Im November 1959 verabschiedeten die Sozialdemokraten ihr Godesberger Programm. 50 Jahre später sucht die Partei wieder nach dem Ausweg aus einer Misere
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Sarrazin ist der Meinung, alle Juden teilten ein bestimmtes Gen. Dazu sagt der Antisemitismusforscher Wolfgang Benz in der Naumburger Zeitung online das Folgende: „Wenn ich eine Gruppe genetisch definiere, dann ist das purer Rassismus!&ldqu...>> mehr
Fisting nannten die Kids ihre Spiele. Betreuer und Eltern konnten zunächst nichts mit diesem Begriff anfangen. Gibt man das Wort jedoch in Google ein, so stößt man auf 31 700 Nennungen. Wikipedia erläutert: Fisting ist eine...>> mehr
Da vergeht einem die letzte Rest von Sozialromantik. Das Volk hat abgestimmt! Jetzt weiß man, was es will. Es will, dass die hoch Privilegierten weiterhin auch ihre unbegabtesten Kinder in gute Stellungen bringen und die Kinder der Unterprivilegierten selbst...>> mehr
Am 23. Juni 2009 hat der Bundesgerichtshof in der Revision die Klage einer Lehrerin gegen das Internetforum „spickmich.de“ abgewiesen. Die dort von Schülern erteilte Benotung der Lehrerin mit 4,3 verstoße nicht gegen die Persönlichk...>> mehr
Während die 16 Opfer des Amoklaufs in Winnenden eingesargt und beerdigt werden, arbeitet Deutschlands größte Zeitung an der Vorbereitung des nächsten Massakers. Denn der nächste Schütze steht bereit. Er brütet irgendwo in der Einsamkeit und Verzweiflung seiner...>> mehr
Nun erreicht mich per Mail ein Leserbrief, der mir Angst machen könnte, wenn die Absenderin (eine Mutter, die als Physikerin arbeitet) wüsste, wo ich wohne. Da ist von "Schmierenjournalismus" die Rede und meiner betonten Absicht, Frauen sexistisch wieder zu "Muttertieren" zu degradieren! Dem Freitag wird angedroht, ihn nun rechts liegen zu lassen. (Also, was mich angeht, so stehe ich links vom Freitag, das nur am Rande.) Und ansonsten: Es ist gnadenlos, welch gewaltige Emotionen in so einem Thema stecken! Kaum werden (so guts in ner Zeitung halt geht) Ergebnisse von Studien berichtet, ensteht der Pulverdampf eines Schlachtgetümmels. (Dabei hab ich ja bloß Studien referiert, die - ich gebs ja zu - bis auf eine davon nicht so neu sind und für jeden Fachpsychologen schichtes Basiswissen.) Aber nun mal gesellschaftliche gewendet: Ist es so ganz unmöglich, zur Kenntnis zu nehmen, dass in aller Regel der weibliche Teil der Menschheit bereits im eigenen Leib eine enge B e z i e h u n g zur Leibesfrucht aufbaut, die sich augenblicklich nach der Geburt folgenreich fortentwickelt? Wen sollte man für diese Festestellung prügeln müssen? Und ist jemand, der es mitteilt, ein Sexist? Noch einmal: frühe Bindung (man braucht sie auch nicht unbedingt als "Liebe" zu bezeichnen) ist nach allem was wir bislang wissen, offenbar eine der stärksten Einflussfaktoren der Persönlichkeitsentwicklung. Das wars was gesagt worden war und kaum mehr.
