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Barocke Windungen
Juri Andruchowytschs „Perversion“ erweist sich als satirisches Rätselspiel – großartig, und ein fesselndes Leseabenteuer. Nun erscheint der Roman endlich auf Deutsch
Von der Niedertracht im Eiskeller
Ein Sammelband zum Conne Island würdigt 20 Jahre Jugendkultur in Leipzig. Und offenbart ein aus Hoffnung, Kleinmut und Intrige gestricktes Drama
Wer Nein will, muss Ja sagen
Die Volksabstimmung am 27. November rückt näher. Ab kommender Woche werben die Gegner des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 mit Plakaten und Flugblättern für ihre Positionen
Die besseren Engel
Wird die Welt brutaler? Nein, sagt Kognitionspsychologe Steven Pinker und schreibt mit "Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit" gegen die Feinde der Moderne an
Der fehlende Histamintest
Gerade war wieder von einer "neuen RAF" die Rede. Dabei wirft die Geschichte des Orignals immer noch Fragen auf. Zum Beispiel danach, was vor genau 34 Jahren in Stammheim geschah
Ein Schelm, wer nun das Netz entdeckt
Der CDU-Politiker Peter Altmaier befindet sich auf Entdeckungsreise in einer unbekannten Welt: dem Internet. Er arbeitet an einem Pikaro-Roman für das 21. Jahrhundert
Die Wärme eines Körpers
In den sechziger Jahren brachen junge Frauen aus den tradionellen Rollen aus. Was ist ihnen an Gefühlen geblieben? Helke Sander erzählt vom neu erfundenen Altern
Aus der Sicht eines Erdferkels
Tom Koenigs Buch über seine UN-Mission in Afghanistan ist ein Politikerbuch der anderen Art: ironisch und entwaffnend offenherzig
Cool sein wie die Oberschicht
Der Soziologe Heinz Bude verschreibt den Mittelschichten eine simple Medizin: Macht euch mal locker, heißt die Botschaft von "Bildungspanik"
Zu Hause ist's am schönsten
Dient die Raumfahrt allein der Flucht vor der hausgemachten Apokalypse? Wer sich im All ein wenig umschaut, wird gerne auf der Erde bleiben
Was ist bloß mit China los?
Über den Künstler Ai Weiwei wird viel geschrieben. Der Pressespiegel sagt noch mehr über das Bild, das die Deutschen von China haben. Eine Collage von Vera Tollmann
Leise, verschmitzt und weise
In der DDR wurde Halldór Laxness – aufgrund seiner kommunismusfreundlichen Haltung – viel beachtet. Warum man den isländischen Autor auch heute noch lesen sollte
Fernab des Weltgetriebes
Gyrðir Elíassons "Am Sandfluss" ist mehr als die Chronik einer Schaffenskrise. Er zeichnet die Situation des Künstlers in einer Gesellschaft, die materielle Gier antreibt
Auf Pferde wetten, die niemals laufen
Der britische Politologe Colin Crouch schlägt den Neoliberalismus auf seinem eigenen Feld, und wir schauen gebannt zu
Potenzielle Pflichtlektüre
Nun hat auch Jan Böttcher einen Lehrerroman geschrieben. Aber sein Boden heißt Musik, und der ist sehr gut, fast schon zu gut bestellt
Was Nora Gomringer sehr gut in den Mund passt
Am 15. Oktober wird ihr der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache verliehen – und es gibt neue Bücher der Autorin von "Klimaforschung"
Fundgruben für Literaturliebhaber
Die „Neue Rundschau“ feiert munter ihren 125. Geburtstag. Soll keiner sagen, die deutschen Kultur- und Literaturzeitschriften seien tot. Ein Rundgang
Zynische Sezier-Stunde
Judith Schalansky schickt in ihrem gelungenen Roman „Der Hals der Giraffe“ eine Biologie-Lehrerin ins sozialistische Labor
Die Wahrheit jenseits der Buchstaben
Navid Kermani hat für seinen neuen Roman "Dein Name" zwei Ko-Autoren engagiert: das Sein und das Nichts
Der Kunst entkommt keiner
Der Weg vom Schmutz zum Kanon wird immer kürzer. In diesem Prozess ist die Verschriftlichung des Mündlichen das Hauptgeschehen. Eine Kritik der Gegenwartsliteratur
Desillusionskunst
Mit "In Zeiten des abnehmenden Lichts" hat Eugen Ruge den deutschen Buchpreis gewonnen. Zu Recht meint unser Rezensent
Hetzjagd im Stehen
Jan Brandt schreibt in "Gegen die Welt" über den verdächtigen Jungen in der Kleinstadt. Nicht nur ein großartiger Roman. Brandt hat auch die ideale Erzählform erfunden
Zusatzlöwe besucht Philosophen
Ein feiner Knochen nicht nur für Akademiker: Sibylle Lewitscharoff und ihre Fantasie über Hans Blumenberg
Das Schweigen der Pilze
Ein erschreckender Bildband zeigt das Wohnhaus des Schriftstellers Peter Handke – Nahrung für den Handke-Hasser
Die Wütenden
Facebook, Liebe per SMS und tägliche Horrorszenarien – ergibt das noch Sinn? Die jungen wütenden Autoren finden sich mit den bekannten Antworten nicht ab