Verhandlungsbereitschaft der Ukraine und Russlands dient bisher nur der Ablenkung

Falsche Hoffnungen Auch wenn Politiker in Kiew und Moskau einen anderen Eindruck erwecken, laufen derzeit die Vorbereitungen auf die nächsten Kämpfe
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 46/2022
Symbol des Widerstands: Sonnenblumen verzieren zerstörte Fahrzeuge in der ukrainischen Stadt Irpin nahe Kiew
Symbol des Widerstands: Sonnenblumen verzieren zerstörte Fahrzeuge in der ukrainischen Stadt Irpin nahe Kiew

Foto: Finbarr O'Reilly/NYT/Redux/Laif

Ein Hauch von Verhandlungen schwebt über dem Krieg. Obwohl die Kämpfe andauern und die Positionen der Kriegsparteien kompromisslos bleiben, signalisierten zuletzt einige Akteure, dass sie sondieren wollten. So erklärte sich der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba überraschend für ein direktes Treffen mit seinem russischen Pendant Sergej Lawrow bereit, „falls die andere Seite solche Verhandlungen anfragt“. Man verzeichne militärische Fortschritte, „aber einige Erfolge der Ukraine dürften diplomatisch erreicht werden“, so Kuleba.

Ähnliches kommt aus Moskau, wenn Maria Sacharowa als Sprecherin des Außenministeriums betont, Russland sei „weiterhin für Verhandlungen, natürlich unter Beachtung der Gegebe

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