Contra: Weder Ghandi noch Quäker
Nicholson Bakers Ehrenrettung des Pazfismus in „Menschenrauch“ mag ehrenwert sein, bagatellisiert aber den deutschen Rassismus
Was taugt der neue Hornby?
Dem britischen Pop-Autor zeichnet in seinem Roman "Juliet, Naked" wieder einmal das exakte Bild eines Fans, diesmal eines Internet-Junkies. Und doch fehlt etwas.
Ist der Arschtritt denn legal?
In der Diskussion um die Frauenquote für Aufsichtsräte wird darüber gestritten, ob sie die Verfassung verletzen würde. Die Quote sollte erst einmal ausprobiert werden
Die stärkste der Parteien
Autosuggestion: Die SPD leidet an der Einbildung, ihr stünde aus Gründen der historischen Bedeutung die Anführerschaft im linken Lager zu
Die wahren Schätze
Kein Land hat sich tiefer in die Finanzkrise verstrickt. Nun beginnen die Isländer, das einfache Leben wieder zu genießen und entdecken die kleinen Fischerorte im Norden
Eine arabische Huldigung
Die Ramadan-Botschaft von Barack Obamas durchzieht der Geist des Respekts für die arabische Welt, findet Blogger Schlesinger. Auch in Berlin hinterlässt das Wirkung
1. September 1939, 4.40 Uhr
Mit Bomben auf das polnische Wielun begann vor 70 Jahren der Zweite Weltkrieg, nicht mit dem Beschuss der Westerplatte bei Danzig
Die Jaalon-Horrorschau
Premier Netanjahu bringt seinen Stellvertreter Moshe Jaalon als Sprachrohr der Ultrarechten in Stellung, um Druck auf die Amerikaner auszuüben
Krankheit als Waffe
Nicht nur die grassierende Schweinegrippe lässt ahnen, was geschehen könnte, wenn Militärs, Terroristen, oder Kriminelle Infektionskrankheiten als Waffe verwenden.
Das Netz sieht alles
Bei einem Online-Portal melden verunsicherte Bürger in Wien alles, was ihnen in ihrem Wohnviertel verdächtig erscheint. Sie verstärken damit vor allem ihre eigenen Ängste
Auf Expansionskurs
Mit einer teuren Materialschlacht und einem guten Ergebnis bei den Kommunalwahlen am Sonntag will die rechte "Pro-"-Bewegung den Sprung nach Berlin vorbereiten
In der Hitze des August
Donald Windhams ernüchternder Adoleszenzroman „Dog Star“ gleicht dem Schwebezustand im Urlaub
Ganz schön viel Trubel!
Vom Lenindenkmal bis zum Fontanegrab: Erhard Schütz bespricht neue Berlin-Bücher
Die Hölle auf Erden
Die unzufriedenen, heroinabhängigen jungen Männer, die durch Irvine Welshs "Trainspotting" unsterblich wurden, sind jetzt in den Vierzigern, Und sie sterben schnell
Nichts für Möchtegern-Gläubige
In "Die Hütte - ein Wochenende mit Gott" kümmert sich William Paul Young fiktional um das Theodizee-Problem. Verkaufen sich Glaubensbücher nur noch mit Betroffenheitskitsch?
Die Dynastie der Hippieschwaben
Missbraucht einst von tumben Nationalisten, heute von Regionalmarketing-Agenturen verklärt: Die Staufer-Kaisern im kalten Licht der Geschichtswissenschaft
Mit forcierter Passivität
Macht verändert den Menschen, heißt es. Doch in den zahlreichen Biografien und Bildbänden über Angela Merkel ist der Mensch hinter der Rolle nur schwer zu erkennen
Die Herren des Kalifats wollen das Gottesgericht
An Russlands Südflanke führt der islamistische Untergrund einen verdeckten Bürgerkrieg
Hamid Karsais Sieg baumelt am seidenen Faden
Die US-Regierung will den künftigen Präsidenten durch einen Premierminister und ein Schattenkabinett einrahmen. Sonderbotschafter Holbrooke stellt bereits ein Beraterteam zusammen
Echte Rechte
Die Aufkündigung des Deutschlandpaktes hat NPD und DVU wieder zu Wahl-Konkurrenten gemacht. Für die finanziell angeschlagenen rechten Truppen wird es jetzt eng
Die Stunde des Spiels
Volker Zastrows Buch "Die Vier" rekonstruiert anschaulich das Drama um den Sturz Andrea Ypsilantis, bekräftigt aber nur die Stereotypen der Politikverdrossenheit
Ich war ein „Nichtnuts“ von Sohn
Noch im hohen Alter sorgte sich die Mutter, ob aus ihrem Sohn etwas wird. Er war ein schlechter Schüler, Legastheniker, blieb ständig sitzen. Heute ist Daniel Pennac ein gefeierter Schriftsteller
Riss durchs Hirn
Virtuos und psychologisch genau: Kathrin Schmidts autobiografische Krankheitsgeschichte „Du stirbst nicht“
Urlaub ist Krieg
Sauschwaben treffen auf Kuhschweizer - oder wie man lernt, sich nicht zu mögen. Ein Blick auf die national bedingte Frontlage in einem mediterranen Ferienort