Peter Handkes „Zwiegespräch“ am Burgtheater Wien: Drei Greise auf Reise
Im Wiener Akademietheater, einer Spielstätte des Burgtheaters, debütiert Rieke Süßkow mit einer Inszenierung von „Zwiegespräch“. Es ist der jüngste Text von Peter Handke, der hier zum Generationenkonflikt mutiert
Kein bisschen Stuckrad-Barre: Suhrkamp-Pop im besten Sinne
Florian Neuners befasst sich seit über 20 Jahren mit der (Neo-)Avantgarde. „Für eine neue Literatur“ versammelt Texte von 1999 bis 2022. Ein großartiger Band für eine experimentierfreudige Leserschaft
Wie tickt der „Chief Twit“?
Elon Musk agiert als Firmenchef bisher vermeintlich konfus. Die Öffentlichkeit und vor allem die Medien müssen besser verstehen, mit welcher Ideologie er Twitter steuert
„Die geheimste Erinnerung der Menschen“ von Mohamed Mbougar Sarr: Fesselndes Meisterwerk
Mohamed Mbougar Sarrs „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ ist alles in einem: Märchen, Krimi und Satire auf den Literaturbetrieb. Für seinen fesselnden Roman bekam der Senegalese Mohamed Mbougar Sarr den Prix Concourt 2021
„Cui Bono: Wer hat Angst vorm Drachenlord?“: Blick in den Abgrund
Auch die neue Staffel der Podcast-Reihe „Cui Bono“ entwickelt einen unglaublichen Sog. Der Fall von Cybermobbing um den Youtuber Rainer Winkler zeichnet ein düsteres Bild unserer Gesellschaft
„Unity“: Nina Hagens Einheitsmahnmal
Nina Hagen veröffentlicht ihr neues Album „Unity“ bei Herbert Grönemeyer. Um Antworten auf eine Welt im Krisenmodus ist sie mal wieder nicht verlegen. Manche wirken aber doch etwas aus der Zeit gefallen
Podcast „Kinderfilm“: Nur Kommerz für Kinder
Der deutsche Kinderfilm scheut Risiken und liebt die Moral und ist dabei sehr erfolgreich. Der neue Podcast „Kinderfilm“ diskutiert die Produktionsbedingungen
„An einem schönen Morgen“ von Mia Hansen-Løve: Vater altert, Mutter lästert
Mia Hansen-Løves Film „An einem schönen Morgen“ porträtiert Eltern, für die die eigenen Kinder nicht viel zählten. Eine Geschichte von der Mitte des Lebens zwischen Neubeginn und dem Alltag mit alternden Eltern
„Sein Reich“ von Martin Schäuble: Ferien unter Reichsbürgern
Martin Schäuble hat ein Jugendroman geschrieben, der mehr als ein Sachbuch leistet. Er zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen ungefährlicher Spinnerei und extremistischen Tendenzen in der Realität häufig verlaufen
„Unter Reichsbürgern“ von Tobias Ginsburg: Raus ins Reich
Tobias Ginsburg hat sich zu Reichsbürgern gesellt. Einzusteigen war leichter als auszusteigen. Seine Undercover-Recherche erinnert an die Reportagen Günter Wallraffs
„Reichsbürger“ von Andreas Speit: „Kraftbaum“ vorm Kopf
Reichsbürger sind mehr als skurrile, langzeitarbeitslose Gestrige, mehr als provinzielle Esoteriker. Der Sammelband „Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr“ lehrt, all die Spinner lieber ernst zu nehmen
Barocktage an der Staatsoper Unter den Linden: Unmöglich, sich daran sattzuhören
Die Barocktage an der Staatsoper Unter den Linden warteten dieses Jahr mit zwei hochkarätigen Premieren auf: vergessene Opern von Mozart und Vivaldi
Frédéric Valin über seinen Pflege-Roman „Ein Haus voller Wände“: „Es gibt diese Gewalt“
Der Schriftsteller Frédéric Valin arbeitete bis 2020 als Pfleger in Teilzeit. Dann kündigte er. Sein autofiktionaler Roman „Ein Haus voller Wände“ porträtiert liebevoll und drastisch den Alltag einer Behinderten-WG
Hexenjagd oder moralische Panik? Adrian Daub glaubt nicht an eine „Cancel Culture“
Alle reden von „Cancel Culture“, aber gibt es sie wirklich? Denn: Keiner kann sie definieren. Möglicherweise ist sie nur ein altes Gespenst mit vielen Verwandten. Der Literaturwissenschaftler Adrian Daub klärt auf
„Und jetzt?“ von René Pollesch zur Krise der Volksbühne: Mehr Lenin wagen
Die Volksbühne in Berlin kommt nicht aus der Krise. In „Und jetzt?“ widmet sich René Pollesch nun der Geschichte des Hauses. Ist das der lang ersehnte Befreiungsschlag?
Ewig lockt der Abgrund: True Crime ist zwar problematisch, aber enorm populär
Voyeurismus und Profitgier: Der Aufruhr um die Netflix-Serie über den Mörder Jeffrey Dahmer stellt das gesamte Genre „True Crime“ in Frage – zu recht?
Simon Froehlings „Dürrst“ erzählt von bipolarer Störung: Kokain statt Medizin
Bedeutungsschwer: Simon Froehling deutet in seinem neuen Roman „Dürrst“ an, dass wir alle krank sind. Das stört. Aber vielleicht meint er es nicht so?
Spotify Wrapped: Für Listening Personalities das größte Musikereignis des Jahres
Die PR-Kampagne Spotify Wrapped ist längst zu einem viralen Selbstläufer geworden. Besonders Instagram ist in diesen Tagen überflutet mit Spotify-Logos. Alle Musikfans wollen zeigen, wie cool sie sind
Leider misslungen: Carole Angiers Biografie von W.G. Sebald
Unser Autor Uwe Schütte hat bei W.G. Sebald promoviert. Carole Angiers erste Biografie des bedeutenden Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers hält er für misslungen
Wie gemalt: Einblicke in die Wohnungen der Charlottenburger Oberschicht
Wie wohnen Berlins Künstler:innen und Intellektuelle? Bekannt wurde Anne Schönharting mit Fotoreportagen aus dem Berliner Prekariat. Szenenwechsel hinter Charlottenburgs Flügeltüren: „Habitat“ gibt Einblicke in der Reichen schönen Stuben
Zum Aus der Telefonzelle: „Fass’ dich kurz!“
Die Telekom baut ihre Telefonzellen ab: Wenn wir ehrlich sind, standen wir nie wirklich gerne darin oder davor. Woran das liegt und was uns dennoch fehlen wird, erklären unsere Autor:innen
Yassss, Queen: Film „Sonne“ über eine Pubertät zwischen Internet und Religion
In ihrem ersten Spielfilm „Sonne“ erzählt Kurwin Ayub von drei Freundinnen mit Migrationshintergrund im Wien von heute
Aufstieg, Exil und Fall: Jeanine Meeapfel auf den Spuren ihrer eigenen Mutter
Hommage an Mutter Malou: Jeanine Meerapfel begibt sich in „Eine Frau“ auf die Spuren des schwierigen Lebenswegs ihrer eigenen Mutter
Maria Schrader über ihren Film zum Weinstein-Skandal: „Es herrschte Druck“
Maria Schrader hat die Harvey-Weinstein-Recherchen verfilmt, die zu #MeToo führten. Im Interview spricht die Regisseurin über die Dreharbeiten zu „She Said“: „Jeder in Hollywood denkt: Ich weiß, wie dieser Film aussehen muss“