Film & Serie
Blockbuster und Independent-Filme, Serien-Starts und Staffel-Vorschauen: Hier erfahren Sie, welche aktuellen Kino- und Streaming-Highlights sich wirklich lohnen – und welche man nicht unbedingt gesehen haben muss
Der Spion, der sich liebte
Durch die Instanzen der Aufarbeitung oder wie man von der Schuld als IM reden kann: Der Dichter Paul Gratzik im Dokumentarfilm „Vaterlandsverräter“ von Annekatrin Hendel
Scharade der Möglichkeiten
Unendlicher Gesprächsstoff: In „Die Liebesfälscher“ erzählt der iranische Filmemacher Abbas Kiarostami eine Geschichte mit Juliette Binoche, die man so und so sehen kann
Sieht nicht gut aus
Zwischen Roland Emmerichs Hollywood und Andrej Tarkowskis Autorenkino: Der Filmemacher Lars von Trier lässt in „Melancholia“ die Welt untergehen. Mit Vergnügen
Katze, Esel, Lama
Es ist lange her, dass ein Film von Jean-Luc Godard in die deutschen Kinos kam. Nun startet „Film Socialisme“, und man mag fragen: Über wen macht sich Godard da lustig?
Feier der Achtziger
TV-Serien sind manchmal die besseren Romane. Auch „Ashes to Ashes“? Eigentlich ist alles da – doch für eine „BBC“-Serie wirkt das alles eher ungewöhnlich, unbeholfen
6 zu 5 für die Eiserne Lady
Die britischen Buchmacher geben erste Quoten für die Oscars bekannt. Die werden im Februar verliehen und die meisten Filme haben selbst Journalisten noch nicht gesehen
Wie fremd doch der Nächste ist
"Über uns das All" zeichnet das Bild einer intimen Zweisamkeit – und zweifelt sie rückblickend an. Wie nah kann man einem Menschen sein, mit dem man das Bett teilt?
Unzeitgemäße Betrachtungen
Den interessantesten Arbeiten der 68. Filmfestspiele in Venedig haftete in diesem Jahr ein Anachronismus an, der sich gegen den Mainstream in Stellung bringen lässt
Im Café Sperl
Bei den Filmfestspielen von Venedig feiert dieser Tage David Cronenbergs neuer Film „Eine dunkle Begierde“ Premiere. Gedreht wurde in Wien. Ein Tag am Set
Das Oscar-Pistorius-Dilemma
In Kategorien denken: Spielfilme, die man als Dokumentarfilme schauen kann – Mathieu Amalrics New-Burlesque-Show "Tournee" und Veit Helmers Weltraumfahrtmärchen "Baikonur"
Für die Liebe noch zu mager
Mit „Westwind“ von Robert Thalheim verfilmt eine wahre Liebesgeschichte aus der späten DDR - und weiß weder mit der Liebe noch der Geschichte viel anzufangen
Das Kino vor dem inneren Auge
Sie sind die ersten visuellen Entwürfe des Films, und vermitteln zwischen Regisseur, Autor, Schauspielern: Eine Ausstellung zeigt Storyboards aus 70 Jahren Filmgeschichte
Der neue Woody-Allen-Film®
Gil Pender reist mit seiner Verlobten nach Paris – und findet den Weg zurück ins Klischee-Paris der zwanziger Jahre. "Midnight in Paris" ist vor allem Tourismusmarketing
Der letzte Vorhang
Cam Archers "Shit Year" ist ein Film vom Ende, sein Titel bezeichnet den Zeitraum eines Übergangs, der nicht selbstbestimmt ist. Doch der Weltschmerz bleibt zu unbestimmt
Die austauschbare Stadt
Berlin ist immer noch deutsche Kinohauptstadt, also muss es sich wohl hier neu erfinden. Studenten aus aller Welt versuchen sich im Wedding am "Kino der Zukunft"
Heimlichkeitsmanager
"Portraits deutscher Alkoholiker": Das klingt nach Menschen mit aufgeschwemmten Gesichtern, die aus ihrem Leben erzählen. Carolin Schmitz zeigt etwas ganz anderes
Die Romantic-Comedy-Heroine Number one
Mit offener Freude an femininer Flatulenz: „Bridesmaids“ von Paul Feig zeigt Aktrice Kirsten Wiig in Höchstform
Teheraner Verhältnisse
"Nader und Simin, eine Trennung" erzählt die tragische Geschichte einer Ehescheidung. Am Ende mag ein juristisches Urteil stehen, moralisch unversehrt kommt keiner heraus
Harrys Entscheidungen
Die Verfilmung des letzten Teils der Harry-Potter-Serie ist misslungen. Lieber noch einmal Joanne K. Rowlings Roman genau lesen!
Es müht sich der Anarchist mit seiner Säge
Auf dem Filmfest in München zeigen "Caracremada" und "Balada Triste de Trompeta" zwei Extreme in den seltsam zahlreichen Bildern des Faschismus
Glaube an die Gefühligkeit
Mystery aus Germany? „Was du nicht siehst“ hält gerade mal den großen Zeh ins Wasser des Genres. Worin das Geheimnis besteht, ist einem dann irgendwann auch egal
So wahr, dass man die Luft riecht
„The Way Back – Der lange Weg zurück“ von Peter Weir zeigt geradezu teuflische Bilder von der Natur – und den verlorenen Menschen in ihr
Man will nicht zurück und doch
Zeit der Migration in den Süden von mir: Ulrich Köhlers Film „Schlafkrankheit“ ist ein stilles Meisterwerk – avanciert im politischen Entwurf, ökonomisch in der Erzählung
Kino.to ist tot
... aber der Film hat im Netz schon lange ein Zuhause gefunden. Durch Symbolpolitik wird er von dort nicht vertrieben werden. Geschäftserfolg versprechende Wege sind andere