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Auch ein Besenstiel kann schießen

Der Streit, welche Kommision mit welchen Rechten den Angriff auf die Gaza-Flottille am 31. Mai untersuchen soll, gerät zur Schlacht um Werte der Demokratie

Die Täter von nebenan

Nach den Bomben von Kampala führt die Spur der Attentäter nach Somalia. Islamische Milizen könnten sich an Uganda für dessen Part im UN-Friedenskorps gerächt haben

Der Reporter als Feind

Er will von Bord der Gaza-Flotilla berichten, doch ­israelische Elitesoldaten nehmen ihn fest. Die verstörende Bilanz eines eingebetteten Journalisten

Militärzivil versandet

Heimlich hat die Bundesregierung den 3. Bericht zur zivilen Krisenprävention verabschiedet. Er begräbt den guten Ansatz. Jetzt werden auch noch die Mittel gekürzt

Meine Tochter, die Terroristin

Es gibt 26 Tote, als zwei Selbstmordattentäterinnen im März Anschläge auf die Moskauer Metro verüben. Eine davon, die 27-jährige Mariam, war Lehrerin in Balakhani

In Teufels Küche

Der "ideelle Gesamtachtundsechziger" war er nicht, auch wenn man ihn dafür gehalten hat: Fritz Teufel, der seine humoristische Poesie auf das Leben losließ

Im Schatten der Mutter

Der neue philippinische Präsident ist durch seinen Clan eng mit der Oligarchie verfilzt und nicht unbedingt ein Garant für die Reformen, die dem Land gut tun würden

Hopes and Prospects

Noam Chomsky lebt den amerikanischen Traum. Er verkörpert damit seine eigene Gesellschaftskritik, meint Rafael Behr in einer polemischen Buchrezension

Kontrolltafeln, bunt wie ein Christbaum

Wenn AKW-Störfälle auftreten, gibt es immer ­wieder Schuldzuweisungen in alle Richtungen. Wer ist ­eigentlich für die Sicherheit der Anlagen verantwortlich?

Mit Sicherheit ein Problem

Für längere Laufzeiten müssten viele Reaktoren aufwändig nachgerüstet werden. Das könnte sogar die Stromkonzerne nachdenklich machen

Unsichtbare Götter

Wie lernen wir Geschichte? Tilsa Otta erinnert sich an kein einziges Datum einer Schlacht. Aber an die "Vladivideos" unter Fujimori und an Maxi, deren Leben von der Vergangenheit ihres Landes gezeichnet ist

Geheimes Dossier

Was israelische Agenten einst nach Argentinien trieb, war nicht nur die Suche nach dem NS-Verbrecher, ­sondern auch die verdeckte Kooperation zum Bau der Atombombe

Im Schnee verloren

Der Künstler Enki Bilal verarbeitet die Hoffnungen und Ver­brechen des 20. Jahrhunderts in einem brillanten Comic

Die Demütigung der Deklassierten

Statt Arbeitslose stärker Druck zu setzen, sollten wir die Qualität der Arbeitsplätze erhöhen, sagt der Soziologe Stephan Lessenich

Ulrike Baureithel

Die nächste „neue Stufe“

Parteipolitische Kraftmeierei, Ruf nach schärferen Gesetzen und die Diskreditierung von notwendigen Protest: Der Bundestag hat einmal mehr über linke Gewalt diskutiert

Rettung aus höchster Not

Die aus sieben postsowjetischen Staaten bestehende Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS) soll den Massenmord in Osch und Dschalal-Abad beenden

Merkel kopiert Bush

Beim Treffen mit Nicolas Sarkozy verweigert sich die Kanzlerin erneut einer EU-Wirtschaftsregierung und verspürt Lust zum Unilateralismus in der multilateralen EU

Lutz Herden

Rächer Gottes im Zweifel

Es ist ein Jahr vergangen, seit das iranische Volk in Scharen auf die Straßen strömte, um gegen die Wahlfälschungen bei der damaligen Präsidentenwahl zu protestieren

Atomlobby, Dein Wille geschehe …

Schwarz-Gelb muss gegen die Kernspaltungsfetischisten Farbe bekennen. Die Opposition wird solche Klientelpolitik nicht durchgehen lassen

Mittlere Irrtümer

Entgegnung auf Mathias Brodkorb: Warum die Theorie des Extremismus selbst und nicht deren vermeintlicher „Missbrauch“ das Problem ist

Das Werk der Straße

Wie Kunst verdächtig werden kann: Straßenfoto­grafie in den Zeiten von Terror und Überwachung

Gleichsetzung ungleich Vergleich

Die Extremismus-Theorie sorgt sich um die Minimalbedingungen rechtsstaatlicher Demokratie. Sie unterscheidet zwischen rechts und links, sucht aber auch Ähnlichkeiten

Zerbrochenes Kaleidoskop

Großbritannien steht nach den Wahlen vor einer neuen Phase der Politik. Die Bilanz nach dreizehn Jahren Labour an der Regierung ist durchwachsen