Nebenwirkungen möglich

Wem nutzen die veröffentlichten Botschafts-Depeschen? Wer so fragt, muss den Geheimhaltungswahn der Regierungen ebenso anzweifeln wie den Offenlegungswahn von Wikileaks

Bis dass der Zweck euch scheidet

Peking deutet Bereitschaft an, eine Wiedervereinigung Koreas unter bestimmten Bedingungen zu akzeptieren, geht aus den von Wikileaks veröffentlichten Depeschen hervor

Es ist vorbei mit der Liebe

­Rotterdam bot erst polnischen Arbeitsnomaden ein Domizil. Jetzt kommen Rumänen und Bulgaren nach und machen dort Station

Für Träumer gehalten

Jody Williams gründete eine der erfolgreichsten Nichtregierungsinitiativen der Neuzeit – die Kampagne gegen Landminen

Verführt von Clowns und Nullen

Eine Gesellschaft durchlebt den Augenblick eines grausamen Erwachens. Die Iren merken: Wir haben uns durch Lügen von offizieller Seite katastrophal verführen lassen.

Hilfe gegen Auftrag

Minister Niebel vergibt gern Förderkredite – wenn davon deutsche ­Exportware gekauft wird. NGOs klagen, der neue Kurs gefährde den internationalen Konsens

Das Geheimnis als Offenbarungseid

Neueste Wikileaks-Publikationen weisen auf ein gigantisches Datenleck im US-Außenministerium, aber auch auf das Ende der klassischen Diplomatie im Internetzeitalter

Lutz Herden

251.287 US-Depeschen geleakt

Wie fanden die Telegramme ihren Weg ans Licht der Öffentlichkeit? Angeblich soll es ein Kinderspiel gewesen sein, die Daten zu entwenden

"Den Kopf der Schlange abhacken"

Die arabischen Staaten drängten Washington zu einem Schlag gegen die iranischen Atomanlagen und warnen vor einem atomaren Wettrüsten

Diplomatischer Supergau

Die Veröffentlichung der Depeschen amerikanischer Botschaften stürzt Washington in eine diplomatische Krise. Hillary Clinton ist verzweifelt um Schadensbegrenzung bemüht

Operationen gegen die UN

In zahllosen Spionage-Direktiven für US-Diplomaten wird klar: Der amerikanische Durst nach Informationen macht selbst vor den Rechten der Vereinten Nationen keinen Halt

Parteien als Getriebene

Rekommunalisierung wird ein Wahlkampfthema. Zuerst mussten die Bürger die Sache aber selbst in die Hand nehmen und die Parteien vor sich her treiben

Michael Jäger

Die Basis ist das Problem

Stuttgart 21 beweist die Krise der Parteien. Ortsvereine und Apparatschiks blockieren Partizipation, während sie mit der Gesellschaft Schritt halten sollten

Schröders Experiment

Der Bundesfreiwilligendienst soll den Zivildienst ersetzen. Womöglich finden sich aber nicht genügend Freiwillige, solange die Anreize für unliebsame Arbeiten fehlen

Rote Karten an der Siegessäule

Nach der geringen Resonanz bei den Aktionen gegen das Sparprogramm der Bundesregierung stellt sich die Frage nach der Zukunft der Krisenproteste

Der Stellvertreterbegriff

In Deutschland wird massenhaft nur gegen Atomkraft demonstriert? Nein, da steckt mehr dahinter, auch wenn es die Regierungskoalition nicht wahr haben will

Was übrig bleibt

Eine Folge der Klima-Konferenz in Cancún steht schon fest: viel Müll. Die Bürger des Stadtteils Villas Otoch werden ihn abbekommen

Weder frei, noch sicher

Internetaktivisten warnen: Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag senkt die Zutrittsschwelle für Soft-Porno-Seiten. NRW soll die netzpolitische Ehre der SPD retten

Die Sprache der Waffen

Der Krieg in ­Afghanistan ist noch lange nicht vorüber. Er geht jetzt erst richtig los – weil die NATO die Realität nicht wahrhaben will

Die grüne Schuld(en)bremse

Die Grünen haben das Problem, dass ihre steuerpolitische Phantasie sich schwer vom konservativ und sozialdemokratisch Gewohnten befreit. Eine Antwort auf Jürgen Trittin

Tricksen und triumphieren

Silvio Berlusconi könnte im Dezember noch einmal davonkommen. Dass seine Regierung bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 durchhält, ist dennoch unwahrscheinlich

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Jana Hensel

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