miauxx

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RE: Abräumer Selensky! Aufräumer Selensky? | 25.04.2019 | 20:38

Vielleicht hat er ja nur einen Witz gemacht. Wäre als Satire kaum zu schlagen und ist doch auch sein Fach.

RE: Rückfall in das geistige Mittelalter | 24.04.2019 | 21:47

Was soll geistreicher, wenn etwas besser nicht auf den Punkt gebracht werden kann.

RE: Abräumer Selensky! Aufräumer Selensky? | 24.04.2019 | 20:33

Es waren auch meine ersten Gedanken: Wo sind wir angelangt mit der Politik, wenn solche Wahlentscheidungen fallen? Es ließe sich als Farce, als Tragikkomödie für die Theaterbühne nicht besser ausdenken. Andrej Kurkow hat schon vor etlichen Jahren in mehreren Romanen Absurditäten zur Ukraine der 90er Jahre - zwischen Nationalismus, Mafia und postsowjetischen Politapparaten - gezeichnet, die kaum noch als Zuspitzungen empfunden werden können.

"Selensky ist zweifellos die klügere Wahl "

Ich weiß nicht viel über ihn und würde fragen, wie Sie sich da sicher sein können? Bzw., wieviel an "kluger" Wahl war überhaupt möglich? Wohl nicht viel. Auch Timoschenko dürfte, mit Recht, als verbrannt gelten. Insofern wohl tatsächlich: Was blieb schon übrig, als irgendwie das Neue zu versuchen.

RE: Abräumer Selensky! Aufräumer Selensky? | 24.04.2019 | 20:19

"Die Klassenlehrerin meines Kindes hat vor etwa einem halben Jahr im Unterricht (Geographie) noch geäußert, das der Beitritt der baltischen Staaten zur EU und Nato ein Verbrechen sei, da diese eigentlich immer noch zu Russland gehörten [...]"

Geht Ihr Kind in Russland zur Schule; soll man die Äußerung der Lehrerin nun als "Beweis" dafür nehmen, wie es sich mit dem von Ihnen behaupteten "russischen Sebstverständnis" [sic] verhalte? Oder zu was soll diese Anekdote dienen?

Es gibt in Russland einen starken Bezug auf die Sowjetzeit. Und nebenbei: Die baltischen Staaten sind keine "slawischen Bruderländer". Dass die Ukraine und natürlich Belarus von vielen als zu Russland gehörig angesehen werden, ist sicher richtig. Dennoch wäre ich vorsichtig mit solchen Behauptungen wie der Ihren vom "russischen Selbstverständnis". Generell stimmen solche Pauschalaussagen fast nie. Und tatsächlich gibt es mehr als genug Russen, die ein solches "Selbstverständnis" überhaupt nicht interessiert, die ganz andere Sorgen haben.

RE: Slalom der Bekloppten | 24.04.2019 | 12:37

Zeigt/zählt mal die Fussgängerbereiche, wo man mit den Dingern flüssig fahren könnte!

Vor allem aber: Öko ist das Ganze nicht. Genauso wenig wie die scheiß Pedelecs.

RE: Gläubige beschützen | 23.04.2019 | 21:47

"Moralische Gebote müssen von Natur aus für alle bindend sein."

"Müssen" besagt ja, dass sie es nicht sind. "Von Natur aus" gibt es in menschlichen Gesellschaften eben nicht (mehr). Es ist alles Politik. Und da muss jeder Staat sehen, dass er seine Linien setzt - die im besten Falle an den Allgemeinen Menschenrechten orientiert sind. Und ja, richtig, da gilt es auch, Religionsgemeinschaften, Sekten etc. klare Grenzen zu setzen.

