Vereinigte Staaten
Spaltpilz Demokratie
Vor der Parlamentswahl am 7. März polarisiert die Frage nach dem Umgang mit Mitgliedern der einstigen Baath-Partei den Wahlkampf und reißt überwundene Gräben auf
Angeraute Tonlage
Wieder einmal erweist sich der Dalai Lama als Torpedo für das Verhältnis Peking/Washington. Der Empfang für den tibetischen Exilpolitiker durch Obama erzürnt China
Die griechische Krankheit
Mit dem Fall Griechenland hat das Maastricht-System ausgesorgt – die europäische Wirtschaftsunion nicht
Giftiger schwarzer Schimmel
Die Native Americans fühlen sich in ihren Reservaten an den Sozialtropf gehängt und von der US-Gesellschaft vergessen. Viele halten diese Isolation nicht länger aus
Eine vergiftete Sprache
Amnesty International appelliert an die EU, Guantánamo-Häftlinge aufzunehmen, damit das Lager geschlossen werden kann. Aber die Bundesregierung stellt sich taub
Ein zweites Afghanistan
Der jemenitische Exilpolitiker Fami al-Qadi spricht über die Unbesiegbarkeit von al-Qaida und die Möglichkeit eines Krieges auf der Arabischen Halbinsel
Symptom und Krankheit
Teheran sollte im Atomstreit nur einlenken, wenn auch seine Sicherheitsinteressen garantiert werden und alle Nuklearmächte den Kernwaffensperrvertrag einhalten
Überprüft und handverlesen
Vor der Parlamentswahl im Irak werden Kandidatenlisten genau auf Ex-Mitglieder der Baath-Partei geprüft, die zu Zeiten Saddams Husseins als Staatspartei galt
Plötzlich wird es ernst
Die Dramaturgien gleichen sich. Gegen Iran wird wegen des Atomprogramms eine Dynamik der Eskalation in Gang gesetzt, die an das Vorspiel zum Irak-Krieg 2003 erinnert
Es drohen Vergeltungsschläge
Den US-Behörden reißt im Umgang mit der Union de Banques Suisses endgültig der Geduldsfaden. Und die Schwarzkonten-CD zieht die Schweiz nun noch tiefer in den Sumpf
Die Ronald-Reagan-Strategie
Präsident Barack Obama redet zur „Lage der Nation“ als sei er nicht Teil der Regierung – und beklagt sich über Washington
Noch fängt der Kater Mäuse
Die Volksrepublik ist auf den Wachstumswunderkurs zurückgekehrt. Ein Superlativ jagt den anderen, manche Ökonomen bleiben dennoch skeptisch
Signale über den Sperrzaun
Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde signalisiert Verhandlungsbereitschaft, falls Israel sich bewegt. Doch Abbas steht im eigenen Lager in der Kritik
Die Klimagegner
Die Kritik an der Klimapolitik der USA nimmt zu. Auch Topterrorist Osama bin Laden spricht sich für eine ökologische Wende aus
Ein neuer Klimaretter
Komiker Marcus Brigstocke macht sich Gedanken über Bin Ladens Treibhausbilanz und darüber, was er damit meint, man müsse "gegen den Klimawandel handeln".
Nur mit Gewalt beherrschbar
Im Westen wird ein Bild des Karibikstaates gezeichnet, bei dem das Chaos wie der Horror von Anarchie nicht fehlen dürfen und die Historie vielfach ausgeblendet wird
Worte gegen den Zweifel
Obama hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er eine große Rede halten kann. Um wieder Rückenwind zu bekommen, braucht der US-Präsident aber mehr: wirkliche Erfolge
Von Haiti nach Afghanistan
Die USA greifen immer öfter in die Rechte schwacher Länder ein und beschränken deren Souveränität. Das kann sogar richtig sein – wenn es zeitlich befristet bleibt
Nichts wird gut
Der Westen sollte die Afghanistan-Konferenz für eine ehrliche Bestandsaufnahme nutzen und analysieren, weshalb das stärkste Militärbündnis der Welt zu scheitern droht
Kreuzfahrer gegen das Böse
Die Bundeswehr steckt in Afghanistan in der Feindbild- und Bündnis-Falle
Obama ist nicht Clinton
Bei seiner heutigen Rede zur Lage der Nation sollte der US-Präsident kein rhetorisches Schaulaufen veranstalten, sondern seine Gegner entschlossen angreifen
Die kalkulierte Katastrophe
Für einen wirksamen Klimaschutz ist die Berechnung von Emissionen unentbehrlich. Doch gerade die Zahlen sind das Problem
Keine Extrawürste mehr
Barack Obama will die US-Banken mehr am Zügel führen und ihnen deshalb einen Verhaltenskodex auferlegen. Viele Banker empfinden das als Kampfansage, nicht zu Unrecht
Und sie tun es doch
Verteidigungsminister Guttenberg will bei der künftigen Stärke der Bundeswehr in Afghanistan „nichts ausschließen". Auch der Außenminister klingt plötzlich anders