnstrecken.

RE: Die Verliererin im Schatten | 27.05.2019 | 21:17

Die Gründe für die massiven Wahlverluste der CDU und der SPD sind noch nicht abschließend geklärt. Sowohl CDU als auch SPD werden derzeit nicht von alten weißen Männern geführt. Außerdem ist die Bundeskanzlerin von der CDU kein alter weißer Mann, und mit Katarina Barley trat für die SPD kein alter weißer Mann an. Diese Erklärung muss also ausscheiden.

Insbesondere die SPD abzuschreiben, wäre verfrüht. Nicht umsonst ist vom Parteivorstand die junge weiße Delara Burkhardt als Hoffnungsträgerin auf einen aussichtsreichen Listenplatz gepusht worden. Unmöglicher Auftrag? Delara, übernehmen Sie!

RE: Zensur ist nicht der Zweck | 25.03.2019 | 22:10

Remix the remixers! Es wäre doch ein interessantes Experiment, wenn auch die Uploads kleiner Kreativer, die davon leben wollen, bzw. allen, die jetzt um das "freie" Internet fürchten, für lau von den größeren oder allen Anderen genutzt würden.

RE: Jens Spahn über Hartz IV-Empfänger | 18.03.2018 | 13:06

Seehofer und Spahn: Die SPD kriegt in die Fresse.

RE: Gerichtlicher Gruß aus dem Gestern | 13.03.2018 | 23:37

Wieso komme ich jetzt auf das Wort „Salzstreuerin“? Aber ernsthaft:

Fraglich ist, wieso man nicht mit einer Analogie argumentierte. Angesichts binär teilgegenderter anderer Gesetze hätte man durchaus eine planwidrige Regelungslücke annehmen können.