Der Beitrag hatte schon redaktionell Stirnerunzeln hervorgerufen. Man sollte ihn eigentlich nur lesen dürfen, wenn man zunächst einmal normative Fragen von empirischen sauber zu trennen bereit ist. Weshalb? Die psychologische Bindungsforschung gehört unterdessen mit zu den am besten abgesicherten Bereichen der Psychologie. So weit Psychologie überhaupt so etwas verfügen kann, handelt es sich hier einfach um Fakten. Aber: Für mich gibt es auch einen normativen Anteil, der mich eigentlich zu diesem Artikel bewogen hat. Immer deutlicher ist nachweisbar, in welchem Ausmaß Menschen Wesen sind, die auf Liebe angewiesen sind. Liebe ist fast schon ein Teil ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit und ihrer Lebenserwartung. Aus den sentimentalen Bereichen romantischer Empfindungen hat sich das zu einem harten Faktum der Wissenschaft entwickelt, was übrigens auch für die Stressforschung gilt. Daraus könnte man nun eine ganze Menge gesellschaftliche Konsequenzen ziehen – natürlich auch die Konsequenz, den Vätern eine ganz andere Rolle zuzusprechen oder vielleicht auch die Konsequenz, an die Stelle der Kleinfamilie andere Formen des Zusammenlebens zu etablierten. Nur eben: ohne früh vermittelte Liebe und Bindung geht es nicht!! Zum Thema selbst gibt es eine Menge Literatur. Ich empfehle vor allem als soziologisch vernetzten guten Überblick: Christel Hopf, Frühe Bindung und Sozialisation. Eine Einführung, Weinheim und München 2005
Liebe(r) Bluecat, Ihr Kommentar rührt mich. Ja, Gleichheit ist es. Soweit ich mich erinnere war dies auch die Lösung von Karl Marx in seiner Schrift "Zur Judenfrage": Die Emanzipation des Juden ist gleichbedeutend mit der Emanzipation des Menschen, also kein Sonderproblem. Edo Medicks, den ich in meinen kleinen Blog erwähnte, ist ein junger Mann, der - so verstehe ich ihn - sein Judentum abschütteln möchte. Er wandert aus Israel aus und vielleicht gelingt es ihm einfach ein Mensch zu sein. Liebe(r) Bluecat, manchmal verstehe ich nicht, dass wir diese seltsamen Differenzierungen immer noch ernst nehmen. Was mich angeht, so bin ich eine "Promenadenmischung", auch türkischer Herkunft, was für mein Selbstverständnis aber keine Rolle spielt.
Liebe(r) Phineas Freek, zum "Deppen" machen wir uns ja immer irgendwie, wenn wir in schriftlicher Kurzform etwas in die Öffentlichkeit entlassen. Gelegentlich missverstanden zu werden, gehört dann einfach dazu. Bei Ihnen (Dir) höre ich einen "anarchistischen" Unterton heraus. Ist der beabsichtigt? Darüber nachzudenken, wie wir v o r aller Herrschaft wären, finde ich durchaus gut und wichtig. Grüße! Lieber Gero Steiner, auh ich bin fest davon überzeugt, dass die "Klickrate" das sexuelle Verhalten vieler Kinder und Jugendlicher steuert. Und hinter der Klickrate stehen wiederum kommerzielle Interessen. "Erziehung" wird daher nicht etwa von verantwortlichen Erziehern betrieben, sondern von Kalkulationen oder so etwas wie "Maschinen". Für mich ist das Entfremdung oder Verdinglichung wie sie im Buche steht. Auch handelt es sich - das sage ich im Hinblick auf Phineas Freek - um eine Form der Herrschaft, denn die Kids würden sich ja wesentlich anders verhalten, wenn nicht mit Tausenden von Fisting-Seiten Kasse gemacht würde.
Die "Gesamtheit aller gesellschaftlichen Institute" - das wäre nicht mehr, aber auch nicht weniger als alles, was uns überhaupt beeinflussen kann. Der Mensch (oder auch ein "Rotzbengel") jenseits aller gesellschaftlichen Institute wäre zum Beispiel ein "edler Wilder" oder ein "Wolfskind". Immer wieder hat man nach Beispielen von Menschen gesucht, die völlig unbeeinflusst waren von jedwedem gesellschaftlichen Einfluss. Man ist aber eigentlich nur auf Menschen gestoßen, die nicht lebensfähig waren, so wie Kaspar Hauser. Aber freilich ist es sehr nachdenkenswert, was alle diese "gesellschaftlichen Institute" aus uns machen. Und die institutionalisierte Erziehung ist stets mehr als fragwürdig. Die nicht institutionalisierte, wie etwa die Erziehung über das Internet, ist es aber noch mehr... Herzliche Grüße!
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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