Theater
Der Spätzünder
Zum Tod des Theaterregisseurs, Schauspielerliebhabers und Heiner-Müller-Schülers Dimiter Gotscheff
Neue Mitte
war früher Aktivistin in einer kommunistischen Partei und erfand das postmigrantische Theater. Auch als Leiterin des Gorki-Theaters will sie die Gesellschaft verändern
Aus der Vorstadt in die Welt
Vor allem die großen Häuser setzen in der beginnenden Saison auf Internationalisierung. Die Zuschauer erleben so Globalisierung live
Bayreuth von hinten
Unsere Autorin ist mal mit dem Fahrrad zu den Wagner-Festspielen gefahren. Am Ende hat ihr das bizarre Treiben dort ganz gut gefallen
Mond über Soho
In Berlin wird Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ uraufgeführt. Es ist ein Sensationserfolg und der absolute Höhepunkt des Theaters der ausgehenden zwanziger Jahre
Ordnung, äh, Sinn und, ähem, Struktur
Im Rahmen des Foreign Affairs Festivals ruft das Nature Theater of Oklahoma zum Mitmachen auf. In mehreren Episoden kommt das Ich ausführlich und ungefiltert zu Wort
Die Vergangenheit ist immer schon da
Langstengel und Hutter zeigen mit "Nur ein Wimpernschlag" die Ambivalenz postrevolutionärer Prozesse. Die Schauspieler überzeugen mit unglaublicher somatischer Präsenz
Mut zu großem Stoff
Karin Beier ist die im Moment erfolgreichste Theatermacherin Deutschlands. Nun wechselt sie von Köln ans Hamburger Schauspielhaus. Was macht sie besser als andere?
Sommer ist Spektakelzeit
Die alljährliche Hochhuth-Posse um Claus Peymann, den nicht gespielten "Stellvertreter" und die Zukunft des Berliner Ensemble war nur ein Auftakt
„Die Mitte mache ich nicht mehr“
Der Schweizer Regisseur Urs Odermatt über die Vermarktungstaktik für sein unkonventionelles Werk „Der böse Onkel“ und den angeblich schlechtesten „Tatort“ aller Zeiten
Rückblick durch Orpheus
Ein unauflösbares Spiel mit Theater und Film, „Eurydike“-Inszenierungen und Erinnerung: „Ihr werdet euch noch wundern“ vom französischen Altmeister Alain Resnais
Sieg der politischen Willkür über die Kultur
Das Ludwig Museum hat eine neue Direktorin: Julia Fabényi, die von der Fidesz-Regierung unterstützt wird. Die Kulturpolitik der Partei zerstört die ungarische Kunstszene
Was heißt hier Avantgarde?
Unser Autor wollte ja eigentlich nie wieder ins Berghain gehen - und war dann doch wieder bei einem Konzert in dem legendären Club
From Potsdamer Platz
Dem US-Amerikaner Brian de Palma gelingt es in „Passion“ nicht einmal, Postkartenansichten von Berlin zu liefern
Assoziationswelle mit viel Schaum
Elfriede Jelineks Beitrag zum Richard-Wagner-Jahr 2013 ist eine schier endlose antikapitalistische Tour de Force durch den Nibelungenring
Komödiantische Kunst fürs Portfolio
Peter Stein inszeniert im Pariser Odeón Theater "Le Prix Martin" von Eugène Lebiche und fügt der dramaturgischen Mechanik des Autors leider kein bisschen Gegenwart hinzu
Der deutsche Film ist einfach nicht so
Der Schauspieler Fabian Hinrichs über seinen Auftritt im Münchner "Tatort" als Gisbert Engelhardt und Schwierigkeiten bei der Rollenwahl in einem Land, das kein Kino hat
Sebastian Hartmann lässt Parolen werfen
Hanns Martin Schleyer, Josef Ackermann, Hamlet, Bakunin und Prometheus treten auf und ab. "Der große Marsch" am Centraltheater Leipzig ist vor allem Spektakel
Theater in der Black-Box
In der Stadt Sidi Bel Abbes spielen Blinde ein Stück über den Arabischen Frühling. Sie bitten damit um mehr Respekt in einer sie oft ausgrenzenden Gesellschaft
Es zieht in Reihe drei
Es gibt sie noch, aber ihre Lage ist nicht gut. Zum Beispiel in Zwickau und Plauen, wo viel zu viele Leute fern bleiben
Mensch, Tier, Gewalt und Pazifismus
Dimiter Gotscheff hat am Deutschen Theater eine Shakespeare-Collage inszeniert, die „Rosenkriege“ bilden den Hauptteil der Textfragmente
Mann der Tat
Milo Rau ist der politische Theatermacher seiner Generation. Zuletzt hat der Regisseur die Breivik-Erklärung auf die Bühne gebracht. Geht es ihm nur um Provokation?
Ein Kessel Buntes
In Berlin eröffnet das HAU neu: Die neue Leiterin Annemie Vanackere will den Durchlauferhitzer ihres Vorgängers abstellen, was zum Auftakt naturgemäß anders ist
Breivik als Dilemma
In Weimar führt der Schweizer Dokumentartheatermacher Milo Rau "Breiviks Erklärung" als Reenactment auf. Er will den Massenmörder weginszenieren, was nicht gelingt