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Fehler im Schaltkreis
Angelika Meier legt mit „Heimlich, heimlich mich vergiss“ einen kruden wie fürchterlich komischen Roman vor, dessen Schauplatz eine Klinik ist. Kuriert wird dort niemand
Sommernachtstraum in Altona
Seit Doris Brandt einen Kinderwagen durch Hamburg schiebt, hat sie ganz neue Perspektiven auf die Stadt. Diesmal besucht sie einen Friedhof und trifft dort Picknicker
Märchenhaftes Kassel
Christian Saehrendt hat einen unterhaltsamen und klugen Führer durch die documenta-Stadt geschrieben. Auf 200 Seiten präsentiert er Kassel und die Weltkunstausstellung
Es führt kein Weg zurück
Mit der Wahl hat die von Deutschland dominierte Krisen-Bereinigung weiter an Legitimation verloren. Griechenland ist nicht unregierbar, weil die Linke gewonnen hat
Protest als Mittelschichtprojekt
Wolfgang Kraushaar zeigt in „Der Aufstand der Ausgebildeten“, dass neue soziale Bewegungen aus Abstiegsangst und Perspektivlosigkeit entstehen
Merkozys Ende
Immer weniger Euroländer lassen sich in den Schraubstock des Fiskalpakts zwängen. Demnächst könnte auch Frankreich ausscheren, wenn Francois Hollande am 6. Mai gewinnt
Der gute König
Die TV-Serie „The West Wing“ setzt das politisch unfruchtbare Trivialschema anderer Konzepte außer Kraft. Simon Rothöhler hat die US-Serie nun in einem Essay analysiert
Das Zarte im See
Dea Loher bringt mit ihrem faszinierenden Roman „Bugatti taucht auf“ gegenwärtige soziale Fragen auf den Punkt
Ein edler Landstreicher
In den Romanen von Patrick Leigh Fermor werden Landschaften zu Kunstwerken – und der Leser zu dem, der er war, als er mit der Taschenlampe unter der Bettdecke hantierte
Der Andersmacher
Die Avantgarde lebt: Man weiß über den Autor Francis Nenik nur wenig - und nun tritt er mit "XO" hervor, einem Roman, der als Sammlung loser Blätter daherkommt
Lektüre für Berlinhasser
Leander Sukovs Monolog „Warten auf Ahab“ ist wuchtig, defätistisch und sehr erotisch – damit scheint der Roman aus der Zeit gefallen zu sein
Schlecht dran, wer keine Kontakte hatte
Wer als Künstler aus Nazideutschland in die Fremde flüchten musste, war auf andere angewiesen. Ein Band über die „Netzwerke des Exils“
Alles auf einen Schlag
Die konservative Regierung in Lissabon hat dem Land einen rigiden Sparkurs verordnet, doch führt diese "griechische Lösung" bisher vor allem zu Auswanderung oder Apathie
Biografie als Eigenkapital
Alfred Andersch ließ sich von seiner halbjüdischen Frau scheiden. Warum steht das nicht in seinem Bekenntnisbuch?
Schlacht im Silicon Valley
Der Stopp von SOPA zeigt, dass etablierte Argumente für den Schutz des Urheberrechts unmöglich auf die digitale Welt anwendbar sind
Im Herzen der Globalisierung
Wer David von Reybroucks Geschichte des Kongo gelesen hat, wird nie mehr glauben, dass eine Holzgiraffe ein typisches Souvenir Afrikas ist
„Unten Kita, oben Puff“
Unsere Autorin hat vier Wochen lang nur Springer-Blätter gelesen
Eine Zeitreise via Geschichtsbücher
Vom Nachlass Strindbergs über die Rußlandsfeldzüge Napoleons und die 68-er in der BRD bis zur Solingener Scherengeschichte
Das sprechende Ich
Von Kerstin Preiwuß ist das Langgedicht "Rede" erschienen. Es zeigt das Sprechen als innere Notwendigkeit des Ichs
Deutschland zum Mitmachen
Viele wählen sie, aber kaum einer weiß, was die Piraten wollen. Das muss sich ändern, meint Partei-Vordenker Wätzold Plaum. Seine Utopie: die „Wiki-Republik“
K.o. durch Schachmatt
Helmut Kuhn ist Schachboxer, Journalist und lebt in einem prekären Berlin. Sein aktueller Romanheld sieht ihm ähnlich
Mit Neigung zum Sprachanarchismus
Man darf doch den Gerhard Polt nicht mit seinen Figuren verwechseln. Nun wird er 70 Jahre alt und lässt sich in Büchern des Kain&Aber-Verlags und Ausstellungen feiern
Ist das wirklich das neue Berlin?
Katja Kullmann besucht in "Rasende Ruinen" das gebeutelte Detroit und trifft auf zupackende Menschen
Der Tanz der Drag Queens
'Vouging' von Chantal Regnault gibt tiefe Einblicke in eine faszinierenden Szene, die Ende der achtziger Jahre in den Harlemer Ballrooms ihr Coming Out hatte
Der Detektiv als Künstler
In ihrem neuen Roman "Die Nacht des Zorns" schickt Fred Vargas ihren Kommissar Adamsberg auf die Spur einer mittelalterlichen Geisterarmee