RE: Ohne Gewissen | 02.06.2017 | 11:55

Sicher gab es früher ähnliche politische Entscheidungen und Ansichten, nur die Qualität der aktuellen Periode ist eine zugespitzte: Es gibt kaum mehr ernstzunehmenden Widerstand und die Selbstverständlichkeit, mit der das alles geschieht, ist erschreckender denn jeh.

Mich öden Menschen an, die meinen, ihr selbstbezogenes Eremitendasein würde etwas an den Verhältnissen auf der Welt ändern, und gleichzeitig alle anderen verurteilen. Sie ziehen sich dorthin zurück, wo es einfacher und weniger komplex zugeht, statt sich dort, wo die gesellschaftlichen Konflikte geführt werden, einzubringen. Wer sich egoistisch verabschiedet, der gibt auf.

Wer meint, der einzig legitime Widerstand ist der Ausstieg und der Ausstieg sei im Gegensatz zum Verbleib "im Zug" unbequem und hart, der ist ziemlich selbstgerecht unterwegs. Aber viel Erfolg dabei!

RE: Zentrum der Neuen Rechten | 24.05.2017 | 22:43

Ja, Halle liegt in Sachsen-Anhalt. Und trotzdem muss nichts korrigiert werden, da der Vorspann Halle neben rechte Umtriebe in Sachsen und Thüringen stellt.

RE: Furcht vor der Freiheit? Nein! | 02.11.2016 | 20:41

Da steht bewusst “Solidarität“ und nicht Brüderlichkeit. Solidarität ist m.E. heute der angemessene Begriff.

RE: AfD: Die Partei der Ungleichwertigkeit | 14.07.2016 | 22:47

Hallo "Nachdenker". Eigentlich wird mir empfohlen, Ihren Kommentar "einzuklappen". Aber ich lass ihn einfach mal stehen, da er so schön für sich und Sie spricht.

RE: Das Hinterland der neurechten Bewegung | 04.06.2016 | 19:57

Danke für die vielen Kommentare und die lebhafte Debatte. Ich greife mal einen Punkt heraus:

"Um die Inhalte gehts: Soziale Gerechtigkeit: ja/nein, Bundeswehr im Ausland: ja/nein, Rassismus: ja/nein"

Wer soziale Gerechtigkeit (im Sinne von Gleichheit) fordert und gegen Rassismus ist, der kann m.E. nur auf die linke Karte setzen und muss die rechte Karte (= rassistisch, elitär, autoritär, völkisch) ablehnen und damit auch jegliche Gedankenspiele, die auf eine gemeinsame Front für eine Lösung der sozialen Frage setzen. Ja, die Linke ist zersplittert, ja, sie tut sich schwer, das umzusetzen, was sie fordert - aber aus einem Sein folgt kein Sollen. Diesen Fehlschluss sollte man nicht begehen. Darum geht es m.E. nicht darum, in einer wie auch immer gearteten Querfront die Lösung zu sehen und darauf hinzuarbeiten sondern darin, an Lösungen zu arbeiten, dass die Linke schlagkräftig genug wird, um selbstständig eine linke Hegemonie zu erreichen.

RE: Das Hinterland der neurechten Bewegung | 03.06.2016 | 15:06

Welche Gemeinsamkeiten für eine sogenannte Querfront soll es denn zwischen Links und Rechts geben? Sie besteht höchstens in der Ablehnung des aktuellen Zustands. Links und Rechts unterscheiden sich allerdings fundamental in den Zielen der Überwindung des aktuellen Zustands. Die Rechten werden ihr Ziel eines autoritären, unterdrückenden und ausgrenzenden Staates bzw. einer solchen Gesellschaaft nicht aufgeben, da dies Kernbestandteil ihrer Ideologie ist, um nicht zu sagen es definiert den Status "Rechts". Die Erfüllung des Wunsches nach einer "Querfront" setzt somit voraus, dass entweder Rechts oder Links das Rechts- oder Linkssein aufgeben. Rechts kann das ja meinetwegen gerne tun. Links bitte nicht, denn eine Gesellschaft, die auf Solidarität, Gleichheit und Freiheit aufbaut, scheint mir deutlich erstrebenswerter.

RE: Das Hinterland der neurechten Bewegung | 02.06.2016 | 22:55

Der Weg der Rechten ist ein Weg in eine autoritäre Gesellschaft. Inwiefern das ein erstrebenswerter Weg sein soll, erschließt sich mir nicht. Die Gefahr der Querfront liegt da darin, dass sie der Rechten dazu verhilft, ans Ziel zu komme. Auch um den Preis des Stockens der neoliberalen Agenda wäre es das nicht Wert.

RE: „Konservative Revolution” im Aufwind | 24.05.2016 | 15:16

Dazu empfiehlt sich dann sicher, Wölk direkt zu lesen. Der Text stellt nur eine Zusammenfassung einer Veranstaltung dar.

RE: „Konservative Revolution” im Aufwind | 24.05.2016 | 15:16

Die "reale" Umweltbedrohung musste allerdings erst einmal als subjektive Bedrohung erlebt werden, bevor sie wirkmächtig werden konnten. Eine Bedrohung, die subjetiv niemand als Bedrohung wahrnimmt, ist allein per Definition keine Bedrohung.

RE: Rot-Rot-Grün in Sachsen-Anhalt? Keine Chance | 22.01.2016 | 17:14

Wen Sie wählen, ist allein Ihre Entscheidung. Und ich denke, aus der Perspektive von Frau Budde, Herrn Haseloff oder anderen sind deren Argumente sicher auch sachlich. Inwiefern Sie richtig sind, darüber lässt sich dann streiten.