Islamismus
Ein Kommen und Gehen
Nach dem Sturz von Mohammed Mursi schauen die Menschen gebannt und unsicher nach Kairo. Unser Reporter hat die Städte Luxor, Port Said und Alexandria besucht
Die rote Karte
Der Konflikt zwischen Opposition und Mohammed Mursi hat den alten Eliten aus der Ära Mubarak neuen Auftrieb gegeben. Die Armee steht bereit, wozu auch immer
Vor der Explosion
In Kairo gibt es nur noch ein Thema: der 30. Juni. Die Opposition und die Islamisten mobilisieren, das Land ist von einer dramatischen sozialen Krise erschüttert
Eine Art Wilder Westen
Islamisten weiten ihre Operationen von Mali auf die Uranförderung in Niger aus. Auch Frankreich, die USA und andere westliche Länder rüsten in der Region auf
Tayyip, istifa! Tayyip, tritt zurück!
Erdogans Reden schüren den Hass und sind Teil seines Machtapparats. Was lehrt uns die die Rhetorik der Protestbewegung und ihrer Gegner?
Der Sensenmann kommt
Mit Drohnen kann man gezielt Menschen töten, so dass Kriege kein Ende finden. Auch der Bundeswehr droht dieses Dilemma, sollte sie mit Flugrobotern aufgerüstet werden
Rote Linie, weiße Salbe
US-Präsident Obama vermeidet übereilte Schritte und forsche Erklärungen zum syrischen Bürgerkrieg. Eine Intervention birgt im Augenblick viel zu große Risiken
Wo Zukunft ein Fremdwort ist
Es gibt für den unruhigen Nordkaukasus grandiose Investitionsprogramme für Skizentren und Seebäder. Doch Korruption und islamistischer Terror rauben die Perspektive
Land ohne Fortune
In der Weltpresse ist seit der Intervention Frankreichs viel von „failed state“ die Rede. Dieses Urteil wird einer sich nach Frieden sehnenden Gesellschaft nicht gerecht
Ein Meister der Taktik
Verteidigungsmininister de Maizière ist sanft im Umgang, aber knallhart in der Sache. Er kennt keine Skrupel, eine Militarisierung der Außenpolitik voranzutreiben
Ausschreiten der Kampfzone
Die Djihadisten betrachten die gesamte Sahara als Kriegsschauplatz und folgen einer Strategie der vernetzten Aktionen, bei denen sie keine Ländergrenzen kennen
Alouette, gentille Alouette!
Wieder findet ein afrikanischer Konflikt keine afrikanische Lösung. Mali wird durch externes Militär befriedet. Frankreich macht sich als Gendarm des Westens nützlich
Auf in den Stellungskrieg
Die jüngste Rede von Präsident Assad ist von der Hoffnung geprägt, Breschen in das Lager seiner Gegner schlagen zu können und den Kampf noch nicht verloren zu haben
Ein Offenbarungseid
Präsident Mursis Wirtschaftspolitik folgt den Interessen einer etablierten Elite und verdient das Prädikat neoliberal. Die nächsten "Brotaufstände" sind programmiert
Die Revolution holt Schwung
Der Aufstand gegen den Präsidenten zeigt, dass die Zeit für einen autoritären Politikstil endgültig vorbei ist. Nur Mursis Anhänger erkennen das noch nicht
Die Selbstzerstörung der Muslim-Brüder
Der Versuch des Durchmarsches hat die Muslim-Brüder massiv an Rückhalt gekostet. Sie haben nun viele Menschen gegen sich aufgebacht, und geraten immer mehr ins Abseits
Tage, die ein Land erschüttern
Die Zusammenstöße auf dem Tahrir-Platz erinnern an die letzten Tage von Hosni Mubarak. Sein Nachfolger spaltet die Nation, anstatt sie zu führen
Drohnen über Timbuktu?
Mit militärischer Gewalt lässt sich die Abspaltung des Nordens nicht überwinden. Nötig sind eine soziale Perspektive und der Verzicht auf eine neoliberale Politik
Wo bleibt der Arabische Sommer?
Trotz allem Aufbruch hat sich an der sozialen Lage nichts verändert. So sind viele Menschen enttäuscht, auch vom Westen
Die Gewinner und die Geschlagenen
In 50 Jahren Unabhängigkeit verlor sich der Traum vom besseren Leben in einem freien Land. Geblieben ist das vordemokratische Ausbalancieren von Macht und Widerstand
Staat am Abgrund
Mit den zerstörten Mausoleen von Timbuktu haben Al-Qaida-Filialen nicht nur Macht demonstriert. Sie beanspruchen, eine ganze Region in ein Kalifat zu verwandeln
Das satte Grün des Arabischen Frühlings
Der Vormarsch zur Demokratie wurde von Libyen bis Ägypten zum Aufmarsch eines politischen Islam. Das gefällt besonders den Autokratien in der Golfregion
Das Ende vom Anfang
Der Wahlsieg Mohammed Mursis ist ein Meilenstein auf dem dramatischen Weg des postrevolutionären Übergangs und ein entscheidendes Ereignis des Arabischen Frühlings
Ein stiller Putsch
Es ist müßig, darüber zu spekulieren, ob der ägyptische Militärrat jemals ernsthaft daran dachte, sich gänzlich von der Macht zu verabschieden