Weimarer Republik
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Held? Vorbild? Eine Erinnerung an Helmut Lethen als Wissenschaftsfreund
Mit dem Kulturwissenschaftler Helmut Lethen (1939–2026) verband unsere Autorin ihr Faible für die Literatur der Neuen Sachlichkeit, aber auch eine langjährige Freundschaft und Auseinandersetzung. Eine Erinnerung
Friedrich Merz droht der AfD mit dem schärfsten Schwert der Demokratie – dieses ist es
Nur einen Tag nach der historischen Wahlschlappe der CDU in Sachsen-Anhalt zieht Kanzler Merz ein selten genanntes Grundgesetz-Instrument aus der Schublade. In der Weimarer Republik endete dessen Einsatz einst in einem Staatsstreich
„Babylon Berlin“ und die Parallelen zur Gegenwart: Adolf Hitler will sein Ladekabel zurück
„Babylon Berlin“ führt in Staffel 5 vor, was der Nationalsozialismus zerstört hat, und lässt ahnen, worauf wir zusteuern. Dabei bleibt die Serie großes Kino. Das wird es im deutschen Fernsehen so schnell nicht wieder geben
Ise Gropius' Tagebücher enthüllen ihre tragende Rolle am Bauhaus
Ise Gropius wurde bisher auf die Rolle als Ehefrau des Bauhaus-Direktors reduziert. Ihre jetzt veröffentlichten Tagebücher zeigen, wie wichtig ihre Arbeit für den Erfolg des Bauhauses war
Kann Kirche aus den 1930ern lernen? Die Antwort wird der AfD nicht gefallen
Im Februar 2024 erklärten katholische Bischöfe die AfD für unwählbar. Genau das taten sie schon 1931 – bevor sie später vor Hitler einknickten. Nora Bossong zeigt: Im Umgang mit Rechtsextremen hat die Kirche bis heute zu wenig dazugelernt
Bauhaus-Umzug 1926 von Weimar nach Dessau: Warum auch Albert Einstein zur Eröffnung kam
1926 eröffnete das Bauhaus in Dessau – vertrieben aus Weimar, aber neu erstarkt in einer Industriestadt. Zur Eröffnung kamen Einstein, Chagall und Hunderte Gäste. Warum wurde ausgerechnet Dessau zur produktivsten Phase des Bauhauses?
Fürstenenteignung: Ein Volksentscheid wird 1926 zum Testfall für die Demokratie von Weimar
Durch einen Volksentscheid am 20. Juni 1926 sollen die bis 1918 mächtigen deutschen Fürstenhäuser enteignet werden, um Opfer von Weltkrieg und Inflation zu entschädigen. Doch die Verfassung setzt diesem Begehren Grenzen
Und das Telefon sagt Du: Ein „Ferngespräch“ im Lenbachhaus mit der Weimarer Republik
Ein Museumsbesuch als Reise in die Weimarer Republik: Das Lenbachhaus lädt zu einem Gespräch mit der Vergangenheit ein. Ohne Wandtexte, dafür mit Zitaten, werden die gesellschaftlichen Widersprüche der 1920er Jahre erlebbar
„In Weimar bediente die jüdische Wirtin Nazis, während Hitler antisemitische Reden hielt“
Katja Hoyer wurde mit „Diesseits der Mauer“ über den DDR-Alltag bekannt. Nun widmet sich die Historikerin Weimar: Sie taucht in „Glanz und Grauen der deutschen Geschichte“ der 1920er ein – aus Weimarer Einwohner-Perspektive. Ein Interview
Dorothy Thompson über die Weimarer Republik: Wie ein Kommentar zur Gegenwart
Die US-Journalistin Dorothy Thompsons schrieb analytische Texte über ein nervöses Europa der 1930er Jahre. Ihre Beobachtungen treffen erschreckend gut auch auf die Gegenwart zu
Der „rote Bankier“ und USPD-Politiker Hugo Simon ist heute fast vergessen
Einen Tag nach dem Beschluss des Ermächtigungsgesetzes am 23. März 1933 rettet sich Hugo Simon ins Exil. Der Kunstmäzen, Pazifist und Sozialist war preußischer Finanzminister während der Novemberrevolution
Philipp Ruch: „Das Szenario: AfD wird stärkste Partei – und Jens Spahn macht ein Angebot“
Philipp Ruch war ein Kopf hinter der „Sommerinterview“-Störaktion gegen Alice Weidel. Jetzt warnt er: Wir müssen verstehen, wieso Rechtsextremismus so eine Anziehung ausübt. Doch wie beenden wir sie? Ein Gespräch mit Jakob Augstein
Heinrich August Winkler: Der große Erklärer der BRD erinnert sich – aber nicht an alles
In seiner Autobiografie „Warum es so gekommen ist“ führt der Historiker Heinrich August Winkler durch die wichtigen Debatten der BRD – als Akteur und Beobachter. Aber warum schweigt er sich über Privates aus?
