Stefan Bock

freier Blogger im Bereich Kultur mit Interessengebiet Theater und Film; seit 2013 Veröffentlichung von Kritiken auf kultura-extra.de und livekritik.de
Stefan Bock
RE: Pop-Kultur 2017 - Fazit | 29.08.2017 | 16:34

Ich gehöre nicht zum Team der Pop-Kultur. Der Beitrag ist eine Rezension des Festivals. Die Pop-Kultur funktioniert als kuratierte Veranstaltung rein über Einladungen. Da das Festival durch das Land Berlin und den Bund öffentlich gefördert wird, gab es in der Vergangenheit durch unabhängige Neu-Köllner Konzert-Veranstalter und gibt es auch in diesem Jahr wieder Begehrlichkeiten an den öffentlichen Geldern durch eine direkte Zusammenarbeit zu partizipieren. Dem hat die Festival- und Musicboard-Chefin Katja Lucker auf einem Panel eine Absage erteilt, da sie nicht völlig frei über diese Gelder verfügen kann. Warum genau musst du sie selbst fragen. Kontakt siehe Website: http://www.pop-kultur.berlin/

RE: Luther und die Avantgarde | 12.08.2017 | 11:33

Zum Kontext des Zitats, kann ich auch nur spekulieren, da ich kein Religionswissenschaftler oder Kunsthistoriker bin, und mich nur auf verfügbare Quellen stützen kann. Die Tafel mit dem Zitat ist sicher in der Ausstellung, um eine gewisse Ambivalenz Luthers zur Kunst auszudrücken. Es gibt noch weitere Tafeln mit Zitaten Luthers oder der Künstler, die sich mit ihrer Kunst auf Luther beziehen.

Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass Luther sich des neuen Mediums Buchsdruck auch ganz bewusst bedient hat. Er war, wie man heute so sagt, recht medienaffin. Also ein Mann, der die neuen Medien zur Verbreitung seiner Ansichten zu nutzen wusste. Dazu gehören natürlich auch immer Bilder zur Veranschaulichung. Cranach war ihm da ein Treuer Gefährte. Das Beisspiel des Reformationsaltars ist da gut gewählt (Kleine Anmerkung: er steht in der Wittenberger St.Marien-Kirche. An die Schlosskirchentür schlug Luther die Thesen). Die neuen Glaubensinhalte werden hier bildlich dargestellt. Zentral ist dabei das Abendmahl. Links und rechts davon befinden sich die anderen beiden Sakramente Taufe und Beichte. Darunter ist der predigende Luther dargestellt. Neben Christus sind er, Luthers Freund und Beichtvater Johannes Bugenhagen sowie Melachnthon in den Tafeln präsent.

Nicht alle Kunstwerke sind übrigens extra für die Ausstellung entstanden. Bei vielen muss man sich den Kontext selbst denken. Zumindest haben sie alle mit dem Begriff der inneren und äußeren Freiheit zu tun. Da muss nicht unbedingt die Religion als Kontext herhalten, wie der Verweis auf Snowden zeigt, der auch eine der Bezugs-Personen in der zweiten Wittenberger Lutherausstellung "95 Schätze - 95 Menschens" ist. Hier meine Besprechung: https://www.freitag.de/autoren/stefan-bock/luther-95-schaetze-95-menschen

Man kann in der Ausstellung fast alle Zellen auch betreten, soweit die räumliche Konstellation des Kunstwerks das zulässt. Einige Zellen bleiben aber auch vergittert. Auch in den Fluren hängen Bilder und Fotografien. Mein Bericht umfasst auch nur etwa 2/3 des Gezeigten.

RE: Luther und die Avantgarde | 10.08.2017 | 15:24

Danke für die Anmerkungen. Zu Luthers Bilderskepsis hier ein Zitat, dass vor Ort auch zu lesenen ist. "Mit den Bildern ist es auch so beschaffen, dass sie nicht notwendig, sondern frei sind; wir können sie haben oder nicht haben, obwohl es besser wäre, wir hätten sie nicht. Ich bin ihnen auch nicht hold." Diese Aussage stammt aus einer Fastenpredigt, die Luther 1522 in Wittenberg gegen die Bilderstümer hielt. Es ist bekannt, dass Luther Gegener aller radikal-reformistischen Bewegungen war. Weiter heist es dazu in der Predigt: "Ohne Zweifel hat der Evangelist Lukas anzeigen wollen, daß die äußerlichen Dinge dem Glauben keinen Schaden zufügen können. Allein das Herz darf nicht daran hängen und nicht darauf vertrauen. Solches müssen wir predigen und sagen und das Wort, wie gesagt, alleine wirken lassen." Luther ging es allein um die Wirkung des Wortes, da der Glaube allein durch das Wort entsteht. Luther zieht den Grund für seinen Glauben aus der Bibel. Das heist es im Prolog zum Johannes-Evangelium: " Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort." So können Sie sich den Vorzug, den Luther dem Wort vor dem Bild gab, erklären.

RE: Die neue Webseite ist da | 27.07.2017 | 14:26

Das Anzeige mit der Fehlermeldung bei der Anmeldung kommt auch bei mir ständig. Auf dem Smartphone klappt die Anmeldung gar nicht. Was noch nicht finktioniert, ist das Einbinden von Fotos in die Beiträge. Da steht dann, dass die Eingabe geprüft wird. Nur wird es halt nie fertig mit dem Prüfen. Was nun?

RE: Der Luthereffekt | 25.07.2017 | 09:26

Kein Problem, gern geschehen. Es folgen noch weitere Beiträge zu den Lutherausstellungen in Wittenberg.

RE: Faschismus aus der bürgerlichen Gesellschaft | 06.04.2017 | 10:11

Sehr treffend bemerkt, dem kann ich nur zustimmen.

RE: Berlinale 2017 | 17.02.2017 | 12:43

Macht der Film zum Teil auch, allerdings mehr am Rande, nicht zu vordergründig.

RE: Raus aus der Komfortzone – und zwar gemütlich | 10.02.2017 | 14:23

Na dann viel Spaß und Duchhaltevermögen, was die guten Vorsätze betrifft. :-)

RE: "Mord und Totschlag" - Bilanz der Ära Peymann | 12.12.2016 | 13:25

Die Inszenierung von Brechts Arturo Ui hat vor allem was mit ihrem Regisseur Heiner Müller zu tun. Peymann hat sie durch die 17 Jahre seiner Intendanz geschleppt und trotz einiger Umbesetzungen nicht weichgespült bekommen. Vergleichen Sie sie mit seinen Brecht-Inszenierung am Haus, sie werden den Unterschied immer noch feststellen können.

RE: "Mord und Totschlag" - Bilanz der Ära Peymann | 12.12.2016 | 13:25

Die Inszenierung von Brechts Arturo Ui hat vor allem was mit ihrem Regisseur Heiner Müller zu tun. Peymann hat sie durch die 17 Jahre seiner Intendanz geschleppt und trotz einiger Umbesetzungen nicht weichgespült bekommen. Vergleichen Sie sie mit seinen Brecht-Inszenierung am Haus, sie werden den Unterschied immer noch feststellen können.