Tod in eigener Verantwortung?

Essay In Deutschland wird über das Thema «Sterbehilfe» diskutiert. Die Schweiz ist schon weiter: Hier wird bereits gefordert, den Altersfreitod generell zu liberalisieren
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Tod in eigener Verantwortung?
Ein Sterbehilfe-Set

Bild: ETIENNE ANSOTTE/AFP/Getty Images

«Für alles gibt es eine Stunde, / und Zeit gibt es für jedes Vorhaben unter dem Himmel: / Zeit zum Gebären / und Zeit zum Sterben», heisst es im biblischen Buch Kohelet, dessen Weisheit bis in unsere heutigen Redensarten eingeflossen ist: Dass «alles seine Zeit hat», scheint eine Binsenwahrheit zu sein, doch in einer Ära, die unter dem Gesetz allgemeiner Beschleunigung steht, wird diese Einsicht zunehmend in Frage gestellt. Ebenso, wie sich das Zur-Welt-kommen unter den Bedingungen moderner Geburtshilfe optimieren lässt, wird das Sterben heute neuen Regeln unterworfen. Die gegenwärtige Medizin-Technik scheint zunächst einmal zu einer Verlängerung der Sterbeprozesse zu führen: Dank rettenden ärztlichen Eingriffen muss nicht mehr jede lebensbedrohliche Erkrankung zum absehbaren und bald eintretenden Tod führen. Das Sterben kann vielmehr hinausgezögert oder gar auf später verschoben werden.

Dieser Fortschritt ist erwünscht und wird von den meisten Menschen begrüsst. Er zeigt allerdings auch sein Janusgesicht: Was nach aussen als Rettung erscheint, kann für das leidende Subjekt eine Bedrohung sein. Das Voranschreiten der Krankheit wird lediglich verlangsamt, in den wenigsten Fällen kann sie tatsächlich besiegt werden. Die Vorstellung, an Schläuchen zu hängen und rundum von fremder Hilfe abhängig zu sein, ist für viele ein Horrorgedanke, dessen Realwerden sie auf jeden Fall vermeiden möchten. Mit der raschen Entwicklung neuer Eingriffstechniken wächst auch die Angst, einem Apparat ausgeliefert zu werden, der jegliche Autonomie zerstört. So ist es nicht verwunderlich, dass die «Sterbehilfe» in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stösst. Dies gilt sowohl für Länder, die sie zulassen (wie beispielsweise die Schweiz), als für jene, in denen sie bislang – zumindest in ihrer organisierten Form – verboten bleibt, wie dies in Deutschland noch der Fall ist.

Grenzverschiebungen in Sicht

Einer der Promotoren der Sterbehilfe ist der katholische Theologe Hans Küng. Er hatte sich erstmals in den 1990er Jahren, zusammen mit dem Germanisten Walter Jens, zum Thema geäussert. Kürzlich erschien ein schmaler Band von Küng, der den Titel trägt Glücklich sterben?[1] Küng glaubt, dass der Wille zum Suizid und das Vertrauen in Gott nicht in Widerspruch zueinander stehen müssen. Für den Christenmenschen gehe es um Nachfolge, nicht um Nachahmung des Gottessohnes, dessen Leiden am Kreuz nicht dafür herhalten dürfe, das Leiden als solches zu glorifizieren. Dort, wo Linderung von Schmerzen, beispielsweise im Vorgang des Sterbens, möglich ist, soll sie nach Auffassung von Küng auch geschehen – selbst wenn dies zu einer Verkürzung des Lebens führt. Darüber besteht heute weitgehend Konsens, sogar in den Kreisen der einstigen «Halbgötter» in Weiss.

Die Abgrenzung zwischen den verschiedenen Formen von Sterbehilfe (passiv – aktiv, indirekt – direkt) ist schwierig und heikel. Was lässt sich ethisch rechtfertigen, was soll legal sein? Darüber finden öffentliche Auseinandersetzungen statt, die zu Grenzverschiebungen zwischen dem gesellschaftlich Anerkannten und dem moralisch bzw. rechtlich Ausgeschlossenen führen können. Eine solche Debatte lässt sich gegenwärtig in der Schweiz beobachten. Sie betrifft die Frage einer möglichen Liberalisierung des Alterssuizids. Exit, die «Vereinigung für humanes Sterben» in der deutschen Schweiz, steht seit ihrer jüngsten Statutenänderung im Mai 2014 dafür ein, sich verstärkt auch für den so genannten Altersfreitod zu engagieren.

