miauxx

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miauxx
RE: Russland-NATO | 15.01.2022 | 23:42

:-)

Das erinnert sehr an den Stil des Skas oder der, ich sage mal, alten 'russischen Schule', nach Art der Anekdote, Gesellschaft und Politik zu karikieren; bisweilen bis ins Absurde. Wie bei Gogol, über Michail Sostschenko, Charms bis Jerofejev.

RE: Auf dem Schleudersitz | 15.01.2022 | 22:37

Es stimmt natürlich, dass es eine globale Strategie bräuchte. Aber das mach' mal ...

"Das Herumgeeier zeigt sich auch darin, dass die MPs, die am lautesten nach der allgemeinen nationalen Impfpflicht rufen, diese noch nicht mal in ihrem eigenen Bereich sie einführen, z.B. für Polizeibeamte u.ä."

So eine Impfpflicht können die MP's bzw. die Länder nicht selbst bestimmen, das geht nur über den Bund. So wie die eingeführte selektive Impfpflicht für medizinisches Personal. Sie widersprechen sich aber gewissermaßen auch ein wenig selbst, wenn Sie einerseits einer Impfpflicht mit dem Argument "dass Gesundheit eine Selbstentscheidung und Selbstverantwortung ohne Bevormundung" sein solle absagen und sich andererseits eine Pflicht für bestimmte Berufsgruppen vorstellen können.

Tatsächlich ist die Stimmung so verfahren, dass sogar eine Impfpflicht für in kritischen Bereichen Arbeitende nur noch schwer zu argumentieren ist. Dabei haben wir für den medizinischen Bereich ja z. B. schon ewig verpflichtende Impfungen gegen Hepatitis. Vor einer Weile hörte ich hingegen im Radio die Vorsitzende des Verbandes der Pflegekräfte (weiß nicht mehr, wie der sich richtig nennt) sich darüber beklagen, dass der laut geäußerte Vorwurf, so viele Pflegende seien ungeimpft und wollten sich auch nicht impfen lassen, in diesem ohnehin gebeutelten Berufsstand gar nicht gut ankommt. Einerseits wurde billig von Balkonen und Fenstern für die Pfleger geklatscht und dann wurden sie wieder quasi beschimpft. Die Klage darüber kann man freilich verstehen. Wir brauchen aber am Ende die Solidarität möglichst aller - eben auch durch das Impfen. Natürlich ist die eigene Gesundheit die Entscheidung jedes Einzelnen. Spätestens, wenn es um eine Pandemie geht, geht es aber eben nicht mehr nur um die eigene Gesundheit. Es ist freilich mittlerweile eine Binsenweisheit, dass diese Pandemie die systemischen Ungleichgewichte nur umso stärker hervortreten lässt. Und da Covid keine Pest ist, welche die Menschen fast auf eine Ebene setzt, ist es offenbar noch nicht selbstverständlich für alle geworden, alle Register zur Abwehr der Krankheit zu ziehen.

RE: Ein klares JA für ein Böllerverbot | 15.01.2022 | 11:20

"Obwohl wir alle keine Vogelexperten sind, vermuten wir, dass diese Vögel durch das intensive Geknalle verstört, aufgeschreckt und in Panik gebracht sind."

Es ist unglaublicher Stress für Vögel, Herzversagen wahrscheinlich. In Rom wurden nach dem letztjährigen Silvester hunderte tote Stare gefunden.

Ich unterschreibe jedes Verbot des individuellen Böllerns. Stattdessen ein zentrales, größeres Feuerwerk je Stadt oder Gemeinde.

Die aggressive Note, die Silvester gerade in den Großstädten immer mit sich führt, würde ein Böllerverbot sicher nicht verschwinden lassen, aber doch sicher abmildern helfen.

Tut mir leid für Ihre blöden Erlebnisse zu Silvester. Hoffe, es geht Ihnen wieder besser!

RE: Auf dem Schleudersitz | 15.01.2022 | 10:55

Rechtlich geklärt, meine ich. Momentan werden 3G, 2G, 2G+, die weiteren Privilegien für "Geboosterte" usw. als politische Instrumente gesetzt. Dazu noch jedes Bundesland, wie es will. Siehe jetzt z. B. 2G+ in der Gastronomie. Das ist alles mehr oder weniger willkürlich. Natürlich ist es auch nicht leicht, sich als Politik stets richtig zu entscheiden. Man kann es sich aber auch schwerer machen, als nötig.

Ja, zur Herdenimmunität wird es wohl nicht kommen mit so einem dynamisch mutierenden Virus. Allerdings ist das kein Argument gegen das Impfen. Und was ist eigentlich so katastrophal daran, Kinder zu impfen? Meine Kindheit war in der DDR. Da kamen Impfteams in die Kindergärten und Schulen. So weit ich sehe, hat es uns weder ausgerottet, noch Schäden hinterlassen und auch nicht eine ganze Generation traumatisiert.

RE: Auf dem Schleudersitz | 15.01.2022 | 00:12

"Insofern bietet auch die Boosterimpfung keinen Schutz vor Infektion & vermutlich nicht vor Übertragung an andere."

Das ist aber nun eigentlich schon lange bekannt. Wenn die Impfstoffe nicht vor Infektion schützen, tun es auch nicht drei, vier, x-Impfungen.

