Die Entzauberung der Grünen
Ein Volksentscheid über Stuttgart 21 ist für die Grünen riskant, sagt Parteienforscher Jürgen W. Falter. Wird Rot-Grün am Streit um den Tiefbahnhof scheitern?
Afrika gibt es nicht
Die Bilder aus Somalia zeigen wieder einen von Horror und Elend geschüttelten Kontinent. Sie verstellen den Blick auf seine eigentlichen Schwierigkeiten
Liebe in Zeiten des Kapitalismus
Single-Börsen sind wie Supermärkte: Man checkt Angebote und testet ein Produkt. Das Unvorhersehbare und Irrationale an der Liebe bleibt dabei auf der Strecke
Ein Drittel Macht
Während Bahn, Aktionsbündnis und Landesregierung noch über den Stresstest streiten, bereitet sich ein Verein schon auf die Volksabstimmung vor
Der Notstand blüht in jeder Hinsicht
Wer das Manifest des Anders Breivik genau liest, erkennt Erschreckendes: Aus ihm spricht nicht bloß der Wahn
Weiß, christlich, skrupellos
Seine Taten erklären oder ihn ausgrenzen – das scheinen die beiden Reaktionen zu sein, die Anders Breivik seinem Publikum lässt. Darauf müssen wir aber nicht hereinfallen
Mit Tunnelblick online
Anders Breivik hat sich – wie viele Anti-Islamisten – eine Parallelrealität im Netz geschaffen. Das zeigt: Die selektive Nutzung des Internet kann Gesellschaften spalten
Wir sind es nicht, der Verrückte ist es gewesen
Rechtspopulisten haben Anders Breivik inspiriert. Nun grassiert unter ihnen die Angst, das Attentat könnte ihrer Sache schaden
Die austauschbare Stadt
Berlin ist immer noch deutsche Kinohauptstadt, also muss es sich wohl hier neu erfinden. Studenten aus aller Welt versuchen sich im Wedding am "Kino der Zukunft"
Ende einer wundersamen Freundschaft
Chinas Zentralbanker und Staatsfondsmanager sind nervös – für sie gibt es bei der schwindenden Liquidität der USA absolut nichts zu gewinnen, aber viel zu verlieren
C wie Spitzenkandidat
Der CDU-Politiker Lorenz Caffier wirbt auf seinen Wahlplakaten mit dem Spruch "C wie Zukunft" – und das Netz lacht. Aber wer ist dieser C wie Caffier eigentlich?
Satz gewonnen, Spiel verloren
Belgrad hofft mehr denn je als EU-Anwärter auf den offiziellen Kandidatenstatus. Doch die wieder aufgeflammten Spannungen mit dem Kosovo belasten die Ambitionen
Heimlichkeitsmanager
"Portraits deutscher Alkoholiker": Das klingt nach Menschen mit aufgeschwemmten Gesichtern, die aus ihrem Leben erzählen. Carolin Schmitz zeigt etwas ganz anderes
Auf Problem-Tour
Im Berliner Wahlkampf versucht sich der CDU-Spitzenkandidat Frank Henkel als Stadtführer. Auf Busrundfahrten will er zeigen, was alles schief läuft
Nachschlag gefragt
Seit dem Sturz von Hosni Mubarak im Februar explodieren besonders in den Städten die sozialen Erwartungen Hunderttausender, doch der Militärrat winkt vorerst ab
Gott muss leider draußen bleiben
Wer bei Google+ unter Pseudonym verkehrt, muss damit rechnen, dass sein Konto gelöscht wird. Dagegen protestiert die Blogosphäre - mit kleinen Erfolgen
Sarkozys Bankenabgabe war Unfug
Ökonom Rudolf Hickel über denkbare Topnoten für Griechenland-Papiere, den Einstieg in die Transferunion und die Notwendigkeit der Emission von Eurobonds
Wagner mit Israel in Bayreuth
Das Israelische Kammerorchester führt in Bayreuth Wagner auf, weil der in Israel nicht gespielt werden darf. Hier hat die Aktion ein Geschmäckle
Codewort Sigurd
Das Manifest des Massenmörders Breivik zeugt weniger von geistiger Verwirrung, Wahnsinn oder Irrsinn als von intellektueller Verhetzung und Kenntnis der Geschichte
Absurdität mit Methode
Ob es am Ende die große Übereinkunft mit den Republikanern oder nur den kleinen Deal gibt – was zählt, ist allein der Kampf um die Präsidentschaft 2012
Bienenschwärmerei
Viele Großstädter zelebrieren Bienenzüchten als neues Hobby. Geht es wirklich um die Umwelt oder ist urbanes Imkern jetzt einfach hip?
Der Klang einer Primzahl
Es kommt nicht nur auf den Schlussakkord an: Mathematik und Melodie haben viel gemeinsam. Nicht nur die Symmetrie
Unser Herz der Finsternis
Als bekannt wurde, dass der Täter kein Islamist sondern ein weißer Norweger ist, redete plötzlich keiner mehr von einem terroristischen Angriff auf unseren Lebensstil
Ableben mit Ansage
Amy Winehouse war im Guten und noch mehr im Bösen ein öffentliches Gut. Ihr Ruhm und ihre fatalistische Bewegung abwärts hingen unweigerlich zusammen