Der «vereinfachte» Weg

Die Argumentation von Exit lautet: Ein älter werdender Mensch muss nicht schwerkrank, stark leidend und umfassend hilfsbedürftig sein, um vom Leben genug zu haben. Es reicht schon aus, wenn er Angst vor einem solchen, möglicherweise eintretenden, Zustand hat oder keinen Sinn mehr im eigenen Leben sieht. Wessen Bilanz im Alter negativ auszufallen droht, der oder die soll das Recht erhalten, aus dem Leben zu scheiden – und dies auf einem möglich unkomplizierten und weitgehend schmerzfreien Weg. Die Lösung heisst «Pentobarbital». Exit setzt sich deshalb für einen erleichterten Zugang zu diesem Sterbemittel ein – auch ohne vorgängige Gesundheitsprüfung. Exit-Geschäftsführer Bernhard Sutter hat laut Neuer Zürcher Zeitung vom 17. Mai 2014 erklärt: «Wenn sich ein 80-Jähriger vor einem 30-jährigen Arzt rechtfertigen muss, weshalb er nicht mehr leben will, fehlt die Selbstbestimmung.»

Sutters Botschaft lässt sich so verstehen, dass eine Person ab einem noch zu bestimmenden Alter ihren Todeswunsch nicht mehr zu begründen hätte, sondern mittels eines assistierten Suizids «eigenverantwortlich» von der Bühne dieser Welt abtreten könnte. Mit der Exit-Mitgliedschaft würde man somit eine Lizenz zur Selbsttötung erhalten. Selbstverständlich gibt es noch ein paar Dinge zu klären sowie einige Fragen zu beantworten. Exit ist sich bewusst, dass eine solche grundlegend neue Regelung nicht von heute auf morgen Wirklichkeit werden kann. So heisst es denn auch in ihrer Medienmitteilung: «Da es voraussichtlich gesetzlicher Veränderungen bedarf […], muss von einem längeren Zeitraum ausgegangen werden.» Bürokratisch-beschwichtigend wird festgehalten, selbst nach Einführung entsprechender rechtlicher Bestimmungen erwarte man keine «Ausweitung beim selbstbestimmten Sterben sehr alter Menschen […], da sich nur der Weg vereinfachen würde, nicht aber die generellen Zulassungskriterien.» [2]

Eine Vision von Max Frisch…

Was auch immer von der Idee eines «erleichterten» Alterssuizids zu halten ist: Sie könnte doch auf Überlegungen hinauslaufen, die der Schriftsteller Max Frisch als Vision in seinem Tagebuch 1966 – 1971 entwickelt hatte – zu einer Zeit also, als es die Organisation Exit noch gar nicht gab. Da wirft er all die Fragen auf, die uns heute noch beschäftigen. Verpackt sind sie in die Geschichte einer fiktiven «Vereinigung zur Verjüngung der abendländischen Gesellschaft», die der Autor dort festhält. Die Gründungsversammlung findet in einem Kurhaus statt. Der Vorsitzende referiert: «Frage: müssen wir so alt werden, wie die heutige Medizin es ermöglicht? … Tod, der ein Leben in der Fülle abreisst, wird zur Rarität; Angst vor dem Tod hat sich verlagert in Angst vor dem Altern, d.h. vor dem Verblöden… wir regeln den Eintritt ins Leben, es wird Zeit, dass wir auch den Austritt regeln».[3]

Sarkastisch fährt Frisch fort: Die Mitglieder sollten die neue Idee – Freitod als Pflicht – nicht nur durch Worte vertreten, «sondern durch Vorbild, d.h. dass die Mitglieder sich verpflichten, ihrerseits das Postulat erfüllen zu gegebener Zeit».[4] Selbstverständlich könne der Freitod eines Mitglieds nicht verlangt werden: «Die Jahresversammlung kann lediglich feststellen, wer, wenn er weiterlebt, gegen die Satzungen verstösst.»[5] Die Idee einer «Vereinigung Freitod» beschäftigt den Autor über all die im Tagebuch festgehaltenen Jahre hinweg, wobei seine Notizen von der Fiktion mehr und mehr ins Philosophische übergehen. Am Ende steht dann einer seiner berühmten Fragebogen. Es geht dabei um das Sterben und den Tod. Bemerkenswerterweise ist der Suizid darin kein Thema.

