Der Euphorie folgt die Lethargie
Die Sozialisten finden vorerst wenig Gefallen an ihrer Regierungsmacht. Der Parteitag in Toulouse änderte daran nicht viel, auch das Umfragetief bleibt dem PS erhalten
Es fehlt das Ziel
Nicht schlechte Umfragewerte sind das Problem der Piratenpartei, sondern ihre Angst, sich einem übergeordneten Wert zu verschreiben, der ihre widerstrebenden Kräfte eint
Ein Gefühl der Panik
Es gibt Dinge, die wichtiger sind als Wahlkampf: Ein Hurrikan zum Beispiel. Aber Sandy lässt auch fragen, was für einen Präsidenten die Amerikaner wirklich wollen
Kaum eine mag Peer
Umfragen zeigen: Steinbrück wird von den Frauen nicht gern gesehen. Warum bloß haben die Sozis einen Hang zum Supermacker?
„Menschenrechte statt Nacktfotos“
Am Brandenburger Tor sind seit sechs Tagen Teilnehmer des Asyl-Protestes im Hungerstreik. Doch erst eine "Nackt-Aktion" der Piraten bringt größere mediale Aufmerksamkeit
Haircut beim griechischen Patienten
Es zeichnet sich seit längerem ab: Auch die öffentlichen Gläubiger Griechenlands könnten viel Geld verlieren. Ein Schuldenerlass wird immer unausweichlicher
Die Gunst der Stunde
Premierminister Benjamin Netanjahu begründet die auf Januar 2013 vorgezogene Neuwahl mit einem Haushaltsstreit. Doch das alles beherrschende Thema ist Iran
Die Grünen als moderne CDU
Von Konservativen umzingelt? Die Oberbürgermeister-Wahl in Stuttgart signalisiert etwas Neues in der deutschen Parteiengeschichte
Bad Boy Johnny
Vor 25 Jahren kommt der Streifen „Dirty Dancing“ in die Kinos. Er wirkt etwas banal und ist doch ein politischer Film über die USA wenige Wochen vor dem Kennedy-Attentat
Wölfe in Wäldern
Am Sonntag wurde über ein neues Parlament und alte Machtfragen entschieden. Unser Autor ist mit Bahn und Bus durchs Land gefahren und hat einfach nur zugehört
Plötzlich schellen Alarmglocken
Die Regierung Erdogan begreift, dass sich weder die NATO noch die USA allein in ein Syrien-Abenteuer stürzen wollen – so kommt wieder die Diplomatie zu ihrem Recht
Wer droht, hat schon verloren
Bundestag will eine Studie zur Abgeordnetenkorruption mit Hilfe des Urheberrechts unter Verschluss halten
„In anderen Ländern klappt das auch“
Transparency-Vorstand Jochen Bäumel über vorgeschobene Argumente gegen die Offenlegung von Nebeneinkünften
Notfalls in die Pleite schicken
Eine europäische Aufsicht ist nur sinnvoll, wenn sie jederzeit in das riskante Geschäftsgebaren von Geldhäusern eingreifen kann. Bis dahin ist es ein weiter Weg
Arm, aber gücklich?
Es steigt die Zahl der Menschen, die sich wirtschaftlich ausgegrenzt fühlen. Das macht Angst. Doch kann daraus auch eine Gemeinschaftserfahrung wachsen
Es grenzt an ein Wunder
Syrische Fronten drohen auch dem Nachbarland, das mit einer fragilen inneren Machtbalance leben muss. Ein militärischer Konflikt käme vor allem dem Iran ungelegen
Wenig Grund zur Hoffnung
Der UN-Sondergesandte Brahimi will eine Waffenruhe aushandeln. Auch wenn die zustande kommt, wird sie kaum den Weg zu Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien ebnen
Die Revolution entlässt ihre Väter
Die Kommunistische Partei hat Maos Erbe endgültig abgeschüttelt. Vor dem 18. Kongress schwanken viele im Land zwischen Respekt und Sarkasmus für die politische Führung
Faustpfand und Faustkeil
Die Praxisgebühr steht vor dem Aus – gut so. Aber das Verteilen von Wahlgeschenken belegt noch keine sozialpolitische Kompetenz
Mali und der Rest der Welt
Die Bundesregierung argumentiert verstärkt für ein Mehr an militärischen Einsätzen. Deshalb braucht es jetzt eine grundsätzliche Debatte
„Möchten Sie einen Hirsch mitnehmen?“
In Georgien funktioniert zwar die demokratische Ablösung der Regierung. Mit dem Erhalt von Altbauten hapert es allerdings noch beträchtlich
Adieu, Chérie
Das deutsch-französische Verhältnis wird zu einer Partnerschaft ohne Parität. Paris sollte sich daher andere Verbündete suchen – am besten im Süden Europas
Die besseren Kapitalisten
Das Wirtschaftsmodell der Volksrepublik hat mit gigantischen Wachstumszahlen beeindruckt. Wann stößt die Staatswirtschaft an ihre Grenzen?
Für den Vater
Petra Rosenberg kämpft seit langem für die Anerkennung der Sinti und Roma. Endlich wird ihnen ein Mahnmal gewidmet