Cüneyd Dinc

Lebte und arbeitete als Soziologe in Istanbul. Jetzt arbeitslos in der hessichen Provinz
Cüneyd Dinc
RE: Warum interessiert sich Ali für die Türkei? | 01.05.2017 | 15:10

Nein es gibt nur deutsche Staatsbürger unter den Türkeistämmigen die bei der UETD mitmachen um die geht es mir.

Desweiteren ist die Staatsbürgerschaft nicht an der politischen Ideologie des einzelnen gebunden (sonnst könnten wir ja jeden AfD wähler ausbürgern)

RE: Warum interessiert sich Ali für die Türkei? | 01.05.2017 | 14:29

An sich erinnert mich die Situation des deutschen Fußballs ende der 90er Jahre. Migrantenstämmige Fußballer in der deutschen Elf waren nicht vorgesehen und der türkische Fussbalverband schickte Scouts, um die in Deutschland ausgebildeten Türken zu rekrutieren und ihnen eine möglichkeit zu geben zumindest international zu spielen, weil dies für sie bis dahin in Deutschland nicht möglich war. Erst später mit Rudi Völler und Jöggi Low änderte sich dies und der migrantenstämmige deutsche Fussballer wurde ein bestandteil der deutschen Elf.

Was ich sagen will: ähnlich wie deutschen Fussball sind auch die meisten deutschen Parteien in einem Wettbewerb um fähige Köpfe, welche die AKP bzw UETD ihnen einfach so wegnimmt. Natürlich ist der Großteil der AKP Wähler manipulierbar. Aber bei UETD gibt es eine Schicht von Aufsteigern und hochmotivierten Menschen, zu denen die deutschen Parteien keinen ZUgriff haben bzw es ihnen die motivation fehlt, genau diese konservativen Schichten und Eliten direkt anzusprechen. Insbesondere die CDU tut sich da schwer, die zwar MigrantenAGs hat, aber dann doch mit dem Doppelpass und der Leitkulturdebatte kommt, wenn Wahlkampf ist.

Alle Parteien von CDU bis hin zu den Linken müssen umdenken und sich dem Wettbewerb mit der AKP/UETD mal stellen

PS: Die Kommentarfunktion vom Freitag ist mist

RE: Warum interessiert sich Ali für die Türkei? | 01.05.2017 | 14:21

Gleiches denkfehler Herr Weinsztein: Wir können versuchen zu erklären warum die AKP so erfolgreich ist bei der Rekrutiereung von Deutsch-Türken und dies mit Exkulsionserfahrungen und einer verspäteten Integrationspolitik "rechtfertigen", aber das bedeutet noch lange nicht das man den Kampf um die fähigsten und motviertesten Köpfe aufgibt

RE: Warum interessiert sich Ali für die Türkei? | 01.05.2017 | 14:18

@seriousguy

1. Die deutschen Parteien - inkl- CDU - haben erst vor kurzem angefangen Migranten an der Parteiarbeit zu integrieren. Nur vermisse ich bei allen Parteien, das sie obwohl sie Migrantenverbände haben, immer noch in der Partei über die Migranten, als mit den Migranten sprechen. Desweiteren wird in allen Parteien der Migrant immer noch als ein Problem angesehn, das man lösen muss.

2. Ja das mit der Rechtskonservativen Reaktion gegen Migranten stimmt und dass dann wie in anderen Staaten die abgehängten sich den Populisten annähren ist schon richtig. Nur: Ist das die Lösung und bedeutet Parteiendemokratie auch nicht, dass die Parteien im Idealfall um die Wähler buhlen und nicht sie einfach abschreiben? Darum meine Kritik-

RE: Warum interessiert sich Ali für die Türkei? | 01.05.2017 | 14:11

Hallo Herr Weinstein. Gewisse privaten und technische Probleme verhinderten das ich mitdiskutieren konnte.

RE: Sieg und Niederlage | 17.04.2017 | 16:06

Heute wurde der Außnahmezustand wieder um drei Monate verlängert und es gibt wieder Listen mit Personen die per Dekret verhaftet bzw entlassen werden sollen. Erdogan wird so oder so sein Kampf gegen seine Feinde durchziehen und die EU interessiert ihn gerade herzlichs wenigst. Warum hat er dann gestern Abend bei seiner Rede als erstes Versprochen die Todesstrafe einzuführen und im Gegenzug zu sagen, dass das Volk es dem Westen gezeigt hat? Erdogan denkt nicht wie ein europäischer Politiker. Desweiteren glaube ich kaum das die Opposition noch was vom Westen was erwartet, wenn man bedenkt das die schon seit 9 Monaten die Verhaftungen und Entlassungen stattfinden. Wo war der Westen und wie hat die EU Kandidatschaft in irgend einer Form einen Einfluss auf Erdogan gehabt?

RE: Liebe Erdogan-Anhänger | 02.04.2017 | 18:25

@Motzknochen

also hatte den artikel mal getwittert, was die Leute damit machen weis ich nicht :) Aber einige türkisch sprachige Mitbürger haben ihn bestimmt gelesen.

Wobei mir geht es ja beim schreiben, einfach mal um Dampf abzulassen. Einer muss es ja mal sagen :)

RE: Liebe Erdogan-Anhänger | 02.04.2017 | 18:23

Endlich mal Zeit zum antworten. Also ja natürlich wenn sie Geld haben, dann bekommen Sie eine gute medizinische Versorgung ohne Wartezeiten. Mein Sohn ist in einem Privaten Krankenhaus auf die Welt gekommen und ich konnte mir den Spass leisten, weil mein Arbeitgeber damals einen Sondertarif für uns ausarbeitete und wir nur 20% der kosten bezahen mussten. Aber selsbt das muss man für jeden mist Zahlen. Die Versorgung in den staatlichen Krankenhausern ist aber schlechter. Aber darüber können wir streiten. was aber fakt ist, dass die Zuzahlungen für private Anbieter in den letzten Jahren gestiegen sind und nur die obere Mittelschicht und die Oberschicht eine gute medizinische Versorgung leisten können. Alles andere an sozialen Errungenschaften sind ein Tropfen auf den heisen Stein. Es gibt z.B. eine Arbeistlosenversicherung, aber die Anwartschaftsbedingungen sind hoch und sie bekommen nicht mehr als den gesetzlichen Mindestlohn ausgezahlt (wenigstens wird ihnen für paar Monate die Krankenversicherung bezahlt). Arbeitsbedingungen sind die reine Ausbeute und die neoliberale AKP hat nichts oder wenig übernommen, um dies zu verbessern.

Wenn die Adressaten dem nicht folgen können oder wollen, dann weis ich auch nicht was nicht tun soll. Wobei meine Adressaten noch nie außerhalb Deutschlands gelebt haben und sich eine Türkei herbei fantasieren, das es nicht gibt und in der sie nicht überleben würden

RE: Jubeltürken und europäische Öffentlichkeit | 21.03.2017 | 15:22

Ich bın keın Alevitteö ıch verlor nach dem Putsch wıe vıele meine Job, fand keinen mehr ın der Türkei, weil keıner eınen Anstellt der per Dekret entlassen wurde und entschied mich zurück nach Deutschland zu gehen, um hier mein Glück zu probieren.

RE: Jubeltürken und europäische Öffentlichkeit | 20.03.2017 | 11:24

Nun soweit ich weis hat sich die Türkei mit Putin in Syrien zu dessen Vasallen gemacht. Euphratschild ist gescheitert, weil Russland den türken signalisiert hat das sie nicht nach Mimbic gehen dürfen und jetzt hocken sie in Al Bab fest.