…und deren Radikalisierung

Nahm der Gedanke «Freitod als Pflicht» in Frischs Tagebuch 1966 – 1971 noch die Form einer Satire an, so kommt der englische Künstler und Filmemacher Peter Greenaway in seinem aktuellen Werk The Dance of Death – Der Tanz mit dem Tod ganz konkret zur Sache. Im Begleitband zu einer Videoinstallation, die im November 2013 in Basel gezeigt worden war, schreibt er: «Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit dem Konzept der freiwilligen Euthanasie. In Amsterdam, wo ich wohne, wird ernsthaft über unfreiwillige Euthanasie gesprochen. Nur geredet, wohlgemerkt, aber ernsthaft. ‹Eine Welt mit sieben Milliarden Menschen, zwei Geburten pro Sekunde, viel zu viele Menschen und kaum jemand bietet nach seinem 80. Geburtstag für die Zivilisation noch einen wahren Nutzen, schon gar nicht für die Evolution.›»[6]

Mit 80 Jahren müsse also Schluss sein: «‹Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Opa, nimm dir ein Stück Geburtstagstorte, und hier kommt die Spritze.› Niemand darf das umgehen, niemand darf sich verdrücken, sich freikaufen oder sich rausboxen.» So der Originalton von Peter Greenaway. Und das Merkwürdigste ist: Kaum jemand nimmt an solchen Thesen Anstoss. Ein Podiumsgespräch zum Abschluss einer die Videoinstallation begleitenden Veranstaltungsreihe griff die Provokation des Künstlers überhaupt nicht auf. Ist dies ein Hinweis darauf, dass sich solche Kunst in einem elitären Rahmen bewegt, von dem die Öffentlichkeit wenig Kenntnis nimmt? Mag sein. Doch dabei geht es nicht bloss um Fragen der Ästhetik, sondern um ganz existenzielle Belange.

Vor uns ein Abgrund?

Trotzdem können wir Peter Greenaway dankbar sein. Mit seinen Überlegungen macht er nämlich deutlich, wie aus vermeintlicher «Selbstbestimmung» eine neue Form von Fremdbestimmung zu wachsen vermag. Hinter den individuellen Wünschen von Menschen, über die Beendigung des eigenen Lebens verfügen zu können, stehen noch ganz andere, kollektive Kräfte, die ein Unbehagen am Altwerden nähren. Der Philosoph Ernst Bloch äusserte im Prinzip Hoffnung die Vermutung, dass sich eine «spätbürgerliche Gesellschaft […] verzweifelt auf Jugend schminkt».[7] Diese Gesellschaft scheue «vor jedem Blick aufs Ende» zurück. Anders eine «blühende Gesellschaft»: Sie fürchte nicht, wie die untergehende, «im Altsein ihr Spiegelbild, sondern begrüsst darin ihre Türmer»[8] – d.h. jene Männer und Frauen, die weit über das aktuell Gegebene hinauszuschauen vermögen.

Blochs These von der kapitalistischen als einer untergehenden Gesellschaft hat sich bislang nicht bewahrheitet, auch wenn die Krisensymptome zunehmend deutlich erkennbar werden. Diese Zeichen haben auch etwas mit den Beziehungen zwischen den Generationen zu tun. Manche, wie der Philosoph Peter Sloterdijk, halten sie für zerrüttet, zumindest für hochgradig gefährdet. In seinem neuesten Werk geht er der Frage nach, wie der seines Erachtens herrschende «Abgrund zwischen den Generationen» entstehen konnte.[9] Ja, die Beobachtung liegt nicht ganz fern, dass sich in den alternden Gesellschaften der entwickelten Welt eine Stimmung verbreitet, wie sie die Geliebte des französischen Königs Ludwig XV., Madame de Pompadour, in die Worte fasste: «après nous le déluge – nach uns die Sintflut». Die kam dann einiges später – in Gestalt der Französischen Revolution. Heute scheine das «Zeit-Empfinden […] bei den meisten auf Endverbrauch gepolt», so der Autor, der sich gerne als «Zeitdiagnostiker» feiern lässt.[10]