Von „Arbeitsscheuen“ im NS bis Hartz IV: Deutschlands ekelhafte Geschichte der Sanktionen
Die CDU möchte Strafen für Erwerbslose verschärfen. Sanktionen haben in Deutschland eine lange Tradition: In der Weimarer Republik wurden „Arbeitsscheue“ bestraft, bei den Nazis wurden sie in Lagern interniert. Eine kurze Geschichtsstunde
Behzad Karim Khani: „Sobald ein zu rechter Artikel in der Weltbühne steht, kündige ich“
Die Weltbühne wird unter Holger Friedrich neu verlegt und ruft Kritik hervor: Deborah Feldmans Artikel empört, ein Mitherausgeber gilt als rechts, ein Erbe klagt. Wie sieht das der „linke Kreuzberger Asylant“ und Mitherausgeber Karim Khani?
Eine Autorin der Weimarer Republik: Gesellschaftskritisch, genial-komisch
Das Werk der Schriftstellerin Gabriele Tergit wird seit ein paar Jahren neu entdeckt. Die jüdische Autorin arbeitete lange als Journalistin und wurde in der späten Weimarer Zeit erfolgreich. Ihr ironischer Ton ist bis heute lesenswert
Planlos in den Untergang: Jens Bisky über die Weimarer Republik und Parallelen zu heute
Weimar ist nicht Berlin. Oder etwa doch? Jens Bisky hat ein Buch über den Übergang zur Diktatur von 1929 bis 1934 geschrieben, dessen Lektüre gerade zur Bundestagswahl 2025 lohnt
Sachbuch: Ein journalistischer Typus, der keineswegs vergangen ist
Unser Autor Prof. Erhard Schütz liest Sachbücher über Publizisten und Verlegerinnen. Sowohl die Familie Mosse, Gabriele Tergit oder Alfred Andersch haben die Medienlandschaft im 20. Jahrhundert in Deutschland geprägt
Castorf inszeniert Hans Fallada als Gesellschaftskritik: Wer ist hier unzurechnungsfähig?
Frank Castorf räumt die Bühne leer und lässt Arbeiterlieder singen: Seine Inszenierung von „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada am Berliner Ensemble kommt als Warnung vor dem Faschismus daher
Uwe Wittstock: „Nach der Mitgliedschaft in einer faschistischen Partei wurde nie gefragt“
1940 ist das dramatischste Jahr der Literaturgeschichte. Journalist und Autor Uwe Wittstock erzählt davon
Der Hitlerputsch-Prozess von 1924 wird zum Hochamt für die Todfeinde der Weimarer Republik
Zu ihren Lebzeiten ist die Weimarer Republik selten so vorgeführt worden wie durch den Prozess nach dem faschistischen Putschversuch vom 9. November 1923 in München. Sogar das Plädoyer des Staatsanwalts ist eine Laudatio auf Hitler
Der Weg in die NS-Diktatur zeigt, wozu sich bürgerliche Herrschaft missbrauchen lässt
Die Machtübertragung an Hitler und die bis März 1933 erfolgende institutionelle Errichtung der Diktatur eignen sich in ihrer konkret-historischen Spezifik nur sehr beschränkt für eine aktuelle Analogiebildung in Bezug auf die AfD
Julian Assange, Carl von Ossietzky und das Wikileaks der Weimarer Republik
Seit 2010 verfolgt, seit 2019 in Haft: Wikileaks-Gründer Julian Assange steht vor einer finalen Gerichtsanhörung in London. Vor bald hundert Jahren gab es in Deutschland einen vergleichbaren Fall
AfD-Verbot: Verbote stoppen Nazis nicht
Im Kampf gegen Rechts wird der Ruf nach einem AfD-Verbot immer lauter. Doch rassistisches und faschistisches Gedankengut lässt sich nicht per Gesetz verbieten. Wer ein weiteres Erstarken der Nazis verhindern will, muss andere Wege gehen
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