Kiew in der dunkelsten Stunde
Nataliya Gumenyuk hat als Reporterin über Kriege berichtet. Nun erlebt sie den Morgen der russischen Invasion in ihrer Wohnung in Kiew. Eindrücke eines Tages zwischen Tränen, Raketen-Lärm und Erinnerungen an schlimmste Zeiten
Das große Ganze fest im Blick
Die Greenpeace-Chefin soll Klimadiplomatin werden. Kritiker sehen in ihr eine Lobbyistin. Zu Recht? Ein Porträt
Bleibt weich, bleibt zärtlich!
Wladimir Putins Angriff auf das Land ist pure Gewalt. Wie gehen wir damit um? Ein Plädoyer für die Suche nach einem Weg, mitten im Krieg friedlich zu bleiben
„Jede Epoche hat ihre eigene Pandemie“
Der Historiker Karl Heinz Roth analysiert, wie die Pandemie den digitalen Kapitalismus einläutet – und die Krise der Linken vertieft. Ein Gespräch darüber, wie Viren Gesellschaft formen
Wie in einem Grab
Die Gewalt zwischen Israel und der Hamas lässt nicht nach. Die Folgen tragen zivile Opfer wie die elfjährige Farah Eslim
Die Wilderer unserer Tage
Die ewige Debatte um Preise von Lebensmitteln und besonders Fleisch nervt – und sie ist nicht ehrlich
Wenn ein Affe Millionen wert ist
Bitcoin-Reiche bringen ihre Währung durch digitalen Kunsthandel unter die Leute. Doch die Blase wird platzen
Die Absage ist ein Verrat am Leser
Zum dritten Mal in Folge fällt die Messe aus. Sechs Stimmen aus der Literaturbranche erzählen, warum das ein großer Verlust ist
Russisches Militär in Timbuktu
Der europäische Einsatz hat weder den Terrorismus geschwächt noch die Demokratie vorangetrieben. Die Militärregierung will sich breiter aufstellen – einen neuen Partner hat sie bereits gefunden
Online-Dating: Bitte Infos zu Charakter, Lieblingsfilm, sexueller Orientierung
Charakter war gestern, heute zählt der richtige Hashtag oder Hinweise zum Lebensstil. Auf Dating-Apps fühlt sich das kuratierte Ich noch unter seinesgleichen
„Wir sollten uns zehn Jahre Zeit nehmen“
Wie konnte sich der Konflikt mit Russland so zuspitzen? Der frühere SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi sieht die Verantwortung bei der NATO, die Russland-Expertin Sabine Fischer sieht Moskau in der Pflicht. Ein Streitgespräch
„Wut motiviert mich“
Im Konflikt um die städtische Förderung der privaten „Kunsthalle Berlin“ ist eine besonders laut: Die Künstlerin Zoë Claire Miller. Nicht zum ersten Mal beißt sie die Hände, die sie füttern könnten. Wieso eigentlich?
„Die Klimaleugnung 2.0 lautet: Der Klimawandel liegt in der Verantwortung jedes einzelnen“
Die promovierte Chemikerin, Wissenschaftsjournalistin und Youtuberin glaubt daran, dass wir die grüne Transformation schaffen. Warum alles andere unvernünftig wäre, erklärt sie hier
Kleine Insel, große Pläne
Vor dem Eiland soll das größte Wasserstoff-Projekt Europas entstehen. Der Bürgermeister will damit Kasse machen, aber viele Bürger sind skeptisch. Ein Lehrstück über Aufbruch und Argwohn in der Energiewende
Die Aufklärung fängt erst an
Nie stand so viel auf dem Spiel wie heute, nie wusste der Mensch mehr über eine Krise. Warum handeln Gesellschaften nicht entsprechend?
„Angst zu machen war richtig“
Diät-Kultur, Fitnesswahn und jetzt noch eine Pandemie. Marschiert unsere Gesellschaft in Richtung „Gesundheitsdiktatur“? Der Psychiater Manfred Lütz und die Journalistin Christina Berndt diskutieren
„Die Tür ist offen“
Die Balance zwischen Kunst und Kommerz bietet viele Möglichkeiten, findet der Musiker und Komponist Sven Helbig. Selbst bei Scooter entdeckt er ein bisschen Schumann
Genderforschung: Faschismus als Widerstandsbewegung gegen bedrohte Männlichkeit
Die Forschung entdeckt im Faschismus eine Genderkomponente. Lässt sich so das Phänomen Trump erklären?
Unterwegs im Gegenwind
Ob als Agrarwissenschaftlerin oder Umweltaktivistin: Die neue Bundesumweltministerin war schon immer prinzipientreu. Wird sie es schaffen, in ihrem Amt die Bürger mitzunehmen?
Eine Frage der Moral
Je länger der Prozess gegen Benjamin Netanjahu dauert, desto mehr wackelt sein Likud-Vorsitz
„Bitcoin ist der rebellische Sohn des Neoliberalismus“
Edemilson Paraná forscht zu Digitalwährungen, wie sie nicht nur in seiner Heimat Brasilien boomen. Der Publizist Evgeny Morozov hat mit ihm gesprochen
Menschenrechte weißer Männer?
Nichts scheint modischer, als das Denken der Aufklärung als kolonialistisch zu „entlarven“. Dabei sind Selbstkritik und Solidarität seine Stärken
Stadt ohne Gesetz
Pro Tag werden in Ciudad Juárez im Schnitt sechs Menschen getötet. Drogenkartelle und korrupte Behörden haben aus dem Ort an der Grenze zu den USA eine No-Go-Area gemacht. Wie geht es weiter?
Ein Virus kennt keinen Spaß
Warum Jan Böhmermann ein guter Witz gelungen ist – über die Grenzen unserer Lachkultur in Zeiten der Pandemie