RE: Die Blumen des Bösen | 22.04.2019 | 23:09

Die Autorin des Artikels dokumentiert zunächst nur, dass Merkel nun wohl keinen Nolde mehr im Büro haben wird und fügt ja auch hinzu, dass die Kanzlerin möglicherweise auch schmerzvoll, also ungern, die Bilder abnimmt. Damit spielt sie auf ein Dilemma an, das als große Frage aufgeworfen ist aber eben nicht abschließend beantwortet wird und wohl auch nicht beantwortet werden kann:

Noldes Kunst entspricht überhaupt nicht der Ästhetik des NS-Systems, wurde von dem sogar verfemt, aber Nolde wurde nicht müde, sich dennoch den Nazis anzudienen und sich damit gewissermaßen auch selbst zu verleugnen. Aus dem, was ich nun über Nolde erfahren habe (was gewiss zu wenig ist, um zu abschließenden Schlüssen zu kommen), würde ich meinen, dass er gewiss kein Nazi war, sondern wohl eher eine Charakterschwäche oder auch schlicht zu viel Panik vor den Nazis hatte, um aufrecht zu bleiben. Aber er hat sich eben so verhalten, was eben unweigerlich auch auf seine Kunst, ja, abfärbt oder einen dunklen Schatten über sie hängt. Auch wenn, wohlgemerkt, dass nicht für jeden, der bisher Noldes Kunst bewundert hat, so sein muss.

Im Falle der Kanzlerin kommt allerdings noch ein wesentliches Moment hinzu: Sie ist eben die Kanzlerin. Womit ihr Büro dekoriert ist, hat eine ganz andere Bedeutung, als in irgendeinem x-beliebigen Privathaushalt. Eine Person des öffentlichen Lebens muss hier eben auch politisch handeln. Nicht dass morgen in der Klatschpresse steht, 'Merkel hat Nazikunst im Büro.' Und da ist es dann egal, ob das Nonsens ist, oder nicht - der Schaden wäre da.

RE: Die Blumen des Bösen | 22.04.2019 | 22:50

"Eine menschliche, allzumenschliche Schwäche [...]"

Ja eben, "allzumenschlich".

"Es wäre kurios, bräuchte man die emotionale Beziehung zum Künstler, um für Kunst offen zu werden."

Das wäre sogar absurd. Es geht ja in der Regel auch den umgekehrten Weg: Vom Kunstwerk zum Künstler. Aber natürlich muss das nicht so sein. Ich kann ein Kunstwerk zur vollendeten Befriedigung als schön, gut und wert empfinden, ohne auch nur das Geringste über die Person des Künstlers zu wissen oder mich weiter für sie zu interessieren.

"Richtig ist freilich, daß sie damit das Interesse an ihrem Erzeuger weckt, und da kann man enttäuscht werden."

Entweder das oder auch nur, dass man sich unwillkürlich eine Vorstellung vom oder zum Künstler macht. Die kann distanzierter sein und sich etwa nur auf die künstlerischen und technischen Fertigkeiten beziehen oder naiv werden, indem man, allein über subjektive Deutung eines Kunstwerks meint, zu wissen, wie der Künstler fühle oder dass man mit ihm auf einer Wellenlänge sei. (NB: Sie legen mein Wort von der intimen Beziehung zum Künstler allzu wörtlich aus.)

Ob es nun so oder so ist - es spielt nicht die Rolle für den Fall, dass eine menschliche Enttäuschung von einem Künstler einen wesentlichen Einfluss auf die Rezeption seiner Kunst haben kann. Und diesen Fall würde ich dem Gros der Menschen unterstellen.

Gewissermaßen schlagen Sie eine Erziehung zu rationaler, idealer Strenge vor, die einer Ablösung von Kunst von ihrer sozialen Funktionalität - Kunst und künstlerisches Handeln als sozialem Tatbestand - gleichkommt.

RE: Bösewicht gesucht | 22.04.2019 | 22:06

Na, das würde ich hier nicht so sehen. Der Teasertext ist vermutlich gar nicht vom Autor. Ein "Ost-West-Konflikt" ist im Text vielmehr nur eine der Möglichkeiten für das Schassen des Intendanten, die Ette durchgeht und die dabei bereits im folgenden Absatz wieder verworfen wird. Dass Ette einen Theatermann aus dem Rheinland zunächst als "mobil und gewandt", mithin weltläufig, vorstellt, soll wohl eher auf das überkommene Ost-West-Klischee anspielen, anstatt es bekräftigen zu wollen.

RE: Opfer Ost | 22.04.2019 | 16:10

'Ossis und andere Migranten'

Auch ne Sichtweise ...