In voller Uniform

Wir alle sind in Gefahr, solange die Bundeswehr am Hindukusch steht – und diese Gefahr wird nicht kleiner, wenn Soldaten in Parlamenten zum Töten ver­abschiedet werden

Keine Einzelfälle

Warum es auch ohne Steve Jobs und Heinrich von Pierer geht. Das Dschungelcamp lehrt uns, dass in der Welt, in der wir leben, jeder ersetzbar ist

Zwei Leben eines Mannes in Sidi Bouzid

Der Selbstmord eines Gemüsehändlers setzte eine Revolution in Gang. Zu Besuch bei der Familie Mohammed Bouazizis, der sich selbst verbrannte und zum Märtyrer wurde

Auf Verderb und Verderb

Der Streit um die „Abzugsperspektive“ der Bundeswehr kommt der SPD-Spitze gerade recht. Mit Frieden am Hindukusch hat die Debatte nichts zu tun

Verlängerte Ehehölle

Die Bundesregierung will Zwangsehen schärfer ahnden. Doch warum sie gleichzeitig das Aufenthaltsrecht ausländischer Ehepartner beschränkt, kann sie nicht begründen

Der Reigen ist eröffnet

Der Wandel könnte die gesamte Region erschüttern. Aber noch steht der Sieg des Volkes über den Diktator Ben Ali auf schwachen Beinen

Lutz Herden

Ein Glas Wasser zum Ramadan

Das Land ist nicht von Verelendung heimgesucht. Um so ernster ist die augenblickliche Forderung der Protest- und Volksbewegung „Würde – Arbeit – Freiheit“ zu nehmen

Einfach den Sauerstoff abdrehen

Die republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus hat wie versprochen ihren Sturmlauf gegen die Gesundheitsreform begonnen und profitiert von zu passiven Demokraten

Deal mit den Mullahs

Besser hätte der Einstieg nicht sein können. ­Als der Republikaner 1981 erstmals als Präsident vereidigt wurde, ging am gleichen Tag die „iranische Geiselkrise“ zu Ende

Der höfliche Mr. Hu

Die Amerikaner halten unbeirrt an ihren chinesischen Geschäftsfreunden fest, weil die ihnen höchst interessiert dabei helfen, einen Staatsbankrott abzuwenden

Lutz Herden

Massaker und Macheten

Erstmals ist ein Ruander vor einem deutschen Gericht wegen Völkermordes angeklagt. Der Betreffende soll 1994 im Norden Ruandas an Massakern beteiligt gewesen sein

Hauptsache viel und billig

Ökologisch und gerecht geht anders: Um die Lebensmittelpreise niedrig zu halten, fördert die EU vor allem Massenproduktion in den westlichen Mitgliedsstaaten

Was uns billig kostet

Preiswert ist es nicht, wie wir uns ernähren. Aber an der Kasse merkt das keiner. Wie wir zu perfekten Kunden der Lebensmittelindustrie geworden sind

Nichts, worüber zu verhandeln wäre

Die Wahlkommission der OAS schätzt Demokratie nach Kolonialherrenart, indem sie die Präsidentschaftskandidaten nicht nach Prozenten, sondern nach Präferenzen sortiert

Was begünstigt die Zukunft?

Die Entscheidung der Verfassungsrichter in Münster wirft die alte Frage nach den Grenzen staatlichen Schuldenmachens auf – und die ist zuallererst eine politische

Spaltpilz FDP

Nach der Ausbremsung des Haushalts dienen sich die Liberalen der rotgrünen Minderheitsregierung in Düsseldorf als Ampelmännchen an. Die SPD sollte das Angebot ausschlagen

Eine wahre und treue Tochter

Die neue Vorsitzende will den "Front National" vom Rand in die Mitte lotsen und für die Extremisten-Partei Wähler erschließen, die sich ihrem Vater bisher verweigerten

Ich wende mich gegen ein System

Der Schweizer Ex-Bankier Rudolf Elmer hat Wikileaks Daten von 2.000 vermeintlichen Steuerhinterziehern aus ganz Europa übergeben. Darunter sollen "etwa 40 Politiker" sein

Kalte Daten, heiße Gemüter

Die Justizministerin agiert am Kabinettstisch als Datenschutz-Aktivistin. Die Gegner der Vorratsdatenspeicherung sind dennoch unzufrieden – und beweisen damit Weitblick

Aufstand der Menschenrechtler

Die israelische Regierung will NGOs stärker auf ihre Geldgeber kontrollieren. Die Initiativen wehren sich. Doch zeigt der Konflikt auch deren gewachsenen Einfluss

Wir irren im Kreis

Mit dem Gottesdienst in der Kirche Notre Dame schlägt 1950 die Geburtsstunde der "Aktionisten", denen Guy Debord mit der Situationistischen Internationale ein Profil gibt

Obama lockert das Embargo

Das Weiße Haus hält nicht länger an den einschneidenden Beschränkungen für Reisen und Finanztransaktionen von US-Bürgern in den sozialistischen Karibikstaat fest

Am laufenden Rand

Thilo Sarrazin war der Mann des Jahres 2010. Warum der trotz gegenläufigem Hype keineswegs überholte Postkolonialismus daran etwas ändern sollte

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