"Die 2G+ Regelung ist damit im Grunde obsolet."

Das war sie von Anfang an; 2 G schon. Sie ist ein politisches Instrument, so wie nun auch der Wegfall des + (Testzwangs) für "Geboosterte". Der Nachteil für Ungeimpfte soll diese zum Impfen treiben. Mittlerweile wird da ja auch kein Hehl mehr draus gemacht. Dieser Impfzwang durch die Hintertür - die x-G-Regeln - ist nicht in Ordnung und meiner Ansicht nach auch nicht verfassungskonform. So wird Menschen etwa auch der Zutritt zu und die Teilhabe an öffentlichen Bereichen ohne gesetzliche Grundlage versagt, die sie z. B. durch Steuern (mit) finanzieren. Die vorherige und wohl auch die jetzige Bundesregierung scheuen aber den Schritt zur Impfplicht. Aber nur mit einer Impfpflicht würden geklärte Verhältnisse herrschen.

RE: Fragen an Lutz Herden zur den Ukraine-Spannungen Ausgabe 6. Januar | 12.01.2022 | 22:50

Also wenn man den Polizeiberichten folgen darf, so war die Demo in Schweinfurt durch einen Teil der Leute alles andere als friedlich. Ein Vierjähriges auf eine solche Demo mitzunehmen, ist schon mehr als fraglich. Auch, wenn es friedlich bleibt. Ein Kind kann gar nicht erfassen, worum es eigentlich geht und warum da so viel Polizei ist. Das ist per se schon eine ziemliche emotionale Überforderung. Wenn man mit seinem Kind aber noch nicht einmal in Sicherheit geht, wenn es ruppig wird, sondern sogar noch darauf zu geht, dann ist das an Verantwortungslosigkeit und Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Kind kaum zu überbieten. An dieser Mutter muss man zweifeln.

Ich habe schon so einiges an Demos in Deutschland erlebt, v.a. in Berlin. Und auch, dass es immer wieder unangemessene Ausfälle der Polizei gibt. Dennoch hinken Vergleiche mit Belarus, mit China oder Russland gewaltig. Was glauben Sie, wie dort unangemeldete Demos oder "Spaziergänge" auseinandergeprügelt und die Leute verhaftet werden. Suchen Sie da mal nach Anti-Konflikt-Teams der Polizei! Hierzulande lässt man auch die unangemeldeten Corona-"Spaziergänge" immernoch überwiegend gewähren. So wie kürzlich in Nürnberg.

RE: Mehr Sichtbarkeit für Mörder*innen! | 12.01.2022 | 21:11

:-)

Tja, wir wissen wohl gar nicht, wieviele Frauen oder auch Dazwischengeschlechtliche mit der Einweisung in Männergefängnisse gemißgendert wurden und werden.

RE: Aufbruch aus Brokdorf | 12.01.2022 | 12:14

Wenn die Atomkraft so bedeutungslos und die "Erneuerbaren" so übermächtig sind, wie Herr Trittin uns glauben machen will - was ist dann eigentlich das Problem? Wozu der Artikel? Triumphgeschrei? Auf einen Sterbenden noch einmal drauftreten und ihn auslachen?

Ich denke doch, Trittin verteilt das Fell eines Bären, der noch gar nicht erlegt ist. Sollte es nicht auch zu denken geben, dass Deutschland so ziemlich das einzige Land ist, wo die Atomkraft so vehement und komplett abgeschrieben wird? Naja, der altbekannte Dünkel des Besserwissens und Besserkönnens. Wir werden sehen ...

RE: Mehr Realpolitik riskieren | 09.01.2022 | 18:33

"Der bezog sich nicht mehr auf das NATO-Manöver, sondern z.B. auf das türkische "Engagement" in Syrien. Dort agiert die Türkei nicht als NATO-Staat, sondern als Türkei."

Okay, ja, das ist natürlich so. Aber natürlich trotzdem, oder gerade, ein Problem für die NATO.

"Manöver der NATO im Baltikum sind eher klein - ein Manöver, welches ausschließlich im Baltikum oder in Polen staatfand, ist mir grad nicht bekannt. Vielleicht kennen Sie eines."

Es finden aber Manöver im Baltikum statt, in Litauen etwa. Dass das vielleicht Programme sind, die nicht ausschließlich in russischer Grenznähe, sondern auch dort stattfinden, ändert nicht viel an der Sache. Und im Ganzen dürfte klar sein, in welche Richtung NATO-Manöver in Europa zielen.

"Das [Auflösung der NATO] hätte recht schnell zu einem Militärbündnis gegen Russland unter der Führung Polens geführt. Ob das die bessere Alternative gewesen wäre, wage ich sehr stark zu bezweifeln."

Ja, vielleicht.

"Übrigens waren 1989 viele Staaten glücklich darüber, ein großes Deutschland blieb in der NATO und in der EU eingebunden."

Ja, und es musste ja auch einen 2+4 Vertrag geben. Aber ob sich die Frage um ein vereintes Deutschland außerhalb EU und auch NATO überhaupt gestellt hätte ... Dass das militärische Beistandsbündnis Staaten, die überaus starke eigene Vormacht-Ambitionen hegen, von diesen bzw. entsprechenden Alleingängen nicht unbedingt abhält, zeigt das Beispiel Türkei. Aber eben auch die USA.