Angst vor «Überalterung»

Sloterdijk verweist auf die staatlichen Schuldenberge, die gegenwärtig angehäuft werden, und deren Tilgung kommenden Generationen überlassen wird. (Dabei übersieht er allerdings konsequent, dass die Schulden der einen der Reichtum der anderen ist.) Wird da der Zündstoff für einen künftigen Generationen-Krieg gesammelt? Darüber lässt sich der Philosoph nicht aus, doch sein Buch könnte auch als Kommentar gelesen werden, wie fragil sich die Verhältnisse darstellen. Ein Symptom dafür sind die zumeist negativ, vielfach sogar apokalyptisch getönten Debatten über die Folgen der demografischen Alterung, die unter dem Begriff der «Überalterung» gefasst werden. Sie konzentrieren sich insbesondere auf die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme für die Menschen, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen. In den allermeisten Analysen werden die Kosten dafür als Belastung angesehen, deren Tragbarkeit in Frage steht. Als ein Beispiel für viele mag hier eine neue Studie von Avenir Suisse stehen. Die von Schweizer Grossunternehmen finanzierte «Denkfabrik» hält wegen der demografischen Alterung den Generationenvertrag für gefährdet und fordert deshalb einen Umbau des Sozialstaats, der auf einen massiven Abbau von ausgleichenden Mechanismen zwischen Reich und Arm sowie zwischen Alt und Jung hinauslaufen würde.[11]

Die ständigen Mahnungen und Warnungen vor der «Überalterung» bilden den Hintergrund-Sound, vor dem sich beispielsweise die Diskussionen um die Sterbehilfe entfalten. Vordergründig geht es um das hohe Gute der individuellen Selbstbestimmung. Nicht mehr andere – die Familie, die Kirche, der Staat – sollen uns sagen, was wir in den Fragen, die uns selbst betreffen, zu tun oder zu lassen haben. Als Menschen der Moderne haben wir das Recht – und letztlich auch die Pflicht –, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Dies ist zumindest der Anspruch, der an die Mitglieder eines aufgeklärten Zeitalters gestellt werden darf.

Macht des Schicksals

Hans Küng formuliert in seinem bereits erwähnten Buch das «Ideal einer rational-selbstbewussten Gestaltung des Lebens und Sterbens, das so wenig wie möglich dem Schicksal überlässt». Dank wissenschaftlich-technischem Fortschritt ist es gelungen, dem Schicksal einen bedeutenden Teil seiner einstigen Macht über die Menschen zu entreissen. Der Glaube daran, dass dieser Fortschritt noch weiter voranschreiten kann, ist die Geschäftsbasis der Moderne. Küng sieht für sich als aufgeklärten Katholiken keinen Widerspruch zum «Ideal einer demütigen Haltung zu Leben und Sterben, die das Lebensende vertrauensvoll in Gottes Hände legt».[12] Das mag wohl so sein, doch diese Ideale müssen sich auch überprüfen lassen, sonst sind sie nichts wert.

Es spricht für die Ehrlichkeit des Theologen, dass er in einem «Postscriptum aus aktuellem Anlass» auf ein tiefgreifendes persönliches Ereignis eingeht: Kurz vor Drucklegung des Buches geriet Hans Küng in eine schwere gesundheitliche Krise als Folge seiner fortschreitenden Parkinson-Erkrankung. Es sei genau jene Erfahrung gewesen, die er unbedingt vermeiden wollte: «womöglich nicht mehr selbstbestimmt über Leben und Sterben entscheiden zu können, den Zeitpunkt womöglich ‹verpasst› zu haben». Er sei sich stets bewusst gewesen, «dass auch mich ein solches Schicksal ereilen könnte und dass der Wunsch, bis zur letzten Sekunde die Kontrolle über mein Leben zu behalten, eine Idealvorstellung ist».[13]

