Dr. Mohammed Sarfraz Baloch

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Dr. Mohammed Sarfraz Baloch
RE: Die Gesellschaft oder eine Whatsapp-Gruppe | 29.07.2018 | 20:54

@JR's China BlogMein Appell gilt klar weiterhin der Mitte der Gesellschaft, denn genau diese ist verantwortlich für die Toleranz gegenüber Ungerechtigkeiten in einer Demokratie. Vorausgesetzt ist, dass die Mitte einer Gesellschaft eben die Mehrheit bildet; davon bin ich aber auch ausgegangen. Beispielsweise ist die Diskriminierung in Pakistan aufgrund der religiösen Zugehörigkeit auf nationaler Ebene stillschweigend akzeptiert worden und spiegelt sich in mancherlei Gesetz auch wider. Das liegt sicherlich nicht an die Regierung alleine, sondern an die Mitte und Mehrheit der Gesellschaft, die dies einfach toleriert. In Deutschland ist es eben nicht so, weil die Mitte dies noch nicht akzeptiert und toleriert.

"Wer diskriminiert wird, braucht nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern Freunde, die ihn besser kennen als der Rassist, und die ihm konkret beistehen."Demnach dürfen also die Außenseiter diskriminiert werden, weil sie nun mal keine Freunde haben? Oder diejenigen dürfen diskriminiert werden, deren Freunde schwach sind? Ich glaube nicht, dass Sie das so sehen.

@Gugel und co. Schlagen Sie mal bitte die Definition von Rassismus und Diskriminierung nach.

RE: Emotionale Nationalhymne | 28.06.2018 | 21:26

Na ja, nachdem die Mannschaft gestern aus dem Turnier ausgeschieden ist, tritt nun der zweite Ansturm der rechten Gruppen in anderen (a)sozialen Medien los. Özil hat schlecht gespielt. Die anderen alle aber auch. Leider. Und somit ist die Diskussion um die Hymne erneut überflüssig geworden. Es ist die Salonfähigkeit solcher Themen, die einem zum Nachdenken anregt oder Angst machen kann. Vielen Dank für Ihre Meinung.

RE: Emotionale Nationalhymne | 23.06.2018 | 22:12

Vielen Dank. Auch beim heutigen Spiel hat die Hymne weniger eine Rolle gespielt. Deutschland kommt dem Pokal näher. Super Tor.

RE: Das Gewicht | 04.05.2017 | 00:26

Vielen Dank. Der Text ist etwas älter, was nicht heißt, dass man mit zunehmendem Alter sensibler wird. Im Gegenteil oft: Man wird eher effektiver und emotionsloser.

RE: Was ziehst du heute an? | 18.04.2017 | 22:58

Entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihre Frage übersehen habe. Ich dachte erst, das sei eine rhetorische Frage, weil ich vieles sehr gut nachempfinden kann. Auch ich bin in der Pflicht, als Muslim die Muslime aufzuklären, gleichzeitig bin ich als Mitglied der deutschen Gesellschaft auch dazu verpflichtet, die Rechte der Minderheiten sichern zu MÜSSEN.
Zwar kann ich vieles nicht mehr hören, aber dazu zählt das obige nicht.

"Mal angenommen, sie tut es nicht aus ..... ob das bewusst so getan wird?"

Die Muslimas, die ihr Kopftuch nicht aus freiem Willen tragen, werden von fast der gesamten deutschen Gesellschaft beschützt oder fast die gesamte deutsche Gesellschaft möchte diese Frauen retten.

Frau Bhatti und viele andere nehmen ihr Kopftuch freiwillig, und viele nehmen sie nicht mal ernst.

RE: Was ziehst du heute an? | 18.04.2017 | 22:35

Für mich ist ehrlich gesagt wichtiger, was im Kopf drin ist, als drauf.

Auf den Punkt gebracht. Ein Tuch sollte uns wirklich nicht ablenken dürfen.

