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Die X-Akten der Zeitgeschichte

Kurras, ein Agent der DDR, der Wirbel um Rosa Luxemburgs Leiche: Nein, die Geschichte muss nicht umgeschrieben werden, sie muss ganz einfach geschrieben werden

Irgendwer gräbt immer eine Waffe aus

Bombenalarme, Brandsätze, Todesdrohungen: Noch scheint der Friedensprozess auf der Insel trotz der Zwischenfälle stabil, doch unter der Oberfläche gärt es

'68 muss nicht umgeschrieben werden

Über revolutionäre Gewalt und konterrevolutionäre Gegengewalt wurde im SDS bereits seit 1965 gestritten. Der Tod von Benno Ohnesorg 1967 hat beschleunigt, was im Gang war

Kurras, der Maulwurf

Auch wenn Karl Heinz Kurras für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet hat, mindert das die Verantwortlichkeit der Westberliner Staatsgewalt für den 2. Juni 1967 keineswegs

Ein anderer Traum der Welt

Peter Handke reist zu einer Nachschrift nach Serbien - ein eigensinniger literarischer Versuch, dem Land in der Wahrnehmung Westeuropas seine Wirklichkeit zurück zu geben

Von allen guten Brüdern verlassen

Das Ende eines lange Zeit als unzerstörbar apostrophierten Bundes: Fast beiläufig wurde die DDR von der Sowjetunion ­abgeschoben – in die ­deutsche Einheit

Lutz Herden

Der Zwang zur Freiheit

Durch die Digitalisierung kann sich das Wissen heute von bisherigen Beschränkungen lösen. Open Access bietet großartige Chancen für Wissenschaftler, Autoren und Verleger

Abseits des Spielfelds

Früher gab es Schlägereien in den Fankurven. Heute findet die Gewalt außerhalb der Stadien statt. Die Kuttenträger sind friedlicher, nun prügeln sich "Hooltras"

Bettina von Arnim ist eine von ihnen

Wiepersdorf in Brandenburg ist heute ein Künstlerhaus. Seit jeher sind es Frauen, die den Laden schmeißen und wenn eine stirbt, läuten die Kirchglocken einen halben Tag

Jenseits der Sprachmauer

Die Vergangenheit der beiden Teile Deutschlands wird in immergleicher Rhetorik behandelt. Dabei gäbe es Alternativen jenseits der klaren Raster von Schuld und Unschuld

Der Alex schreibt wieder Geschichte

Bei einer Ausstellung über die Revolution von 1989 kommen die Menschen miteinander ins Gespräch. Doch über verpasste Gelegenheiten und West-Arroganz schweigt die Schau

Michael Angele

Bitte recht friedlich

Keine Fotos und nichts anfassen. Beim Grenztourismus in der entmilitarisierten Zone zwischen den beiden verfeindeten Staaten kommt es vor allem auf eines an: Gehorchen

Solidarnosc kehrt 1989 den Rücken

Vor 20 Jahren trug die Gewerkschaft Solidarnosc wesentlich zum Sturz des Sozialismus in Polen bei. Jetzt will sie dieses Jubiläum nicht feiern, sondern protestieren

Welches Denkmal wollen wir?

532 Entwürfe zum "Denkmal für Einheit und Freiheit" wurden eingereicht. Die Jury konnte sich nicht auf eine Auswahl von 20 einigen. Wir schon. Welches ist die beste Idee?

Michael Angele

Diesmal nicht!

Die Wege in die Opposition waren 1989 vielfältig und manch einer wurde aus reinem Zufall zum prominenten Sprecher. Das "Freitag"-Diskussionsforum in Neubrandenburg

Zentrale Randlagen

Sogar für eine Fotografin bekommt Probleme, wenn sie eine Gated Community besucht. Laurence Bonvin zeigt in Braunschweig beunruhigende Aufnahmen suburbaner Landschaften

Sammelstelle der Opposition

Das Engagement im Neuen Forum bedeutete für viele Oppositionelle den Einstieg in die Politik. Einer wurde gar Ministerpräsident – da war er allerdings schon in der CDU.

Dem Sozialismus ist es schlecht ergangen

In Stralsund fiel im Herbst 89 erst die Mauer in den Köpfen, dann wurde am runden Tisch debattiert und schließlich verschwand im Morgengrauen ein Mokkalöffel der Stasi

Christine Käppeler

Deutsch-deutsche Dämonen

20 Jahre nach ihrem Ende hat der Westen die DDR immer noch nicht verstanden. Gedanken von "Freitag"-Mitherausgeber Friedrich Schorlemmer

Durstig im Feindesland

Die Rolle der Deutschen in der Schweiz ist es, fremd zu sein - ganz egal wie sympathisch sie sind. Da hilft es auch nicht, perfekt Schweizerdeutsch zu sprechen

Das KaDeWe und die Rosinenbomber-Vita

Demokratie-Dünkel, großkotzige Vopo-Geschichten und Altachtundsechziger-Romantik. Mathias Wedel über alles, was er an Westberlinern nicht leiden kann. Und an Schwaben

Mr Zumas Gespür für Stimmungen

Die Wahlen in Südafrika zeigen ein nach wie vor zerrissenes Land. Jacob Zuma muss nun beweisen, ob er nur ein weiterer afrikanischer Despot oder ein kluger Integrator ist