Kultur des Sterbens

In Küngs Ideal des Rational-Selbstbewussten klingt etwas von der Haltung an, die für unsere Zeit – insbesondere unter den verschärften Bedingungen neoliberaler Ideologie – bestimmend ist: Es geht um das hohe Lied der Autonomie, die das Individuum individualistisch betrachtet und zwischenmenschliche, soziale Bindungen auszublenden versucht. «Jeder ist seines Glückes Schmied» heisst heute: Für deinen Erfolg im Leben bist nur du verantwortlich, und wenn du es nicht schaffst, dann musst du dir dein Scheitern selbst anrechnen. Erfolgreich zu sein bedeutet beispielsweise auch, «erfolgreich» zu altern, d.h. möglichst lange aktiv und attraktiv zu bleiben. In der Gerontologie, der Wissenschaft vom Altern(n), dreht sich heute vieles um Aktivität und Aktivierung. Manches daran ist durchaus sinnvoll und der Unterstützung wert. Als problematisch muss eher die Wertung betrachtet werden, die sich damit verbindet. Zu einem «guten» Altern gehört nämlich beides: der Pol des Aktiven wie jener des Passiven, Beschaulichen.

In die aktuelle Debatte um die «Sterbehilfe» wirkt ein Menschenbild hinein, das Angewiesen-sein auf andere und Abhängigkeit von anderen als Beeinträchtigung der Autonomie wahrnimmt und damit dem Verdacht ausliefert, der Würde des Menschen abträglich zu sein. Aus dieser Sicht liegt es nahe, ein Leben abzuwerten, das nicht (mehr) den Autonomie-Idealen entspricht. Diese Position ist gefährlich, ihr muss widersprochen werden. Argumente liefert beispielsweise die schweizerische Charta Zum würdigen Umgang mit älteren Menschen, die 2010 von verschiedenen im Altersbereich tätigen Organisationen ausgearbeitet und unterzeichnet wurde. Sie plädieren für die Entwicklung einer menschenwürdigen Kultur des Sterbens und «für eine Gesellschaft, in der das Sterben als ein Teil des Lebens wahrgenommen wird». Von zentraler Bedeutung dabei ist die Förderung von Palliative Care und eine «würdevolle Sterbebegleitung».[14] Wären wir schon so weit, dann würden sich die Auseinandersetzungen um die Liberalisierung des Alterssuizids wohl weitgehend erübrigen.

[1] Hans Küng: Glücklich sterben? Mit einem Gespräch mit Anne Will, München (Piper Verlag) 2014.

[2] Medienmitteilung vom 24. Mai 2014 (www.exit.ch/news).

[3] Max Frisch: Tagebuch 1966 – 1971, Frankfurt/M. (Suhrkamp Taschenbuch Verlag) 1979; Zitat S. 95. Ich danke Theo Byland für den Hinweis!

[4] Ebd., S. 96.

[5] Ebd., S. 98.

[6] Peter Greenaway: The Dance of Death – Der Tanz mit dem Tod. Ein Basler Totentanz, Basel (Christoph Merian Verlag) 2013; ohne Paginierung.

[7] Ernst Bloch: Das Prinzip Hoffnung. In fünf Teilen. Kapitel 1 – 32, Frankfurt/M. (Suhrkamp Verlag) 1977, S. 40.

[8] Ebd., S. 41.

[9] Peter Sloterdijk: Die schrecklichen Kinder der Neuzeit. Über das anti-genealogische Experiment der Moderne, Berlin (Suhrkamp Verlag) 2014; Zitat S. 411.

[10] Ebd., S. 485.

[11] Jérôme Cosandey: Generationenungerechtigkeit überwinden. Revisionsvorschläge für einen veralteten Vertrag. Mit Beiträgen von Martin Eling, François Höpflinger und Pasqualina Perrig-Chiello, Zürich (Avenir Suisse und Verlag Neue Zürcher Zeitung) 2014. Zur Kritik siehe meinen Beitrag auf www.freitag.de/autoren/seifert/das-hohe-lied-der-selbstverantwortung.

[12] Küng (FN 1), S. 153.

[13] Ebd., S. 158.

[14] Curaviva Schweiz (Hrsg.): Zum würdigen Umgang mit älteren Menschen. Charta der Zivilgesellschaft, Bern (Curaviva), o.J.; Zitate S. 11. Die Charta kann heruntergeladen werden: www.curaviva.ch.

08:42 14.11.2014
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Seifert

Journalist / Publizist / interessiert an Fragen der sozialen Ökologie
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