RE: Was ziehst du heute an? | 18.04.2017 | 22:24

@Lethe: Sie fragen nach meiner persönlichen Wahrnehmung. Nun da eine Wahrnehmung zeitlich begrenzt sein darf, werde ich Ihnen ausnahmsweise meine persönliche Wahrnehmung wahrheitsgemäß mitteilen, um auch zu zeigen, dass es mir um den oben genannten Punkt geht.

Dürfen
Frauen als Ahmadi in der Öffentlichkeit auch kein Kopftuch tragen?
Die kürzlich in Pakistan ermordete Ahmadi-Frau, eine Professorin Tahira Abdullah, trug keinen. Wenn Sie von "Dürfen" sprechen, machen Sie mich dingfest. Das islamische Kopftuch ist ein Gebot für die Muslimas. Also dürfen sie nicht. Ob die Muslimas nun dazu gezwungen werden, stimmt allerdings nicht. Es ist wie mit dem Gebet. Das 5x tägliche Gebet ist ein Gebot. Kein Muslim darf es versäumen, aber tun es viele. Na und. Ich kenne keinen Fall, wo eine Ahmadi-Muslima exkommuniziert wird, weil sie kein Kopftuch trägt.

Wird eine Frau, die in der Öffentlichkeit kein Kopftuch trägt, in den Gemeinden und Familien genau so angesehen und gut behandelt wie Frauen, die Kopftuch tragen?
In den Familien sicherlich ja. In den meisten Gemeinde auch. Einige Ämter werden sie nicht ausüben dürfen, aber wehe sie werden nicht respektiert wie jede andere Frau auch.

Wird die freiwillige Entscheidung gegen das Kopftuch genauso respektiert wie für das Kopftuch?
Bei mir schon. In den meisten Fällen auch. Ausnahmen gibt es sicherlich.

Ich glaube Ihnen nicht, dass alle Ahmadi-Frauen freiwillig Kopftuch tragen.
Das müssen Sie nicht. Ich glaube es nämlich auch nicht, habe ich auch nicht behauptet. Alle, niemals, immer sind Worte, die fast immer nicht stimmen. ;-)

Wie geht Ahmadi mit diesen Frauen um?

Ein Ahmadi, den Sie jetzt indirekt kennen, nämlich meine Wenigkeit, macht keinen Unterschied. Punkt.

Jetzt waren es soviele Fragen über Frauen, dass gleich die Magda mich fertig machen wird. ;-)

RE: Was ziehst du heute an? | 18.04.2017 | 21:41

In meinem Beitrag geht es weder um die Meinung von Ahmadiyya noch um meine Person. Die bisherigen Argumente sprechen gerade diese Punkte an. Damit kann ich leider nicht viel anfangen. Die Fragen zu Ahmadiyya Muslim Jamaat können gerne an deren Website gepostet werden, dann haben Sie offizielle Antworten.

Dass die Frauen mit Kopftuch diskriminiert werden, scheint hier unterzugehen. Dass da viele Kopftuchträgerinnen dies aus freiem Willen tun und dass dies angezweifelt wird, dann als Vorwand benutzt wird, um diese Frauen zu diskriminieren, ist der Gegenstand dieses kleinen Beitrags.

Meine Bekleidung hat damit nichts zu tun. Meine Hautfarbe und meine Religionszugehörigkeit sind Gründe genug, um mich anders wahrzunehmen als einen echten Deutschen, obwohl ich mich als Deutsch sehe, zumindet mental.
Im OP trage ich grün und bin auch verschleiert (Kleiner Scherz am Rande)
Ich bin beim besten Willen kein Vormund für Frauen im allgemeinen. Aber bitte erlauben Sie mir, auch gegen die Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen etwas zu sagen, obwohl ich ein Mann bin ohne einer Frau nahe zu treten. Das ist nie meine Absicht.
Männer sprechen bekanntlich gerne über Frauen, die Hälfte der Poesie der Männer ist über die Damen der Schöpfung. Wie sagte der Poet Iqbal: Die Existenz der Frauen verleiht diesem Kosmos seine Farbe.

Mein Punkt war lediglich: Die Frauen, die aus freiem Willen ihr Kopftuch tragen, sollten ebenfalls als solche akzeptiert werden. Böse war das nicht gemeint.