Philipp Adamik

Philipp Adamik war wissenschaftlicher Assistent am soziologischen Seminar der Universität Basel. Er ist Herausgeber des Blogs thedigitalisedworld.org.
Philipp Adamik
RE: Eine gezielte Provokation | 24.11.2019 | 15:47

Nur mal so zum Vergleich. 'Every 10 seconds, a child dies from hunger. Poor nutrition is responsible for nearly half of all deaths in children under the age of 5 — about 3 million children die each year because their bodies don’t have enough of the basic nutrients they need to function and grow.'

RE: Eine gezielte Provokation | 24.11.2019 | 15:30

Nunja, dass ist nicht nur Hammans Wahrheit. Vergleichen Sie doch einfach mal die Zahl der von der Klimakrise betroffenen und verletzlichen (exposed and vulnarable) in den ipcc-berichten (ipcc.ch) mit dem Opferzahlen des Naziregiemes, also mit den über 100 000 000 Millionen Opfern des Naziregimes und nicht nur mit den 8 Millionen Jüdinnen. Der hier ist zum Einstieg ganz gut geignet, beschreibt aber nur die Konsequenzen (nach Region) für die 1,9 Mrd. Menschen die in Küstennähe leben. Und bevor Sie fragen. Nein ich werde Ihnen die Daten nicht raussuchen. Um zu verstehen was eine globale Katastrophe im Jahre 2019 von einer globalen Kastrophe im Jahre 1940 unterscheidet müssen Sie schon selbst arbeiten. Science matters! https://www.ipcc.ch/srocc/download-report/

RE: Zwei Gänsefüßchen für eine tolle Soziologin | 13.11.2019 | 20:21

Am besten einfach mal selber lesen. Die Information Age Trilogie ist immer noch das Standardwerk der internationalen soziologischen Internetforschung.

RE: Zwei Gänsefüßchen für eine tolle Soziologin | 13.11.2019 | 20:21

Am besten einfach mal selber lesen. Die Information Age Trilogie ist immer noch das Standardwerk der internationalen soziologischen Internetforschung.

RE: Zwei Gänsefüßchen für eine tolle Soziologin | 13.11.2019 | 20:18

Ist ja auch nur der erste Satz des Kapitels über den Nationalstaat und den Nationalismus. Die Erklärung kommt später.

RE: Zwei Gänsefüßchen für eine tolle Soziologin | 13.11.2019 | 15:55

Dazu Manuel Castells 1996 in "The Power of Identity": "The age of globalization is also the age of nationalist resurgence,expressed both in the challenge to established nation-states and inthe widespread (re)construction of identity on the basis of nationality, always affirmed against the alien." (Castells 2010 (Orig 1996) p. 30).

RE: Vorbote der digitalen Ungleichheit | 04.10.2018 | 10:35

Sie spielen auf jeden Fall eine wichtige Rolle. Abschottungstendenzen innerhalb der Community tragen aber auch dazu bei.

RE: Vorbote der digitalen Ungleichheit | 04.10.2018 | 10:29

Herzlichen Dank für Ihr ausführliches Feedback. Die kulturellen Unterschiede zwischen der deutschsprachigen und der englischsprachigen Wikipedia kommen hier tatsächlich zu kurz. Mehr dazu liefert u. a. diese Arbeit von Ulricke Pfeil, die die kulturellen Unterschiede in der Kollaboration zwischen Autoren anhand des deutschen, französischen, niederländischen und japanischen Wikipedia-Artikels "Game" untersucht.

Aber auch wenn ClueBot NG in der deutschen Wikipedia kaum eine Rolle spielt, verrichten auch dort zahlreiche Bots ihre Arbeit. In der Regel scheinen ihre Aufgaben nicht so weit in die policy der Wikipedia einzudringen, wie in der englischen. Meist erledigen sie eher unkritische Standardaufgaben, wie das Löschen doppelter Weiterleitungen oder die Anpassung von Artikeln an eine Formatvorlage.

Die weiteren Aspekte lassen sich aber soweit direkt übertragen. Auch in der deutschen Wikipedia gibt es das Projekt Vandalismusbekämpfung und auch dort wird mit Huggle ein halb-automatisches Werkzeug eingesetzt. Ebenso wie in der englischsprachigen Wikipedia ist die Nutzung an eine bestimmte Nutzerolle, die des aktiven Sichters, gebunden.

Kurzum, trotz einiger Unterschiede, gibt es durchaus zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Wikis. Das gilt zum Beispiel auch für die Geschlechterungleichheit.

RE: Vorbote der digitalen Ungleichheit | 02.10.2018 | 16:00

Soziale Ungelichheit ist in der Soziologie ein recht umfassendes Konzept. Wie gesagt, die Tradition recht mindestens zurück bis Marx. In der Regel werden aber Macht, Einkommen und Bildung als die zentralen, harten Kategorien von Ungleichheit aufgefasst. Neuere Konzepte, sogenannte Milieu-Studien nehmen dann auch noch Mentalität auf. Das hier ist so etwas eine Einführung in das Thema von mir.

RE: Vorbote der digitalen Ungleichheit | 02.10.2018 | 15:54

Schirmherr ist die Wikimania Foundation. An die gehen auch die Spenden, die auf Wikipedia jährlich gesammelt werden. Diese ist mit Budget von ca. 80 mio. $ und 280 Angestellten recht klein, wenn man bedenkt, dass sie die fünft grösste Webseite der Welt betreiben. Die betreiben auch die Server und die restliche technische Infrastruktur.

Interessanter ist aber die rechtliche Situation. Da so ziemlich alles, was mit der Wikipedia zu tun hat unter einer Creative Commons Lizenz steht, kann alles ja in einem anderen Kontext gratis reproduziert werden. Am offensichtlichsten ist das bei den Info-Fenstern, die Google automatisch bei Suchanfragen einblendet.